MMA Kämpfer: Was ist das?

Mixed Martial Arts (MMA) hat sich in den Vereinigten Staaten als Rivale des Boxens zum unangefochtenen König der Kampfsportarten entwickelt und zieht das Interesse der Kampfsportfans auf sich. Zweifellos sind Boxen und Mixed Martial Arts die beiden beliebtesten Kampfsportarten der Welt, doch es wird immer wieder darüber diskutiert, welche Disziplin besser und effektiver ist. Dieser Artikel wird beide Kampfsportarten untersuchen und eine klare Einschätzung der Situation geben.

Was ist MMA (Mixed Martial Arts)?

MMA ist die Abkürzung für Mixed Martial Arts. Wie es MMA als Bezeichnung hergibt - Mixed Martial Arts - dürfen MMA-Kampfsportler andere Stilrichtungen anwenden. MMA ist eine junge und sehr populäre Kampfsportart im Vollkontakt, die nicht nur eine ganz bestimmte Kampfsportart, sondern verschiedene Techniken unterschiedlicher Kampfsportarten oder Kampfsportstile, wie etwa Boxen, Muay Thai, Jiu-Jitsu, Ringen oder Karate, kombiniert. Das primäre Ziel ist es, den Gegner im Wettstreit / Kampf durch Schläge, Tritte, Würfe und Bodenkampftechniken zu besiegen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfsportarten darf hier auch am Boden weiter gekämpft werden. Nahezu alles ist erlaubt, sofern sich die Fighter während des Wettkampfes am Regelwerk ausrichtet. Das macht den Sport sehr komplex und abwechslungsreich - die Kämpfer brauchen ein möglichst großes Repertoire aus unterschiedlichen Techniken, um sich gegen die verschiedenen Gegner, von denen jeder seinen ganz eigenen Stil hat, durchzusetzen. Üblicher Weise finden Wettkämpfe in einem Oktagon statt, einem achteckigen Käfig, der die Kampffläche eingrenzt.

MMA erfordert sowohl physische Härte als auch ausgeprägte technische Fähigkeiten, taktisches Denken und mentale Stärke des MMA-Sportlers ein. Die Kämpfer sollten grundsätzlich gut trainiert und vielseitig ausgerichtet sein, da sie in verschiedenen Szenarien des Kampfes adäquat und souverän handeln müssen. Ein MMA-Kampf kann durch Knockout, Aufgabe oder Punktrichterentscheidung entschieden werden. Diese Sportart erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit und ist für ihre Intensität und Vielseitigkeit bekannt.

Grundlagen im MMA-Kampfsport

Die elementaren Grundlagen für Mixed Martial Arts (MMA) umfassen mehrere Aspekte:

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  • Vielseitige Kampfstile: MMA kombiniert Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten wie Boxen, Muay Thai, Jiu-Jitsu, Ringen und Karate. Ganz selten Anwendungsfällen kommen auch Wing Tsun Elemente wie z.B. Kettenfaustschlag zum Einsatz. Kämpfer müssen in der Lage sein, diese Techniken nahtlos zu integrieren und situationsbedingt anzuwenden.
  • Regelwerk: Obwohl viele Techniken erlaubt sind, gibt es ein festgelegtes Regelwerk, das die Sicherheit der Kämpfer gewährleistet und illegale Aktionen wie Augenstechen, Schläge auf den Hinterkopf oder der Einsatz von Waffen / Gegenständen verbietet.
  • Physische Fitness: MMA erfordert eine herausragende körperliche Verfassung. Kämpfer müssen Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Flexibilität besitzen, um sowohl im Standkampf als auch im Bodenkampf bestehen zu können.
  • Technische Fähigkeiten: Um in MMA erfolgreich zu sein, müssen Kämpfer ein breites Spektrum an Techniken beherrschen. Dazu gehören Schläge und Tritte im Standkampf sowie Würfe, Hebel und Aufgabegriffe im Bodenkampf.
  • Mentale Stärke: Neben der physischen Vorbereitung ist mentale Stärke entscheidend. Kämpfer müssen fokussiert, selbstbewusst und in der Lage sein, unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen.
  • Taktisches Denken: Strategisches Planen und Anpassungsfähigkeit sind essenziell. Kämpfer müssen ihre Taktik je nach Gegner und Kampfsituation flexibel anpassen können.
  • Training und Vorbereitung: Kontinuierliches Training, Sport- und Fitness-Übungen und eine sorgfältige Vorbereitung auf den Kampf sind unerlässlich. Dies beinhaltet Sparring, Techniktraining, Konditionstraining und das Studium von Gegnern.
  • Kampf im Oktagon: Die meisten MMA-Kämpfe finden in einem achteckigen Käfig, dem Oktagon, statt. Dieser bietet eine sichere Umgebung, in der die Kämpfer ihre Fähigkeiten unter Wettkampfbedingungen messen können.

