Viele Menschen mit Übergewicht haben Bedenken, ob Kampfsportarten wie Kickboxen für sie geeignet sind. Es gibt jedoch viele positive Aspekte und Möglichkeiten, wie man auch mit Übergewicht erfolgreich und gesund Kickboxen trainieren kann.
Bedenken und Lösungen
Ein häufiges Bedenken ist, ob man als Anfänger mit Übergewicht in einer Kampfsportgruppe gut aufgenommen wird. In Kampfsportgruppen wird auch niemand ausgelacht, weil er übergewichtig ist, jedenfalls habe ich das nie erlebt. Anfänger werden da eigentlich immer freundlich aufgenommen, egal wie sie aussehen.
Ein weiteres Bedenken ist, ob man seiner Gesundheit mehr schadet als ihr etwas Gutes zu tun. Du schreibst nicht, wie sehr übergewichtig Du bist. Wenn es wirklich extrem ist, solltest Du vielleicht vorher einen Sportarzt konsultieren. Beim Kickboxen musst du mal schauen, ob da viel "gehopst" wird und ob dir das vielleicht zu sehr auf die Kniegelenke gehen kann.
Es ist wichtig, auf seinen Körper zu hören und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen. Prinzipiell sollte dich dein Gewicht bei der Kampfsportauswahl nicht sonderlich einschränken. In meinem Karateverein haben wir auch so manchen um die 110-120kg. Bezüglich Selbstverteidigung kann Masse auch echt ein Vorteil sein.
Training ohne Wettkämpfe und Gruppen
Viele Menschen fühlen sich unwohl dabei, in einer Gruppe zu trainieren oder an Wettkämpfen teilzunehmen. Natürlich kannst Du Kickboxen trainieren, ohne an Wettkämpfen teilzunehmen, daran ist zu Beginn des Trainings ohnehin noch nicht zu denken. Sowas wie Wettkampfzwang gibt es ja nicht. Sag einfach dass du das nicht machen willst und gut ist. Beziehungsweise fragt dich vielleicht auch gar niemand danach, sondern wird darauf gewartet, dass du selber (wenn du magst) den Wunsch äußerst.
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Es ist jedoch wichtig, sich die Basics nicht selbst beizubringen. Aber Du solltest auf keinen Fall Dir das Kickboxen "selber beibringen". Ein guter Trainer ist unerlässlich. Sonst schleifen sich nämlich falsche Bewegungen ein, außerdem ist die Verletzungsgefahr größer, wenn Du allein ohne Aufsicht trainierst.
Wenn Du nicht gerne in der Gruppe trainieren willst, wäre vielleicht ein Personal Training die Lösung, allerdings ist das meist ziemlich teuer, und das Training in der Gruppe ist im Kampfsport auch sinnvoll, da Du mit verschiedenen, sehr unterschiedlichen Partnern übst.
Boxen als Alternative oder Ergänzung
Boxen ist ein Kampfsport mit langer Tradition. Von Seilspringen bis Sparring: Boxen ist ein Fitnesstrend. Das Ganzkörpertraining ist gut für Muskeln und Fettverbrennung - und die Psyche.
Regelmäßiges Training fördert nicht nur den Muskelaufbau, es erhöht auch Beweglichkeit und Gelenkstabilität. Boxen fordert Körper und Geist: Es trainiert Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit. Genauso wichtig sind aber auch Konzentration, kontrollierte Bewegungen und mentales Training. Boxer müssen wachsam sein, sich jeden Moment fokussieren, um Schläge abzuwehren und selbst auszuführen. Ein Boxkampf bedeutet zusätzlich Stress. Anspannung und Entspannung wechseln sich dabei ständig ab.
Boxen erhöht das Selbstwertgefühl, schenkt Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein - auch durch das Wissen, sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Erfolgserlebnisse setzen Endorphine frei. Diese körpereigenen Substanzen lösen unter anderem Glücksgefühle aus.
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Vorteile des Boxens im Alter
Menschen in jedem Alter können mit dem Boxsport beginnen. Auch im Alter bietet der Sport einige Vorteile: Durch das Training der Koordination von Armen und Beinen verringert sich zum Beispiel die Sturzgefahr. Außerdem schont Boxen die Gelenke, die Bewegungen sind federnd, der Untergrund ist oft weich.
Risiken und Vorsichtsmaßnahmen
Boxen ist anstrengend, es belastet also das Herz-Kreislauf-System. Nach einer langen Sportpause oder einem Infekt besser beim Hausarzt oder Sportmediziner vorab einen Gesundheitscheck machen und die Sporttauglichkeit testen.
Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, sind Schutzausrüstung, eine gute Technik sowie Vorsicht geboten. Schläge auf den Kopf können eine Gehirnerschütterung verursachen - also eine Prellung des Gehirns.
Um es zu verringern, sollten Sportlerinnen und Sportler ihren Kopf schützen, Schläge auf den Kopf möglichst vermeiden. Hilfreich ist außerdem eine gut trainierte Nackenmuskulatur.
Erfahrungen und Motivation
Es ist wichtig, sich nicht von seinem Gewicht entmutigen zu lassen. In unserem Verein gibt es auch Schwergewichte. Da du ja schon 36 bist und keine 20. Gewicht schon bemerkbar beim Sport. Betreibe Boxen und Kickboxen. Sportskamaraden immer besser. Verstehe das wer will. Ich bin auch nicht gerade der dünnste und kann noch ganz gut mit den anderen mithalten. Am Anfang ist das granatiert sau schwer, aber so entwickelst du Kampfgeist und Durchahltevermögen. YEAH!!!!
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Vorbehalte habe ich jedoch wg. meines Gewichtes. Wenn 136 kg zu Boden gehen oder geworfen werden, kann ich gleich ins Krankenhaus fahren. Ist ein verantwortungsvoller Beginn mit Kampfsport überhaupt mit meinem Gewicht möglich? Welche Sportarten kommen ggf.
