Goldpreis in Euro pro Gramm (22 Karat) Aktuell

Der Goldpreis ist wieder einmal gestiegen - ein Satz, der in den letzten Monaten und Jahren oft zu hören war. Ganz allgemein versteht man unter dem Goldpreis den aktuellen Weltmarktpreis für Gold. Bei diesem gegenwärtig festgesetzten Preis, der dann beispielsweise durch die Nachrichten kursiert, handelt es sich um den sogenannten “Spot-Preis”. Der Spot-Preis ist der aktuelle Weltmarktpreis für eine Feinunze (ca. 31,1 Gramm) Gold.

Der Preis notiert in US-Dollar und bezieht sich auf die standardisierte Gewichtseinheit “Feinunze”. Diese liegt bei 31,1 Gramm (exakt: 31,1034768 g). An den internationalen Rohstoffbörsen wird ein Währungskürzel genutzt, das standardisiert ist. In diesem Falle ist es die ISO 4217-Norm, die von der internationalen Organisation für Normung (ISO) vergeben wurde. Im Goldhandel ist es “XAU”. Es steht ein X am Anfang und gibt an, dass es keine nationale Währung ist, gefolgt von der Abkürzung des jeweiligen chemischen Symbols. Im Falle von Gold ist es “Au”, was für “Aurum” - das lateinische Wort für Gold - steht. (Übrigens: Das lateinische Wort für Silber ist “Argentum”, davon leitet sich das Elementsymbol “Ag” ab.

Wie der Goldpreis entsteht

Ein Preis bildet sich beim Gold, wie auf jedem anderen Markt auch, also durch Angebot und Nachfrage. Wenn sich ein Preis bildet, gibt es für das entsprechende Gut einen Käufer sowie einen Verkäufer. Der Verkäufer gibt einen Angebotspreis ab, der Käufer einen Nachfragepreis. Dann treffen sich die Preisvorstellungen beider Seiten und der Preis entsteht.

Auf den Goldpreis wirken hinsichtlich einer Begründung der Kauf- oder Verkaufsentscheidung viele verschiedene Einflussfaktoren ein. Diese sind oft wirtschaftlicher oder politischer Natur. Allgemeine Wirtschaftsbedingungen, wie ökonomische Instabilität, Inflation oder Wechselkurse sowie geopolitische Entwicklungen, wie etwa Kriege, zählen hierzu. Außerdem wirken Spekulanten auf den Goldpreis ein. Aufgrund von Nachrichten, Gerüchten und Erwartungen, erhöhen sie ihre Handelsaktivitäten und können damit zu einer deutlichen Kursbewegung führen.

Einflussfaktoren auf Angebot und Nachfrage

Das globale Goldangebot ergibt sich aus der globalen Fördermenge, recyceltem Gold, Zentralbankverkäufen und dem Produzenten-Hedging bzw. Terminverkäufen. Kriterien, die sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht direkt auf die Entwicklung eines Preises auswirken, sind Produktionskosten. Demnach hängt eine wichtige Einflussgröße, die am Anfang der Preisentstehung von manchen als elementar angesehen wird, mit den Bergbauaktivitäten der Goldminenbetreiber zusammen. Hier entstehen Förder- bzw. Explorationskosten. Die Aufwendungen, die bei der Produktion des Goldes zudem mit hineinspielen, sind Entwicklungen bei der Fördertechnologie.

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Die Meinung, dass Goldpreise nicht unter die Förderkosten fallen, ist weit verbreitet. Es scheint schlüssig: Goldminenbetreiber halten sich mit der Förderung zurück, wenn die Kosten unter dem Verkaufspreis liegen, da es sich dann nicht lohnt. Dadurch verknappt sich das Angebot und der Preis steigt wieder. Daher wird die Höhe der Förderkosten als eine Art “natürliche Untergrenze” gesehen, unter die der Goldpreis nicht fallen könne. Jährlich werden die durchschnittlichen Förderkosten der Goldminenbetreiber berechnet.

Kritiker dieser Theorie verweisen auf die Relation zwischen der bereits bestehenden Goldbeständen und der geförderten Menge. Ende 2023 lagen die oberirdisch existierenden Bestände bei 212.582 Tonnen, abgebaut wurden 3.644.4 Tonnen. Ein weiterer Kritikpunkt der Skeptiker der Annahme sind die durchschnittlichen Förderkosten an sich. Diese variieren teils stark voneinander. Sie werden international in Dollar und in AISC (All-In Sustaining Cost) gemessen, welche die Gesamtkosten berücksichtigt. Im Jahr 2023 lagen die durchschnittlichen AISC weltweit bei 1.358 US-Dollar.

