Kampfsportarten erfreuen sich heute weltweit großer Beliebtheit, sei es zur Selbstverteidigung, als Wettkampfsport oder zur Steigerung der körperlichen Fitness. Bei einigen Kampfsportarten tragen die Kämpfer farbige Gürtel, die ihren Rang anzeigen. Darauf folgen der Rangfolge nach gelb, orange, grün, blau und braun. Ein schwarzer Gürtel zeigt die Kampferfahrung höheren Grades auf verschiedenen Stufen an. Die Stufen des schwarzen Gürtels werden als Dan (japanisch für "Grad") bezeichnet.
Heutzutage konzentriert sich das weltweite Interesse an Kampfsportarten häufig auf deren geistige Komponente als Mittel zur Stärkung des Selbstvertrauens und der Konzentrationsfähigkeit. Auch der Aspekt der Selbstverteidigung wird vor allem für Frauen und ältere Menschen immer wichtiger. In vielen Kampfsportarten wurden spezielle Trainingsprogramme entworfen, die es einem kleineren und schwächeren Menschen erlauben, mit einem größeren und stärkeren Angreifer fertig zu werden.
Überblick über verschiedene Kampfsportarten
Im Folgenden werden einige der bekanntesten Kampfsportarten detaillierter beschrieben:
Judo
Judo (Japanisch: sanfter Weg) ist eine aus Japan stammende Kampfsportart, die vom Jiu-Jitsu abgeleitet wurde. Beim Judo versuchen die Kämpfer, ihren Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, mit speziellen Techniken auf den Boden zu werfen und mit Halte-, Hebel- und Würgegriffen zum Aufgeben zu bewegen. Die Wettkämpfe finden auf einer quadratischen Kampffläche von neun Meter Seitenlänge statt, umgeben von einer Sicherheitszone, die einen Meter breit ist.
Die Matten (Tatami), aus denen die Kampffläche gebildet wird, bestehen aus gepresstem Reisstroh und sind mit Leinen überzogen. Sie sind zwei mal einen Meter groß und werden durch einen Holzrahmen zusammengehalten. Ein Judokampf wird geleitet von einem Kampfrichter auf der Matte und zwei Außenrichtern, die an zwei gegenüberliegenden Mattenecken sitzen.
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Die Judoka (Judokämpfer) tragen einen Judogi, einen weißen Judoanzug, dessen Jacke aus besonders starkem Leinen oder Baumwollstoff hergestellt wird. Die Jacke wird von einem Gürtel zusammengehalten, der zweimal um den Körper gewickelt und mit einem einfachen Knoten gebunden wird. Die Farbe des Gürtels zeigt den Grad des Kämpfers an.
Vor dem Kampf stellen sich die Kämpfer im Abstand von vier Metern gegenüber auf und verbeugen sich voreinander. Dies ist die formelle und traditionelle Höflichkeitsbezeugung vor und nach jedem Kampf. Der Kampf beginnt, wenn der Schiedsrichter Hajime (Beginnt) ruft.
Ein Kampf dauert mindestens drei und höchstens 20 Minuten. Das Ergebnis des Kampfes wird nach Wurftechniken (Nage-waza) und Grifftechniken (Katame-waza) bewertet (auch eventuelle Verwarnungen wegen Regelverletzungen werden berücksichtigt). Der Kampf endet, wenn die Kampfzeit abgelaufen ist oder wenn ein Kämpfer Ippon (einen ganzen Punkt) erreicht.
Ist die volle Kampfzeit abgelaufen, gewinnt derjenige Kämpfer, der die meisten Punkte erzielt hat. Ippon kann für einen gelungenen Wurf oder für eine Grifftechnik (Armhebel oder Würgegriff) gegeben werden (wenn der Gegner aufgibt oder wenn er 30 Sekunden lang festgehalten wird. Ein Kämpfer, der einen Ippon nicht ganz erreicht, kann einen Waza-Ari (fast einen Punkt) erhalten, der sieben Punkte zählt. Zwei Waza-Ari entsprechen einem Ippon.
