Die Weltrangliste ist ein allgemeines Tabellensystem im Tennis. Sie dient als Maßstab für die erbrachten Leistungen in einem Jahr und wird jede Woche aktualisiert.
Die Bedeutung der Weltrangliste im Tennis
Die Weltrangliste gibt die Setzliste bei den einzelnen Turnieren an und gewährleistet so, dass die besten Spieler erst im späteren Turnierverlauf aufeinander treffen können. Je nach Weltrangliste tritt in Runde eins eines Turniers also ein gesetzter Spieler gegen einen ungesetzen Spieler an. Das bietet den Fans auch die Möglichkeit bis zum Schluss auf ein Traumfinale zu hoffen.
Punktesystem und Turnierkategorien
Ganz unabhängig von den absolvierten Turnieren eines Spielers pro Jahr, fließen immer nur maximal 19 Turnierergebnisse in die Tennis Weltrangliste mit ein. Es gibt Spieler auf der Tour, die deutlich mehr als 19 Turniere pro Jahr bestreiten, aber auch sie bekommen für höchstens 19 Turniere Punkte. Die vier Grand-Slam-Turniere (Kategorie A) fließen definitiv mit in die Wertung ein. Ebenso sicherer Bestandteil der Weltrangliste sind die acht Turniere aus der Kategorie B. Das sind die acht Masters-Turniere, das neunte Masters-Turnier (Monte Carlo) fällt hier nur in Kategorie C. Wer aufgrund einer Verletzung oder aus sonstigen Gründen bei einem dieser zwölf Turniere nicht teilnehmen kann, bekommt automatisch null Punkte berechnet. Neben diesen zwölf Turnieren müssen weitere sechs Turniere eingebracht werden. Hierfür werden dem Spieler einfach die sechs besten Ergebnisse aus den restlichen Turnieren (500er-Turniere, 250er-Turniere, Challenger-Serie und Future-Serie) angerechnet.
Sofern man die ATP Tour Finals erreicht, können die dort erreichten Punkte ebenfalls eingebracht werden. Da aber nur die acht besten Spieler einer Saison dort teilnehmen können, haben auch nur diese acht die Chance auf die Berechnung eines 19. Turniers. Sofern ein Spieler aufgrund einer zu niedrigen Positionierung in der Weltrangliste Tennis an einem der zwölf „Pflichtturniere“ nicht teilnehmen kann, darf er dieses durch ein anderes Turnier ersetzen.
Eine weitere Besonderheit kommt den etablierten Spieler der Tour zugute: Wenn ein Spieler mindestens 600 Spiele auf der ATP Tour bestritten hat, wenn er mindestens 31 Jahre alt ist oder wenn er seit mindestens zwölf Jahren auf der Tour spielt, darf er pro zutreffendes Kriterium ein Turnier der Kategorie B auslassen, ohne dafür 0 Punkte berechnet zu bekommen. Stattdessen darf er dann maximal drei (je nachdem wie viele Kriterien erfüllt werden) Masters-Turniere mit anderen Turnieren ersetzen. Weiterhin kann ein Spieler, der mindestens sechs Monate lang verletzt ist, ein „Protected Ranking“ beantragen.
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Rekorde in der Tennis-Weltrangliste
Den Rekord für die höchste Punktzahl, die ein Spieler jemals in der Weltrangliste erreicht hat, hält aktuell Novak Djokovic. Er erreichte am 6. Juni 2016 die Bestmarke von 16.950 (21.000 maximal möglich) Punkten. Die bislang meiste Zeit an der Spitze der Tennis Weltrangliste hat Roger Federer vorzuweisen, bei ihm sind es bis jetzt 310 Wochen, wovon 237 Wochen in Folge waren. Bei den Frauen hält diesen Rekord Steffi Graf, die es sogar auf 377 Wochen (186 in Folge) an der Weltspitze brachte. Die längste Zeit in der Top Ten der Weltrangliste hat bei den Herren aktuell Jimmy Connors inne. Er war zwischen 1973 und 1988 15 Jahre lang in der Top Ten.