Das recycelte Gold weltweit betrug 2022 1.140 Tonnen, 2023 1.237 Tonnen. Im Jahr 2022 waren es 4.745,5 Tonnen an Gesamtangebot, die an den Weltmarkt gelangten, im Jahr 2023 waren es 4.898.8 Tonnen. Recyceltes Gold machte demnach global ein Viertel des gesamten Goldangebotes aus. Stand jeweils Jahresende.

Für die Nachfrage an Gold kommen vier Sektoren infrage:

  • Schmucksektor: Gut die Hälfte, 49 Prozent der Nachfrage entfielen 2023 auf den Schmucksektor. Goldschmuck ist in den beiden Milliardenvölkern Indien und China traditionell stark nachgefragt.
  • Zentralbanken - 23 Prozent der Nachfrage kam durch die Zentralbanken zustande.
  • Investmentsektor - Zu Investmentzwecken wurden 21 Prozent verwendet.
  • Industrie - Die Nachfrage in der Industrie hält sich über die Jahre relativ stabil zwischen sieben Prozent - wie dieses Jahr - und acht Prozent.

Goldnachfrage vs. Angebot

Die Annahme, dass sich der Goldpreis rein aus dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem internationalen Markt ergibt, ist eine stark simplifizierte Betrachtung. Grundsätzlich gilt zwar, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, steigt der Preis und umgekehrt, aber trotzdem ist dieses traditionelle ökonomische Modell nicht vollständig ausreichend, um die Preisentwicklung von Gold auf dem internationalen Markt zu erklären.

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Mit 4.898,6 Tonnen überstieg das Goldangebot die Goldnachfrage um rund 206 Tonnen im Jahr 2023. Dennoch ist der Goldpreis im letzten Jahr von 1.699,08 auf 1.865,44 € gestiegen. Dieser Preisanstieg trotz Angebotsüberhang beweist, dass der Goldpreis nicht nur von dem offiziellen Angebot und der offiziellen Nachfrage getrieben wird. Dies liegt vor allem an zwei Faktoren.

Zum einen stimmt die offizielle nicht mit der tatsächlichen Goldnachfrage überein. Zum Anderen gibt es auch noch den psychologischen Faktor, der einen starken Einfluss auf den Goldpreis hat, und sich dabei dem klassischen ökonomischen Gesetz von Angebot und Nachfrage entzieht. Zusätzlich zur erkennbaren Nachfrage beeinflusst auch der Over-the-Counter (OTC)-Handel den Goldpreis, dessen Umfang schwer quantifizierbar ist, da er außerhalb der regulären Börsen stattfindet und daher nicht öffentlich einsehbar ist.

Die genaue Höhe der versteckten Goldnachfrage ist leider nicht einfach zu quantifizieren, übertrifft in Kombination mit der offiziellen Nachfrage nach dem Edelmetall das Goldangebot jedoch deutlich. Einen großen Teil der versteckten Nachfrage machen geheime Käufe der Zentralbanken aus.

Ludwig Erhard, der Kanzler des Wirtschaftswunders in den 60ern sagte, dass Wirtschaft zu 50 Prozent Psychologie sei. Und das Zitat “Die Börse reagiert gerade mal zu zehn Prozent auf Fakten; alles andere ist Psychologie.” stammt von André Kostolany, dem Grandseigneur der Börse. Vor diesem Hintergrund spielt Gold eine herausragende Rolle. Aufgrund seiner Unverwüstlichkeit und Wertstabilität zählt es für viele Anleger über Jahrhunderte und Jahrtausende als “Sicherer Hafen” in der Vermögensanlage.

Handelsplätze für Gold

Es gibt mehrere bedeutende Handelsplätze auf der Welt, an denen Gold gehandelt wird und Preise dafür festgestellt werden. Und unter ihnen kommt einem eine ganz besondere Rolle zu - dem traditionsreichen Londoner Handelsplatz “London Bullion Market”. Wie an allen anderen Handelsplätzen auch, treffen hier wichtige staatliche und nicht-staatliche Akteure zusammen, um Gold zu kaufen oder zu verkaufen. Zu diesen gehören Geschäfts- und Zentralbanken, Unternehmen, die Goldminen betreiben oder es raffinieren (Prozess der Reinigung und Veredelung), Juweliere, Fondsverwalter und andere Großinvestoren bzw. Zunächst zu OTC, was für “Over The Counter” steht bzw. soviel wie “Über dem Tresen” bedeutet. Damit ist der außerbörsliche Handel gemeint; also ein Handel, der nicht über eine Börse getätigt wird.

