Kampfsportarten wie Kickboxen fristen in Deutschland oft ein Nischendasein, obwohl Box-Ikonen wie Henry Maske und die Klitschko-Brüder Millionen von Fans vor die Fernsehbildschirme lockten. Viele Kampfsportler träumen von einer Profikarriere, doch die Realität sieht oft anders aus.
Verdienstmöglichkeiten im Profi-Kickboxen
Es sollte so sein, dass man vom Berufsboxen leben kann, ist aber nicht immer so“, räumt Thomas Pütz ein. Man müsse unterscheiden zwischen der Situation global und der in Deutschland. Weltweit ist Profiboxen eine große Nummer, „populärer denn je“, in den vergangenen Jahren stand an der Spitze der bestverdienenden Sportler des Planeten mit Floyd Mayweather meist ein Boxer. In Deutschland habe es „eine Creme de la Creme“ zu Wohlstand gebracht: die Klitschko-Brüder, Henry Maske, Dariusz Michalczewski, Axel Schulz. „Doch es gibt auch Boxer, die am Existenzminimum herumkrebsen.“
Alexander Petkovic schätzt, dass „50 Boxer in Deutschland vom Boxen leben können. Maximal.“ Er sagt, er bezahle ein festes Gehalt, dazu kommen die Gagen. Aber lediglich drei seiner Kämpfer würde er als „Vollprofis“ bezeichnen, die monatlich 6000 bis 8000 Euro verdienen. Also, ein Boxer oder Kickboxer verdient normales Geld 2000-5000 erst, wenn man deutscher Meister ist (alle schlägt in seiner Klasse in Deutschland). Die Weltmeister oder Europameister verdienen natürlich viel mehr ,das sind aber auch sehr wenige die Besten. Im Princip alle Weltmeister verdienen Millionen.
Faktoren, die das Gehalt beeinflussen
Mehrere Faktoren beeinflussen das Gehalt eines Profi-Kickboxers in Deutschland:
- Titel und Erfolge: Deutsche Meister, Europa- und Weltmeister verdienen deutlich mehr als Kämpfer ohne Titel.
- Bekanntheit und Popularität: Kämpfer mit einer großen Fangemeinde und Sponsoren können höhere Gagen und Werbeeinnahmen erzielen.
- Verbandszugehörigkeit: Die Zugehörigkeit zu einem großen und renommierten Verband kann sich positiv auf die Verdienstmöglichkeiten auswirken.
- Verträge und Sponsoren: Verträge mit Managern, Promotern und Sponsoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Festlegung des Gehalts.
Tim Müller, ein erfolgreicher Kickboxer aus Villingen, erklärt, dass er oft nur "Peanuts als Preisgeld" erhält, die meist nur für Hotel und Spesen reichen. Im Gegensatz zum Boxen, wo man schon als Amateur in der Bundesliga gutes Geld verdienen kann, ist dies im Kickboxen kaum möglich.
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Das Beispiel Aleksandar Rakic
Ein Beispiel für einen erfolgreichen MMA-Kämpfer ist Aleksandar Rakic, der in Wien geboren wurde und als Serbe bei der UFC antritt. Obwohl seine genaue UFC-Gage nicht öffentlich bekannt ist, wird geschätzt, dass er bisher etwa 400.000 Dollar verdient hat. Sein bislang größter Zahltag war der Sieg gegen Thiago Santos bei UFC 259.
Rakic selbst sagte zu seiner UFC-Gage: „Im Boxen sind Millionenbeträge im Spiel. In der UFC ist das nicht der Fall. Ich finde das schade. Wir als MMA-Kämpfer leisten enorm viel und setzen unsere Gesundheit aufs Spiel. Vor einem Kampf muss ich mehrere Sportarten trainieren, da es eben ja nicht nur Boxen oder Kickboxen ist.
Alternative Einnahmequellen
Neben den Kampfprämien können Profi-Kickboxer auch durch folgende Einnahmequellen ihr Einkommen aufbessern:
- Sponsoring: Werbung für Marken und Produkte.
- Trainertätigkeit: Weitergabe des eigenen Wissens und Könnens an andere Kampfsportler.
- Seminare und Workshops: Durchführung von Lehrgängen und Kursen.
- Merchandising: Verkauf von Fanartikeln und eigener Marke.
Der Weg zum Profi-Kickboxer
Um eine erfolgreiche Karriere als Profi-Kickboxer zu starten, ist ein früher Einstieg ins Training empfehlenswert. Das beste Alter, um mit MMA anzufangen, ist ein Alter von 14 bis 16 Jahren, wenn man schon mit 18 Jahren antreten möchte. Regelmäßiges Training, idealerweise fünf Tage pro Woche, ist unerlässlich.
Es gibt keine allgemeingültige Gehaltstabelle für alle Kämpfer, da das Gehalt jedes einzelnen Kämpfers von den Bedingungen des von ihm unterzeichneten Vertrags abhängt. Aus diesem Grund verdienen zwei verschiedene Kämpfer mit exakt denselben Kampfrekorden nicht unbedingt gleich viel Geld. Spitzenkämpfer erhalten zusätzlich zu ihrer Grundvergütung noch Pay-per-View-Zuschläge.
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Ein wichtiger Aspekt ist die Wahl des richtigen Gyms und der passenden Trainer. Achten Sie auf erreichte Erfolge und Zertifizierungen. Richtige Trainer MÜSSEN zum Beispiel einen schwarzen Gürtel ersten Grades oder höher in ihrer spezifischen Kampfkunst haben.
MMA-Fighterin Katharina Dalisda
Katharina Dalisda ist professionelle MMA-Fighterin. Von den insgesamt 13 Profikämpfen, die sie bisher hatte, gewann sie zehn. Im September gewann sie als erste Deutsche den “Oktagon MMA”-Titel im Strohgewicht, bis 52,2 Kilogramm.
„Als professionelle Kämpferin trete ich gegen andere Wettkämpferinnen an. MMA steht für Mixed Martial Arts und setzt sich aus verschiedenen Kampfdisziplinen zusammen, darunter zum Beispiel Kickboxen, Ringen oder Jiu-Jitsu. Gekämpft wird im MMA also sowohl im Stehen mit Schlägen und Tritten als auch am Boden. Ich trete oft in Deutschland an, reise aber auch in andere Länder. Wie oft ich tatsächlich kämpfe, hängt von den Rahmenbedingungen ab.", so Dalisda.
Die Haupteinnahmequelle als Kämpfer ist die Kampfgage. Die kann zwischen 500 Euro und einer Million liegen. Wie viel man aber tatsächlich bekommt, ist von vielen Faktoren abhängig. Es gibt aber auch noch andere Einnahmequellen, zum Beispiel durch Sponsorengelder. Und man wird manchmal auch an den Ticketverkäufen für die Kämpfe beteiligt.
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