Die Welt des professionellen Wrestlings ist vielfältig und international. Auch Schweizer Wrestler haben sich in dieser Szene einen Namen gemacht. Dieser Artikel beleuchtet einige dieser Athleten, ihre Karrieren und Erfolge, insbesondere in der WWE (World Wrestling Entertainment).
Claudio Castagnoli: Der Schweizer Superstar
Claudio Castagnoli, besser bekannt als Cesaro während seiner Zeit in der WWE, ist zweifellos der erfolgreichste deutschsprachige Wrestler in der Geschichte der WWE. Geboren am 27. Dezember 1980 in Luzern, Schweiz, hat er eine beeindruckende Karriere hinter sich.
Frühe Karriere und Independent-Szene
Castagnoli begann seine Wrestling-Karriere am 24. Dezember 2000 bei westside Xtreme Wrestling (wXw) in Deutschland. Er trat in zahlreichen Independent-Ligen in Europa und den USA auf und machte sich schnell einen Namen. Zusammen mit Ares bildete er das Stable Swiss Money Holding. In den USA tat er sich mit Chris Hero als Tag Team The Kings of Wrestling zusammen.
Die Kings of Wrestling feierten große Erfolge und hielten gleichzeitig die Tag Team Titel in drei verschiedenen Promotions: CHIKARA, Ring Of Honor (ROH) und Combat Zone Wrestling (CZW). Eine vergleichbare Erfolgsserie gab es im Independent Bereich so noch nicht.
WWE-Karriere
Im Oktober 2006 erhielt Castagnoli ein Angebot für einen Entwicklungsvertrag von der WWE und trat bei der damaligen Entwicklungsliga Deep South Wrestling an. Obwohl ein Engagement bei Ohio Valley Wrestling (OVW) geplant war, kam es aus unbekannten Gründen nicht zustande.
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Nachdem der Deal mit der WWE geplatzt war, kehrte Castagnoli zu Ring of Honor zurück, wo er eine Fehde mit seinem ehemaligen Tag Team Partner Chris Hero begann. Später bildeten die beiden wieder ein Tag Team.
Erst 2011 gelang ihm der Sprung in die WWE, wo er als Cesaro antrat. Er gewann die André the Giant Memorial Battle Royal im Jahr 2014 und hielt den United States Championship sowie mehrere Tag Team Titel.
Trotz seiner Erfolge und seines Talents erhielt Cesaro nie den großen Push in den Main Event, den viele Fans ihm gewünscht hätten.
Wechsel zu AEW
Im Jahr 2022 verließ Claudio Castagnoli die WWE und wechselte zu All Elite Wrestling (AEW). Er äußerte den Wunsch, dass AEW im deutschsprachigen Raum stärker Fuß fasst und dass die Liga den nächsten Schritt auf den deutschen Markt macht.
Castagnoli betonte, dass er bei AEW mehr Freiheiten genießt und dass der Fokus stärker auf der Action und Arbeit im Ring liegt, was ihm sehr gefällt.
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Titel und Erfolge von Claudio Castagnoli
Hier ist eine Übersicht seiner wichtigsten Titel und Erfolge:
- WWE
- André the Giant Memorial Battle Royal (2014)
- WWE United States Championship (1x)
- WWE Raw Tag Team Championship (2x)
- WWE SmackDown Tag Team Championship (1x)
- Independent-Szene
- wXw World Heavyweight Champion (2x)
- ROH World Tag Team Champion (2x)
- CZW World Tag Team Champion (2x)
- PWG World Champion (1x)
- CHIKARA Campeonatos de Parejas (2x)
Cesaro über seine Karriere
Im Interview mit SPORT1 sagte Claudio Castagnoli:
"Ich habe nach all den Jahren bei WWE so ein Bisschen das Gefühl bekommen, dass ich einen Wechsel brauche, eine neue Herausforderung, auch um mich nochmal weiter zu entwickeln. Und ich bin zum Schluss gekommen, dass AEW für mich die perfekte Adresse ist. Es hat sich richtig angefühlt."
Oro Mensah: Ein weiteres Schweizer Talent
Neben Claudio Castagnoli gibt es weitere Schweizer Wrestler, die in der internationalen Wrestling-Szene aktiv sind. Ein Beispiel ist Oro Mensah, der zuvor unter dem Namen Oliver Carter bekannt war.
Sauter, als Sohn einer ghanaischen Mutter und eines Schweizer Vaters in Nigeria geboren und in Zürich aufgewachsen, war seit seiner Teenager-Zeit in DER deutschsprachigen Szene aktiv und empfahl sich 2019 schließlich für einen Vertrag beim Marktführer WWE.
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Er war dort zunächst drei Jahre für den damaligen Europakader NXT UK aktiv und hielt dort zeitweise zusammen mit dem Briten Ashton Smith die Tag-Team-Titel des mittlerweile eingedampften Rosters.
2022 siedelte Sauter in die USA über und wurde Teil des US-Aufbaukaders NXT. Er bekam den damals neuen Namen Oro Mensah und wurde Teil der Gruppierung Meta-Four mit Noam Dar, Lash Legend und Jakara Jackson. Im April wurde das Bündnis aufgelöst und Mensah entlassen.
Nach seinem Ausscheiden aus der WWE trat Oro Mensah bei der AEW-Schwester ROH auf, wo er ein Match gegen den japanischen Altmeister Tomohiro Ishii bestritt.
