Kickboxen ist eine faszinierende Kampfsportart, die für Fitness und Effektivität bekannt ist. Sie erfordert jedoch eine starke Disziplin und eine gute Ausdauer, um sie zu erlernen. Im Vergleich zu Karate oder Taekwondo punktet das Kickboxen mit seiner geringeren Anzahl an Techniken.
Allerdings weist es auch Verbindungen zu den genannten Kampfkünsten auf, denn Kickboxer nutzen sowohl ihre Hände als auch ihre Beine zum Ausführen von Arm- und Fußtechniken. Auf den ersten Blick erscheint Kickboxen als eine leicht erlernbare Kampfsportart, die nur wenige Techniken beinhaltet. Dennoch kann ein erfahrener Kickbox-Trainer hilfreiche Ratschläge geben. Außerdem ist er ein guter Motivator, wenn die eigene Disziplin nachlässt und der Kickboxer das Gefühl hat, nicht mehr weitermachen zu können.
Kickboxen zeichnet sich nicht nur durch das schnelle Ausführen von Fuß- und Armtechniken, sondern auch durch eine gute Kondition und Dehnung aus. Kickboxer müssen nicht nur in einer guten körperlichen Verfassung, sondern auch gut gedehnt sein. Darüber hinaus sind regelmäßige Trainingsstunden erforderlich. Kickboxer sollten mindestens zwei Mal pro Woche für je 90 Minuten ein Training besuchen. Erfahrene Trainer führen ein gut strukturiertes Training durch.
Der Ablauf eines Kickbox-Trainings
Dementsprechend beginnen die Übungen mit einer lockeren Aufwärmgymnastik. Anschließend folgen Dehnübungen. Da im Kickboxen die Beintechniken eine große Rolle spielen, ist das Dehnen der Ober-, Innen- sowie Unterschenkel unerlässlich. Anfänger neigen dazu, diese kleine Tatsache zu vernachlässigen. Das kann jedoch ernsthafte Folgen haben.
Nach der Dehnung folgen Kraftübungen, welche beim Aufbau einer starken Muskulatur helfen sollen. Dazu gehören nicht nur Kniebeugen oder Bauchaufzüge, sondern auch Liegestützen. Zuletzt folgen Kämpfe, bei welchen die Trainierenden jedoch Rücksicht auf ihre Sportkameraden nehmen.
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Kickboxen zu Hause lernen: Ist das möglich?
Sowohl Anfänger als auch diejenigen, die kein Interesse am Kickboxen haben, vertreten die Auffassung, diesen Sport zuhause erlernen zu können. Zum einen dominiert in der Regel zuhause der Platzmangel, zum anderen fehlen Trainingspartner und die Anleitungen eines fachkundigen Lehrers. Zahlreiche Übungen basieren auch auf der Anwesenheit eines Partners.
Allerdings können motivierte Sportler auch zu Hause große Fortschritte machen. Du wirst überrascht sein, wie viel Variationen die verschiedensten Methoden und Hilfsmittel bieten. Selbst alleine werden dich die intensiven Workouts bis an deine Grenzen bringen.
Kickboxer können in ihren eigenen vier Wänden die Dehnübungen wiederholen. Eine regelmäßige Dehnung sorgt für eine besser gedehnte Muskulatur innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Darüber hinaus können Trainierende zuhause Liegestützen, Sit-Ups und Kniebeugen trainieren. Sie bauen auf diese Weise eine starke Muskulatur auf, die sie während des Trainings benötigen.
Übungen für das Heimtraining
- Schattenboxen: Beim Schattenboxen stellst du dich einem imaginären Gegner oder deinem eigenen Spiegelbild gegenüber. Dabei stellst du dir nun einen Timer von wenigen Minuten und versuchst in dieser Zeit so viele Techniken und Manöver auszuführen wie möglich.
- Training mit dem Boxsack: Wer bereit ist, etwas Geld zu investieren, sollte sich unbedingt einen Boxsack für das Heimtraining zulegen. Dabei gibt es viele Variationen eines Trainings. Zum Beispiel könntest du dich auf einzelne, schwierige Techniken wie den „Back-Kick“ fokussieren und diesen immer wieder üben, um ihn technisch zu perfektionieren.