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Der London Bullion Market ist bei Weitem der wichtigste OTC-Markt für Gold und Silber weltweit, ein Teil dessen der Londoner Goldmarkt ist. Er wurde 1987 in enger Absprache mit der britischen Zentralbank “Bank of England” gegründet. Der Goldmarkt ist in der “City of London” ansässig - einem Distrikt im Herzen der Hauptstadt. An diesem geschichtsträchtigen Handelsplatz wird seit 1897 quasi der “Weltmarktpreis” für Silber und seit 1919 der für Gold festgestellt.

Die London Bullion Market Association (LBMA) ist eine weltweite Vereinigung von mehr als 150 Unternehmen aus aller Welt. Der fortlaufende Handel findet zwischen 08:00 Uhr und 17:00 Uhr Londoner Ortszeit börsentäglich bzw. von Montag bis Freitag statt. Da es hier ja keinen klassischen Börsenhandel gibt, wird zweimal am Tag ein Preis fixiert. Der erste um 10:30 Uhr, der zweite um 15:00 Uhr. Dieses Goldfixing wird von 11 Banken vorgenommen, die einander verbindliche An- und Verkaufspreise stellen; vier davon sind für die Abwicklung der Geschäfte zuständig (Stand: Mai 2024).

Im Londoner Goldhandel sind lediglich sogenannte Good Delivery-Goldbarren zugelassen. Sie wiegen zwischen 350 Feinunzen und 430 Feinunzen. Meistens sind es klassische Barren aus 400 Feinunzen, die rund 12,44 kg wiegen. Sie müssen eine Feinheit von mindestens 995/1000 aufweisen. Praktisch gilt 999er Gold als reines Gold, 995 Teile von 1000 sind also reines Gold, anders ausgedrückt, 995 Promille oder 99,5 Prozent. Die Goldbarren müssen eine LBMA-Zertifizierung ausweisen. Diese werden Produzenten zuerkannt, die weltweit ein hohes Ansehen genießen.

Eine weitere Börse, die von großer Wichtigkeit für den Goldpreis ist, ist die COMEX (Commodity Exchange bzw. Rohstoffbörse) und befindet sich in New York. Sie ist Teil der NYMEX (New York Mercantile Exchange / New Yorker Handelsbörse), mit der sie 1994 fusionierte. Der Unterschied zwischen einem Spotmarkt (auch Kassamarkt oder Effektivmarkt genannt) - wie der Londoner Goldmarkt - und einem Terminmarkt - wie die COMEX - liegt darin, dass am Spotmarkt Geschäftsabschluss und Geschäftserfüllung innerhalb kurzer Zeit stattfinden. Die Abwicklungsfrist am OTC-Markt in der britischen Hauptstadt beträgt zwei Tage. Am Terminmarkt hingegen erfolgt die Erfüllung einer Geschäftsvereinbarung erst zu einem späteren Zeitpunkt. Beide Vertragspartner legen im Voraus ihren jeweiligen Kauf- und Verkaufskurs fest, der an einem bestimmten Datum gelten soll. Ob der Spotpreis zu diesem Termin höher oder niedriger ist als der vorher festgelegte Preis, bleibt ohne Belang.

Die COMEX dominiert den Markt für Gold-Futures weltweit. Neben dem Spotpreis für Gold am Londoner Goldmarkt sind die Preise für diese Gold-Futures die wichtigsten Referenzwerte für die Entwicklung der Preise. Die Vereinbarungen können verschiedene Mengen oder unterschiedliche Zeitpunkte in den folgenden Monaten betragen. Im Regelfall liegt der Abrechnungstag bis zu drei Monate in der Zukunft. Obwohl die Warenterminbörse Lagerhäuser betreibt, um eine physische Auslieferung des Goldes zu organisieren, wird nur selten davon Gebrauch gemacht. Beim Spotmarkt wird ein Geschäft zu aktuellen Bedingungen abgeschlossen und in kurzer Zeit erfüllt.