Weitere Sportarten und ihre Besonderheiten
Neben dem Tennis gibt es eine Vielzahl anderer Sportarten, in denen Frauen erfolgreich sind. Hier ein Überblick über einige dieser Sportarten:
Moderner Fünfkampf
Der Moderne Fünfkampf verbindet sehr unterschiedliche und oft konträre Sportarten miteinander. Zu den athletischen Disziplinen Schwimmen und Laufen gesellen sich das von der Konzentrationsfähigkeit bestimmte Schießen und das die schnelle Aktion und Reaktion verlangende Fechten. Bis 2024 mussten die Athlet*innen beim Reiten Zutrauen und Einfühlungsvermögen auf einem zugelosten Pferd beweisen. Bei dem offiziellen Finalentscheidungen ist folgende Reihenfolge der Disziplinen vorgegeben: Obstacle-Course-Racing, Fechten (Bonusrunde), Schwimmen & Laser-Run.
Die Athlet*innen müssen einen ca. 60m langen Parkour mit 8-10 Hindernissen überwinden. Es gibt verschiedene Ziele, welche die unterschiedliche Parkourtechniken Balancieren, Schwingen, Hangeln, Springen, Unterqueren und Überqueren von den Athlet*innen abfordern. Die Zeit wird in Punkte umgerechnet. Gefochten wird mit einem elektrischen Degen. Es wird auf lediglich einen Treffer gefochten. Als Trefferfläche zählt der gesamte Körper. Der Wert eines Treffers variiert je nach Anzahl der Teilnehmenden. Nach offiziellem Regelwerk findet nach der Platzierungsrunde in jedem Halbfinale und im Finale eine Bonusrunde mit insgesamt 17 Kämpfen statt. Im ersten Gefecht tritt der*die Letztplatzierte nach der Platzierungsrunde gegen den*die Vorletzte*n an. Der*die Sieger*in erhält zwei Bonuspunkte und tritt danach gegen den*die Drittletzte*n an. Dieses Leiter-System wird bis zum*zur Bestplatzierten der Platzierungsrunde fortgeführt.
Beim Schwimmen haben Männer und Frauen jeweils eine 200m-Freistilstrecke zu absolvieren. Die Schwimmzeiten werden in Punkte umgerechnet. Eine Zeit von 2:30 min entspricht 250 Punkten. Die Athlet*innen beginnen den Laser-Run entsprechend ihrer bisher im Wettbewerb gesammelten Punkte (Handicap-Start). Die Disziplin beginnt mit einer Laufstrecke über 600m, anschließend findet die erste Schießserie statt. Hierbei muss mit der Laserpistole fünfmal der Trefferbereich eines 10 Meter entfernten Ziels in max. 50 Sekunden getroffen werden. Danach folgen noch vier Laufrunden, die wiederum von Schießserien unterbrochen werden. 600 Punkte gibt es für den/die Sportler*in, der/die im Laser-Run eine Zeit von 11:40 Minuten erreicht.
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Ninja-Sport
Ninja-Sport, das ist anspruchsvolles Hangeln, Klettern, Schwingen, Balancieren und Fliegen durch einen spektakulären Hindernisparcours. Entstanden aus einer japanischen TV-Show, hierzulande mit “Ninja Warrior Germany” bei RTL bekannt geworden, hat sich eine eigene Sportart entwickelt. Bei Lets.Ninja findest du alles und mehr zum Ninja-Sport. Dein Einstieg in den Ninja-Sport. Tutorials, Tipps&Tricks von Top-Athleten und Ninja-Experten. Das Ninja-Sport-Ranking listet alle aktiven Athletinnen und Athleten mit deren Ergebnissen aus allen Wettkämpfen nach IGN-Norm. Erlebe die Herausforderung! Ninja-Sport der Spitzenklasse und für Newbies. Zum Staunen und Mitmachen. Athletinnen und Athleten, die an Wettkämpfen, wie der Ninja-Bundesliga, teilnehmen, benötigen die kostenlose Lets.Ninja-ID.