Wenn ein Kämpfer nur einen Wazari erzielt, gegen ihn aber ein schwerwiegendes Foul verübt wurde, kann er den Kampf trotzdem direkt gewinnen. Regelverstöße werden wie folgt bestraft: (1) Shido Eintrag eines Vermerks, es folgt aber keine Strafe, (2) Chui Verwarnung und Abzug von drei Punkten, (3) Keikoku Ermahnung und Abzug von sieben Punkten, (4) Hansoku-make Disqualifikation und Abzug von zehn Punkten. Zwei Chui ergeben einen Keikoku.
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Wie bei anderen Kampfsportarten sind der Stil und die korrekte Ausführung der Techniken wichtig. Der Schiedsrichter nimmt dies in seine Wertung mit auf. Die Kämpfer versuchen, an den Ärmeln oder am Saum des Judogi für den Griff einen sicheren Halt zu finden und ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Eines der Grundprinzipien ist Tskuri-komi, d. h. den Gegner aus dem Gleichgewicht bringen, um ihn niederwerfen zu können. Dies kommt besonders dann vor, wenn ein Kämpfer einen Angriff unternimmt und der Gegner die Wucht dieses Angriffs nutzt, um den Angreifer seinerseits aus dem Gleichgewicht zu bringen und zu Boden zu werfen.
Ein Beispiel für eine derartige Technik ist Koshi-guruma oder Hüftrad: Der Angreifer wird an den Aufschlägen gepackt und über die Hüfte geworfen. Eine weitere grundlegende Wurftechnik ist Deashi-barai oder Fußfeger: Sobald ein Kämpfer einen Schritt vorwärts macht und das Gleichgewicht nicht vollständig hält, fegt der Gegner sein Fußgelenk mit einer seitlichen Bewegung weg und zieht gleichzeitig den Arm des Gegners in entgegengesetzter Richtung nach unten.
Weitere Wurftechniken sind: Uchi-mata (Schenkelwurf), O-soto-gari (Große Außensichel), Harai-goshi (Hüftfegen) und Seoi-nage (Schulterwurf). Außerdem gibt es: Hane-goshi (Springhüftwurf), Kani-basami (Scherenwurf), O-soto-gake (Großes Einhängen), O-uchi-gari (Große Innensichel) und Ura-nage (Rückwurf).
Häufig zieht ein Kämpfer, der zu Fall gebracht wird, den Gegner mit zu Boden, da der Fall zusätzliche Wucht verleiht. Gegentechniken sind sehr wichtig. Mit ihnen nutzt man den gegnerischen Angriff für sich aus. Einige Judoka spezialisieren sich auf Bodentechniken (Ne-waza). Dazu gehören Würgegriffe, Haltegriffe und andere Techniken.
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Die Kämpfer dürfen Bodentechniken anwenden, wenn der Angreifer sofort in die Ne-waza übergeht, nachdem er seinen Gegner geworfen hat, wenn ein Kämpfer fällt oder nachdem ein Würge- oder Haltegriff im Stehen angewendet wurde. Okurei-eri-jime (Kragenwürgen) ist ein grundlegender Würgegriff am Boden. Er wird von hinten am Gegner angesetzt. All diese Begriffe stammen aus dem Japanischen.
Das erste Kodokan (Judo-Institut in Tokio) gründete er 1882 in Shitaya. Kano wurde ein bekannter Judolehrer. Seiner Philosophie nach sollte Judo gleichzeitig ein geistiges und körperliches Training sein, das Geist und Körper in einen Zustand der Harmonie und Ausgeglichenheit versetzt (ein Grundkonzept der meisten Kampfsportarten).
Gegen Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts hatte sich Judo in Japan durchgesetzt und fand dort sehr viele Anhänger. Das japanische Ministerium für Erziehung führte Judo als offizielle Sportart ein, und die Polizei nahm es in ihr Ausbildungsprogramm auf. Die Pariser Polizei führte Judo 1905 ein. 1885 besuchte Kano England. Wie später auch seine Schüler widmete er einen großen Teil seines Lebens der Förderung des Judosportes.
