14 Karat vs. 18 Karat Gold: Unterschiede und Eigenschaften

Seit Jahrtausenden übt Gold eine große Faszination auf uns Menschen aus. Das Edelmetall mit dem satten, warmen Schimmer wurde erstmals in der Jungsteinzeit zu Schmuck verarbeitet und bis heute hat es nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Heute wird Gold in der Schmuckherstellung immer als Legierung verwendet, um seine Eigenschaften zu optimieren, aber auch seine Farbe zu verändern. Die verschiedenen Goldlegierungen werden mit einem Prägestempel, der Punze, versehen, um damit den Feingehalt an Gold zu kennzeichnen. Dabei gibt es die in Europa gebräuchlichen Angaben des Feingehalts in Teilen von 1000 und die Karat-Angaben, die in Teilen von 24 angegeben werden.

Was bedeuten Karat bei Gold?

Karat sind ein Maß für die Reinheit des Goldes in einer Legierung. Ein Karat entspricht 1/24 des Gesamtgewichts der Legierung. Reines Gold wird daher als 24 Karat (24K) Gold bezeichnet, was bedeutet, dass 24 von 24 Teilen reines Gold sind, was einer Reinheit von 99,9% entspricht. Diese Maßeinheit entstand im Mittelalter, als Johannisbrotkern (carob seeds) aufgrund ihrer einheitlichen Größe als Standardgewichte verwendet wurden.

Unterschiede zwischen 14, 18 und 24 Karat Gold

Je höher die Karatzahl, desto reiner ist das Gold. Traditioneller und hochwertiger Schmuck verwendet viel 18 Karat, aber 9 Karat taucht immer mehr auf. Um die 24-Karat-Problematik zu umgehen, werden andere Metalle hinzugefügt, hauptsächlich Zink, Kupfer und Silber, um das Material härter zu machen, was man als "Legierung" bezeichnet.* **24 Karat:** Repräsentiert das Gold in seiner reinsten Form, das heißt 99,9% Gold. 24-Karat-Gold hat außerdem eine einzigartige, leuchtend gelbe Farbe. Es ist wichtig zu wissen, dass es keinen höheren Reinheitsgrad als 24 Karat Gold gibt. Da 24-karätiges Gold vollständig aus Gold besteht, ist es weniger hart als Gold mit einem niedrigeren Feingehalt, das härter und gleichzeitig weich ist. Es ist zu weich, zart und wenig kratzfest und eignet sich nicht für Ringe oder regelmäßige Schmuckformen.* **22 Karat:** Schmuck aus 22 Karat Gold bedeutet, dass 22 Teile des Schmuckstücks aus Gold bestehen und die restlichen 2 Teile aus anderen Metallen. Diese Art von Gold wird häufig für die Herstellung von Schmuck in der Türkei, im Nahen Osten, in Indien und im restlichen Asien verwendet. Bei 22-karätigem Gold sind von 100% nur 91,67% reines Gold. Die restlichen 8,33% enthalten Metalle wie Silber, Zink, Kupfer und andere Metalle, um die Legierung zu bilden. Sie sollten jedoch wissen, dass dies zwar zur Herstellung von Goldschmuck verwendet werden kann, 22-karätiges Gold jedoch nicht für Diamantschmuck und Schmuck, der stark mit Edelsteinen besetzt ist, geeignet ist.* **18 Karat:** 18 Karat entspricht 750/1000, d. h. 75 % reines Gold + 25 % andere Metalle (Kupfer und Silber). Es ist das am häufigsten verwendete Gold für hochwertigen traditionellen Schmuck und Juwelierwaren. Es hat eine etwas weniger leuchtend gelbe Goldfarbe. Man erkennt es an seiner Punze: 18 K, 750 oder auch der Kopf eines Adlers.* **14 Karat:** 14 Karat Gold, das vor allem in den USA, Deutschland und in den nordischen Ländern verwendet wird, entspricht 585/1000, d. h. 58,5 % reines Gold + Legierung mit anderen Metallen (Zink, Silber und Kupfer) und ist preisgünstiger als 18 Karat Gold. Die Punzen sind 14 K , 14 KT und 585.* **9 Karat:** Das in Europa verwendete und viel günstigere 9-Karat-Gold entspricht 375/1000, d. h. 37,5 % reines Gold + Legierung. Da es nur halb so viel Gold enthält, ist ein 9-karätiges Schmuckstück tendenziell etwas härter als ein 18-karätiges. Es ist jedoch weniger stabil (härter = spröder) und daher anfälliger für häufige Stöße und Druck. Was die Abnutzung angeht, so fördert die stärkere Legierung mit anderen Metallen in 9 Karat die Oxidation und kann dazu führen, dass er schneller seinen Glanz verliert. Außerdem wird er anfälliger für Chemikalien, Schweiß und Wasser. Die Punze ist entweder 9 K oder 9 Kt und 375.