Biathlon
Die Kombination aus Skilanglauf und Schießen fasziniert Winter für Winter die Massen, auch in Deutschland. Der Biathlon gehört im Fernsehen zu den beliebtesten Sportarten und erzielt regelmäßig gute Millionen-Quoten. Was natürlich auch an den zahlreichen deutschen Erfolgen liegt. Die drei erfolgreichsten Nationen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften sind Deutschland, Norwegen und Russland. Ungekrönter „König der Biathleten“ ist der Norweger Ole Einar Björndalen, der achtmal Olympiasieger und elfmal Weltmeister wurde. Doch auch die Deutschen tauchen in den Ranglisten in den Top 10 auf. Ricco Groß, Sven Fischer (je 4), Mark Kirchner und Michael Greis (je 3) haben die deutsche Fangemeinde bei Olympischen Spielen jubeln lassen. Am Schießstand spielten sich aber auch menschliche Dramen ab. Unvergessen das Missgeschick von Simone Greier-Petter-Memm bei den Winterspielen 1994 in Lillehammer. Die Jenaerin übernahm in der Frauen-Staffel als dritte Läuferin in Führung liegend, doch mit ihren insgesamt 16 Patronen traf sie lediglich vier Scheiben und musste nach Liegend- und Stehendschießen jeweils dreimal in die Strafrunde.
Bei den ersten Olympischen Winterspielen 1924 in Chamonix wurde auch ein Militärpatrouillenlauf ausgetragen, dieser gilt als Vorgänger des heutigen Biathlons. 1928, 1936 und 1948 fand dieser Lauf nochmals als Demonstrationssportart statt, ehe Biathlon 1960 in Squaw Valley dann erstmals unter dem neuen Namen ins olympische Programm aufgenommen wurde. 1992 in Albertville betraten dann auch die Frauen die Bühne. Die Athletinnen und Athleten müssen je nach Rennlänge zweimal oder viermal schießen, benutzt wird ein circa vier Kilogramm schweres Gewehr, die fünf Scheiben sind auf der Schießanlage 50 m entfernt. Wird eine Scheibe verfehlt, muss der Schütze oder die Schützin in eine Strafrunde über 150 m. Einzige Ausnahme: In den beiden Einzelrennen der Männer (20 km) und Frauen (15 km) wird für jeden Fehlschuss eine Strafminute zur Laufzeit hinzugerechnet. In den Staffeln haben die Läuferinnen und Läufer die Chance, dreimal nachzuladen.
Bobsport
Der Bobsport hat in Deutschland eine lange Tradition. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten zunächst Engländer die ersten Bob-ähnlichen Gefährte. Deutscher Pionier war Carl Benzing, der im Jahr 1901 im thüringischen Kurort Friedrichroda einen Stahlbob mit Lenkung baute. Von Beginn an mischten die deutschen Pilotinnen und Piloten im Kampf um Hundertstel- und Tausendstelsekunden kräftig mit. So war Anderl Ostler der erste, der 1952 bei den Winterspielen in Helsinki Doppel-Olympiasieger werden konnte. 2022 in Peking gelang es Francesco Friedrich mit seinem zweiten Doppelsieg in Folge, durch insgesamt vier olympische Triumphe mit Andre Lange gleichzuziehen. Überhaupt liegt Deutschland in der Bilanz bei den drei großen internationalen Meisterschaften (Olympia, WM und EM) mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins. Dafür sorgten neben Friedrich und Lange weitere große Namen wie Meinhard Nehmer, Wolfgang Hoppe und Christoph Langen bei den Männern sowie Sandra Kiriasis und Mariama Jamanka bei den Frauen.
