Kickboxen für Frauen: Figur, Fitness und Selbstbewusstsein

Kickboxen ist mehr als nur ein Kampfsport - es ist ein intensives Ganzkörpertraining, das Frauen hilft, ihre Fitness zu verbessern, Stress abzubauen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Viele Frauen scheuen sich, Kickboxen auszuprobieren, weil sie denken, da gibt es auf die Nase. Dabei ist der Sport überhaupt nicht so aggressiv, wie er klingt. Stattdessen bekommst du hier das volle Fitness-Programm.

Was ist Kickboxen?

Kickboxen vereint Karate, Taekwon-Do, Kung-Fu und Boxen. Im Gegensatz zum Thai-Boxen gibt es beim Kickboxen aber keine Knie- und Ellenbogentechniken, und sowohl Füße als auch Hände werden mit Protektoren geschützt. Häufig wird Sportkarate als einer der Vorläufer für Kickboxen genannt.

Wer aber doch Lust auf die Competition hat, für den gibt es 3 Möglichkeiten:

  1. Der Semikontakt: Die leichteste Stufe des Kickboxens. Der Kampf wird nach jedem Treffer am Körper des Gegners oder der Gegnerin unterbrochen und dementsprechend werden Punkte gegeben.
  2. Der Leichtkontakt: Ähnlich wie beim Semikontakt werden auch hier Treffer gezählt, aber auch die gesamte Ausführung des Kampfes bewertet. Hier gibt es außerdem keine Unterbrechung, deshalb ist hier neben Technik auch die Kondition gefragt.
  3. Der Vollkontakt: Beim Vollkontakt geht’s aufs Ganze! Der Kampf kann sowohl über Trefferpunkte gewonnen werden als auch durch ein K.O. Dafür solltest du aber schon mindestens ein paar Monate trainiert haben.

Warum sollten gerade Frauen kickboxen?

Kickbox-Taining schafft definierte Muskeln und eine knackige Mitte. Das macht es zu einem knallharten Workout, das mächtig Kalorien verbrennt und den Kopf fordert, egal ob du richtig kämpfst oder nicht. Angst vor aufgeplusterten Muskelbergen musst du aber nicht haben, beim Kickboxen werden die Muskeln definiert und nicht aufgepumpt.

Neben Kraft werden vor allem Ausdauer, Koordination und auch die Flexibilität geschult. Es macht einfach süchtig, das Auspowern, der Stressabbau und das tolle Gefühl nach dem Training sind unvergleichlich. Wahrscheinlich liegt deshalb der Frauenanteil in vielen Studios bei über 70 Prozent.

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Die Vorteile des Kickboxens für Frauen

  • Stressabbau: Kickboxen bietet ein ideales Ventil, um Stress abzubauen und Spannungen zu lösen.
  • Ganzkörpertraining: Es stärkt Kraft und Ausdauer, verbrennt viele Kalorien und fördert die Koordination.
  • Selbstverteidigung: Kickboxen vermittelt Techniken zur Abwehr von Angriffen und verbessert die Reaktionsfähigkeit in Gefahrensituationen.
  • Selbstbewusstsein: Durch das Training gewinnen Frauen mehr Selbstvertrauen und ein positives Körpergefühl.

Der Trainingsablauf

Du warst noch nie beim Kickboxtraining? Kein Problem, wir sagen dir, was dich in deiner ersten Stunde erwartet:

  1. Warm-Up: Los geht's mit dem Aufwärmen, damit die Muskeln und der Kreislauf in Schwung kommen. Das passiert meist mit Schattenboxen oder Seilspringen.
  2. Technik: Nach dem Aufwärmen kann die Technik trainiert werden. Techniktraining wird gemeinsam mit einer Partnerin ausgeführt. Keine Angst: Schlagposter schützen euch!
  3. Kondition: Kickboxen ist ein Full-Body-Workout! Klar, dass da auch die Kondition trainiert wird. Beim Training am Boxsack oder in Intervallen kommt das Herz-Kreislaufsystem richtig auf Touren.
  4. Stretching / Cool-Down: Zum Ende der Stunde gibt es ein leichtes Cool-Down mit Stretching-Einheiten, um den Körper langsam herunterzufahren und ihn vor Verletzungen zu schützen.

