Michael Otto Kickboxen Biographie: Eine umfassende Betrachtung

Das Profiboxen war früher weitgehend eine britisch-amerikanische Rivalität. Viele andere Nationen betrieben ihre eigenen Selbstverteidigungs- oder Kampfsportarten. Im 20. Jahrhundert jedoch wurde das Boxen nach den Queensberry-Regeln wirklich international. Dies ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: die Globalisierung der Kultur im Allgemeinen und das Aufkommen der Satellitentechnik, die es ermöglichte, große Kämpfe in alle Teile der Welt zu übertragen.

Im späten 20. Jahrhundert begann der Boxsport, Teilnehmer aus der breiten Öffentlichkeit anzuziehen - vor allem wegen seiner konditionellen Vorteile - und Anfang der 1990er Jahre hatte die Beliebtheit des Sports bei den Berufstätigen eine neue Form des Amateurboxens hervorgebracht, das so genannte White-Collar-Boxing.

Die Anfänge des Boxsports in Deutschland

1906 wurde im kaiserlichen Deutschland die erste Boxschule gegründet: der in Köln ansässige SC Colonia 06, der im Übrigen bis heute existiert und damit als der älteste noch aktive deutsche Boxclub gelten kann. Als ein wichtiger früher Pionier des Boxsports in Deutschland gilt Paul Maschke, einer der ersten deutschen Boxer, der diesen Sport als Profi ausübte. Einem größeren Kreis bekannt wurde er erst durch einen Kampf gegen den Jiu-Jitsu-Meister Edmond Vary, der sich als Franzose ausgab, in Wirklichkeit aber Rumäne war.

Der Kampf sollte über vier Runden gehen und im Rahmen des Vatiertéprogramms des Zirkus’ Busch in Berlin ausgetragen werden. Damals ging es um die heißdiskutierte Frage, welcher Kampfsport effektiver sei, Boxen oder Jiu Jitsu, das sich in dieser Zeit durchzusetzen schien. Edwards war ein Leichtgewichtler, ca. 61 kg schwer, und er beendete ...

Gürtelprüfungen im Kickboxen

Am Samstag, dem 13.04.2013, wurden in der Kampfsportschule Berk in Eisenach (Landesleistungszentrum für Kickboxen) die Gürtelprüfungen im Kickboxen abgenommen. Knapp 70 Schüler aus Eisenach und dem Wartburgkreis traten - in 3 Gruppen geteilt - zur Prüfung in Eisenach an.

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Gelbgurtprüfung

Um 9.00 Uhr stand zunächst die Gelbgurtprüfung auf dem Programm. 30 Kickboxschüler von Michael Berk gaben bei den Bein- und Armtechniken ihr Bestes. Sowohl im Stand, aus dem Bewegen und im Vorwärtsgehen waren die Grundtechniken gefordert. Obwohl dem einen oder anderen die Anstrengung anzusehen war, hielten alle gut durch und zeigten saubere Techniken. Auch die Liegestütze, Sit-ups und Trizepsdrücken bewältigten alle gut.

Die Gelbgurtprüfung konnten alle 30 Schüler bestehen - aber Lena Trostmann (Eisenach/Marksuhl) und Dimitri Kromm (Vacha/Philippsthal) ragten als Prüfungsbeste durch besonders gute Leistung hervor. Stolz nahmen die Prüflinge ihren Gelben Gürtel mit Urkunde in Empfang.

Orangegurtprüfung

Kurz darauf begann die Orangegurtprüfung, zu der 21 Kickboxer antraten. Hier war der Schwierigkeitsgrad bereits etwas höher: Den Prüfern (Michael Berk, Anne Reinhold und Willy Seelisch) mussten schon Doppelfußtechniken gezeigt werden; aber auch Blöcke stehen für Orange auf der Prüfungsordnung. Besonders gut zeigten Lara-Sophie Tchadjobo (Bad Salzungen) und Angelina Wagner (Schmalkalden) die Techniken aus dem Stand, dem Bewegen und dem Vorwärtsgehen.