Bei der Schussfahrt durch Kurven und Schikanen werden Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern sowie Fliehkräfte von bis zu 5G erreicht. Die Sicherheit steht bei den Verantwortlichen jedoch ganz oben auf der Liste, das gilt auch für die deutschen Bahnen, die fest zum jährlichen Weltcupkalender gehören. Während dies für Winterberg und Altenberg auch weiterhin gilt, werden auf der weitgehend zerstörten Bahn in Königssee nach einem gewaltigen Erdrutsch 2021 derzeit keine Rennen gefahren. Während bei Weltcuprennen jeweils nur zwei Durchgänge gefahren werden, sind es bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften jeweils vier Läufe. Es gewinnt die Pilotin oder der Pilot mit der niedrigsten Gesamtzeit. Der Zweierbob der Männer darf im Rennen mit Besatzung maximal 390 kg schwer sein, der Bob der Frauen 340 kg.
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Curling
Curling, das Schach auf dem Eis, erlebt seine Blütezeit immer während Olympischer Winterspiele. Die Zuschauerinnen und Zuschauer haben diesen faszinierenden Sport, bei dem es um Taktik und Präzision geht, in ihr Herz geschlossen und sorgen für hohe Einschaltquoten. Die Wurzeln der Sportart reichen zurück in die Anfänge des 16. Jahrhunderts und liegen in Schottland. Von dort kommen auch heute noch die meisten Curlingsteine. Curling fand schnell den Weg nach Kanada, wo es mit mehr als 800.000 Vereinsmitgliedern heute die meisten Curlingspielerinnen und -spieler gibt. In Deutschland fristet Curling dagegen eher ein Schattendasein. Dennoch kann der Deutsche Curling-Verband (DCV) durchaus auf internationale Erfolge verweisen. Herausragend ist die Bilanz von Andrea Schöpp aus Rießersee, die 1988 und 2010 jeweils WM-Gold gewann, zudem wurde sie siebenmal Europameisterin. 1992 in Albertville gewann Andrea Schöpp zudem Gold im olympischen Demonstrations-Wettbewerb. Bei den Männern holte der Füssener Andy Kapp zweimal den EM-Titel und wurde bei Weltmeisterschaften zweimal Zweiter sowie dreimal Dritter.
Nach dem einmaligen Auftritt auf der olympischen Bühne 1924 in Chamonix dauerte es bis 1998 in Nagano, bis der Sport für Frauen und Männer wieder ins Programm aufgenommen wurde. Die Curlingbahn (sheet) hat eine Länge von knapp 46 Metern. Die vierköpfigen Mannschaften werden von ihrer Kapitänin oder ihrem Kapitän, dem Skip, angeführt. Ziel ist es, möglichst viele Steine so nahe wie möglich ins Zentrum des Hauses zu bringen. Das Haus besteht aus dem Mittelpunkt sowie drei Kreisen in den Farben Rot, Weiß und Blau (von innen). Ein Team erhält für jeden Stein, der näher als der beste der gegnerischen Mannschaft am Zentrum liegt, einen Punkt. Ein Durchgang mit jeweils acht Steinen pro Team wird End genannt. Gespielt werden bei internationalen Meisterschaften zehn Ends, bei Gleichstand geht es in ein Extra-End, und zwar so lange, bis eine Entscheidung gefallen ist.
Eiskunstlauf
Der Eiskunstlauf ist der „Schöngeist“ unter den Wintersportarten. Künstlerischer Ausdruck, Grazie und Anmut gehören neben dem technischen Können zum Rüstzeug. Die Sportart ist die erste aus dem Winterbereich, die schon vor den ersten Olympischen Spielen 1924 ihre Premiere feierte. Schon vor dem Jahrhundertwechsel hatten zwei Deutsche Eiskunstlauf-Geschichte geschrieben. Erster Europameister wurde 1891 Oskar Uhlig, fünf Jahre später gewann Gilbert Fuchs bei der ersten Weltmeisterschaft ebenfalls Gold. 1960 gewann Manfred Schnelldorfer die bislang einzige deutsche Goldmedaille bei den Männern, bei den Frauen gab es zwischen 1980 und 1988 drei Triumphe in Folge durch die frühere DDR. Zunächst siegte Anett Pötzsch, dann folgten die beiden großen Erfolge von Katarina Witt. Die Läuferin aus Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) bezauberte das Publikum mit ihrer großen Ausstrahlung, die Silbe „Kunst“ brachte Witt perfekt zur Geltung. Unvergessen ihr zweiter Olympiasieg 1988 in Calgary, als sie sich im Duell mit der US-Amerikanerin Debi Thomas souverän durchsetzte.
