Die Judo-Mannschaft Deutschlands: Eine Übersicht

Der Judo Club Uster (JCU) kann auf ein breites und sehr aktives Mitgliedernetz zählen. Mit über 400 Mitgliedern zählt der Judo Club Uster zu den grössten Judo Clubs in der Schweiz. Uster ist zudem Stützpunkt des Nationalen Leistungszentrum Zürich.

Frühe Initiativen und Erfolge des JCU

Die Stadt Uster baut die Zivilschutzanlage der Städtischen Werke an der Dammstrasse. Der JCU darf, für damalige Verhältnisse, grosszügige Räumlichkeiten beziehen und verfügt als einer der einzigen Judo Vereine in der Schweiz über zwei Tatamiflächen. Der selbst finanzierte und getätigte Umbau der rohen Betonräume stellt eine enorme Belastung für den noch kleinen Verein dar. Der JCU, mit Peter Ott an der Spitze, initiiert zusammen mit anderen grossen Sportvereinen ProSport Uster (als lose Interessengemeinschaft), um gemeinsame Ziele besser koordinieren zu können.

Der JCU engagiert sich bereits jetzt auch für die Stadt: Die Judokas brechen im Rahmen eines von Peter Ott organisierten Wettbewerbs mit anderen Vereinen die alte Toilettenanlage beim Bahnhof ab. Derjenige Verein, welcher innerhalb einer bestimmten Zeit am meisten Abbruchmaterial „erarbeitet“ gewinnt. Die Mitglieder des JCU bauen und betreiben am Usterfest eine Sesselbahn vom Stadthaus zum Schloss. Die Bauten sind dermassen ein Erfolg, dass sie drei Wochen stehen bleiben und in der ganzen Deutschen Schweiz ein Echo finden.

Die beiden JCU-Mitglieder, Ceré Gauch und Max Etter, erhalten, zusammen mit anderen Judogrössen der Schweiz, vom Schweizerischen Judoverband und von der Eidg. Sportschule Magglingen den Auftrag, das Sportfach Judo im Rahmen von J+S aufzubauen und eine Leiter-Dokumentation und -Ausbildung zu erstellen. Am Sonnenblumenfest betreibt der JCU zusammen mit dem Eishockey Club Uster erstmals den Schifflibach. Mit grossen Armee-Gummibooten (Pontonierboote) werden Hunderte von Personen auf dem Aabach quer durch Uster transportiert. Das Hikiwake (Clubzeitschrift) wird als regelmässig erscheinendes Informationsheft ins Leben gerufen.

Wettkämpfe und Trainer

Nach einigen internen Querelen, sowie finanziellen und administrativen Unzulänglichkeiten wird der Jahresbericht 1979 an der a.o. Der JCU führt am 7. September zum ersten Mal das Herbstturnier durch, damals noch ein Regionales Turnier mit den Clubs von Volketswil und Wetzikon. Neben Einzelwettkämpfen wurde auch ein Mannschaftswettbewerb durchgeführt. Insgesamt nahmen 85 Wettkämpfer teil. Ceré Gauch wird im Halbamt als fester Trainer angestellt. Der Zürcher Kantonale Judoverband (ZKJV) gründet unter der Leitung von Vreni Rothacher (ehem. Europameisterin) ein Nachwuchskader (Shiai-Team). Ceré Gauch ist im Trainerteam.

Lesen Sie auch: Judo Brüder Frey

Am Stadtfest organisiert der JCU alleine den Fahrbetrieb auf dem Schifflibach. Alberto Toledo, ehemaliger spanischer Spitzenringer, baut im JCU mit viel Engagement eine J+S-Gruppe (Jugend + Sport) auf. Der JCU feiert im Stadthofsaal zusammen mit mehreren hundert Gästen und Zuschauern sein 20-jähriges Jubiläum mit einer grossen Budogala. Das erste Nationale Ustermer Herbstturnier wird durchgeführt. Heute ist das Nationale Herbstturnier eines der grössten und am besten organisierten Judoturniere der Schweiz (Aussage des Schweiz.

Der Schifflibach des JCU stellt wiederum die Attraktion am Stadtfest dar. Mit grossem personellen Einsatz wird unter der Leitung von Fritz Gloor und Peter Ott während mehreren Tagen auf- und abgebaut, sowie der Aabach gesäubert. Der Schweizerische Judoverband lanciert am 13. September als PR-Aktion in der ganzen Schweiz den Tag des Judo. Uster wird als einer von fünf Standorten ausgewählt und der JCU bietet während mehreren Stunden auf dem Stadthausplatz attraktive Demonstrationen. Am Stadtfest organisiert der JCU wiederum den Fahrbetrieb auf dem Schifflibach.

