Goldpreis Karat berechnen: Einfach erklärt

Karat ist ein traditioneller Begriff, der im Schmuckbereich verwendet wird, um den Goldanteil in einer Legierung anzugeben. Dieser Anteil wird in 24tel Gewichtsanteilen ausgedrückt. Dieser Artikel erklärt, was Karat bei Gold bedeutet, wie man den Goldpreis nach Karat berechnet und welche landestypischen Karat-Werte es gibt.

Was bedeutet Karat?

Karat (abgekürzt kt oder C) ist ein traditioneller Begriff, der im Schmuckbereich verwendet wird, um den Goldanteil in einer Legierung anzugeben. 24 Karat entsprechen reinem Gold.

Ein Schmuckstück mit 8 Karat enthält etwa ein Drittel reines Gold, während 1 Karat einem Goldanteil von 1/24 des Gesamtgewichts entspricht, was ungefähr 4,167 Prozent reinen Goldanteil bedeutet. Heute wird die Angabe in Karat jedoch als veraltet betrachtet und häufig durch den Feingehalt in Promille ersetzt.

Was bedeutet Feingehalt oder Feinheit?

Der Feingehalt oder auch Feinheit bezeichnet den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen (Promille) des Gesamtgewichts. Diese Angabe ist heute der Standard, auch im Schmuckbereich.

Zum Beispiel bedeutet 585er Gold, dass der Goldanteil 585 Promille des Gesamtgewichts beträgt. Der theoretische Maximalwert ist 1000, praktisch gilt 999er Gold als reines Gold.

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Die Schreibweise erfolgt in der Regel als Zahl, bei Schmuck manchmal auch als Nachkomma-Zahl mit einer vorangestellten „0“.

Gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen Karat und Feingehalt?

Praktisch gesehen gibt es keinen Unterschied. Sowohl Karat als auch Feingehalt beschreiben den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Während der Feingehalt in Tausendteilen (Promille) angegeben wird, erfolgt die Karat-Angabe in 24er Teilen. Beide Werte sind relative Angaben, die grundsätzlich ineinander umgerechnet werden können.

Allerdings ist die Umrechnung von Feingehalt in Karat nicht immer mathematisch exakt. Zum Beispiel entspricht 585er Gold genau genommen 14,04 Karat und nicht exakt 14 Karat. Nur 9 Karat, 18 Karat und 21 Karat lassen sich genau umrechnen. Diese kleinen Abweichungen werden in der Praxis jedoch kaum beachtet.

Wo wird was verwendet?

Karat wird heute nur noch bei Goldschmuck verwendet. Laut § 5 des Gesetzes über den Feingehalt von Gold- und Silberwaren muss der Reinheitsgrad auch bei Schmuck in Promille angegeben werden.

Bei Münzen und Barren wird der Goldanteil traditionell immer in Promille ausgewiesen.

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Wichtig: Karat gibt es auch bei Diamanten, allerdings bezieht sich die Angabe dort auf ein absolutes Gewichtsmaß. 1 Karat bei Diamanten entspricht exakt 0,2 Gramm. Ein Diamant mit 5 Karat wiegt also genau 1 Gramm.

Wozu benötigt man diese Angaben?

Reines Gold ist zwar sehr wertvoll, aber auch weich und daher anfällig für Kratzer. Um es widerstandsfähiger zu machen, werden oft Goldlegierungen verwendet, besonders im Schmuckbereich. Durch das Beimischen von Metallen wie Kupfer, Zink, Nickel, Silber oder Palladium können sowohl die Eigenschaften als auch das Aussehen des Goldes verändert werden.

Die Angaben zu Karat oder Feingehalt geben den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an, auch bekannt als Reinheitsgrad. Diese Werte informieren über die Goldqualität und ermöglichen eine grobe Wertbestimmung von Goldprodukten.

Wo finde ich diese Hinweise zum Goldgehalt?

Goldpunzierungen und Goldprägungen bei Schmuck

Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Die Angaben auf Schmuckstücken sind jedoch nicht immer einheitlich: Der Goldgehalt kann entweder in Karat oder als Feingehalt in Promille angegeben werden.

Beispiele für Punzierungen:

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Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks.

Beispiele für Punzierungen:

  • 333 / 8k = 333er Feingehalt / 8 Karat Gold
  • 375 / 9 ct = 375er Feingehalt / 9 Karat Gold
  • 585 / 14c = 585er Feingehalt / 14 Karat Gold
  • 0.750 / 18 kt = 750er Feingehalt / 18 Karat Gold

Barren und Münzen

Bei Goldbarren und Goldmünzen gibt in der Regel eine deutlich sichtbare Prägung Auskunft über den Feingehalt. Auch hier gibt es allerdings Besonderheiten bei der Schreibweise. So trägt zum Beispiel die Maple Leaf Goldmünze die Prägung „9999“, obwohl der Feingehalt korrekt als 999,9 Promille angegeben werden müsste. Diese Reinheitsangabe wird umgangssprachlich oft als „four nine fine“ bezeichnet.