Die Shanghai Gold Exchange (SGE) ist die größte Warenbörse Chinas. Die chinesische Regierung gab 2001 ihr Monopol für den Edelmetallhandel auf, wonach 2002 die Börse durch die chinesische Zentralbank gegründet wurde. An ihr werden Gold, Silber und Platin gehandelt. Zudem wurde das Handelsverbot für Privatinvestoren abgeschafft, was die Nachfrage deutlich angeregt hat. Das ganze Gold, das im Inland - als größter Goldproduzent der Welt - gefördert und recycelt wird, läuft über diese Börse. Die großen Handelsmengen haben dem Handelsplatz weltweit große Bedeutung zukommen lassen.

Nachdem es nur einigen wenigen ausländischen Großbanken erlaubt war, Goldgeschäfte in China zu tätigen, wurde der Goldmarkt des Landes mit der Gründung der Shanghai International Gold Exchange (SGEI) für weitere internationale Marktteilnehmer geöffnet. Seit April 2016 ermittelt China seinen eigenen Gold-Referenzkurs, der zweimal täglich an der SGE bekanntgegeben wird. Gehandelt werden u.a. Goldbarren und Futures. Damit entstand neben dem Londoner Goldmarkt, an dem der Referenzkurs zweimal täglich in Dollar ermittelt wird, ein zweiter bedeutender Goldmarkt.

Die Auktionen werden an Handelstagen um 10:15 Uhr und 14:15 Uhr Pekinger Ortszeit abgehalten. Der Shanghaier Referenz-Goldpreis basiert auf einem Kilogramm Gold, lieferbar an SGE-zertifizierte Tresore und in notiert in Yuan. Häufig liegt er höher als der Goldpreis in London, was dazu führt, dass Gold vermehrt aus dem Westen abwandert und nach Asien dringt. Die SGE will, zusammen mit ihren Tochterunternehmen SGEI und SHFE (Shanghai Futures Exchange), in bewusster Konkurrenz mit dem Londoner Goldmarkt und der NYMEX treten.

Investmentmöglichkeiten: Papiergold

Wichtige Investmentmöglichkeiten bietet das sogenannte “Papiergold” als Anlage. Es sind Finanzprodukte auf Gold, die an der Börse gehandelt werden. Vor allem sind zwei Arten von Finanzinstrumenten zu nennen, die in diesem Zusammenhang erwähnenswert sind. Der ETF und der ETC.

Der ETF (Exchange Traded Fund) ist ein Investmentfonds, der in physisches Gold investiert. Das ETC (Exchange Traded Commodity) ist ebenfalls ein an der Börse handelbares Finanzprodukt, das den Goldpreis widerspiegelt. Wichtig zu beachten: ETCs sind rechtlich betrachtet Schuldverschreibungen. Die Anleger sind damit nicht Eigentümer des Goldes, wie es bei ETFs der Fall ist. Genau genommen sind sie Gläubiger des Herausgebers des Finanzinstruments. Im Falle einer Insolvenz sind die Anleger beim ETF auf der sicheren Seite, da es sich um sog. Sondervermögen handelt. Es wird im Falle einer Insolvenz nicht angetastet.

Historische Betrachtung des Goldpreises

Die historische Betrachtung des Goldpreises in Deutschland und seine Verknüpfung mit verschiedenen nationalen Währungen bietet eine faszinierende Einsicht in die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und die Wechselwirkungen mit globalen Finanzmärkten. Von 1871 bis 1914, während der Zeit der Goldmark, war der Goldpreis durch das internationale Goldstandard-System stabilisiert. Der Wechselkurs zum US-Dollar war fix, da beide Währungen durch eine feste Goldmenge gedeckt und somit in einer festen Münzparität zueinander standen.

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 führte zu tiefgreifenden Veränderungen: Die Golddeckung wurde aufgehoben, um Geld zur Kriegsfinanzierung drucken zu können und die Wechselkurse der Währungen begannen zu schwanken. In den folgenden Jahren, besonders während der Weimarer Republik, erlebte Deutschland eine extreme Hyperinflation. Die Relation von Gold zur Papiermark sank dramatisch, ein sichtbares Zeichen für die Entwertung der Währung und die wirtschaftlichen Turbulenzen der Zeit.