Die wichtigsten Kicks

Du hast jetzt schon richtig Lust bekommen, Kickboxen mal auszuprobieren? Dann verraten wir dir vorab schon mal die wichtigsten Kicks:

  • Front-Kick: Der Körper ist gerade zur Gegnerin, Knie des vorderen Beins nach oben, dann mit der Ferse voran das Bein nach vorn schieben.
  • Side-Kick: Seitlich zur Gegnerin drehen, Knie des vorderen Beins vor die Brust, Fuß nach vorn zur Gegnerin stoßen, mit der Ferse treffen.
  • Back-Kick: Rücken zur Gegnerin, Knie zur Brust führen, nach hinten schauen, Bein explosiv nach hinten strecken, wieder zur Gegnerin drehen.
  • Hook-Kick: Side-Kick neben den Kopf, dann die Ferse nach hinten ziehen und dabei ausdrehen.
  • Axe-Kick: Fuß wird im Kreis über den Kopf der Gegnerin hochgeschwungen und dann wie eine Axt hinunter geschlagen.
  • Roundhouse-Kick: Vorderes Bein anwinkeln, Körper zur Seite drehen, Bein strecken, mit dem spitzen Fuß die Gegnerin an der Seite treffen.

Welche Muskeln werden beim Kickboxen trainiert?

Die Frage sollte eher heißen: Welche Muskeln werden nicht trainiert? Denn beim Kickboxen werden von den Beinen über den Po, den Bauch, dem Oberkörper und den Armen alle Muskeln beansprucht und so der gesamte Körper in Form gebracht. Beim Kickboxen werden außerdem Schnelligkeit, Koordination, Ausdauer und Kraft trainiert.

Als Ergänzung zum Kickboxen empfiehlt es sich, spezifisches Muskeltraining und Yoga zu betreiben. Durch das Muskeltraining wird eine starke, gesunde Muskulatur aufgebaut, was nicht nur die Kickbox-Skills verbessert, sondern auch vor Verletzungen schützt. Und da beim Kickboxen richtig viel Energie verbraucht wird, finde ich es toll, dem Körper und dem Nervensystem beim Yoga etwas Entspannung zu gönnen.

Wie viele Kalorien verbrennt man beim Kickboxen?

Kickboxen ist ein anstrengendes und forderndes Ganzkörpertraining. Eine Zahl, die sich durchaus sehen lässt! Ganz zu schweigen von den vielen Endorphinen, die das Power-Workout auslöst, was dich dann so richtig happy macht.

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Wann sollte ich besser nicht kickboxen?

Vermieden werden sollte Kickboxen von schwangeren Frauen, da die Bauchmuskeln und der Beckenboden stark beansprucht werden und die Kicks durchaus auch mal daneben gehen könnten, ist die Gefahr für Schwangere einfach zu hoch.

3 Kickbox-Tipps für Anfängerinnen

  1. Die richtige Ausrüstung: Für Anfängerinnen reichen ein paar vernünftige Boxhandschuhe, Fuß- und Beinschoner kommen später dazu. Sobald es in den Wettkampf geht, sind aber Kopf- und Mundschutz Pflicht. Außerdem sind ein Handtuch und etwas zu trinken ratsam.
  2. Ausreichend Konzentration: Beim Training ist das Verletzungsrisiko sehr klein, aber eben nur, wenn du auch wirklich bei der Sache bist.
  3. Bewusste Regeneration: Kickboxen fordert Körper und Geist. Deshalb solltest du dir nach dem Training auch genug Zeit gönnen, um dich davon zu erholen. Das geht zum Beispiel mit einem anschließenden Saunagang.

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