Dieser Artikel beleuchtet die Erfolge von Judoka bei internationalen Wettkämpfen, insbesondere bei den Scottish Open in Glasgow, und das Engagement verschiedener Vereine und Verbände im Judo-Sport.
Daniel Stognievs Erfolg bei den Scottish Open
Daniel Stogniev holte sich in Glasgow bei den Scottish Open Judo Championships 2020 den dritten Platz. Zuvor hatte er an einem einwöchigen Lehrgang in Rom und dem anschließenden internationalen Trainingscamp in Mittersill (Österreich) teilgenommen, um sich auf die Scottish Open vorzubereiten. In Glasgow zeigte Stogniev nicht nur eine starke Vorstellung bei den Männern, sondern kämpfte sich auch aufs Treppchen.
Der Kaufbeurer (81 kg) startete in der Altersklasse U21 mit einem Freilos ins Turnier. In Runde zwei lieferte er sich mit dem Engländer Nathan O‘Sullivan einen offenen Schlagabtausch. Da beide Athleten in der regulären Kampfzeit keine Wertung erzielten, musste das Golden Score (Verlängerung) entscheiden. Hier geriet Stogniev in einen Armhebel und musste so in die Hoffnungsrunde.
Hier traf er auf seinen bayerischen Teamkollegen Yul Kutik. Doch der Franke machte keinen Stich. Nach kurzer Kampfzeit beförderte der TVK-Athlet den Kontrahenten mit seinem Spezialwurf Tai otoschi auf die Matte und bekam dafür zehn Punkte. Es ging in die nächste Runde. Den letztjährigen englischen Meister der MU18, Shane Davies, brachte Stogniev mit einer Übergang-Stand-Boden-Technik in die Bodenlage und zwang ihn unverzüglich mit einer Würgetechnik zur Aufgabe. Damit stand ihm im kleinen Finale mit Benedict MacLennan Patton ein erfahrener Wettkämpfer gegenüber. Auch hier beförderte der Allgäuer seinen Gegner in die Bodenlage und beendete den Kampf vorzeitig mit einer weiteren Würgetechnik. Damit gewann Daniel Stogniev seine erste internationale Bronzemedaille.
Am Folgetag ging es dann gleich bei den Männern weiter. Auch hier kam Stogniev mit Losglück in die zweite Runde. Nach einem Sieg musste er die Begegnung um den Poolsieg gegen Lachlan Moorhad, den Drittplatzierten bei den Europameisterschaften 2019, abgeben. In der Trostrundem kam es erneut zu einem bayerischen Duell gegen Kutik, welches Daniel Stogniev mit zwei Fußfegertechniken vorzeitig für sich entschied. Es folgten Siege gegen den Schweden Tammar Abbud. Der vorzeitige Sieg ermöglichte auch bei den Männern den Einzug in das kleine Finale. Gegen den Briten Scott Clusack zeigten sich nach neun Kämpfen Ermüdungszeichen, dennoch verlangte Stogniev zielstrebig dem Briten bis kurz vor Schluss alles ab. Am Ende gelang es Clusack jedoch, eine kleine Fußtechnik anzubringen, für die er fünf Punkte bekam und diese bis Ende der Kampfzeit halten konnte.
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Weitere Judo-Ereignisse und Erfolge
FISU World University Games 2025 Rhein-Ruhr
In der Messe Halle 4 in Essen starten am Mittwoch die Judo-Wettkämpfe der FISU World University Games 2025 Rhein-Ruhr. Fünf deutsche Judoka gehen in den leichten Gewichtsklassen auf die Matte. Bei den Frauen kämpfen Helen Habib, Chiara Serra und Laila Göbel. Bei den Männern gehen Nicolas Kutscher und David Ickes an den Start. Gemeldet sind insgesamt 378 Judoka aus 57 Nationen.
Erfolgreiches Turnierwochenende für das Judo-Team der Uni Münster in Glasgow
Am letzten Montag traf das Judo-Team der Uni Münster nach einem ereignisreichen Turnier-Wochenende im schottischen Glasgow wohlbehalten wieder in Münster ein - mit einer Bronze-Medaille im Gepäck! Dabei trat das Team um Trainer Ingo Scholz die erfolgreiche Turnierfahrt quasi erst in letzter Minute an. In vier Pools kämpften 20 Teams um den Einzug in die Finalrunde - nur die jeweils beiden Erstplatzierten waren qualifiziert. Die Münster Monsters zeigten von Beginn an eine hoch konzentrierte Leistung und erreichten mit deutlichen Siegen als Gruppen-Erster die Finalrunde. Hier wartete das Team der Uni Strathclyde - ebenso ambitioniert wie stark besetzt. Diesem Siegeswillen der Münster Monsters hatte das A-Team der Uni Glasgow nichts entgegenzusetzen. Mit einem deutlichen 5:1 dominierten die Münsteraner ihre Gegner und erreichten verdient den Platz auf dem Podest.
