Mit WWE 2K14 übernahm 2K erstmals den Release der WWE Videospielserie, die bis dato in der Hand von THQ war. Mit Blick auf WWE 2K23 wurden die Spiele noch einmal angeschaut und eine Top 10 der am höchsten bewerteten Superstars der Spiele aufgestellt.
Dabei wurde entschieden, jeden Superstar nur einmal in der Liste aufzunehmen und das mit seinem oder ihrem jeweils höchsten Rating der Spiele, damit die Liste in sich abwechslungsreicher wird.
Top 10 der am höchsten bewerteten Superstars
- Roman Reigns dominiert WWE zur Zeit in allen Belangen und das spiegelt sich auch im höchsten Rating der Reihe wider.
- Brock Lesnar hatte in der Reihe bis dato immer hohe Ratings - die 97 aus WWE 2K23 ist für das Beast Incarnate aber auch das höchste Rating seit 2K übernommen hat und noch ganze drei Punkte mehr als im Vorgänger.
- Damit auch die Damen nicht zu kurz kommen, gebührt Becky Lynch die Ehre, sich mit ihrem 96 Rating - dem höchsten Rating einer Frau jemals - auf Platz 3 dieser Liste einzutragen.
- Der Meister des Stone Cold Stunner hatte in der WWE 2K Serie schon immer ein hohes Rating. Sein höchstes Rating hat er aber tatsächlich in dem Spiel, was nach seinem In-Ring Comeback gegen Kevin Owens bei der letztjährigen WrestleMania erscheint.
- Als John Cena bereits bei WWE 2K15 der Coverstar des Spiels war und ihm ein Showcase gewidmet wurde, schlug sich das mehr im Rating nieder als in diesem Jahr, wo es für ihn "nur" für die 94 gereicht hat.
- Auch der People's Champion hat sein höchstes Rating im aktuellen Ableger der Serie. Er wird natürlich aufgrund seines "Once in a Lifetime" Matches auch Teil des 2K Showcase von John Cena sein und den Coverstar dort besiegen.
- Geben wir noch einer Frau die Ehre, Teil dieser Liste zu werden: WWE RAW Women's Champion Bianca Belair hat mit ihrer 95 zwar einen Punkt weniger als ihre Langzeit-Widersacherin Becky Lynch, aber dieses Rating zeigt, wie gut sie dieses Jahr performt hat.
- Der Deadman war immer bei den stärksten Stars des Rosters dabei, doch auch er bekommt in WWE 2K23 das höchste Rating seiner 2K-Videospielkarriere.
- Shawn Michaels gehört mit seinem Rating von 95 Punkten in WWE 2K14 zur Top 3 des Spiels. Neben ihm hatten sonst noch John Cena und The Rock dieses hohe Rating.
- Den 10. Platz teilen sich tatsächlich diverse Superstars mit einem Rating von 94 Punkten von WWE 2K14 bis WWE 2K23. Wir lassen wie gesagt Dopplungen außen vor, sodass folgende Superstars auf Platz 10 gelandet sind, das zugehörige Spiel in Klammern hinter dem Namen: Bret Hart, CM Punk, Hulk Hogan (WWE 2K14), Daniel Bryan (WWE 2K15), Charlotte Flair (WWE 2K23).
Anhand der Liste erkennen wir eine Tendenz, dass in WWE 2K23 tatsächlich mit den Ratings etwas lockerer umgegangen wurde als zuvor, denn man sieht ja schon, dass von den 10 Plätzen 7 mal WWE 2K23 in Klammern hinter dem Superstar steht und auch beim 10.
Interessieren euch die Ratings in dem Spiel eigentlich oder ist es egal, wie welcher Superstar bewertet wird, da ihr euch entweder eh den Beschleuniger kauft und die Ratings anpassen könnt oder ihr einfach drauf los zockt, wie es euch Spaß macht? Denn mit genug Können bedeutet ein Rating alleine ja noch nicht den Sieg im Match - auch wenn es natürlich durchaus Vorteile hat.
Weitere erwähnenswerte Wrestling-Spiele
- Extreme Warfare Revenge (EWR)
- WWE Here comes the Pain!
