Keanu Reeves ist bekannt für seine Rollen in Filmen wie „Matrix“ und „John Wick“, in denen er seine Kampfsportfähigkeiten unter Beweis stellt. Doch seine Leidenschaft für Kampfsport geht über die Leinwand hinaus.
Keanu Reeves' Kampfsport-Hintergrund
Für seine Rollen in Filmen wie „Matrix“ musste Keanu Reeves Karate und Kung Fu lernen. Er beherrscht mittlerweile diverse Kampfsportarten zumindest in den Grundlagen, darunter Brazilian Jiu-Jitsu, Aikido, Judo, Karate und Krav Maga.
In seinen Filmen wirkt Keanu Reeves (49) immer relaxt und diszipliniert. Ob in "Constantine", "Das Haus am See" oder "Der Tag, an dem die Erde stillstand" - es kann noch so hektisch auf der Leinwand zugehen, der Schauspieler bildet meist den Ruhepol.
Mit den Redakteuren der Filmzeitschrift "Cinema" sprach Keanu Reeves nun über seine Kampfsport-Fähigkeiten. "Auf der Leinwand bin ich im Kung-Fu unbesiegbar. Da haue ich jeden um", so der Hollywood-Schauspieler.
Wer in mehreren Martial-Arts-Filmen wie "47 Ronin" mitspielt, sollte genug Übung haben. "In einem echten Kampf zu bestehen, würde meine Fähigkeiten sicherlich übersteigen, obwohl mein Ehrgeiz riesengroß ist", so Keanu Reeves.
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Der "Cinema" verriet er außerdem, dass ihm eigentlich die nötige Ausgeglichenheit für die asiatische Kampfkunst fehle. "Ich weiß gar nicht, ob ich so der ausgeglichene Typ bin, eigentlich ganz im Gegenteil. Ich habe viel Kraft und Energie. Dem fügte er noch hinzu: "In der Beziehung kann ich sehr bestimmend und fordernd sein. Vor allem, was meine eigene Leistung angeht."
Keanu Reeves als Regisseur und Förderer der Kampfsportkunst
Es ist kein Zufall, dass der in Beirut geborene Superstar ausgerechnet für einen Martial-Arts-Film zum ersten und bislang einzigen Mal auf dem Regiestuhl Platz genommen hat - und zwar für „Man Of Tai Chi“.
Für die Rolle des in Stilen wie Karate, Kung Fu, Tai Chi und Mixed Martial Arts bewanderten Helden wählte Reeves seinen Lehrer aus „Matrix“, der eindrucksvolle und teils sensationelle Kampfsportkunst und Artistik zeigt. Atemberaubend ist ein Fight, den Tiger gegen zwei Gegner absolviert.
Reeves ist als Bösewicht zu sehen, der Verlierern das Genick bricht und als Mephisto der Fight Clubs im Finale dem zur wahren Lehre des Tai Chi zurückgekehrten Tiger gegenübersteht. Das gibt Gelegenheit zu philosophischen Denksprüchen über Kraft, Kontrolle, Sinn und Geist des Tai Chi.
Als Tribut ans Hongkong-Kino der 80er und 90er Jahre, das enormen Einfluss auf Hollywoods Actionfilme hatte, treten verdiente Veteranen wie Simon Yam (aus Filmen von John Woo und Johnie To) als Polizeichef und Karen Mok, wendiger Actionstar von damals, als Inspektorin auf, die es auf Reeves abgesehen hat. Freunde des Genres sollten einen Blick riskieren.
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Keanu Reeves' Dokumentation über Benny Urquidez
Keanu Reeves arbeitet an einer Dokumentation über den legendären Benny Urquidez, wie Deadline exklusiv berichtet - und tut sich dafür mit Oscar-Preisträger Fisher Stevens und Jennifer Tixiera zusammen, die die Regie übernehmen wird.
Wer ist Benny Urquidez?
Benny „The Jet“ Urquidez gelang ihm sein Durchbruch in der Filmwelt als Widersacher von Jackie Chan, dem er das Leben in „Der Powerman“ (1984) sowie vor allem in einem spektakulären Fight in dem sträflich unterschätzten „Action Hunter“ (1988) mächtig schwer machte.
Bereits Mitte der 80er machte sich Urquidez mit seinem sogenannten Jet Center selbständig, um Martial-Artists, Stuntmen sowie nicht zuletzt auch Schauspielerinnen und Schauspieler zu unterrichten. Er trainierte unter anderem Tom Cruise, Nicolas Cage, Patrick Swayze, Kurt Russell, Mark Wahlberg, Nicole Kidman und Michelle Pfeiffer - und arbeitete im Zuge dessen als Kampfchoreogaph und Stunt-Koordinator an Filmen wie „Con Air“, „Streetfighter“, „The Big Hit“, „Star Force Soldier“ sowie auch Sam Raimis „Spider-Man“ und Michael Bays „Pearl Harbour“ mit.
Weitere prominente Kampfsportler
Neben Keanu Reeves gibt es viele andere Prominente, die Kampfsportarten ausüben. Hier sind einige Beispiele:
- Ashton Kutcher: Der amerikanische Schauspieler ist ein begeisterter Anhänger des Brazilian Jiu Jitsu und trägt den braunen Gürtel.
- Ed O’Neill: Bekannt als Al Bundy in „Married with Children“ und als Jay Pritchett in „Modern Family“, ist ein begeisterter Jiu-Jitsu-Kämpfer und Schwarzgurtträger.
- Tom Hardy: Der britische Schauspieler ist begeisterter Anhänger des brasilianischen Jiu-Jitsu und hat in dieser Kampfsportart überraschend ein Turnier gewonnen.
- Mark Zuckerberg: Der Meta-CEO übt sich ebenfalls in Jiu-Jitsu und hat seine ersten Wettkämpfe in einer Schule im Silicon Valley bestritten und dabei Silber- und Goldmedaillen gewonnen.
Diese Beispiele zeigen, dass Jiu Jitsu und andere Kampfsportarten nicht nur eine körperliche Betätigung sind, sondern auch eine Lebensphilosophie, die Körper und Geist gleichermaßen fordert und schult.
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