Jasmin Külbs, geboren am 7. November 1991 in Speyer, ist eine bekannte deutsche Judoka. Sie hat im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Erfolge gefeiert, darunter der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokyo im Mixed Team.
Karriereanfänge
Jasmin Külbs kam früh mit dem Judosport in Berührung, da ihr Vater selbst Judoka war. Sie "rutschte eher rein" in den Leistungssport und wechselte 2006 wegen des Judosports an das Heinrich-Heine-Sportgymnasium in Kaiserslautern.
Erfolge
Jasmin Külbs kann auf eine beeindruckende Liste an Erfolgen zurückblicken:
- Olympiadritte Mixed Team 2021
- Mehrfache WM-Medaillengewinnerin im Team
- Mehrfache EM-Medaillengewinnerin im Einzel und Team
- Mehrfache deutsche Meisterin
- WM-Dritte Team 2014, 2015
- EM-Zweite 2015
- EM-Dritte 2014, 2016
Ab 2014 gewann sie bei drei aufeinanderfolgenden Europameisterschaften jeweils eine Medaille und untermauerte dadurch ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze im Judo-Schwergewicht.
Herausforderungen
Trotz ihrer Erfolge musste Jasmin Külbs auch Rückschläge verkraften. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen konnte sie ihre Erfolge zunächst nicht bestätigen. Zudem warfen sie zwei Schulter-Operationen zurück. Erst 2019 kehrte sie mit guten Resultaten auf internationaler Ebene zurück.
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Olympische Spiele
Die Olympischen Spiele sollten ja eigentlich 2020 in Tokyo stattfinden. Wegen Corona hat sich das nun auf 2021 verschoben. Jasmin Külbs wurde vom Deutschen Judobund für Olympia in Rio nominiert.
Für das Olympiaticket hat Külbs ein Leben aus dem Koffer und auf den Matten dieser Welt verbracht. Es war ein Leben mitten im Judozirkus. Immer im Hinterkopf, in jeder Gewichtsklasse starten nur die 14 besten Judofrauen der Welt bei Olympia. Im April war Külbs noch bei der Europameisterschaft in Russland. Hat Bronze gewonnen und ist gleich mit dem Nationalteam weiter ins Höhentrainingslager nach St. Moritz gereist.
Am 31. Juli war wohl der größte Tag im Leben der 178 cm großen Jasmin Grabowski vom 1. JC Zweibrücken, die allerdings beim Olympiastützpunkt in Köln trainiert. Sie hat bereits bei der Europameisterschaft 2020 in Prag den 5. Platz erreicht und nun als Krönung Bronze bei den Olympischen Spielen. In einem der beiden kleinen Finals besiegten sie am Samstag die Niederlande mit 4:2.
Training
Um dem Vorurteil entgegenzutreten, dass Training wegen Corona weniger gewesen sei, erklärte Jasmin Külbs, dass die Trainingsumstände lediglich angepasst werden mussten. Es wurde nicht weniger trainiert, da dies bei der Vorbereitung auf Olympia nicht möglich wäre. Sie trainierte vom Umfang ähnlich wie vorher. Die Halle war nur 4 Wochen zu, danach durfte der Profisport unter gewissen Voraussetzungen weiter trainieren. Sie hatte ihre feste Trainingspartnerin und es waren wirklich nur die beiden plus ein Trainer anwesend. Krafttraining, Zirkel und Lauf liefen normal weiter. Es wurden noch Geräte aus dem Kraftraum geholt.
Sie hat am Tag zwischen zwei und drei Einheiten, die im Schnitt so 1,5 bis 2 Stunden dauern. Wenn ich drei Einheiten a 1,5 bis 2 Stunden am Tag mache, komme ich auch auf meine 6 Stunden. Dazu kommt noch die An- und Rückfahrt, Physiotherapie, Rehatraining, das ist nicht so wenig, das ist ein Hochleistungssport.
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Abwechslung
Jasmin Külbs braucht auch ein bisschen Abwechslung, weil nur Judo wäre nicht so gut. Sie backt leidenschaftlich gerne. Sie versucht sich auch immer an neuen Dingen. Sie liest auch super gerne. Ein super Ausgleich für mich ist es auch zu meiner Familie oder zu meinen Schwiegereltern zu fahren.
Wir fahren so oft es die Zeit zulässt zu meinen Eltern in die Heimat. Das letzte Jahr war es etwas weniger, weil die Olympiavorbereitung engmaschiger wurde. Wir hatten mehr Lehrgänge, mehr Wettkämpfe; da haben wir es leider nur so alle 8 bis 10 Wochen geschafft, das wird jetzt wieder öfter. Zu den Schwiegereltern ist es nur eine dreiviertel Stunde Autofahrt, da ist man schnell mal am Nachmittag hingefahren, 2,5 oder 3 Stunden Fahrt hier runter dagegen, lohnt sich für eine Tasse Kaffee nicht.
Comeback nach Verletzung
Nach fast einjähriger Verletzungspause feierte Jasmin Külbs vom 1. Judoclub Zweibrücken am Samstag bei den deutschen Judo-Meisterschaften in Stuttgart ein furioses Comeback. Die 27-Jährige sicherte sich in der Klasse +78 Kilogramm die Goldmedaille.
Grand Slam in Paris
Wieder gut ins Wettkampfgeschehen reingefunden hat Judoka Jasmin Külbs. Nach knapp einjähriger Pause und dem gelungenen Comeback mit dem Titel bei der Deutschen Meisterschaft Ende Januar hat sich die Starterin des 1. JC Zweibrücken gestern erstmals wieder mit der internationalen Konkurrenz gemessen. Beim Grand Slam in Paris (Frankreich) hat die Schwergewichtskämpferin in der Klasse über 78 Kilogramm zwei ordentliche Auftritte auf die Matte gebracht.
JCZ-Trainer Stephan Hahn erklärte, dass Jasmin Külbs auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke ist und man nach einer so langen Pause keine Wunder erwarten darf. Gegen die Koreanerin Mi Jin Han, Nummer 28 der Welt, erwischte Külbs, derzeit auf Weltranglistenplatz 21, dennoch einen sehr guten Start in den Wettkampf und entschied den Kampf nach 2:53 Minuten vorzeitig für sich. In der zweiten Runde wartete dann allerdings schon ein anderes Kaliber auf Jasmin Külbs. Die „sehr große“ Ukrainerin Yelyzaveta Kalanina zeigte sich auch als sehr starke Gegnerin und sicherte kurz vor Schluss durch Ippon das Weiterkommen.
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