Eigenschaften von Goldlegierungen

Eine Goldlegierung für Schmuckstücke sollte das Beste aus zwei Welten vereinen: Als Edelmetall reagiert Gold nur sehr träge und nur mit wenigen Stoffen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es getragen werden kann, ohne anzulaufen und auf die Haut abzufärben. Allerdings ist reines Gold ein sehr weiches Metall und deshalb ohne weitere Beimischungen nicht für die Schmuckfertigung geeignet - der Goldschmuck würde leicht verbiegen und schon von geringen Belastungen Kratzer und Dellen davontragen. Für Schmuckstücke liegt in unserem Kulturkreis dieser „Mittelweg“ bei einem Legierungsanteil zwischen 375er und 750er Gold.* 375er Gold eignet sich aufgrund der höheren Härte sehr gut für Alltagsschmuck, der tagtäglich getragen wird. Allerdings sollte hier beachtet werden, dass wegen des verhältnismäßig geringen Feingoldgehaltes der Schmuck minimal nachdunkeln kann.* 585er Gold ist ein guter Mittelweg, wenn man ein wertvolles Stück besitzen möchte, aber dieses auch regelmäßig tragen möchte. Gerade für Eheringe bietet sich diese Legierung an.* 750er Gold ist eine sehr hochwertige Goldlegierung, die feine Schmuckstücke ergibt und edle Brillanten und Farbsteine und Goldschmiedekunst vervollkommnet, dabei aber noch widerstandfähig genug gegen übliche Belastungen bleibt. Noch höhere Legierungen werden hauptsächlich in außer-europäischen Kulturkreisen getragen, vornehmlich als Statussymbol.

Farben von Goldlegierungen

Gold ist zunächst einmal ein Element, das in der Natur auch in Reinform vorkommt. Das Edelmetall mit der satt-orangegelben Farbe ist in purer Form allerdings sehr weich - zu weich, um es als Schmuck zu verwenden, denn es würde rasch verformen und durch Kratzer und Abdrücke unansehnlich werden. Deshalb wird Gold für Schmuckstücke immer mit anderen Metallen in einer Schmelze gemischt, um seine Eigenschaften zu optimieren.* Gelbgold ist die üblichste Gold-Legierung für Schmuckstücke. Hier wird das Feingold mit Silber und Kupfer vermengt, um die gelbe Farbe beizubehalten, aber eine höhere Härte und bessere Bearbeitbarkeit zu erreichen.* Bei Roségold wird der Anteil von Silber zugunsten des Kupfers verringert. Die größere Beimengung von Kupfer gibt dem Gold eine zarte, pastellige rosenfarbene Tönung. Rotgold enthält nur sehr wenig oder gar kein Silber mehr. Die Beimengung von Kupfer gibt der Legierung eine kräftig rötliche Färbung.* Weißgold enthält kein Kupfer, stattdessen wird das Feingold mit Silber, Palladium und geringen Mengen Zink legiert. Oft wird Weißgoldschmuck rhodiniert, also mit einer dünnen Schicht Rhodium überzogen, um einen noch strahlenderen weißen Glanz zu erreichen. Graugold ist eine Legierung aus Feingold und Palladium und Silber. Der Verzicht auf Zink verschiebt die Farbe durch den hohen Palladium-Anteil deutlich ins Graue.Auch innerhalb einer Goldfarbe wie Gelbgold und Roségold gibt es feine, aber sichtbare Unterschiede im Goldton. Allerdings ist jede Legierung eine eigene Rezeptur des Herstellers, da lediglich der Goldgehalt festgeschrieben ist, nicht jedoch das Verhältnis der anderen Materialien. Daher sind die Färbungen der Goldlegierungen auch nicht einheitlich. Lediglich eine Tendenz lässt sich erkennen: Ein höherer Feingoldanteil in der Mischung ergibt eine deutlichere Gelbtönung. So erkennt man beispielsweise eine Farbunterschied zwischen 585er Gold zu 750er, wenn man beide Goldlegierungen direkt nebeneinander betrachtet. Das 750er Gold ist etwas satter gelb, weil der Goldanteil hierin höher ist.

Preisunterschiede

Der verschieden hohe Goldanteil beeinflusst auch den Preis von Goldlegierungen. Für reines Feingold gibt es tagesaktuelle Ankaufspreise (an der Börse gelten hierbei andere Preise als für den Goldschmied, aktuell liegt der Börsenpreis für Feingold bei rund 60 - 70 Euro pro Gramm) und von diesen abhängig ist dann auch der Preis der daraus gefertigten Goldlegierung: Je mehr Feingold enthalten ist, desto teurer ist auch die Legierung. So sind Schmuckstücke aus 375er Gold auf das Goldgewicht gerechnet günstiger als Schmuck aus 750er Gold, das durch die größere Goldmenge das hochwertigere Material ist. Dennoch eignet sich das 375er Gold gerade aufgrund der hohen Beimischungen anderer Legierungsmetalle hervorragend für Alltagschmuck: Da das Gold sehr hart ist, kann es Tag für Tag getragen werden und ist dabei verhältnismäßig unempfindlich, durch den relativ niedrigen Anschaffungspreis ist auch ein neues Trend-Piece absolut erschwinglich und durch geschickte Legierungstechniken strahlt auch dieser Goldschmuck wunderschön und edel. Die Legierungen mit deutlich höherem Goldanteil bis zu 750er Gold sind deutlich teurer und werden häufig für zeitlose Klassiker, die auch in etlichen Jahren noch stilvoll und edel wirken sollen, verwendet.