Danach folgten noch die Grundübungen, die alle 21 Prüflinge gut meistern konnten.

Grün-, Blau- und Braungurtprüfung

In der letzten Gruppe traten ab 15.00 Uhr 17 Prüflinge zur Grün-, Blau- und Braungurtprüfung an. Da dies die höchsten Gurtgrade waren, die an diesem Tag geprüft wurden, war hier auch entsprechend der Schwierigkeitsgrad aller geforderten Techniken höher - besonders bei den Blau- und Braungurtprüflingen. Die angehenden Grüngurte zeigten bereits sehr saubere Kicktechniken auf Kopfhöhe. Bei ihnen war nicht nur die Ausführung aus dem Stand, dem Bewegen und dem Vorwärtsgehen, sondern auch im Rückwärtsgang gefordert. Auch mussten die Techniken im Traditionellen Kampf angewandt werden können.

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Insgesamt bestanden 13 Schüler von Sensei Michael Berk die Grüngurtprüfung. Prüfungsbester wurde Toni Kelka aus Gerstungen. Weiterhin dürfen nun den Grüngurt tragen: Jason Bätzel, Jean-Michel Brandt, Leah Bauer, Daniel Suhin, Anna-Marleen Heiderich, Anni Uhlmann, Julia Schefzik, Elias Miersch, Chris Schottmann, Eliza Schößler, Vanessa Becker und Theresa Footh.

Gedrehte Kicktechniken waren für den Blauen Gürtel zusätzlich gefordert. Die Kombinationen waren hier noch komplexer, aber beide Teilnehmer meisterten dies gut. Außerdem stand Leichtkontakt-Kickboxen und Seilspringen - im Gegensatz zu der vorherigen Gruppe 5 Minuten am Stück - auf der Prüfungsordnung.

Höhepunkt war zudem der sogenannte Bruchtest, bei welchem ein Brett mit einer präzisen Bein- sowie Armtechnik durchbrochen werden muss. Beide Prüflinge, Simone Rudolph (Hohenroda) und Maximilian Henke (Bad Salzungen) schafften dies alles und bestanden die Blaugurtprüfung.

Willy Seelisch aus Steinbach wurde für den Braunen Gürtel geprüft. Hier lag, neben allen vorher auch geforderten Techniken, das Hauptaugenmerk von Prüfer Michael Berk vor allem auf gesprungenen Kicks. Obwohl diese sehr kräftezehrend sind, hielt Willy gut durch und teilte auch mit einem gesprungenen Kick das Brett. Den Theorieteil bestand er ebenso wie den praktischen Teil.

Michael Berk und sein Trainerteam sind sehr stolz auf die gute Leistung aller Schüler.

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Bedeutung des Boxsports im Militär

Spätestens seit der griechischen und römischen Antike gilt das Boxen als hervorragendes Training für Soldaten. Die britische Armee hat ihre Soldaten lange Zeit im Boxen trainiert, weil sie der Meinung war, dass es die Fitness und vor allem den Charakter fördere. Obwohl heute nur bei wenigen Streitkräfte das Boxen zur Grundausbildung gehört, spielt Amateurboxen im Militärsport immer noch eine große Rolle.

Die deutsche Bundeswehr, die britische Armee und das US-Militär haben alle umfangreiche Boxprogramme und ihre Boxer nehmen an den Olympischen Spielen sowie an den Military World Games teil, die unter der Schirmherrschaft des Conseil International du Sport Militaire (CISM) organisiert werden.

Die Rolle des Fernsehens und Glücksspiels im Boxsport

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm das Fernsehen eine immer wichtigere Rolle im Profiboxen ein. Die Ausstrahlung des Boxens im Fernsehen führte zum Niedergang vieler Boxclubs, in denen junge Kämpfer ausgebildet worden waren. Anstelle von sorgfältig trainierten Boxern, die in den Vereinen langsam an das Boxen herangeführt wurden, führte das Fernsehen zu einer Bevorzugung von manchmal schlecht trainierten, eleganten Boxern, die zwar einen auffälligen K.o.-Schlag, aber weniger Verteidigungsfähigkeiten hatten.