Erfolge und Auszeichnungen

Der JCU gewinnt den erstmals ausgeschriebenen Sportförderpreis des Anzeigers von Uster (Wert: 1000.-). Gisela Hämmerling gewinnt die Bronzemedaille an den Europameisterschaften in Pamplona, Kathrin Kraus-Ott holt am British Open (A-Turnier auf WM-Niveau) den ausgezeichneten zweiten Platz. Mit Olivier Cantieni hat der JCU den ersten Herren Elite Schweizermeister.

Am Stadtfest betreibt der JCU eine Sake-Bar im Stadtparkweiher. Das Projekt Dojo Hasenbühl wird initialisiert. Der JCU plant im Schulhaus-Erweiterungsbau der Primarschule ein neues Dojo. Mit einem Rekurs von Nachbarn wird das Projekt abgeschossen. Das Schweizerische Olympische Komitee (SOK) und der Landesverband für Sport (SLS) vergeben erstmals die Schweizer Vereins-Trophy. Der Dojobau ist nach wie vor das dringlichste Problem. Im Rahmen eines neuen Projektes wird an der a.o. Der JCU gewinnt die mit 10’000 Franken dotierte Vereins-Trophy für sein herausragendes Vereinsmanagement.

Der Schweizerische Judoverband gründet im Rahmen des Ressorts Spitzensport regionale Nachwuchskader. Der Schweizerische Judoverband (SJV) verleiht Peter Ott den 2. Dan und Ceré Gauch den 3. Dan ehrenhalber. Am 1. Der JCU gründet zusammen mit einigen anderen grossen Sportvereinen ProSport Uster.

Lesen Sie auch: Deutscher TV-Guide für WWE Wrestlemania 41

Das neue Dojo und weitere Entwicklungen

Im Oktober weiht der JCU nach eineinhalb Jahren Bauzeit sein eigenes Dojo ein, eines der modernsten Trainingszentren in der Schweiz. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 1.1 Millionen Franken. Die Mitglieder des JCU leisteten über 3500 Fronstunden und realisierten den kompletten Innenausbau selber. Das Dojo bewährt sich sehr. Der JCU kann sich nach drei intensiven Baujahren wieder mehr den sporttechnischen Belangen widmen. Der erste grosse Umbau im Dojo ist fällig.

Sämtliche seriösen Anbieter von Frauen-Selbstverteidigung organisieren sich unter dem neuen Qualitätslogo PALLAS. Auch für das regionale Qualifikationsturnier für die Schweizer Einzelmeisterschaften wird kurzfristig ein neuer Organisator gesucht. Das Angebot des JCU erweitert sich laufend. Organisatorisch verlagert der JCU seinen Fokus mehr in die wichtige technisch Ausbildung der Trainer. Nach zwölf Jahren Pause organisiert der JCU am Stadtfest wieder den Schifflibach.

Mannschaftserfolge und individuelle Leistungen

Das Damen-Wettkampfteam gewinnt den ersten Schweizer-Mannschaftstitel für den JCU. An den Schweizereinzelmeisterschaften brillieren unsere Athleten mit der besten Vereinsbilanz der Geschichte. Beim 18. Nationalen Ustermer Herbstturnier verbuchen wir einen neuen Teilnehmerrekord. Die erste Special-Olympics Medaille: Silvana gewinnt Olympiagold und den Sportpreis der Stadt Uster. Kathrin Frey belegt an der Jugend-Olympiade den hervorragenden 7. Thilo Pachmann wird per 01.

Fabienne Kocher (3. Rang U17-Olympiade und Qualifikation U17 WM), Kathrin Frey (7. Fabienne Kocher gewinnt an der U20 EM die Bronzemedaille. U20 EM: 2.Platz Kathrin Frey, 3.Platz Fabienne Kocher. U20 WM: 3. Platz Fabienne Kocher und Cheyenne Bienz. Fabienne Kocher wird an der U20-EM 5. Fabienne Kocher wird an der U21 EM Europameisterin. An der U21 WM und an der U23 EM erreicht sie den 3.Platz.

Die Schüler des JCU gewinnen die OSMM das vierte Mal, das U21 Team den 2. Platz. Das Damenteam des JCU sicherte sich den 2. Platz. Alessandro Trecco und Norbert Vetterli erhalten vom SJV den 6. Der JC Uster lädt zum traditionellen Kagami Biraki ein. Höhepunkt ist die erstmalige Verleihung eines 9. Fabienne Kocher debütiert an ihrer ersten Elite WM mit dem hervorragenden 7. Platz.

Lesen Sie auch: WWE Übertragung: Alle Sender im Überblick