Scharfes Sehen und eine gute Sicht sind bei jeder Sportart unverzichtbar. Erfolg und Freude am Sport stellen sich nur dann ein, wenn der Sportler auch alles im Blick hat. Daher ist eine Sportbrille oftmals vonnöten, um überhaupt die optimale Leistung erbringen zu können.
Auch in puncto Gesundheit sind Sportbrillen relevant, besonders bei Kontaktsportarten wie etwa Kampfsportarten. Geeignete Brillen sind hier unersetzlich.
Eigenschaften von Sportbrillen für Kampfsport
Je nach Sportart werden Sportbrillen deutlich höheren Belastungen ausgesetzt als Brillen, die im normalen Alltag benutzt werden. Die Sportbrille muss besonders bei intensiven Bewegungssportarten fest und solide auf der Nase sitzen. Deshalb gibt es für den Kampfsport spezielle Sportschutzbrillen, die mit einem elastischen Kopfband, fest gegen Verrutschen gesichert, am Kopf sitzen.
Außerdem sind bei dieser Art der Sportbrillen die besonders gefährdeten Zonen an der Nase und den Schläfen zusätzlich gepolstert, damit man auch verletzungsfrei bleibt, wenn man dort vom Gegner getroffen wird. Das Material von Sportbrillen sollte bruchsicher und formstabil sein. Auch das Gewicht der Sportbrillen darf nicht zu schwer sein, ansonsten wären sie mehr hinderlich als dienlich und würden besonders beim längeren Tragen über die Zeit zu Problemen führen.
Die Polsterung und die Nasenstange sollten optimal an die Nase angepasst sein. Man sollte auch darauf achten, daß die Brillen eine CE-Kennzeichnung haben und damit den EU-Richtlinien entsprechen. Beim Kauf ist eine kurze Anprobe essenziell, denn eine Sportbrille darf beim Hüpfen weder von der Stelle rutschen noch wackeln. Als ideal gelten gebogene Brillengestelle und Gläser, die sich wie eine Art Schutzschild vor die Augenpartie legen.
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Die meisten Sportbrillen haben Kunststoffgläser, die deutlich sicherer sind als eine Verglasung. Über eine spezielle Beschichtung der Gläser wird erreicht, daß es trotz Schwitzens beim Sport nicht zum Beschlagen der Brillengläser kommt. Zusätzlich ist eine Superentspiegelung bei einer Sportbrille vorteilhaft, da Lichtreflexe den Sportler irritieren können. Beim Kauf sollte außerdem darauf geachtet werden, ob die Gläser und das Gestell ausgetauscht werden können.
Bei vielen Sportbrillen lassen sich die Gläser einfach tauschen, so daß man bei schattigen Tagen oder bei Dunkelheit ungetönte Scheiben einsetzen kann und bei starkem Licht entsprechend dunkler getönte oder auch farbige Wechselscheiben verwenden kann. Einige Brillen verfügen aber auch über selbsttönende Gläser, die automatisch je nach Lichtstärke dunkler oder heller werden und bei denen ein Wechsel der Gläser nicht erforderlich ist.
Beim Kauf einer Sportbrille sollte auch auf das Zubehör geachtet werden, denn zum Reinigen bedarf es eines Mikrofasertuches und eines Spülmittels.
Warum sind Sportbrillen wichtig?
Es gibt viele Gründe, warum Sportler auf Brillen keinesfalls verzichten sollten. Die Wichtigkeit einer Sportbrille besteht in erster Linie auf der Sicherstellung der Gesundheit und des Leistungsvermögens des Sporttreibenden. Viele unterschätzen den Wert einer Brille. Am Anfang kann eine Sportbrille störend wirken, doch bald hat sich der Bewegungsaktive daran gewöhnt, denn oft merkt man die Belastung durch starkes UV-Licht oder starke Sonneneinstrahlung nicht direkt.