Der erste Verein in Europa (Budokwai) wurde 1918 von Gunji Koizumi (1885-1965) in London gegründet. Koizumi leistete einen erheblichen Beitrag zur Verbreitung des Judo in England und in ganz Europa. Er unterrichtete selbst noch im Alter von 80 Jahren am Tag vor seinem Tod. Der erste internationale Wettkampf fand 1926 zwischen dem Budokwai und der deutschen Nationalmannschaft statt.
Dies hatte eine beträchtliche Wirkung, und in den Jahren zwischen den Weltkriegen setzte sich Judo in Europa durch. Der Dachverband des deutschen Judosportes ist der "Deutsche Judo-Bund" (DJB; gegründet 1956, Sitz in Frankfurt am Main). 1948 wurde die "Europäische Judo-Union" mit Sitz in Ostermundingen (Schweiz) ins Leben gerufen. Die internationale Dachorganisation ist die "International Judo Federation" (IJF; gegründet 1954 in Zürich, Sitz in Tokyo).
1930 fanden in Japan die ersten nationalen Meisterschaften statt. Gegen Anfang des 2. Weltkrieges war Judo zum japanischen Nationalsport geworden. 1949 wurde der japanische Judoverband gegründet. In Tokyo fanden 1956 die ersten Weltmeisterschaften statt, die seit 1965 alle zwei Jahre abgehalten werden. Die ersten Weltmeisterschaften für Damen fanden 1980 statt, darin zeigte sich das deutlich gewachsene Interesse der Frauen an dieser Sportart.
Bei den Olympischen Spielen in Tokyo 1964 wurden erstmals auch Judowettbewerbe ausgetragen, ursprünglich in drei Gewichtsklassen. Ab 1972 wurde Judo dauerhaft in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen. Demonstrationswettbewerbe im Damenjudo wurden 1988 in Seoul durchgeführt, und seit 1992 werden auch im Damenjudo Medaillen vergeben.
Bei den Herren gibt es folgende Gewichtsklassen: Superleichtgewicht (bis 60 Kilogramm), Halbleichtgewicht (bis 65 Kilogramm), Leichtgewicht (bis 71 Kilogramm), Halbmittelgewicht (bis 78 Kilogramm), Mittelgewicht (bis 86 Kilogramm), Halbschwergewicht (bis 95 Kilogramm) und Schwergewicht (über 95 Kilogramm). (Die so genannte Allkategorie wird nur bei Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen. Von 1964 bis 1984 war diese Gewichtsklasse auch olympisch.)
Bei den Frauen gibt es die folgenden Gewichtsklassen: Superleichtgewicht (bis 48 Kilogramm), Halbleichtgewicht (bis 52 Kilogramm), Leichtgewicht (bis 56 Kilogramm), Halbmittelgewicht (bis 61 Kilogramm), Mittelgewicht (bis 66 Kilogramm), Halbschwergewicht (bis 72 Kilogramm) und Schwergewicht (über 72 Kilogramm).
Bei olympischen Spielen und Weltmeisterschaften dominierten früher eindeutig die Japaner. Mittlerweile konnten aber auch Sportler aus westlichen Ländern und aus der ehemaligen UdSSR Erfolge bei großen Wettkämpfen verzeichnen.
Die Judoka werden nach ihrem Kenntnisstand und ihrer Erfahrung in die Grade Kyu (Schüler) und Dan (Meister) eingeteilt. Der höchstmögliche Grad ist der 12. Dan, der nur Jigoro Kano, dem einzigen Shihan (Doktor), verliehen wurde. Daneben wurde der rote Gurt für den 10. Dan bisher an 13 Männer vergeben. Die Farbe des Gurtes ist vom ersten bis zum fünften Dan schwarz, vom sechsten bis zum achten Dan rot-weiß, vom neunten bis elften Dan rot, und der Gurt des zwölften Dan ist weiß. Die Gürtelfarbe der Kyu-Grade sind in absteigender Reihenfolge: erster Kyu braun, zweiter Kyu blau, dritter Kyu grün, vierter Kyu orange, fünfter Kyu gelb und sechster Kyu weiß.