Karat: Goldanteil in Gramm selber berechnen

Wenn die Punzierung nur eine Karat-Angabe enthält, können Sie in der Goldtabelle nachsehen, welcher Karat-Wert welcher Feinheit in Promille entspricht. Um den reinen Goldanteil in Gramm zu berechnen, multiplizieren Sie das Gesamtgewicht mit dem entsprechenden Promille-Wert. So ermitteln Sie den exakten Anteil des reinen Goldes im Schmuckstück.

Goldanteil Berechnung am Beispiel von 15g Goldschmuck:

  • 8 Karat Goldschmuck: 8 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 333: 15 g × 0,333 = 4,995. Der Goldanteil beträgt also 4,995 Gramm.
  • 14 Karat Goldschmuck: 14 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 585: 15 g × 0,585 = 8,775. Der Goldanteil beträgt also 8,775 Gramm.
  • 18 Karat Goldschmuck: 18 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 750: 15 g × 0,750 = 11,52. Der Goldanteil beträgt also 11,52 Gramm.

Gold Karat Tabelle

Wer wissen möchte, welche Gold Karatzahl welchen Feingehalt hat, kann diese Tabelle nutzen:

Karat (kt) Feingehalt in Tausendsteln Goldanteil in Prozent*
8 kt 333er Gold 33,3 %
9 kt 375er Gold 37,5 %
10 kt 417er Gold 41,7 %
14 kt 585er Gold 58,5 %
18 kt 750er Gold 75 %
20 kt 833er Gold 83,3 %
21 kt 875er Gold 87,5 %
22 kt 916,66er Gold 91,666 %
24 kt 999er Gold 99,9 %

*Anmerkung zur Karat Goldtabelle: Prozentangaben nur zur Veranschaulichung. Prozentwerte sind in der Edelmetallbranche unüblich

Landestypische Karat-Werte

Weltweit gibt es unterschiedliche Vorlieben bei den Reinheitsgraden von Gold. Auf dem nordamerikanischen Kontinent ist das eher blasse, aber kratzfeste 585er Gold (14 Karat) besonders populär. Im arabischen Raum bevorzugt man 21 Karat Gold für die Schmuckherstellung, während in Indien oft 22 Karat verwendet werden. In China findet man sogar 24 Karat Goldschmuck, der als „Chuk Kam“ (volles Gold) bezeichnet wird.

In Deutschland ist Goldschmuck zwischen 8 und 18 Karat typisch, was einem Feingehalt von 333 bis 750 in Tausendsteln entspricht. Außerdem gibt es hierzulande gesetzliche Regelungen, die einen Mindest-Goldgehalt vorschreiben, damit Schmuck als Gold verkauft werden darf.

Wie wird der Wert von Gold bestimmt?

Gold gilt zwar als unzerstörbar, allerdings ist es nicht unzerkratzbar. Da das Edelmetall besonders weich ist, kommt es häufig als Legierung mit Kupfer oder Silber zum Einsatz.

Anlagegold: So berechnen Sie den Goldpreis

Bei Anlagegold können Sie den Goldwert in der Regel relativ einfach herausfinden, weil der Feingehalt häufig auf Goldmünzen und Goldbarren direkt angegeben ist und Sie diesen mit dem aktuellen Goldpreis (Euro pro Gramm) multiplizieren können.

Anlagemünzen können einen Feingehalt von bis zu 999,9/1000 haben und somit fast aus reinem Gold sein.

Was ist mein Goldschmuck wert?

Wenn Sie zuhause noch Erbstücke oder andere Fundstücke herumliegen haben und sich fragen, wie Sie den Wert von Goldschmuck berechnen, wird es etwas schwieriger. Hier gibt es nämlich keine offiziellen Preislisten und auch der Feingoldgehalt kann stark variieren.

Goldschmuck hat in der Regel einen Stempel, der auf den Goldanteil hinweist. Falls dieser fehlen sollte oder Sie die Angabe überprüfen möchten, können Sie Ihren Goldschmuck zu einem Juwelier bringen, der einen Säuretest durchführen kann, um den Wert des Goldes zu bestimmen.

Falls Sie vorhaben, Schmuck aus Gold zu verkaufen, sollten Sie wissen, dass Juweliere und Goldhändler Ihnen dafür lediglich den aktuellen Goldpreis zahlen werden. Das bedeutet, dass der Juwelier beim Goldankauf ermitteln wird, wie viel Feingold in Ihrem Schmuck steckt, und ihnen den Betrag auszahlen wird. Dazu ermittelt er das Gewicht des Schmuckstücks und den Feingoldgehalt. Die aufwändige Verarbeitung durch den Goldschmied findet also beim Ankaufspreis keine Beachtung.

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