Aber durch ein konstantes, selbst leichtes Zukneifen der Augen, kann eine Verspannung entstehen, die sich auf die Leistungsfähigkeit auswirkt, weil die Muskultur nicht mehr locker arbeitet. Für Menschen mit Sehschwäche ist das Tragen von Sportbrillen mit Sehstärke ein absolutes Muss. Der Schutz der Augen wird gewährt und wer beim Sport als Alltagsbrillenträger auf eine Sportbrille verzichtet, der gefährdet nicht nur sich selbst, sondern wird zudem noch eine Gefahr für seine Umwelt.
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Das Tragen einer Sportbrille ist mehr als vernünftig, besonders im Freien schützt sie die Augen vor Kälte, Wind, UV-Strahlung, Staub, Schmutzpartikeln, Insekten und Pollen. Durch getönte Gläser haben Athleten eine deutlich bessere Sicht und das wiederum erhöht die Sicherheit und minimiert die Verletzungsgefahr während der Sportaktivitäten. Für viele Menschen ist Sport ein willkommener Ausgleich zum Alltagstrott, schon aus diesem Grunde empfiehlt es sich, kein unnötiges Risiko einzugehen.
Vor allem bei äußerst riskanten Sportarten kann das Scharfsehen über Leben und Tod entscheiden. Sport und viel Bewegung sind gesund - eine Binsenweisheit. Sportbrillen bieten hierzu eine gute Alternative.
Sportbrillen für Outdoor- und Indoor-Sportarten
Es ist nicht unbedingt ratsam, eine Sportbrille für verschiedene Sportarten zu nutzen, denn die meisten Sportbrillen sind auf den jeweiligen Sport spezifisch angepasst worden. Selbst die Tönung der Gläser ist unterschiedlich, im Outdoor-Bereich sind sie meist dunkel und bei eher trüberem Licht in der Halle sind sie meist orangefarben oder gar nicht getönt.
Bei Outdoor-Brillen ist die Anforderung an die Brille meist höher, sie sollte robust sein, bruchfeste Fassungen und Gläser haben. Beim Sport im Freien sollten die Brillen Antirutschauflagen an den Bügelenden und am Nasensteg haben. Beim Lauftraining eignen sich leicht und gut belüftete Sportbrillen. Für ein größeres Sichtfeld sorgen Brillen mit einem unten offenen Rahmen. Vor aufgewirbeltem Schmutz oder Zugluft hingegen schützen die Vollrahmenbrillen deutlich besser.
Die Blendschutzfunktion erfüllen Radfahrbrillen ebenso wie die Brillen für den Wassersport, Skisport oder Ballsportarten. Golfer tragen ebenso Sportbrillen wie Langstreckenläufer oder Schneewanderer. Bei Sportarten, bei denen Helme getragen werden, ist es günstig, diesen beim Kauf der Sportbrille dabei zu haben.
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Bei Indoor-Sportarten liegt das Hauptaugenmerk beim Kauf einer Sportbrille vielmehr auf der Bequemlichkeit und Sicherheit. Die Verletzungsgefahr bei Ballsportarten wie Badminton, Squash und Handball ist bedingt durch die Finger der Mitspieler, durch Ellenbogen oder Bälle groß. Die Sportbrillen dürfen keine Metallteile enthalten, sie müssen stoß- und schlagfest sowie unzerbrechlich sein. Viele Brillen sind bei Indoor-Sportarten mit einem von hinten schließendes Kopfband versehen, das für einen absolut sicheren Halt sorgt.
Beim Kauf von Sportbrillen sollte nicht vordergründig auf den Preis geachtet werden. Der Fokus sollte vielmehr auf die Bequemlichkeit, die Sicherheit und die Qualität der Brillengläser und des Brillenrahmens gerichtet werden. Eine Sportbrille schützt nicht nur im Moment der Ausübung, sondern kann drastische Folgeschäden verhindern, die beim Nichtragen sowohl im Außen- als auch im Innenbereich eintreten können. So kann beispielsweise ein Insekt, daß man beim Radfahren ins Auge bekommt dazu führen, daß man derart abgelenkt wird und stürzt.