Unvergessen ist auch die sensationelle Kür der britischen Eistänzer Jayne Torwill und Christopher Dean. Während die Konkurrenzen der Damen, Herren und im Paarlauf von Beginn an im olympischen Programm waren, folgte der Eistanz erst 1976 in Innsbruck. Im Regelwerk gab es zahlreiche Veränderungen, dies betrifft vor allem das Format und die Benotung. Olympiasieger*in wurde Die- oder Derjenige, der in der Summe der jeweiligen Platzierungen aus Kurzprogramm und Kür den niedrigsten Wert hatte. Ab 2006 in Turin änderte sich auch dies. Fortan werden die einzelnen Elemente je nach Qualität der Ausführung mit Punkten versehen. So ergibt sich nach Kurzkür und Kür eine Gesamtzahl, die über die Platzierung entscheidet. Gleichzeitig wurde eine Rekordliste eingeführt.
Eisschnelllauf
Der Eisschnelllauf wurde in Deutschland Ende der sechziger Jahre aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Dafür sorgte ein Modellathlet aus dem schwäbischen Günzburg: Erhard Keller. Der Newcomer ließ Ende 1967 mit einem 500-m-Weltrekord aufhorchen, 1968 in Grenoble wurde Keller dann über seine Spezialstrecke als erster deutscher Läufer Olympiasieger. Mit seinem Coup löste er in seiner Heimat einen Boom aus. Der Eisschnelllauf erlebte in der Folgezeit seine Blütezeit, bedingt auch durch zahlreiche Weltklasseläuferinnen und -läufer aus der damaligen DDR. Die Liste der Erfolge ist ellenlang, doch einige Namen ragen heraus: Karin Kania, Christa Rothenburger, Gunda Niemann-Stirnemann, Anni Friesinger und Claudia Pechstein. Die Berlinerin Pechstein avancierte mit fünf Goldmedaillen zu Deutschlands erfolgreichster Winter-Olympionikin, ehe sie 2022 von Rennrodlerin Natalie Geisenberger (6) übertrumpft wurde. Eisschnellläuferin des Jahrhunderts aber ist Gunda Niemann-Stirnemann. Die Erfurterin lief ihre Konkurrenz lange Zeit in Grund und Boden, sie sammelte neben ihren acht Olympiamedaillen (3-4-1) 19-mal WM-Gold und achtmal EM-Gold. Niemann-Stirnemann triumphierte zudem in 98 Weltcuprennen.
Zum Eisschnellläufer des Jahrhunderts wurde Eric Heiden ernannt. Der US-Amerikaner brachte 1980 in Lake Placid das Kunststück fertig, alle fünf Strecken zu gewinnen - und zwar die 500, 1000, 1500, 5000 sowie die 10.000 m. Der Eisschnelllauf gehört seit der ersten Austragung 1924 zum olympischen Programm, die Frauen folgten 1960. International finden seit 1996 jährlich Einzelstrecken-Weltmeisterschaften statt, alle zwei Jahre werden Weltmeisterschaften im Sprint und im Mehrkampf ausgetragen. Gelaufen wird bei internationalen Wettkämpfen auf 400-m-Bahnen. Im Verlauf eines Duells wechseln die Läuferinnen und Läufer in jeder Runde auf der Wechselgeraden überkreuz die Bahn. Damit wird die Länge der gelaufenen Strecke nach jeder Runde ausgeglichen. Beim Massenstart treten bis zu 30 Läuferinnen und Läufer gleichzeitig gegeneinander an. Der Start erfolgt gestaffelt, es müssen 16 Runden zurückgelegt werden. Alle vier Runden wird ein Sprint durchgeführt. Den jeweils ersten drei Läuferinnen und Läufern jedes Sprints werden Punkte gutgeschrieben. In der Teamverfolgung treten jeweils zwei Dreier-Mannschaften gegeneinander an. Die Distanz beträgt für Frauen sechs Runden (ca. 2310 m) und für Männer acht Runden (ca. 3080 m).