Willy Hubers Europameistertitel
Nach der Deutschen Meisterschaft können wir dem Münchner Willy Huber nun auch zu einem hervorragend erkämpfen Europameistertitel gratulieren. Es ist seine erste goldene Medaille auf einem Internationalen Turnier. Somit ist der Medaillensatz nun komplett! Willy trat in der Gewichtsklasse bis 66 kg in der Altersklasse M8 an. Der erste Gegner war der Spanier Castill. Willy holte sich konsequent seinen Griff und dominierte den Spanier von der ersten Sekunde an, es gab ein Waza-ari für seinen klassischen Dreher. Im nächsten Angriff mit De-ashi-barai konnte der Spanier ein letztes Mal aussteigen, bevor er einen Ippon gegen sich für Sasae-tsuri-komi-ashi hinnehmen musste. Im zweiten Kampf ging es gegen den Franzosen Marchione. Hier zeigte Willy einen Übergang vom Stand zu Boden und ging nach einem Waza-ari für Yoko-otoshi nahtlos in einen Kesa-gatame über. Der Franzose versuchte noch sich zu befreien, es gab jedoch keine Chance, somit ein zweites Waza-ari und den zweiten Sieg des Tages. Im dritten Kampf ging es für Willy nun gegen den altbekannten und gefürchteten Ukrainer Venher. Dieser Kampf versprach spannend zu werden und genau so kam es auch. Nach Mate musste Willy auch noch ein Shido für Inaktivität hinnehmen. In der nächsten Minute wendete sich das Blatt, Willy kämpfte unbeeindruckt des Rückstandes weiter. Ein Sasae-Ansatz von Willy brachte eine Bodensituation zustande, in der er sich einen Sankaku-tate-shio-gatame erarbeitete. Nun stand noch ein letzter Kampf gegen den Ungarn Nagy an. Dieser trat jedoch aus Verletzungsgründen aus dem Vorkampf nicht mehr an, somit ein kampfloser Sieg für Willy.
Lara Huber als Athletin und Coach
Am Samstag wurde Willy dann vom Athleten zum Coach, als Lara Huber in der jüngsten Altersklasse F1 bis 70 kg an den Start ging. Sie hatte 6 Gegnerinnen, somit wurde nach KO-System gekämpft. Im ersten Kampf ging es gegen die Britin Adams. Eine Mattenrandsituation nutze die Britin für einen Tani-otoshi Ansatz, für den Sie ein Waza-ari bekam. In den letzten Sekunden hatte Lara nochmals einen starken Ansatz, die Britin konnte sich jedoch herausdrehen. In der Schlusssekunde musste Lara den zweiten Waza-ari einstecken. Im zweiten Kampf in der Trostrunde ging es nun gegen die Portugiesin Garcia. Hier zeigte Lara was in ihr steckte und kämpfe sehr variabel. Lara bearbeitete die Portugiesin so lange, bis diese ein Shido für Inaktivität hinnehmen musste. In den letzten Sekunden des Kampfes nutzte Lara Garcias Blocktechniken aus und warf zum Waza-ari mit Ko-uchi-maki-komi. Somit stand sie im Kampf um Platz 3. Hier traf sie auf die Französin Forment. Das bekam Lara dann auch zu spüren und wurde durch die starke Griffkraft in den Boden gezwungen und musste aufgrund einer Würgetechnik aufgeben.
Engagement des SC Lotos Berlin
Erfolge bei Meisterschaften
Die Judoka der U15, U18 und U21 starten traditionell immer im Januar mit ihren Meisterschaften. In der U18 und der U21 startete Elina und sicherte sich in beiden Altersklassen den Titel Landesmeisterin 2025. Elina startete in beiden Altersklassen (U18, U21) und setzte sich auch hier klar gegen alle Konkurrentinnen durch. Meisterin bei den NODEM in der U18 und der U21. Elina ließ nichts anbrennen und siegte in allen Kämpfen klar mit Ippon.
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Bei den Deutschen Meisterschaften geht es dann wirklich zur Sache. Durch eine für Elina optimale Wettkampfliste gelang ihr nach nur 2 starken Ipponsiegen der Einzug ins Finale. Dort stand ihr eine schon bekannte Gegnerin aus Wiesbaden gegenüber. Beide Kämpferinnen gingen hierbei an ihr Limit. Somit erreichte Elina eine hervorragende Silbermedaille und darf sich Deutsche Vizemeisterin nennen.
Teilnahme an internationalen Turnieren
3 unserer Judoka durften zusammen mit dem Judo Verband Berlin nach Holland fahren. Elina erkämpfte sich eine Silbermedaille. Moritz und Valentin hatten, wie immer, mit vollen Wettkampflisten zu kämpfen. Beide konnten aber, bei dem mit 1500 Sportlern stark besetzten internationalen Turnier, Kämpfe für sich entscheiden. Insgesamt ein gutes Ergebnis für unseren Verein.
Zum Jahresauftakt gelingt Elina ein weiterer toller Erfolg. Das mit 1300 Judokas aus 30 Ländern stark besetzte Turnier in Eidhoven, Netherlands, hatte in allen Klassen reichlich Teilnehmer. Elina konnte an ihre Leistungen aus 2023 anknüpfen und gewann alle ihre Kämpfe.
Weitere Aktivitäten und Erfolge
- Weihnachtsbrunch für Judokinder
- Weihnachtsturnier in Königs Wusterhausen (6 Gold-, 2 Silber- und 4 Bronzemedaillen)
- Danprüfungen
- Turnier in Altentreptow (3 Gold, 6 Silber, 4 Bronze)
- Teilnahme an Mannschaftswettkämpfen
- Erfolge bei Einzelturnieren
- Sportaktionstag an der Blumengrundschule
- Wertungsrandori
- Lambeck-Cup Kremmen
- Spreewaldpokal in Lübben
Ergebnisse des SC Lotos Berlin im Überblick
Die folgende Tabelle fasst einige der Ergebnisse des SC Lotos Berlin zusammen:
| Wettkampf | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| Weihnachtsturnier Königs Wusterhausen | 6 | 2 | 4 |
| Turnier in Altentreptow | 3 | 6 | 4 |
| Lambeck-Cup Kremmen | - | - | - |
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