Nach der Hyperinflation stabilisierte sich der Goldpreis in Reichsmark und später in Deutscher Mark, spiegelte jedoch weiterhin die geopolitischen und wirtschaftlichen Schwankungen ...

Aktuelle Daten zum Goldpreis

Hier sind einige aktuelle Daten zum Goldpreis in verschiedenen Einheiten und Währungen (Stand: 13. Juli 2025):

Goldpreis heute (1 Gramm)

Der Goldpreis ist täglichen Schwankungen unterworfen. Hier erfahren Sie, was der heutige Goldpreis für die Gewichtseinheit 1 Gramm ist. Sie können die Tabelle sowohl nach Feingehalt filtern als auch den aktuellen 1 Gramm-Goldpreis mit anderen beliebten Gewichtseinheiten vergleichen. Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2025, 15:13

Gewicht Aktueller Preis Tag Min. Tag Max Tagesdurchschnitt Tägliche Leistung
Gramm 92,57 € 92,57 € 92,57 € 92,57 € +0.00%
5 Gramm 462,85 € 462,85 € 462,85 € 462,85 € +0.00%
10 Gramm 925,70 € 925,70 € 925,70 € 925,70 € +0.00%
Unze 2.879,14 € 2.879,14 € 2.879,14 € 2.879,14 € +0.00%
100 Gramm 9.257,00 € 9.257,00 € 9.257,00 € 9.257,00 € +0.00%

Aktueller Goldpreis in verschiedenen Währungen (1 Gramm)

Der Goldpreis ist währungsabhängig und dementsprechend von Währung zu Währung unterschiedlich. In dieser Tabelle sehen sie den heutigen Goldpreis für 1 Gramm Feingold in Euro (EUR), US-Dollar (USD), Britischen Pfund (GBP) und Schweizer Franken (CHF). Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2025, 15:13

Währungen Aktueller Preis Tag Min. Tag Max Tagesdurchschnitt Tägliche Leistung
EUR 92,57 € 92,57 € 92,57 € 92,57 € +0.00%
CHF 86,14 CHF 86,14 CHF 86,14 CHF 86,14 CHF +0.00%
USD 108,17 $ 108,17 $ 108,17 $ 108,17 $ +0.00%
GBP 80,19 £ 80,19 £ 80,19 £ 80,19 £ +0.00%

Faktoren, die den Goldpreis in Euro beeinflussen

Der Goldpreis in Euro wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, ähnlich wie der Goldpreis in anderen Währungen auch (wobei der Goldpreis in US-Dollar eine gewisse Sonderrolle einnimmt). Anleger sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass die Faktoren, die den Euro-Goldpreis beeinflussen, nicht zwangsläufig getrennt voneinander betrachtet werden können - es ist daher ratsam, die aktuelle Nachrichtenlage und die generelle Entwicklung des Goldmarkts aufmerksam zu verfolgen.

Faktoren, die den Goldpreis in Euro beeinflussen können, sind zum Beispiel:

  • Das globale Wirtschaftswachstum: Die Gesundheit der globalen Wirtschaft kann den Goldpreis beeinflussen. Vor allem in wirtschaftlich unsicheren Zeiten oder Rezessionen neigen viele Anleger dazu, in wertstabile Anlagen zu investieren.
  • Inflation und Deflation: Viele Investoren halten Gold für eine gute Absicherung gegen Inflation. Verliert der Wert von Fiatwährungen im Zuge von Inflation an Wert, kann dies zu einem Anstieg der Nachfrage nach Gold führen.
  • Zinsen: Die Zinsraten spielen eine wichtige Rolle. Höhere Zinsen können Gold weniger attraktiv machen, da Anleger möglicherweise höhere Renditen durch andere Anlagen erzielen können. Niedrige Zinsen hingegen können die Attraktivität von Gold steigern.
  • Wechselkurs zum US-Dollar: Da der internationale Goldmarkt in US-Dollar abgewickelt wird, spielt der Euro-Dollar-Wechselkurs eine wichtige Rolle für den Goldpreis in Euro. Ein schwächerer Euro im Vergleich zum US-Dollar kann den Euro-Goldpreis erhöhen, da sich europäische Investoren für den gleichen nominellen Wert des Euros weniger Gold am internationalen Markt leisten können.
  • Geopolitik: Ereignisse wie politische Instabilität, Konflikte oder Naturkatastrophen können zu Unsicherheiten führen und die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Gold erhöhen.
  • Gold als Bestandteil eines diversifizierten Portfolios: Steigt die Nachfrage von Anlegern, welche ihre Portfolien gegen einseitige Risiken absichern wollen, kann dies den Goldpreis ebenfalls beeinflussen.