Nordische Kombination
Die Nordische Kombination wird auch als „Königsdisziplin des Wintersports“ bezeichnet. Der Spagat zwischen den beiden Teildisziplinen Skispringen (Schnellkraft) und Skilanglauf (Ausdauer) erfordert vom Schüleralter an einen erhöhten und im Profibereich einen gewaltigen Trainingsaufwand. Im Starterfeld der Damen sind immer mehr Nationen vertreten und es wird leistungsstärker. Die neuen „Mixed Sprint“-Rennen (1 Athletin & 1 Athlet/Nation) werden immer spannender. Die Zahl der antretenden Nationen steigt, diese Wettkämpfe kreieren Erfolgsaussichten für immer mehr Nationen. Die Damen starten seit 2020 im Weltcup, seit 2021 auch bei Nordischen Ski-Weltmeisterschaften. Entstanden ist eine bedrohliche Situation: Ohne die vom IOC zu Recht geforderte Gender-Gleichheit droht mittelfristig auch den Herren der K.o. Der Internationale Skiverband (FIS) und die nationalen Fachverbände arbeiten weiter daran, die IOC-Forderungen nach Neuerungen in der Nordischen Kombination zu erfüllen. Deutschland ist es in der Nordischen Kombination gelungen, Maßstäbe zu setzen. Ein Auslöser war das erste deutsche Olympiagold 1960 durch Georg Thoma. Erfolgreichster Athlet ist Eric Frenzel. Ende der Saison 2022/23 beendete Eric Frenzel seine beispiellose Karriere - und wurde Bundestrainer. Damit trat er die Nachfolge des „ewigen“ Hermann Weinbuch an.
Das häufigste Format in der Nordischen Kombination ist das Gundersen-Einzel: Erst wird gesprungen, die bestehenden Weitendifferenzen in Zeitrückstände umgerechnet, die die Läufer mit in das abschließende Loipenrennen (immer im Freien Stil) nehmen.
Ski Alpin
Ski alpin ist die Königsdisziplin, keine andere Disziplin des Wintersports brachte so viele klangvolle Namen hervor. Auch der deutsche alpine Skisport hat zahlreiche Stars geschaffen. Das weibliche Gesicht war Rosi Mittermaier, die im Januar 2023 verstorben ist. Die „Gold-Rosi“ gewann 1976 bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck Gold in Abfahrt und Slalom sowie Silber im Riesenslalom. Danach beendete sie ihre Karriere. Aus ihrer Ehe mit Slalom-Ass Christian Neureuther ging der gemeinsame Sohn Felix hervor, der bei Weltmeisterschaften fünf Medaillen holte, drei im Slalom sowie zwei im Mannschaftswettbewerb. Während Rosi Mittermaier mit ihren zwei olympischen Goldmedaillen später von Maria Höfl-Riesch und Katja Seizinger (beide drei) übertroffen wurde, ist Markus Wasmeier erfolgreichster deutscher alpiner Skisportler bei Olympischen Spielen.
Der alpine Skisport birgt allerdings auch große Gefahren, vor allem in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G. Die ersten Weltmeisterschaften im alpinen Ski fanden 1931 im schweizerischen Mürren statt. Fünf Jahre später in Garmisch-Partenkirchen wurde die Sportart ins olympische Programm aufgenommen. Zunächst allerdings nur mit einer Kombination für Frauen und Männer. Bei der nächsten Austragung 1948 in St. Moritz kamen dann auch Abfahrt und Slalom als erste Einzeldisziplinen hinzu. Der Riesenslalom folgte 1952, der Super-G 1988. Seit 1967 wird alljährlich der alpine Weltcup ausgetragen, in allen Einzeldisziplinen sowie auch als Gesamtwertung. In Abfahrt und Super-G wird nur ein Lauf durchgeführt, die oder der Schnellste gewinnt. Im Slalom und Riesenslalom werden zwei Läufe ausgetragen, die Zeiten werden addiert. Im zweiten Durchgang startet die oder der Schnellste des ersten Laufes zuletzt, um die Spannung zu wahren.
