Das Karate Zentrum in Oer-Erkenschwick bietet ein vielfältiges Angebot an Kursen und Initiativen, die von traditionellem Karate über moderne Selbstverteidigung bis hin zu Hilfsprojekten für Kinder reichen.
Kyusho Atemi: Der Sekundenkampf
Kyusho Atemi bedeutet „Sekunden Kampf“ - die Beendigung des Kampfes innerhalb von Sekunden, indem du sensible Punkte des Körpers nutzt, um die Gegner ganz oder teilweise zu inaktivieren. Kyusho Atemi ist die moderne Version der alten chinesischen Kampfkunst Disziplin Dim Mak. Wir können Kyusho Anwendung in jeder Kampfkunst finden, wie im Karate, Ju Jitsu, Aikido, Taekwondo.
Unter der Leitung von Jörg Uretschläger (8. Großmeister 8. Dan) bietet das Zentrum spezielle Seminare in Kyusho Atemi an. Jörg ist ein sehr gefragter Ausbilder, der Kyusho Seminare bereits seit Jahren auch außerhalb Deutschland abhält.
Seine Schüler schätzen ihn sehr für seinen klaren aber trotzdem familiären Unterrichtsstil, sowie für seine Fähigkeit, die Kyusho Prinzipien an die individuellen Bedürfnisse jedes Schülers anzupassen. Dieses Wissen spiegelt sich in seinem unverwechselbaren Unterricht wider, in dem er nicht nur die Techniken zeigt, sondern auch die Theorie dahinter erklärt. Jörgs Leidenschaft ist es, Menschen mit dem Wissen des Kyusho zu befähigen, ihr Leben zu verbessern und ihr volles Potenzial auszuschöpfen, sowohl auf als auch neben der Matte. Jeder Mensch besitzt Energiepunkte.
Seminar Termine:
- 1. Seminar = 13./14.01.
- 2. Seminar = 22./23.02.
- 3. Seminar = 14./15.03.
- 4. Seminar = 20./21.04.
- 5. Seminar = 1./2./3./4.12.
- 6. Seminar = 21./22.12.
Die Ausbildung besteht aus aufeinanderfolgenden Wochenendseminaren.
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Krav Maga: Realistische Selbstverteidigung
Krav Maga ist, im Gegensatz zur Kampfkunst mit sportlichen Hintergrund, (Wie z.B. Karate, Taekwondo oder Judo!) ein reines Verteidigungssystem. Techniken bei Krav Maga sind schnell zu lernen, auch für z.B.. Krav Maga kommt aus dem Hebräischen und bedeutet Kontaktkampf. Hintergrund bei der Entwicklung dieses, schnell zu lernenden, realistischen Nahkampfsystems: Die zunehmenden Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung in der Slowakei in den 1930er Jahren.
Später, im Jahre 1942, emigrierte Lichtenfeld ins britische Schutzgebiet „Palästina“ und unterrichtete, anfänglich mit britischer Unterstützung, die Hagana. Nach der Gründung des Staates Israel wurde Imrich Lichtenfeld Nahkampfausbilder der israelischen Verteidigungskräfte (IDF).
Am Sonntag fand dort ein kompakter, dreistündiger, Schnupperkurs statt. Der Kurs war, mit 30 Teilnehmern, ausgebucht: Die Gruppe war altersmäßig gemischt. Der Vorteil des Systems, ist die „leichte“ Erlernbarkeit von Grundtechniken, Jung und Alt kann sich schnell bei dieser Selbstverteidigungsart zurechtfinden. Das Verhältnis Frauen zu Männer, 50-50, war ausgeglichen. Kenntnisstand in Sachen Karate, in einer Karate-Schule ungewöhnlich: Null. Die Stimmung war gut.
Jörg Uretschläger erklärt: Krav Maga wurde aus dem Karate oder genauer: Aus dem Jiu-Jitsu, entwickelt.
Als Leiter einer Kampfkunstschule sieht Jörg Uretschläger eine Veränderung: Das Thema Sicherheit geht täglich durch die sozialen Medien. Die Menschen fühlen sich zunehmend unsicherer in alltäglichen Situationen, neben Überbelastung im Arbeitsalltag. Fitnessstudios sind langweilig und bieten keine gruppendynamische oder persönliche Betreuung.
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Nach drei Schnupperstunden gab es viele Neuanmeldungen für den festen Krav-Maga-Kurs. Jörg Uretschläger betont: Jeden Kampf, den ich nicht kämpfe, ist ein guter Kampf denn ich komme heil nach Hause. Darum geht es ja. Gefahrenerkennung, Konflikte entschärfen, und Problemen aus dem Weg gehen. Gar nicht erst in die Opfer Rolle fallen, denn Täter suchen Opfer und keine Gegner. In Krav Maga sucht man immer den Schutz und versucht einem Konflikt aus dem Weg zu gehen.
Karatezentrum Kama wird zur Notinsel
Kindern eine sichere Anlaufstelle bieten, das ist das Notinsel-Projekt. Kinder sind Übergriffen, Gewalt und vielen anderen Gefahren oft schutzlos ausgeliefert. Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel hat im Jahr 2002 mit dem Notinsel-Projekt eine Initiative ins Leben gerufen, damit Kinder in Not- und Gefahrensituationen und auch bei alltäglichen kleineren Problemen Anlaufstellen in ihrer Stadt, Gemeinde und Umgebung finden.
Durch Denis Köhler, Sozialarbeiter beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Recklinghausen, wurde das Karatezentrum von Jörg Uretschläger offiziell als Notinsel ernannt. Verbände wie der SkF übernehmen die Koordination der Notinseln vor Ort.
Mobbing, Verlaufen auf dem Weg nach Hause oder Schlüssel oder Handy verloren - die Notinsel bietet Unterstützung und Schutz. Notinseln leisten konkrete und praktische Hilfen, durch Zuhören, Trösten, ein Pflaster auf eine Wunde kleben oder durch einen Anruf Zuhause oder in der Schule. In prekären Situationen kontaktieren die Mitarbeitenden der Notinseln auch die Polizei, die Rettungsleitstelle, das Jugendamt oder andere spezialisierte Anlaufstellen. Sie setzen ein Signal für Kinder: „Wo wir sind, bist du sicher!“ Jede Notinsel ist durch einen speziellen Notinsel-Aufkleber gekennzeichnet.
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