Mixed Martial Arts (MMA) hat sich zu einer globalen Sportart entwickelt, die immer mehr Anhänger findet. Viele Menschen träumen davon, in diesem Sport Geld zu verdienen. Doch welche Möglichkeiten gibt es wirklich, und wie realistisch ist es, mit MMA seinen Lebensunterhalt zu bestreiten?
Möglichkeiten des Geldverdienens im MMA
1. Als professioneller MMA-Kämpfer
Der offensichtlichste Weg, mit MMA Geld zu verdienen, ist die Karriere als professioneller Kämpfer. Jedoch ist dieser Weg mit harter Arbeit, Disziplin und einem hohen Verletzungsrisiko verbunden. Nur die wenigsten schaffen es an die Spitze und können von ihren Preisgeldern und Sponsoringverträgen leben.
Einkommensquellen für MMA-Kämpfer:
- Kampfgagen: Die Haupteinnahmequelle. Die Höhe variiert stark und hängt von Faktoren wie Erfahrung, Bekanntheitsgrad, Liga und Erfolg ab.
- Siegprämien: Zusätzliche Zahlungen für gewonnene Kämpfe.
- Sponsoringverträge: Verträge mit Unternehmen, die den Kämpfer unterstützen und im Gegenzug Werbung erhalten.
- Pay-per-View-Beteiligungen: Zusätzliche Einnahmen für Top-Kämpfer, die an Kämpfen teilnehmen, die über Pay-per-View übertragen werden.
- Ticketverkäufe: Beteiligung an den Einnahmen aus verkauften Tickets für die eigenen Kämpfe.
Die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist der größte MMA-Veranstalter weltweit. Die UFC ist nach wie vor und wahrscheinlich auch für immer die bestbezahlte von allen und auch die bekannteste. In die UFC zu kommen, ist wahrscheinlich der schwierigste Teil. Im Normalfall musst Du Dir erst einmal einen Namen in der Szene gemacht haben.
Durchschnittseinkommen von UFC-Kämpfern: Um eine ungefähre Vorstellung von den Einkünften eines UFC Kämpfers zu bekommen, ist das Durchschnittseinkommen ein guter Anhaltspunkt. Dabei muss man bedenken, dass die Superstars der Branche diesen Schnitt natürlich deutlich nach oben ziehen.
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Die UFC Kämpfer am unteren Niveau verdienen ca. 10.000 - 30.000 US Dollar pro Kampf.
Weitere MMA Wettkampforganisationen sind:
- Bellator
- PFL
- Invicta FC (MMA-Wettbewerb allein für Frauen)
- OKTAGON MMA (europäische MMA-Champions-League)
OKTAGON MMA zahlt Preisgelder wie folgt aus:
- Niederlage in der Eröffnungsphase: 15.000 Euro Preisgeld
- Niederlage im Viertelfinale: 40.000 Euro Preisgeld
- Niederlage im Halbfinale: 80.000 Euro Preisgeld
- Niederlage im Finale: 130.000 Euro Preisgeld
- Turniersieg: 300.000 Euro Preisgeld
Voraussetzungen für eine erfolgreiche MMA-Karriere:
- Frühzeitiger Beginn mit dem Kampfsporttraining (idealerweise im Alter von 14-16 Jahren)
- Regelmäßiges und intensives Training (mindestens 2 Jahre, idealerweise 5 Tage pro Woche)
- Beherrschung verschiedener Kampfstile (z.B. Muay Thai, Boxen, Ringen, BJJ)
- Teilnahme an Amateurkämpfen zur Sammlung von Erfahrungen
- Gesunde Ernährung und optimale Fitness
- Mentale Stärke und Durchhaltevermögen
2. Gründung einer eigenen Kampfsportschule
Eine weitere Möglichkeit, mit MMA Geld zu verdienen, ist die Gründung einer eigenen Kampfsportschule. Hierbei ist es wichtig, nicht nur ein guter Kampfsportler zu sein, sondern auch über unternehmerische Fähigkeiten zu verfügen.
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Leitfaden: In 10 Schritten zum eigenen Dojo (digital und vor Ort)
- Wähle deinen Kampfkunst-Stil
- Beginne Schritt für Schritt mit dem Unterrichten
- Sei mehr als nur Kampfsportler, sei Lernender, Lehrer, Inspirierer & Businessman
- Wähle deine Unternehmensform / deine Rechtsform
- Rechtliche Risiken ausschließen
- Diversifikation und Krisen-Resilienz
- Gründe aus den richtigen Gründen
- Menschen begeistern, Neukunden gewinnen
Unternehmensformen für eine Kampfsportschule:
- Freiberuflicher Einzelunternehmer: Einfache Gründung, aber persönliche Haftung.
- Gemeinnütziger Verein: Steuervorteile, aber komplexe Formalitäten.
3. Weitere Möglichkeiten
Neben den genannten Optionen gibt es noch weitere Möglichkeiten, im MMA-Bereich Geld zu verdienen:
- Trainer/Coach: Arbeite als Trainer in einem MMA-Gym oder betreue professionelle Kämpfer.
- Sparringspartner: Hilf Profikämpfern bei der Vorbereitung auf ihre Kämpfe.
- Kampfrichter/Schiedsrichter: Werde Kampfrichter oder Schiedsrichter bei MMA-Veranstaltungen.
- Sportjournalist/Blogger: Schreibe über MMA und verdiene Geld mit Artikeln, Blogs oder Videos.
- Verkauf von MMA-Ausrüstung: Betreibe einen Online-Shop oder ein lokales Geschäft für MMA-Ausrüstung.
- Securitybereich: Arbeit im Sicherheitsdienst bei MMA-Veranstaltungen.
Mythen rund um das Geldverdienen mit MMA
Es gibt einige Mythen, die sich hartnäckig halten, wenn es um das Thema Geldverdienen mit MMA geht. Hier sind einige davon:
- Mythos I: Du brauchst mehrere schwarze Gürtel und >10 Jahre Erfahrung, bevor du gründest. FALSCH.
- Mythos II: Du musst ein top Kämpfer / Kampfsportler sein, um eine eigene Schule gründen zu können. FALSCH.
- Mythos III: Eine Kampfkunstschule lohnt sich nicht mehr, gerade seit Corona ist es schwer, mit einer Kampfsportschule Geld zu verdienen. FALSCH.
- Mythos IV: Eine Kampfkunstschule kann man nicht nebenberuflich aufbauen, wenn dann ganz oder gar nicht. FALSCH.
- Mythos V: Eine Kampfkunstschule zu gründen ist jahrelange harte Arbeit und macht wenig Spaß. FALSCH.
Fazit
Es ist möglich, mit MMA Geld zu verdienen, aber es erfordert harte Arbeit, Disziplin und ein gewisses Maß an Talent. Nur die wenigsten schaffen es an die Spitze und können von ihren Preisgeldern und Sponsoringverträgen leben. Eine weitere Option ist die Gründung einer eigenen Kampfsportschule, wobei unternehmerische Fähigkeiten gefragt sind. Auch andere Tätigkeiten im MMA-Bereich, wie Trainer, Kampfrichter oder Sportjournalist, können eine Einkommensquelle darstellen.
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