- Dehnübungen: Ausgeprägte Beweglichkeit ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Eigenschaften eines guten Kampfsportlers. Was bringen Kraft und Ausdauer, wenn man am Ende nicht den Fuß hoch genug bekommt? Beim Dehnen solltest du stets darauf achten, dies statisch zu tun.
Voraussetzungen und Ziele
Diejenigen, die Kickboxen als Selbstverteidigung und als Sportprogramm betrachten, sollten wissen, dass hierfür keine Altersgrenze existiert. Individuen sind auch für diesen abwechslungsreichen Sport weder zu jung noch zu alt. Allerdings sollten interessierte Personen in einer guten körperlichen Verfassung sein, da der Sport eine hohe Kondition erfordert. Die weiteren Übungen lassen sich mittels Disziplin erlernen. Schließlich beinhaltet das Kickboxen weitaus weniger Techniken als die anderen Kampfsportarten.
Es erfordert lediglich einen regelmäßigen Trainingsbesuch und den Willen stets besser zu werden. Deswegen verfolgen sie das Ziel mit jedem Training besser zu werden. Diejenigen, die an Wettkämpfen teilnehmen möchten, sollten jedoch mindestens zwei Jahre regelmäßig und intensiv trainieren. Blutige Anfänger würde nur enttäuscht werden. Sie würden vermutlich auch demotiviert das Training aufgeben. Ein jahrelanges Training stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern gibt den Wettkämpfern auch ein Gefühl der Sicherheit.
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Zusätzliche Tipps für Anfänger
- Mentale Vorbereitung: Zunächst einmal ist es wichtig, dass du dich mental auf das Training vorbereitest und dir klare Ziele setzt.
- Korrekte Ausführung: Wichtig ist dabei vor allem die korrekte Ausführung der Techniken, um Verletzungen zu vermeiden. Achte also darauf, dass dein Trainer dir die Techniken genau erklärt und demonstriert.
- Realistische Ziele: Ein wichtiger Tipp ist, realistische Ziele für dich selbst zu setzen. Setze dir kleine Ziele für jeden Trainingstag und arbeite hart daran, sie zu erreichen.
- Körperpflege: Ein weiterer wichtiger Tipp ist es, auf deinen Körper zu hören und ihn ausreichend zu pflegen, damit Verletzungen vermieden werden können.
Die richtige Ausrüstung
Kickboxen ist ein Kampfsport, der die richtige Ausrüstung erfordert:
- Handschuhe: Kickbox-Handschuhe schützen die Hände während des Trainings.
- Kopfschutz: Ein Kopfschutz minimiert das Risiko für Kopfverletzungen während des Sparrings oder Trainings.
- Fußschützer: Fußschützer bieten Schutz für die Füße und Knöchel, insbesondere bei Kicks.
Kickboxen vs. Boxen
Kickboxen und Boxen unterscheiden sich in den erlaubten Techniken und dem Fokus ihrer Kampfstilarten. Im Gegensatz dazu konzentriert sich das Boxen ausschließlich auf den Faustkampf. Die Schwerpunkte liegen auf Präzision, Fußarbeit und defensiven Fähigkeiten.
Arten von Kickbox-Wettkämpfen
Kickbox-Wettbewerbe finden in unterschiedlichen Formen statt; meist in Gewichtsklassen unterteilt.
- Semikontakt (Pointfight): Bei dieser Wettkampfart steht die Technik im Mittelpunkt. Nach jedem Treffer gibt es eine Unterbrechung des Kampfes für die Bewertung durch die Kampfrichter.
- Leichtkontakt: Dieser Kampfstil findet auf Matten statt. Ziel ist es, möglichst viele Treffer beim Gegner zu platzieren.
- Vollkontakt: Diese Wettkampfart findet im Boxring statt und wird nach Punkten oder durch K. O. entschieden.
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