Techniken und Fertigkeiten erlangt man durch Übungen und Kurse für Kampfsporttraining, wobei der Fokus im regelmäßigen und intensiven Training liegt. Natürlich spielen erfahrene Trainer für das MMA-Training eine große Rolle.

Regeln im MMA

Die wichtigsten Regeln im Mixed Martial Arts (MMA) sind darauf ausgelegt, die Sicherheit der Kämpfer zu gewährleisten und faire Wettkämpfe zu ermöglichen. Hier sind die zentralen Regeln:

  • Erlaubte Techniken:
    • Schläge und Tritte sind sowohl im Stehen als auch am Boden gestattet.
    • Würfe und Takedowns können eingesetzt werden, um den Gegner zu Boden zu bringen.
    • Im Bodenkampf sind Hebeltechniken und Würgegriffe erlaubt, um den Gegner zur Aufgabe zu zwingen.
  • Verbotene Techniken:
    • Schläge auf den Hinterkopf oder Nacken
    • Augenstechen
    • Beißen
    • Ziehen an den Haaren
    • Angriffe auf die Genitalien
    • Schläge oder Tritte auf den Kopf eines am Boden liegenden Gegners
    • Finger in den Mund des Gegners stecken
  • Ausrüstung:
    • Kämpfer müssen speziell für MMA entwickelte Handschuhe tragen
    • Zahnschutz und Tiefschutz sind obligatorisch aber empfehlenswert
    • Frauen müssen zusätzlich einen Brustschutz tragen
    • Der Einsatz von Waffen oder der Gebrauch von Gegenständen ist verboten
  • Runden und Dauer:
    • Ein typischer MMA-Kampf besteht aus drei Runden, jede von fünf Minuten Dauer. Titelkämpfe haben fünf Runden.
    • Zwischen den Runden gibt es eine Pause von einer Minute.
  • Kampfrichterentscheidungen:
    • Ein Kampf kann durch Knockout (KO), technischen Knockout (TKO), Aufgabe (Submission) oder Punktrichterentscheidung (Decision) enden.
    • Geht der Kampf über die volle Zeit, entscheiden die Punktrichter anhand der Effektivität der Angriffe, Kontrolle und Aggressivität der Kämpfer.
  • Verhalten im Kampf:
    • Respektloses Verhalten, wie das Schlagen nach dem Glockenzeichen oder das Missachten der Anweisungen des Schiedsrichters, wird nicht toleriert.
    • Kämpfer müssen den Kampf sofort unterbrechen, wenn der Schiedsrichter eingreift.
  • Ärztliche Untersuchung:
    • Vor und nach dem Kampf müssen die Kämpfer eine ärztliche Untersuchung durchlaufen, um sicherzustellen, dass sie gesund sind und keine Verletzungen davongetragen haben.

Diese Regeln sind in den meisten professionellen MMA-Organisationen wie der UFC (Ultimate Fighting Championship) standardisiert und tragen dazu bei, die Kämpfe sicher und fair zu gestalten.

10 Übungen für ein gutes MMA Training

Ein effektives MMA-Training erfordert eine vielseitige Herangehensweise, die eine sorgfältig abgestimmte Mischung aus Kraft, Ausdauer, Technik und Flexibilität umfasst. Jeder dieser Aspekte trägt dazu bei, dass ein Kämpfer auf höchstem Niveau performen kann. Hier sind 10 spezifische Übungen, die entscheidend dazu beitragen können, ein umfassendes und effektives Kampfsporttraining zu gestalten:

  1. Shadowboxing (Schattenkampf):
    • Simuliertes Boxen ohne Partner oder Gegner, bei dem man sich vorstellt, gegen einen unsichtbaren Gegner zu kämpfen.
    • Verbesserung von Schlag- und Trittkombinationen, Fußarbeit, Reaktionszeit und allgemeiner Ausdauer.
  2. Heavy Bag Work (Sandsacktraining):
    • Schlagen und Treten gegen einen schweren Boxsack.
    • Erhöhung der Schlag- und Trittkraft, Verbesserung der Ausdauer und Fähigkeit, Kombinationen kraftvoll und präzise auszuführen.
  3. Focus Mitts (Pratzentraining):
    • Training mit einem Partner, der spezielle Schlagpolster (Mitts) hält, auf die gezielt Schläge und Tritte ausgeführt werden. Diese Übung gehört zum Pratzentraining.
  4. Wrestling Drills:
    • Spezifische Übungen zur Verbesserung von Takedowns, Clinch-Arbeit und Grappling mit einem Partner.
    • Entwicklung von Techniken zur Überwindung des Gegners und Kontrolle am Boden, Stärkung der Körpermitte und Verbesserung der Balance.
  5. Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) Rolling:
    • Sparring auf dem Boden mit einem Partner, bei dem verschiedene Bodenkampf- und Submission-Techniken angewendet werden.
    • Verfeinerung von Bodenkampffertigkeiten, Verbesserung der defensiven und offensiven Bewegungen sowie die Fähigkeit, Submissions zu setzen und zu entkommen. So ließe sich auch das Abrollen im Trainingsprogramm einbauen.
  6. Sparring:
    • Übungskämpfe mit einem Partner, bei denen realistische Kampfsituationen simuliert werden.
    • Praktische Anwendung der im Training erlernten Techniken, Verbesserung der Kampfstrategie, Reaktionsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Gegnerstile.
  7. Plyometrics (Explosion):
    • Explosive Übungen wie Box Jumps, Burpees und Medicine Ball Slams, die auf schnelle und kraftvolle Bewegungen abzielen.
    • Erhöhung der Explosivkraft, Schnelligkeit und Athletik, die für effektive Schläge, Tritte und Takedowns unerlässlich sind.
  8. Strength Training (Kraft):
    • Gewichtheben, Kettlebell-Übungen und Eigengewichtsübungen wie Liegestütze, Klimmzüge und Kniebeugen.
    • Verbesserung der allgemeinen Muskelkraft, Unterstützung der körperlichen Robustheit und Erhöhung der Fähigkeit, kraftvolle Techniken auszuführen.
  9. Cardio Workouts (Ausdauer):
    • Ausdauertraining wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen, das die kardiovaskuläre Fitness fördert.
    • Steigerung der kardiovaskulären Ausdauer, Verbesserung der Erholungsfähigkeit zwischen intensiven Trainingsphasen und Aufrechterhaltung eines hohen Energieniveaus während des gesamten Kampfes.
  10. Flexibility & Mobility Drills:
    • Dehnübungen und Beweglichkeitsübungen wie Yoga oder dynamisches Stretching, die die Bewegungsfreiheit verbessern.
    • Verbesserung der Flexibilität, Reduktion des Verletzungsrisikos und Unterstützung einer vollständigen Bewegungsfreiheit für Techniken und Ausweichmanöver.

Grundlegende Techniken im MMA

Mixed Martial Arts (MMA) ist ein vielseitiger Kampfsport, der Techniken aus verschiedenen Disziplinen kombiniert. Hier sind einige der wichtigsten Techniken und Kategorien, die im MMA verwendet werden:

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  • Striking (Schlagtechniken):
    • Boxen: Verwendung von Schlägen wie Jab, Cross, Hook und Uppercut.
    • Kickboxen/Muay Thai: Kicks (Roundhouse, Front Kick, Side Kick), Knieschläge und Ellbogenstöße.
    • Karate/Taekwondo: Schnelle und präzise Tritte sowie Drehkicks.
  • Grappling (Ringtechniken):
    • Wrestling: Takedowns (Double Leg, Single Leg), Clinch, Ground Control.
    • Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ): Submission-Techniken (Armbar, Triangle Choke), Guard Positionen, Sweeps und Transitions.
    • Judo: Würfe (Hip Throw, Shoulder Throw), Grifftechniken (Gi und No-Gi).
  • Clinch Fighting (Kampf im Clinch):
    • Muay Thai: Thai Clinch (Plum), Knie- und Ellbogenschläge aus dem Clinch.
    • Greco-Roman Wrestling: Oberkörperwürfe und Kontrolle im Clinch.
  • Ground and Pound (Bodenkampf mit Schlägen):
    • Positioning: Kontrolle der Position wie Mount, Side Control, Guard.
    • Strikes: Schläge und Ellbogenstöße am Boden, um den Gegner zu schwächen oder einen KO zu erzielen.
  • Defensive Techniken (Abwehr):
    • Striking Defense: Blocks, Slips, Parry, Head Movement.
    • Takedown Defense: Sprawls, Underhooks, Balance und Positionierung.
    • Submission Defense: Verteidigung gegen Würgegriffe und Gelenkhebel durch richtige Positionierung und Technik.
  • Kombinationsstrategien:
    • Striking to Takedown: Kombination von Schlägen und Tritten, um den Gegner abzulenken und einen Takedown zu erzielen.
    • Ground Transitions: Fließende Übergänge zwischen verschiedenen Positionen am Boden, um Kontrolle zu behalten und Submissions anzusetzen.
    • Clinch to Strikes: Nutzung des Clinchs, um effektive Schläge zu landen.

Was ist ein Takedown im MMA?

Ein Takedown im MMA ist eine Technik, bei der ein Kämpfer seinen Gegner von den Füßen auf den Boden bringt. Dies ist eine grundlegende und strategisch wichtige Fähigkeit im MMA, da es den Kämpfer in eine vorteilhafte Position bringt, um Schläge (Ground and Pound) anzusetzen oder Submissions zu versuchen. Takedowns kommen aus verschiedenen Kampfstilen, darunter Ringen, Judo und Sambo. Hier sind einige gängige Takedown-Techniken:

  • Double Leg Takedown: Der Kämpfer greift die Beine des Gegners mit beiden Armen, hebt und bringt ihn zu Boden. Diese Technik stammt hauptsächlich aus dem Wrestling.
  • Single Leg Takedown: Der Kämpfer greift ein Bein des Gegners, hebt es an und bringt ihn aus dem Gleichgewicht, um ihn zu Boden zu bringen.
  • High-Crotch Takedown: Eine Variation des Single Leg Takedowns, bei dem der Kämpfer tiefer in die Leiste des Gegners greift und ihn hochhebt. Diese Technik bietet mehr Hebel und Kontrolle über den Gegner.
  • Trip Takedown: Der Kämpfer benutzt seinen Fuß oder sein Bein, um das Bein des Gegners zu blockieren oder zu haken und ihn so zu Fall zu bringen.
  • Hip Throw (O Goshi): Eine Technik aus dem Judo, bei der der Kämpfer seine Hüfte als Drehpunkt nutzt, um den Gegner über die Hüfte zu werfen.
  • Body Lock Takedown: Der Kämpfer umklammert den Körper des Gegners, oft in einer Clinch-Position, und verwendet Hebelwirkung und Körperdrehungen, um ihn zu Boden zu bringen.
  • Suplex: Eine spektakuläre Technik aus dem Wrestling, bei der der Kämpfer den Gegner von hinten greift, ihn anhebt und rückwärts auf den Boden wirft.

Geschichte der MMA

Mixed Martial Arts (auch MMA -gemischte Kampkunst Arten) - Kampfsport, der eine Kombination aus vielen Techniken, Schulen und Stilrichtungen der Kampfkünste ist. MMA besteht aus einer Vielzahl von Richtungen, die es Kampfsportler ermöglichen, den Gegner auf verschiedene Weise zu besiegen.

Die erste Erwähnung von Kämpfen im gemischten Stil stammt aus dem Jahr 648 v. Damals traten die Griechen während der antiken Olympischen Spiele in Pankration-Kämpfen an, die eine Mischung aus Wrestling und Faustschlägen waren. Die Männer durften beim Pankration schlagen, treten und alle Teile ihres Körpers als Waffe verwenden.

Später wurde aus Pankration das etruskische und römische „Pankratium“. Das waren heftige Kämpfe, die sogar im Kolosseum ausgetragen wurden. Nach dem Fall des Imperiums wurde der gemischte Stil in die Kampfkünste vieler Länder aufgenommen.

