Max Schwindt: Ein Eckpfeiler des MMA-Trainings bei der University of Fighting Düsseldorf

Die University of Fighting Düsseldorf (UFD) zählt zu den führenden Standorten der deutschen MMA-Szene. Das Gym hat einige der besten Käfigkämpfer in seinen Reihen und verfolgt bewusst einen sehr internationalen Ansatz. Wer sich mit Mixed Martial Arts in Nordrhein-Westfalen auseinandersetzt, der kommt an der University of Fighting Düsseldorf (UFD) nicht vorbei. Das Gym zählt seit Jahren zu den führenden Standorten der deutschen MMA-Szene.

Die UFD: Mehr als nur ein Gym

"Das ist so, wie wenn du einen Fußballer fragst, warum er bei Real Madrid spielt. Wir sind das beste Gym in Europa. Die Konstellation hier ist einzigartig", erklärt der 31-jährige Mittelgewichtskämpfer Kerim Engizek selbstbewusst. Ähnlich wie Real Madrid mischen die Düsseldorfer Fighter auf nationaler und internationaler Ebene regelmäßig oben mit. Kein anderes Gym in Deutschland kann so viele ehemalige und amtierende Champions in großen Organisationen vorweisen wie das UFD. Das lässt sich gleich am Eingang des Gyms begutachten - die Vitrine mit den Championship-Gürteln ist prall gefüllt.

Das Gym trägt die Handschrift der beiden Brüder Ivan und Tomi Dijakovic, die das UFD 2013 gegründet haben. Drei Jahre später zog man dann an den jetzigen Standort um. Auf 1200 Quadratmetern trainieren rund 40 Profikämpfer, dazu toben sich Hunderte Mitglieder in Kampfsportkursen wie Boxen, Kickboxen, Ringen, Luta Livre und Brazilian-Jiu-Jitsu aus. Boxring, Crossfit-Bereich, MMA-Käfig und eine groß angelegte Sparringsfläche, dazu eine Sauna und ein Kältepool. Training und Regeneration sind in Düsseldorf voll abgedeckt.

Management und Organisation

Die Aufgaben im Management des Gyms und der Fighter teilen sich Ivan und Tomi brüderlich unter einander auf. Beide sind in allen Bereichen eingebunden, können so ihre Stärken besser einbringen. Tomi kümmert sich um das Organisatorische und Administrative, Ivan kümmert sich um das Matchmaking und die Vertragsverhandlungen der Athleten. "Die Profis sollen sich ausschließlich aufs Kämpfen fokussieren. Das ist das Wichtigste in einer Karriere. Die Planung wer, wann und wie - das übernehmen wir", erklärt Tomi Dijakovic im Gespräch mit ntv.de.

Der Ansatz des Gyms, vorwiegend auf internationaler Ebene zu agieren, war eine ganz bewusste Entscheidung, wie Bruder Ivan Dijakovic erläutert: "Wir haben über 40 MMA-Kämpfer, aber für mich ist Profi nicht gleich Profi. So kannst du dich erst nennen, wenn du mit dem Sport deinen Lebensunterhalt verdienen kannst. Und das geht vor allem in den großen internationalen Organisationen." Dort sollen die UFD-Fighter nicht nur dabei sein, sondern auch um Titel kämpfen können.

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Die Rolle von Max Schwindt im UFD

Und auch da hat das UFD einen echten Spezialisten an der Hand. Max Schwindt trainiert die Profis seit zwei Jahren, zuvor war er jahrelang Trainer einer Ringer-Bundesligamannschaft. Er sieht Ringen als beste Grundlage für den Einstieg ins MMA, auch wenn viele Techniken nicht übertragbar sind. "Für schöne Würfe gibt es bei MMA keine Wertung", so Schwindt. Die Grundlagen seien aber essenziell. "Wenn ich Ringen kann, bestimme ich, wo der Kampf stattfindet." Das gelte für offensive, wie defensive Aktionen. "Bin ich ein starker Boxer, kann aber Takedowns verteidigen, bleibe ich natürlich im Stand. Ein starker Ringer wird immer versuchen, den Kampf auf den Boden zu bringen."

Ausblick und Ziele

Spezialisten auf allen Ebenen des MMA, internationale Beziehungen und erfolgreiche Kämpfer in den Top-Organisationen des Sports - das UFD-Paket klingt gut, "einfach so weitermachen" ist aber für Tomi Dijakovic auch keine Option. "Stillstand ist ja kein Fortschritt. Wir wollen immer, dass sich die Profis weiterzuentwickeln. Es kommen junge Kämpfer nach, aber die Profis, die wir haben, sind aktuell im besten Alter. Die Basis ist also geschaffen, dass sie noch mehrere Jahre weiterkämpfen können."

Mittlerweile stößt das Gym aber an Kapazitätsgrenzen. "Wir sehen den Zuspruch aus der Gesellschaft. Mehr und mehr Leute werden bei uns Mitglieder. Das UFD Gym größer machen - das ist ein Gedanke, mit dem beide Brüder spielen, bei dem die Vorstellungen aber ausnahmsweise einmal auseinander gehen. "Ivan würde gerne einen zweiten Standort aufmachen, ich habe eine größere Halle im Sinn", erklärt Tomi Dijakovic. Sein Traum sei eine Halle mit einer Fläche von 3000 bis 4000 Quadratmetern. "American Style", ergänzt er noch. Klingt wieder richtig international.