Aikido
Aikido ist eine Form der Selbstverteidigung, die wie Judo im vorigen Jahrhundert aus dem Jujutsu entwickelt wurde. Das Wort "Aikido" stammt aus dem Japanischen und bedeutet "Weg, um Körper und Geist zu einen" ("ai" Harmonie, Liebe, Freundschaft, "ki" Geist, Seele, Energie und "do" Weg).
Beim Aikido weicht man den Angriffen des Gegners durch fließende, kreisförmige Bewegungen aus und nutzt dessen Impuls, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, ihn zu Boden zu werfen und mit Hebelgriffen festzuhalten. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der Japaner Morihei Ujeschiba das Aikido aus dem Jiu-Jitsu. Er bezog die Philosophie des Zen-Buddhismus ein und schloss alle Angriffstechniken aus.
Die Aikido-Techniken zeichnen sich durch Anpassung des Verteidigers (Nage) an den Angreifer (Uke) aus. Der Verteidiger nutzt die Energie des Angreifers mit Hilfe von kreis- und wellenförmigen Bewegungen der Arme und Beine für sich, um dessen Gleichgewicht zu brechen. Alle Techniken enden mit einem Wurf oder Hebel.
Der Verteidiger selbst benötigt relativ wenig Kraft, weshalb die Bewegungen harmonisch und ästhetisch erscheinen. Geübt wird im Rollenspiel mit Partnern. Aikido ist kein Wettkampfsport.
Aikido ist in Deutschland im Deutschen Aikido Bund organisiert (Sitz in Lübeck). Der internationale Verband ist die International Aikido Federation (IAF; Sitz in Tokyo).
Taekwondo
Taekwondo (koreanisch tae: Fuß; kwon: Faust; do: Weg) ist eine Kampfsportart, die in Korea entstanden ist. Die Gegner verwenden Tritte, Faustschläge und verschiedene Ausweichtechniken. Besonders bekannt ist Taekwondo für seine typischen Sprung- und Trittechniken, die auch "Flugstöße" genannt werden.
Taekwondo ist eine koreanische Zweikampfsportart (ähnlich wie Karate), die sich zwischen 1945 und 1955 aus dem alten Trainingssystem der Kampfsportart Tae-kyon (oder subak), unbewaffneter Kampf, entwickelte und eine Verbindung aus Karate, Kempo und Tae-kyon darstellt.
Beim Taekwondo werden Angriffs- und Verteidigungstechniken gewertet. Um den Gegner nicht zu verletzen, werden die Angriffe vor dem Ziel abgestoppt. Wie bei anderen modernen Kampfsportarten wird eine Synthese von körperlicher und geistiger Übung angestrebt.
Bewertet werden Schlag, Stoß- und Tritttechniken. Man unterscheidet Trainingsmethoden (hyong), Wettkämpfe und Bruchtests mit Holzbrettern (kyok-pa). Es wird dieselbe Kampfkleidung verwendet wie bei Karate. Es gibt neun Meistergrade (Dan) und zehn Schülergrade (Kup).
Wettkämpfe gehen über drei Runden zu je drei Minunten, dazwischen liegen Pausen von 30 Sekunden. Das Tragen einer Schutzkleidung (hogu) ist Pflicht.
In den sechziger Jahren verbreitete sich der Sport von Korea aus über die ganze Welt. Seit den fünfziger Jahren hat sich diese Sportart international ausgebreitet. Die World Taekwondo Federation (WTF; gegründet 1973, Sitz in Seoul) umfasst mittlerweile mehr als 140 nationale Verbände. Man schätzt, dass heute weltweit etwa 22 Millionen Menschen aktiv Taekwondo betreiben.
Die ersten Weltmeisterschaften fanden 1973 statt und werden seitdem alle zwei Jahre ausgetragen. Europameisterschaften gibt es seit 1976. Wettkämpfe für Frauen finden seit 1983 inoffiziell statt, 1987 wurden sie in das offizielle Programm aufgenommen.
1983 war Taekwondo offizielle Sportart bei den Panamerikanischen Spielen und 1984 bei de...