Die weitere Geschichte der Mixed Martial Arts beginnt mit der legendären Familie Gracie. Anfang des 20. Jahrhunderts kam Mitsuyo Maeda, ein Judo-Meister aus Japan, nach Brasilien, berühmt für seine Fähigkeit, am Boden zu ringen. Er war es, der die Kinder seines Freundes Gastan Gracie unterrichtete und damit den Grundstein für brasilianisches Jiu-Jitsu legte.

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In den späten 60-er Jahren wurde das Konzept, Elemente verschiedener Kampfkünste zu kombinieren, von Bruce Lee populär gemacht. Die von Bruce Lee entwickelte Philosophie hieß Jeet Kune Do. Eines ihrer Hauptprinzipien war die Fähigkeit eines Kämpfers sich erfolgreich an jeden Stil anzupassen.

Der japanische Profi-Wrestler Kanji „Antonio“ Inoki organisierte in den 1970-er Jahren eine Reihe von Mixed-Rules-Kämpfen. Die endgültige Gründung von MMA fand in den 90er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts statt. Moderne gemischte Kampfkünste wurden in Brasilien, Japan und den USA gegründet, wo die ersten MMA-Organisationen auftauchten.

Die blitzschnelle Popularisierung von MMA erfolgte in den Vereinigten Staaten von Amerika, als 1993 (in der Stadt Denver) zum ersten Mal die UFC - Ultimate Fighting Championship organisiert wurde. Das erste von der UFC organisierte Turnier, bei dem Boxer gegen Wrestler oder Karate Meister gegen Brazilian Jiu Jitsu Kämpfer antraten, war ursprünglich als Show konzipiert.

MMA vs. Boxen

MMA und Boxen sind fantastische Kampfsportarten, je nach deinen Zielen. Obwohl es Vor- und Nachteile hat, beides zu trainieren, führt das MMA-Training oft zu einem vielseitigeren Kämpfer, weil es sowohl Stand-up als auch Bodentraining beinhaltet. MMA hat einige der besten Kämpfer der Welt hervorgebracht, so wie das Boxen den besten Boxern den Weg geebnet hat.

Vorteile des Boxens

  • Bessere Verteidigung beim Boxen: Im Vergleich zu MMA-Kämpfern können Boxer viel besser ausweichen, blocken, parieren und mit den Schlägen rollen. Die Boxer verfügen daher über eine viel bessere Schlagtechnik. Außerdem ist eine bessere Technik gleichbedeutend mit mehr Kraft.
  • Bessere Handgeschwindigkeit: Die Muskeln von Boxern sind viel mehr an die Schläge gewöhnt; daher sind ihre Schläge viel schneller.
  • Bessere Beinarbeit: Die beste Beinarbeit aller Kampfsportarten findet man beim Boxen.
  • Besserer Jab: Der Jab ist der wichtigste Schlag im Boxen. Wenn ein Boxer gegen einen MMA-Kämpfer antritt, wird das seine Hauptwaffe sein.

Nachteile des Boxens im MMA-Kontext

  • Leg Kicks: Weil die Boxhaltung leicht seitlich ist, ist es schwierig für den Boxer, die Beinkicks zu kontern.
  • Takedowns und Submissions: Für einen MMA-Kämpfer ist der Takedown die beste Waffe gegen einen Boxer.

Tabelle: Vergleich von Boxen und MMA

Merkmal Boxen MMA
Techniken Schläge Schläge, Tritte, Würfe, Bodenkampf
Runden Bis zu 12 3 (5 für Titelkämpfe)
Kampfdistanz Hauptsächlich Stehen Stehen und Boden
Verteidigung Ausweichen, Blocken, Parieren Vielfältig, inkl. Takedown-Abwehr

MMA in Deutschland

In Deutschland kam der Vollkontaktsport ein Jahr später an, als der neu gegründete MMA-Verband Free Fight Association (FFA) die ersten Veranstaltungen initiierte. Auch wenn der Sport seitdem an Popularität gewonnen hat und es auch bekannte deutsche Größen gibt, gilt MMA in Europa noch als relativ junge Sportart. 2014 gründete sich die German Mixed Martial Arts Federation (GEMMAF) und kämpft seitdem dafür, dass MMA als offizielle olympische Sportart anerkannt wird. Anerkannt ist die Sportart in Deutschland seit 2012. Sportschulen mit Mitgliedern haben sich dem Verband inzwischen angeschlossen. Es wird angenommen, dass in Deutschland mehrere zehntausend Kämpfer aktiv sind. Die meisten sind Hobbysportler.