14K vs. 18K Gold: Was passt zu Dir?

Wenn es um vergoldeten Schmuck geht, sind Begriffe wie 14K und 18K Goldbeschichtung allgegenwärtig. Bei vergoldetem Schmuck handelt es sich nicht um massives Gold, sondern um Schmuckstücke aus einem Metall (z. B. Edelstahl oder Silber), die mit einer dünnen Schicht (Legierung) echten Golds überzogen sind. 14K Gold hat eine dezente, leicht kühlere Goldfarbe, die oft als moderner oder natürlicher empfunden wird. Bei vergoldetem Schmuck spielen sowohl die Karatzahl als auch die Dicke der Goldbeschichtung (z. B. in Mikron oder bei „Gold Vermeil“) eine wichtige Rolle für Qualität und Haltbarkeit.Ob 14 Karat oder 18 Karat vergoldet - dank unserer hochwertigen Verarbeitung und der modernen Ionenplattierung überzeugen beide Varianten mit außergewöhnlicher Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit. Ob Du die helle, moderne Optik von 14K Gold bevorzugst oder den warmen, luxuriösen Schimmer von 18K Gelbgold liebst - beide Varianten erfüllen höchste Ansprüche an Qualität und Design.Während 18K vergoldeter Schmuck durch seinen luxuriösen Glanz punktet, überzeugt 14K vergoldeter Schmuck durch Zurückhaltung, Vielseitigkeit und Haltbarkeit. Der etwas kühlere, natürliche Goldton unserer 14K vergoldeten Schmuckstücke wirkt sehr harmonisch neben dem warmen Glanz von 18K Gold - ganz ohne Stilbruch. Gerade weil der 14K-Goldton dezent und unaufdringlich ist, passt er auch hervorragend zu Schmuckstücken aus Echtgold - etwa zu Eheringen oder Erbstücken.

18 Karat Farbgold vs. 14 Karat Farbgold

Farbgold in 18 und 14 Karat bietet eine breite Palette an Möglichkeiten für Schmuckliebhaber, je nach den persönlichen Vorlieben und dem Verwendungszweck. Beide Legierungen haben ihre eigenen Vorteile, und die Wahl zwischen ihnen hängt oft von Faktoren wie Haltbarkeit, Preis und ästhetischen Vorlieben ab.* 18 Karat Farbgold besticht durch seine reicheren Farben und seinen intensiveren Glanz. In Farbgoldlegierungen wie Roségold oder Weißgold wird das Verhältnis von Kupfer, Silber und anderen Metallen zur gewünschten Farbe abgestimmt, während der Anteil an reinem Gold in der Legierung den eleganten Glanz bewahrt.* 14 Karat Gold bietet eine widerstandsfähigere und kostengünstigere Option dar. Farbgoldlegierungen aus 14 Karat Gold können ähnliche Farbtöne wie 18 Karat Gold erreichen, jedoch ist der Farbton tendenziell weniger intensiv, da der Anteil an reinem Gold geringer ist. Diese Legierung wird häufig für Schmuckstücke verwendet, die im Alltag getragen werden, da sie weniger anfällig für Kratzer und Abrieb sind.

Tabelle: Vergleich von Goldlegierungen

| Karat | Feingoldgehalt (Tausendteile) | Verwendung || :---- | :----------------------------- | :------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ || 24K | 999 | Anlagegold (Barren, Münzen), sehr weicher Schmuck für besondere Anlässe || 22K | 916 | Schmuck in Asien, Türkei und dem Nahen Osten, nicht geeignet für Diamantschmuck || 18K | 750 | Hochwertiger Schmuck, Verlobungsringe, Eheringe, Uhren || 14K | 585 | Alltagsschmuck, Verlobungsringe, Eheringe, preisgünstiger als 18K || 9K | 375 | Günstiger Schmuck, kann schneller seinen Glanz verlieren |

Am Ende des Tages hängt die Wahl des richtigen Karats für deinen Schmuck von deinen Bedürfnissen, deinem Lebensstil und deinen persönlichen Vorlieben ab. Ob du die strahlende Reinheit von 24K Gold für besondere Anlässe, das perfekte Gleichgewicht von 18K Gold für feinen Schmuck oder die Haltbarkeit von 14K Gold für den täglichen Gebrauch suchst - es gibt immer eine ideale Option für dich.

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