- Fire Pro Wrestling World
- SmackDown vs. Raw 2007
- WrestleMania X-8
- Day of Reckoning 1&2
- Fire Pro Wrestling Advance 2 (japanische Version)
- Fire Pro Wrestling G (Playstation 1)
- WWF No Mercy
- WWE Smackdown HctP
WWE 2K23 im Detail
Mit WWE 2K23 haben die Entwickler Visual Concepts und Publisher 2K noch eine ordentliche Schippe draufgelegt - der Nachfolgetitel auf den Restart der Sportspiel-Reihe im vergangenen Jahr ist an den relevanten Stellen deutlich besser. Die WWE 2K-Reihe galt als Garant für grandiosen Spielspaß, vor allem für Wrestling-Fans. Mit dem Release von WWE 2K20 änderte sich das schlagartig.
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Der Titel war seinerzeit so mies, dass 2K die Reihe zeitweise aussetzte, um zurück zu Qualität finden zu können. Als sei das nicht Beleg genug gewesen, hat man für dieses Jahr einen qualitativen Sprung vollzogen: WWE 2K23 ist besser als der Vorgänger. Einfach nur alleine am Markt zu sein, ist kein Qualitätsmerkmal. Das hatte sich Visual Concepts offensichtlich bereits im vergangenen Jahr auf die Fahne geschrieben. Das einzige Pro-Wrestlingspiel war gleichzeitig auch ein gutes. Und dieses Jahr ist es noch besser - obwohl der Nachfolger sich zumindest bezogen auf die spielerischen Kernmechaniken kaum verändert hat.
Erneut setzen die Entwickler auf ein actionbetontes Ringgeschehen, bei dem Spielende leichte oder schwere Prügelangriffe vom Stapel lassen oder zu einem Griff ansetzen. Auch diesmal kann man die Attacken kontern, wenn man die korrekte Angriffsart errät und schnell genug reagiert.
Bei den Wrestlerinnen und Wrestlern kann man aus dem Vollen schöpfen: Legenden und aktuelle WWE-Stars sind mit von der Partie. Was die Wrestlerinnen und Wrestler im Ring an Aktionen zeigen, spiegelt sich in drei relevanten Statusanzeigen wider: Es gibt eine Schadensfigur, die Aufschluss darüber gibt, welche Körperteile man mit seinen Moves besonders intensiv bearbeitet hat, hinzu kommen eine Finisher-Anzeige und eine für die „Signature“.
Letztere lässt sich clever einsetzen, um für ein Comeback im Ring zu sorgen oder um den Gegner mit teils fiesen Angriffen aus dem Hinterhalt zu beharken. Klar ist: WWE 2K23 ist ein schnelles, aber kein rasantes Spiel. Es ist irgendwo zwischen Simulation und Arcade-Titel angesiedelt - fast scheint es, als könnten die Entwickler sind für einen echten Weg nicht entscheiden.
Bei der Spielgeschwindigkeit darf Visual Concepts ruhig noch etwas mehr aufs Gaspedal treten, um die Ringaction noch originalgetreuer auf die Bildschirme zu bringen. Ganz so gemächlich wie bei WWE 2K23 geht es in den echten Arenen nämlich nicht zu. Intuitiv steuern lassen sich die Figuren jedenfalls, was letztendlich dazu führt, dass man die WWE-Stars flüssig durch den Ring laufen, springen und kloppen lässt.
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Durch die zahllosen Matches mit Sonderregeln gewinnt auch das Kontern deutlich an Wert: je nach Situation ist ein erfolgreicher Gegenschlag nämlich die einzige Chance, eine Niederlage überhaupt noch abwenden zu können. Die Entwickler setzen hier inzwischen auf Fairness, denn das Zeitfenster für den Knopfdruck ist spürbar länger, sodass sich die Konteraktionen auch tatsächlich gewollt auslösen lassen und nicht auf Glück allein basieren. Dem Kampfgeschehen tut das gut.
Die Moves hauen teils ordentlich rein: Wenn es so richtig kracht, merkt man das. Richtig gut funktioniert das dann in Verbindung mit dem Stamina-System, das Spielende dazu zwingt, während der Kämpfe immer wieder einen Gang herunterschalten zu müssen. Selbst den größten WWE-Stars geht schlicht irgendwann die Puste aus. Auf „Nicht gehts mehr“-Situationen verzichten die Entwickler dennoch, sodass selbst die sportlichen Pausen sich nicht negativ auf das Tmpo auswirken.