Sportbrillen mit Sehstärke
Für viele Sportler sind Sportbrillen mit Sehstärke ein Segen. Bei Athleten mit einer Sehschwäche müssen die Brillen mit Innenclip oder einer Komplettverglasung ausgestattet sein, diese gewährleisten die entsprechenden Dioptrien.
Vor- und Nachteile von Innenclips:
- Die Innenclips sind günstiger und die Gläser werden von innen eingesetzt.
- Die Form und die Farben der geschliffenen Gläser können frei gewählt werden und es gibt sie für jegliche Formen von Fehlsichtigkeit.
Vor- und Nachteile von Komplettverglasungen:
- Die Brillengläser sind schon geschliffen und der Nachteil liegt hierbei, daß die Gläser nur beschränkt eine Fehlsichtigkeit ausgleichen können, und zwar nur bis zu sechs Dioptrien.
Eine Sportbrille mit Sehstärke ist für viele Amateure und Profis die beste Lösung. Ein spezieller Augenoptiker kann Sportlern Sportbrillen mit Korrektionsgläsern anbieten, davon profitieren vor allem kurzsichtige und weitsichtige Brillenträger.
Arten von Sportbrillengläsern bei einer Sehschwäche
Die Gläser einer Sportbrille stellen aufgrund der gebogenen Form hohe Produktionsansprüche. In der Praxis haben sich drei Systeme bewährt.
Direktverglasung
Bei der Direktverglasung können fast alle Werte und Arten der Fehlsichtigkeit ausgeglichen werden. Die Direktverglasung bietet bei hohem Tragkomfort einen guten Blendschutz und ein großes Blickfeld.
Adapterverglasung
Bei der Adapterverglasung werden Korrektionsgläser an die Stelle der Originalgläser eingesetzt. Diese Variante bietet zudem mehr Verglasungsauswahl und ist weniger kostenintensiv.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beim Kauf von Sportbrillen sollte nicht vordergründig auf den Preis geachtet werden. Der Fokus sollte vielmehr auf die Bequemlichkeit, die Sicherheit und die Qualität der Brillengläser und des Brillenrahmens gerichtet werden. Eine Sportbrille schützt nicht nur im Moment der Ausübung, sondern kann drastische Folgeschäden verhindern, die beim Nichtragen sowohl im Außen- als auch im Innenbereich eintreten können.
UV-Schutz
Die UV-Strahlung ist im Hochgebirge und auf See oder am Strand besonders stark. Reflektierende Flächen wie die Wasseroberfläche, der Schnee beim Skifahren oder beim Bergsteigen der Gletscher verstärken das Schädigungsrisiko. Gleiches gilt beim Sport in südlichen Regionen, je höher Sie aufsteigen oder je dichter Sie dem Äquator kommen, desto intensiver ist die Strahlung. Was den UV-Schutz betrifft brauchen Sie also Sicherheit. Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen.
Das einfache CE-Zeichen ohne Zusatz, das Sie auch an Sonnenbrillen im Drogeriemarkt findet, sagt gar nichts über den UV-Schutz aus. Dieses Zeichen müssen nämlich alle in der EU angebotenen Sonnenbrillen tragen. Das garantiert nur, dass diese Sonnenbrillen oder Sportsonnenbrillen die Mindest-Sicherheitsanforderungen erfüllen. Neben dem CE-Zeichen sollte gemäß der Europäischen Richtlinie 89/686/EWG, umgesetzt in der DIN EN ISO 12312-1 mindestens noch die Filter-Kategorie in der Form „cat 2“ (mittelstarke Tönung) oder „cat 3“ (starke Tönung) angegeben sein. Dazu sollte möglichst noch das Zeichen UV 400 eingeprägt sein.
Ganz auf der sicheren Seite, für alle Bedingungen auch beim Urlaub im Süden den vollen UV-Schutz zu bekommen sind Sie nur, wenn Sie die ausgewählte Sportbrille oder die darin montierten Schutzscheiben von Ihrem Augenoptiker überprüfen lassen. Seine Überprüfung garantiert, dass die verwendeten Gläser alle Strahlen der Bereiche UV-A, UV-B und UV-C bis zu einer Wellenlänge von 0 bis 400nm vollständig absorbieren.