Wie man ein MMA-Kämpfer wird

Angesichts der Popularität der Mixed Martial Arts, insbesondere der UFC, wollen viele in diesen Sport einsteigen und ihn professionell betreiben. Es ist zwar nicht schlecht, mit Mitte bis Ende 20 andere Sportarten zu betreiben, aber um auf höchstem Niveau mithalten zu können, sollte man früher gezielt mit Kampfsporttraining anfangen. Daher ist das beste Alter, um mit MMA anzufangen, ein Alter von 14 bis 16 Jahren, wenn man schon mit 18 Jahren antreten möchte.

Aber man muss mindestens 2 Jahre lang regelmäßig trainieren, und zwar am besten an fünf Tagen pro Woche. Danach kannst Du an Amateurkämpfen teilnehmen.

Gehalt eines MMA-Kämpfers

Es gibt keine allgemeingültige Gehaltstabelle für alle Kämpfer, da das Gehalt jedes einzelnen Kämpfers von den Bedingungen des von ihm unterzeichneten Vertrags abhängt. Die UFC Kämpfer am unteren Niveau verdienen ca. 10.000 - 30.000 US Dollar pro Kampf.

Die Wahl der richtigen Kampfsportarten für MMA

Wenn Du Dich für bestimmte Kampfsportarten entscheidest, solltest Du sie so weit wie möglich auseinanderhalten. Wenn Du Zeit in eine Kampfkunst investierst, solltest Du auch darauf achten, dass Du nicht eine wählst, die viele Stile vermischt, wenn Du nur den einen willst.

Unabhängig davon, für welchen Kampfsport Du Dich entscheidest, Du solltest eine Kampfkunst wählen, die sich auf das Schlagen konzentriert, und eine andere, die sich auf die Bodenarbeit konzentriert. Wenn es um die Schlagdisziplin geht, wird Muay Thai oder Boxen weithin als die effektivste Kampfsportart für MMA angesehen. Du kannst als professioneller Kämpfer nicht erfolgreich sein ohne BJJ zu lernen, denn BJJ ist die effektivste Kunst für den Bodenkampf.

Gesundheit und Fitness

Es ist wichtig, im eigenen Leben gesund zu sein, als Kämpfer ist dies jedoch besonders wichtig, vor allem wenn Du professionell kämpfen möchtest. Wichtig ist eine gesunde, ausgeglichene Ernährung, um immer Gewicht zu machen. Auch die richtige Fitness ist wichtig.

Die Wahl des richtigen MMA Gyms

Kein ordentliches MMA Gym wird nur einen Trainer haben, denn selbst die besten Profikämpfer werden Dir sagen, dass sie nicht in allem der Beste sind. Dieselben Trainer helfen Dir auch bei der Auswahl der richtigen Ausrüstung. Achten auch auf erreichte Erfolge und Zertifizierungen. Richtige Trainer MÜSSEN zum Beispiel einen schwarzen Gürtel ersten Grades oder höher in ihrer spezifischen Kampfkunst haben. Es ist auch gut, wenn das Kampfsportstudio Mitglied in einer oder mehreren spezifischen Ligen oder Organisationen ist.

MMA-Promotionen

Als MMA gerade in Schwung kam, wurden viele kleinere Promotionen ziemlich populär. Nicht nur die UFC wuchs, auch Organisationen wie Pride FC und Strikeforce waren ziemlich angesagt. Die UFC ist nach wie vor und wahrscheinlich auch für immer die bestbezahlte von allen und auch die bekannteste.

Wenn Du bei einer dieser besser bezahlten MMA-Organisationen mitmachen willst, musst Du erst einmal klein anfangen. Das bedeutet, dass Du einige MMA Kämpfe als irgendwo vor Ort bestreiten müssen. In die UFC zu kommen, ist wahrscheinlich der schwierigste Teil. Im Normalfall musst Du Dir erst einmal einen Namen in der Szene gemacht haben.