Wann steigt der Goldpreis?

Der Goldpreis in Euro kann unter Umständen steigen, wenn:

  • Die Zinsen fallen: Fallen die Zinsen, fällt auch die relative Attraktivität von fest verzinslichen Werten wie zum Beispiel Staatsanleihen. Dies kann sich positiv auf den Euro-Goldpreis auswirken.
  • Der Euro verliert an Wert im Vergleich zum Dollar: International wird Gold in US-Dollar gehandelt. Verliert der Euro im Verhältnis zum Dollar an Wert, können sich Euro-Investoren weniger Gold zum gleichen Euro-Nominalwert leisten - der Euro-Goldpreis steigt also.
  • Die internationale geopolitische Lage ist unsicher: In unsicheren Zeiten suchen viele Anleger Zuflucht in vergleichsweise sicheren Wertanlagen. Dadurch kann auch der Goldpreis in Euro steigen.
  • Fiatgeld verliert an Wert: Wenn Fiatgeld an Wert verliert, spricht man von Inflation. Als vergleichsweise stabile Wertanlage kann der Goldpreis von Inflation profitieren.

Wann fällt der Goldpreis?

Einige Faktoren, die den Euro-Goldpreis nach unten korrigieren können, sind:

  • Der Euro wertet im Vergleich zum Dollar auf: Ein starker Euro im Verhältnis zum US-Dollar bedeutet, dass europäische Investoren einen besseren Dollar-Wechselkurs erhalten. Da Gold international in USD gehandelt wird, können Euro-Anleger also mehr Gold kaufen.
  • Die Zinsen steigen: Fest verzinsliche Wertanlagen wie zum Beispiel Staatsanleihen oder auch Unternehmens-Schuldscheine profitieren von höheren Zinsen. Dies kann den Preis von nicht verzinslichen Werten, zu denen auch Gold gehört, negativ beeinflussen.

Wo kann man den Euro-Goldkurs verfolgen?

Sie können den Euro-Goldpreis bei GOLD AVENUE jederzeit verfolgen. Dabei stehen Ihnen diverse Möglichkeiten zur Verfügung, um mehr Informationen zum aktuellen Goldkurs zu erhalten. Sie können den Goldpreis unter anderem nach Gewicht, Feingehalt und Zeitraum filtern. Da sich der Goldpreis in Euro - wie andere Wertanlagen auch - täglich ändert, empfehlen wir Ihnen, den Goldkurs regelmäßig zu beobachten und die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen.

Was war der höchste Euro-Goldpreis?

Der bis dato höchste Goldpreis in Euro wurde im Dezember 2023 erzielt, als der Goldpreis zwischenzeitlich auf rund 61€ per Gramm anstieg. Der Goldpreis ist jedoch dynamisch und fluktuiert dementsprechend täglich. Sie sollten daher die Nachrichtenlage aufmerksam verfolgen und den Goldpreis regelmäßig checken, um die aktuellen Zahlen zu erhalten.

Wie hat sich der Goldkurs seit der Einführung des Euros entwickelt?

Seit der Einführung von Euromünzen und Banknoten am 1. Januar 2002 hat sich der Goldpreis in Euro positiv entwickelt und stieg von ca. 9,90€ per Gramm auf etwa 60€ per Gramm an. Goldanleger hätten also seit der Einführung des Euros eine Rendite von über 500% erzielt.

Ist der Euro mit Gold gedeckt?

Nein, der Euro ist keine durch Gold gedeckte Fiatwährung. Das bedeutet, dass der Wert des Euros nicht von einem Bestand physischen Goldes garantiert wird. Historisch gesehen gab es einige Währungen, die von einem Goldbestand gedeckt wurden (der sogenannte Goldstandard). Anleger hatten in diesem System das Recht, zirkulierendes Geld in Gold umzutauschen und Zentralbanken mussten dementsprechend zu jedem Zeitpunkt über einen Goldvorrat verfügen. Diese Bindung von Fiatwährung und Gold wurde jedoch von den meisten Ländern aufgegeben und heute basiert der Wert einer Fiatwährung auf dem Vertrauen der Wirtschaftsteilnehmer.