Weitere Kampfsportarten
Neben den oben genannten gibt es noch viele weitere Kampfsportarten, die weltweit praktiziert werden. Dazu gehören unter anderem:
- Kung-Fu: Eine chinesische Kampfkunst, die eine Vielzahl von Stilen und Techniken umfasst.
- Karate: Eine japanische Kampfkunst, die sich auf Schlag-, Stoß- und Tritttechniken konzentriert.
- Sumo: Ein japanischer Wettkampfsport, bei dem außergewöhnlich kräftig gebaute Männer gegeneinander antreten.
- Kendo: Eine japanische Kampfsportart, die sich aus dem Schwertkampf der Samurai entwickelt hat.
- Boxen: Eine Kampfsportart, bei der zwei Gegner mit Fäusten gegeneinander kämpfen.
- Fechten: Eine Kampfsportart, bei der zwei Gegner mit Degen, Florett oder Säbel gegeneinander kämpfen.
- Ringen: Eine Kampfsportart, bei der zwei Gegner versuchen, sich gegenseitig zu Boden zu bringen.
Einfluss von Ernährung und Training auf den Erfolg
Kampfsport und Kampfkunst stellen hohe Anforderungen an die körperliche Fitness. Nicht nur Training, auch die Ernährung nimmt Einfluss auf den Erfolg im Zweikampf. Eine optimale Nährstoffzufuhr ist mitentscheidend für Sieg oder Niederlage im Ring.
Durch das Antreten in unterschiedlichen Gewichtsklassen ergibt sich in einigen Kampfsportarten häufig das Problem des Gewichtmachens. Um in eine niedrigere Gewichtsklasse zu gelangen, fangen viele Sportler kurz vor einem Wettkampf an zu hungern bzw. durch Saunagänge, Training in warmer Kleidung und wenig trinken, möglichst viel Wasser zu verlieren und dadurch leichter zu werden.
Meist ist das jedoch eher kontraproduktiv, denn den Sportlern fehlt durch die Nahrungseinschränkung Energie für den Kampf. Zudem kommt es durch den Flüssigkeitsmangel zur Bluteindickung und der Nähr-und Sauerstofftransport zu den Muskelzellen verschlechtert sich. Das kann zu Leistungseinbrüchen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Konzentrationsverlust führen.
Eiweiß (Protein) ist in der Kampfsporternährung von großer Bedeutung, denn es übernimmt eine bedeutende Rolle bei der Bildung von Körpereiweißen und trägt zum Erhalt und Aufbau von Muskelmasse bei. Die Basiskost im Kampfsport sollte zu ca. 20-25 % aus Eiweiß bestehen. Besonders nach einer Belastung ist die Aufnahme einer proteinreichen Mahlzeit sinnvoll.
Die Versorgung mit Kohlenhydraten ist ebenso wichtig, denn der Körper benötigt sie als bevorzugte Energiequelle für sportliche Leistung. Für gefüllte Kohlenhydratspeicher sollte die tägliche Ernährung ausreichend Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis, Obst usw. enthalten.
Fett ist ebenfalls ein essentieller Bestandteil unserer Ernährung und sollte den Rest der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Besonders die ungesättigten Fettsäuren sind wichtig und bringen viele positive Eigenschaften mit sich. Kampfsportler, die wenig Lein-, Walnuss- und Rapsöl sowie Fisch und Meeresfrüchte zu sich nehmen, haben es häufig schwer, den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren zu decken.
Tabelle der olympischen Kampfsportarten
| Kampfsportart | Ursprung | Merkmale | Olympisch seit |
|---|---|---|---|
| Judo | Japan | Würfe, Haltegriffe, Hebel | 1964 |
| Karate | Japan | Schlag-, Stoß- und Tritttechniken | 2020 |
| Taekwondo | Korea | Tritttechniken, Sprünge | 2000 |
| Boxen | Griechenland | Schläge mit Fäusten | 1904 |
| Fechten | Europa | Kampf mit Degen, Florett oder Säbel | 1896 |
| Ringen | Griechenland | Versuch, Gegner zu Boden zu bringen | Antike |