Deutlich offensiver sind die Entwickler an die wohl großartigste Neuerung herangegangen: die KI-Anpassungen für erstellte Wrestlerinnen und Wrestler. Sich die Kreationen der Fans herunterzuladen, um dann gegen die teils absurd gestalteten Athletinnen und Athleten anzutreten, ist grandios - bisweilen ist es ziemlich witzig. Die Story um den neuen Coverstar John Cena ist die weitere offensichtliche Neuerung. Und die ist ziemlich kurzweilig, denn es stehen nicht nur Cenas Niederlagen im Zentrum des Geschehens, sondern auch die immer wieder eingespielten Kommentare des WWE-Stars selbst.
Spannend ist zudem die neue Variante „Wargames“, bei der zwei Teams aus zwei oder drei WWE-Stars in zwei von einem Käfig umgebenen Ringen antreten. Richtig Spaß machen zudem die Online-Modi oder Fights im Couch-Koop, denn dann kommt zu dem ohnehin gut funktionierenden Gameplay noch die Unberechenbarkeit der Aktionen von menschlichen Spielenden hinzu - die sind manchmal unkonventionell.
Spielmodi gibt es viele: Vom klassischen One-on-One bis hin zu Teamkämpfen oder Matches mit Sonderregeln. Und wem auch das alles nicht reicht, der verdingt sich die knappe Bildschirmzeit im GM-Modus als General Manager eines eigenen Wrestling-Stalls oder organisiert im Universum-Modus schlicht das gesamt Franchise. „My Rise“ sorgt dafür, dass WWE-Fans zwei Geschichte erleben dürfen: als Wrestler oder eben Wrestlerin. Es gibt also viel zu tun im Ring, außerhalb des Rings und abseits der Arenen - manchmal sogar zu viel.
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Die schiere Anzahl der Spielmodi kann vor allem Anfängerinnen und Anfänger erschlagen. Derartige Spielmodi sind inzwischen in der Szene umstritten, bei WWE 2K23 gelangt man grundsätzlich auch kostenlos an den ganzen Kram, aber das verlangt den Spielenden viel Geduld ab. Ganz so fokussiert wie Electronic Arts ist 2K auf die Monetarisierung aber nicht, was letztendlich allerdings nur der großen Zahl an alternativ vorhandenen Spielmodi geschuldet ist. Hätte man „My Faction“ mehr in den Mittelpunkt gerückt, würde die Kritik an dieser Stelle größer ausfallen.
„Ultimett Wuuuurioah!“ - die Figur von James Hellwig ist dabei. Der Wrestler starb 2014 infolge eines Herzinfarkts. Die Investition lohnt sich vor allem für Fans trotzdem, zumal Wrestling auf dem Bildschirm nie zuvor besser ausgesehen hat. Bereits im vergangenen Jahr sorgten Optik und Sound für jede Menge Atmosphäre, dieses Jahr ist es noch gelungener.
Etwas absurd sind weiterhin die Zahnreihen der WWE-Stars und auch mit der Musikauswahl hatten zumindest wir - besser: unsere Ohren - teils zu kämpfen. Zu vielen echten Kracher-Songs gesellen sich einige kaum aushaltbare Stücke. Das war im vergangenen Jahr besser, gleichzeitig hängt es allerdings vom persönlichen Musikgeschmack ab.
WWE 2K23 ist ein Spaßgarant - endlich erreicht die Reihe damit vor allem für Fans wieder die Qualität, für die sie einst stand. Am Ende sind es aber gerade die Vielzahl an kleinen Fortschritten - vom Gameplay über das Timing bis hin zu den Spielmodi-Neuerungen - und die weitestgehende Bugfreiheit, die WWE 2K23 zu der besten Wahl für Wrestling-Fans machen.
Noch: Denn auch Yuke’s, der ursprüngliche Entwickler hinter dem WWE 2K-Spielen - steht mit einem AEW-Game in den Startlöchern. Angesichts der gehobenen Qualität von Visual Concepts Werk müsste ihnen allerdings ein echter Geniestreich gelingen, um Fans zur Abkehr von der populärsten Wrestlingfranchise zu bewegen. Leicht wird es vor dem Hintergrund eines WWE 2K23 jedenfalls nicht.
WWE 2K23 ist nah dran am perfekten Wrestling-Spiel.