Daher wurden die Profikämpfe immer unausgewogener, was dem Sport weiter schadete. Darüber hinaus wurden so viele Boxkämpfe im Fernsehen übertragen, dass es zu einer Übersättigung und zu einer Verwässerung des Talentpools kam, d. h. es standen nicht mehr genügend talentierte Boxer zur Verfügung, um in den vielen geplanten Kämpfen anzutreten.

Nach einer Periode des Niedergangs erlebte der Boxsport eine Wiederbelebung durch das Fernsehen, als fünf amerikanische Boxer (Leo Randolph, Howard Davis, die Brüder Michael und Leon Spinks und Sugar Ray Leonard) bei den Olympischen Spielen 1976 Goldmedaillen gewannen und nach diesen Spielen zu Profis wurden.

Neben dem Fernsehen nimmt das Glücksspiel in den Kasinos den größten Einfluss auf das moderne Profiboxen in den Vereinigten Staaten und, in geringerem Maße, auch in Europa gehabt. Es überrascht nicht, dass die Verbindung zwischen Glücksspiel und Profiboxen nicht nur positiv ist. Das organisierte Verbrechen ist seit langem in den Sport verwickelt.

Sicherheitsmaßnahmen und Kontroversen

Profiboxen ist auch wegen der potenziellen Gefahr für die Kämpfer umstritten. Das Risiko eines Kämpfers, beim Boxen eine Hirnverletzung zu erleiden, wird zwischen Anhängern des Sports und der medizinischen Fachwelt heftig diskutiert. Diese Frage trat 1982 in den Vordergrund, als der südkoreanische Boxer Kim Duk-gu (Duk Koo Kim) starb, nachdem er in einem Meisterschaftskampf, der in den USA landesweit im Fernsehen übertragen wurde, von Ray („Boom Boom“) Mancini k.o. geschlagen wurde.

Trotz verbesserter Sicherheitsmaßnahmen im Boxsport sind in den Jahrzehnten seit diesem Kampf etwa 30 Boxer gestorben. Beim Amateurboxen wird ein Kopfschutz getragen, und einige haben gefordert, dass dieser Kopfschutz auch von den Profiboxern übernommen wird. Profiboxer haben sich im Allgemeinen gegen solche Vorschläge ausgesprochen und argumentiert, dass ein Kopfschutz den Kampf noch gefährlicher machen würde, da er den Boxer dazu veranlasst, seinen Kopf weniger vor Schlägen zu schützen, ohne dass die Schläge insgesamt weniger Schaden anrichten können.

Traditionen und Auszeichnungen im Boxsport

Große und aufwendige Gürtel, die an Boxmeister verliehen werden, sind eine alte Tradition. Der englische Meister im Faustkampf Tom Cribb und der amerikanische Meister John L. Sullivan erhielten beide Gürtel zur Erinnerung an ihre Meisterschaften; Cribbs Gürtel soll der erste gewesen sein, der an einen Kämpfer verliehen wurde.

Fleischer war auch für die Einführung einer Ruhmeshalle im Boxsport verantwortlich. Im Jahr 1954 begann die Zeitschrift Ring damit, Boxer in ihre „Halle“ (es gab keinen tatsächlichen geografischen Ort wie beim Baseball in Cooperstown, New York) aufzunehmen.

Die Auszeichnungen, die jährlich von der Boxing Writers Association of America (BWAA) vergeben werden, gehören ebenfalls zu den prestigeträchtigsten im Boxsport. Seit 1938 hat die Organisation einen Kämpfer des Jahres ernannt. Muhammad Ali, Joe Frazier, Sugar Ray Leonard, Evander Holyfield und Manny Pacquiao wurden bereits dreimal auf diese Weise geehrt. Weitere BWAA- Auszeichnungen werden jährlich für den Manager des Jahres und den Trainer des Jahres vergeben.

1999 gab es 116 Profikämpfe, die von den drei großen Verbänden als Weltmeisterschaftskämpfe anerkannt wurden.