Ski Freestyle
Aus der noch recht jungen Olympia-Sportart Ski Freestyle ist inzwischen die mit den meisten Entscheidungen bei Winterspielen geworden. Die Buckelpiste ist eine von sechs Teildisziplinen des Freestyle-Skiings, sie wurde 1992 in Albertville als erste für Frauen und Männer auch olympisch. Zwei Jahre später in Lillehammer kam das Springen (Aerials) dazu. Danach folgten Skicross (2010), Halfpipe und Slopestyle (beide 2014), sowie Big Air und der Teamwettbewerb im Springen (beide 2022). Die erfolgreichsten Nationen sind die USA und Kanada. Deutsche Erfolge sind vor allem bei Olympischen Spielen rar gesät. Für die bislang einzigen beiden Medaillen sorgten Tatjana Mittermayer mit ihrem Silber 1998 in Nagano auf der Buckelpiste sowie Daniela Maier 2022 mit Bronze im Skicross.
Ski Freestyle ist bei den Fans sehr beliebt. Mit Ausnahme des Skicross kommt es bei allen anderen Disziplinen auf die technische Ausführung an, die benotet wird. Überaus artistisch sind das Springen und Big Air. Dabei werden die Sportlerinnen und Sportler bei einer hohen Anlaufgeschwindigkeit auf einer Absprungschanze in die Höhe katapultiert, dann vollziehen sie ihre Tricks mit Schrauben, Drehungen und Salti. In der Buckelpiste zählt neben der technischen Ausführung und den Tricks auch die Zeit. In der Doppel-Buckelpisten-Konkurrenz treten zwei Fahrerinnen und Fahrer im direkten Duell gegeneinander an.
Erfolge des SSV Heiligenwald
Der SSV Heiligenwald ist ein aktiver Verein mit Erfolgen in verschiedenen Sportarten. Hier ein Überblick über einige der jüngsten Erfolge:
- Ju-Jutsu: Ralf, Thorsten, Tom und Markus bestanden die Prüfung zum Braungurt mit Bestnoten. Felix legte die landesbeste Prüfung zum 1. Dan ab.
- Skateboard: Neue Skateboard-Sparte mit Schnupperkursen und regelmäßigem Training.
- Badminton: Team 1 gewann den Saarlandpokal und den Saarlandmeistertitel. Team 2 gewann den Meistertitel in der Verbandsliga. Team 4 gewann den Meistertitel der Bezirksklasse und den Kreispokal.
Veranstaltungen und Termine
Hier sind einige bevorstehende Veranstaltungen und Termine des SSV Heiligenwald:
- Skateboard-Schnuppertermin: Donnerstag, 14. August 2025 auf dem Skateplatz Schiffweiler
- Regelmäßiges Skateboard-Training: Montags und donnerstags, 17:00 - 18:30 Uhr auf dem Skateplatz Schiffweiler
- Einsteigertraining Badminton Erwachsene: Jeden Montag von 20-21.30 Uhr in der Sachsenkreuzhalle Heiligenwald
Zusammenfassung der Erfolge im Badminton
Die Saison 24/25 war für die SG Heiligenwald/Völklingen im Badminton sehr erfolgreich. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Erfolge:
| Team | Liga | Ergebnis |
|---|---|---|
| Team 1 | Saarlandliga | Saarlandmeister und Aufstieg in die Oberliga |
| Team 2 | Verbandsliga | Meistertitel (ungeschlagen) und Aufstieg in die Saarlandliga |
| Team 3 | Landesliga | 4. Platz |
| Team 4 | Bezirksklasse | Meistertitel und Gewinn des Kreispokals |
| Team 5 | B-Klasse | Vize-Meistertitel |
| Jugendteam | Kreisliga | 3. Platz |
