170 Karat Diamant Wert Schätzung

Im Norden Angolas wurde ein seltener pinker Diamant gefunden. Minenarbeiter in Angola haben einen spektakulären Fund gemacht: Einen enormen pinken Diamanten. Es ist der größte dieser Art seit mehr als 300 Jahren. Der Stein wurde "Lulo Rose" genannt. 170 Karat (Exakt: 34 Gramm) soll der Stein wiegen, das teilte das Bergbauunternehmen Endiama am Mittwoch mit. Der Riesenklunker wurde kürzlich in der Mine Lulo im Norden des Landes gefunden, es sei der fünft-größte Diamant, der jemals in der Mine entdeckt wurde, erklärte das Unternehmen. Der Fund ist eine Sensation, denn pinke Diamanten gelten als besonders edel und extrem selten.

Bewertung und Wertfaktoren

Experten schätzen deswegen, dass der "Lulo Rose" genannte Stein für mehr als 100 Millionen Euro den Besitzer wechseln könnte. Vorausgesetzt der Diamantenschleifer versteht sein Handwerk. Denn der Rohdiamant muss erst geschliffen und poliert werden. Dabei verliert der Diamant Gewicht (bis zu 50 Prozent!) oder schlimmer: Der Stein kann auch zerbrechen. Zudem werden erst nach dem Schliff wichtige Preisfaktoren deutlich - Reinheit und Fluoreszenz etwa. Wann der Diamant schließlich potenzielle Käufern angeboten wird, ist noch nicht klar. Mögliche Käufer sind extrem wohlhabende und diamantenverrückte Privatpersonen oder Luxusgüter-Konzerne wie LVMH (Tiffany, Louis Vuitton).

Die 4Cs der Diamanten

Ein von der GIA eingeführtes Gradingsystem wurde eingeführt, um Diamanten anhand von vier Aspekten zu bewerten. Diese Aspekte sind bekannt als die "4Cs":

  • Carat (Gewicht): Die Größe eines Diamanten wird in Karat (abgekürzt als ct) gemessen. Eine andere Gewichtsmessung, die manchmal für kleine Diamanten verwendet wird, ist die Punktmessung (abgekürzt als pt). Jeder Punkt entspricht einem/einem Hundertstel Karat. Zum Beispiel wiegt ein Stein mit einem Gewicht von 34 pt 0,34 ct.
  • Color (Farbe): Die Farbe eines Diamanten wird auf einer alphabetischen Skala abgestuft, die von den Buchstaben D bis Y reicht. Diese Skala misst die Farbsättigung, die von absolut farblos bis zu tiefem Gelb (oder Gelbbraun) reicht. D ist völlig farblos, ohne einen Hinweis auf eine andere Farbe. Y zeigt ein intensives tiefes Gelb oder tiefes Gelbbraun an.
  • Clarity (Reinheit): Von der Reinheit hängt auch die Brillanz des Steines entscheidend ab, was sich natürlich sehr stark in der Wertigkeit des Diamanten niederschlägt. Diamanten, die unter 50-facher Vergrößerung keine Einschlüsse aufweisen, sind sehr selten und können nur von Sammlern gefunden werden.
  • Cut (Schliff): Der Schliff, oder die Facette des Diamanten, ist die Form und der Stil, in dem er geschliffen wird. Der am weitesten verbreitete Schliff ist der Brillantschliff, eine Facette, die speziell entwickelt wurde, um das meiste Feuer im Stein hervorzubringen.

Diamanten als Wertanlage

Investoren sollten der Kaufentscheidung die oben beschriebenen „4 Cs“ zugrunde legen, um ein Mindestmaß an Qualität zu gewährleisten. Im Gegensatz zu Aktien, ETFs oder anderen Formen der Geldanlage zeichnet sich die langfristige Preisentwicklung von Diamanten durch einen relativ stetigen Aufstieg aus. Von daher sind Diamanten sehr gut als defensive Beigabe für das Portfolio geeignet, um starke Einbrüche abzufedern.

Allerdings lässt sich auch als grundsätzliches Argument gegen Diamanten als Wertanlage anführen, denn der Investor steht nach dem Kauf erst mal mit 19 Prozent im Minus und muss beim Verkauf mit weiteren Abschlägen rechnen.

Lesen Sie auch: Karat und Preis

Diamantenproduktion weltweit

Diamanten werden meist aus Schloten von erloschenen Vulkanen gewonnen. Sie werden zuerst im Tagebau, dann unter Tage abgebaut. Umfänglicher Tagebau dieser Art wird in Botswana, Russland und Angola betrieben. In Namibia und Südafrika kommen darüber hinaus Diamanten im Innenland in manchen Flusstälern und in unterseeischen Sockeln vor.

Betrachtet man aber den Wert der Diamanten, gewinnt Botswana (vor allem Jwaneng Diamond Mine). Beide produzieren über 1 Mio. Karat im Jahr, das klingt nach viel, ist tatsächlich aber nur 200.000 g, also 200 kg pro Land im Jahr. Der größte Diamantenproduzent nach Menge ist Russland (vor allem Sibirien).

Top 7 Produzentenländer über 1 Mio. Karat

Russland führt mit seinen gigantischen Flächen die Liste der Produzenten an. Jakutien im Nordosten Sibiriens beherbergt riesige Diamantenvorkommen, wo die Edelsteine in riesigen Gruben abgebaut werden, die tief in den Permafrostboden gegraben wurden.

Seit über einem Jahrzehnt ist Botswana gemessen am Karatgewicht der zweitgrößte Diamantenproduzent und gemessen am Wert der führende Produzent. Botswanas Jwaneng-Mine wird oft als „die reichste Diamantenmine der Welt“ bezeichnet. Die Mine hat jährlich etwa 10 Millionen Karat hochwertiger Diamanten produziert.

Die Position des Landes als drittgrößter Diamantenproduzent der Welt konnte jedoch gehalten werden. Einige der kanadischen Minen wurden bereits geschlossen, da schwierige Abbaubedingungen herrschten oder Erzkörper ausgearbeitet wurden.

Lesen Sie auch: Karat und Qualität

Land Bemerkungen
Russland Führender Produzent nach Menge; Vorkommen in Sibirien (Jakutien).
Botswana Führender Produzent nach Wert; Jwaneng-Mine produziert ca. 10 Mio. Karat jährlich.
Kanada Drittgrößter Produzent; Minen an abgelegenen, kalten Standorten.

Preisvergleich: Diamanten vs. Gold

Diamanten sind 583x wertvoller als Gold. 1 Gramm Gold kostet aktuell 61 USD, für 1 Gramm Diamant (5 Karat) bekommst Du +35.519 USD mehr.

Viele Anleger, die Gold kaufen, haben den Preis ständig im Blick. 1 Gramm Gold kostet 61,14 USD bzw. 1 Unze 1.901,77 USD bzw. 1 Kilogramm 61.143,33 USD.

Heute kostet Dich 1 Karat (0,2 Gramm) 7.116,17 USD bzw. 5.990,54 EUR.

Lesen Sie auch: Alles über 0.4 Karat Diamanten