Ist Kickboxen gesundheitsschädlich? Eine umfassende Betrachtung

Kickboxen ist eine anspruchsvolle Sportart, die sowohl Ausdauer als auch Koordination erfordert. Es ist wichtig, die potenziellen Risiken und Vorteile dieser Sportart zu verstehen. Im Gegensatz zu dem weit verbreiteten Eindruck handelt es sich nicht um eine brutale Schlägerei, sondern um einen Wettkampf, bei dem sich Ausdauer, Beweglichkeit, Konzentration, Koordination und Geschwindigkeit durchsetzen.

Kickboxen im Vergleich zu anderen Kampfsportarten

Das heutige Kickboxen entstand in den 70er Jahren in den USA. Traditionelle japanische Karate-Techniken wurden mit westlichen Boxtechniken kombiniert, vor allem, um sie wettkampftauglicher zu gestalten. Anfangs wurde der Sport z.B. «All Style Karate», «Sport-Karate» oder «Contact-Karate» genannt.

Sicherheitsmaßnahmen und Ausrüstung

Beim modernen Kickboxtraining wird geübt, die Techniken kontrolliert und präzise auszuüben. Die verwendeten Schutzausrüstungen (Boxhandschuhe, Fuss-, Schienbein-, Tief- und Zahnschützer) sind hoch entwickelt und sehr effektiv.

Notwendige Ausrüstung für Kickboxen

  • Boxhandschuhe
  • Fuss-Schützer
  • Schienbein-Schutz
  • Tiefschutz
  • Zahnschutz

Für Probetrainings reicht es, normale Sportbekleidung zu tragen. Trainiert wird barfuss. Bei regelmässiger Teilnahme ist es wichtig, qualitativ gutes Schutzmaterial und ein Clubtenue zu tragen: Boxhandschuhe und Fuss-Schützer sind unerlässlich. Für die fortgeschrittenen Kampftrainings ist das Tragen von Schienbein-, Tief- und Zahnschutz nötig.

Verletzungsrisiken und Prävention

Sport kann allerdings auch gefährlich sein. So betreffen etwa ein Prozent aller Sportverletzungen unser Sehorgan. Auf den ersten Blick scheint ein Prozent keine hohe Quote zu sein. Besonders Sportarten, bei denen Bälle zum Einsatz kommen, bergen ein Risiko. Laut Unfallversicherer verursachen die Sportarten Squash, Wasserball, Tennis, Badminton und Basketball die meisten Augenverletzungen. Auch als gefährlich eingestuft werden Sportarten, bei denen Schläger und Stöcke zum Einsatz kommen. Dazu gehören zum Beispiel Skifahren und Eishockey. Auf der Liste wird auch Boxen aufgeführt.Die Palette der Augenverletzungen reicht von Prellungen über Blutergüsse bis hin zu Rissen und Brüchen. Die gute Nachricht ist: Häufig gehen die Sportunfälle glimpflich aus. So werden laut Statistik etwa zwei Drittel der Augenverletzung als leicht bis mittelschwer und nur ein Drittel als schwer eingestuft.

Lesen Sie auch: Thai Kickbox Studios Hannover

Ein K.o. Ein K.o. beim Kickboxen oder Boxen kann eine beängstigende Erfahrung sein. Es ist auch sehr gefährlich, da ein Knock-out oft zu schweren Verletzungen führt, wenn er nicht richtig behandelt wird - was sind also die Ursachen?

Es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um einen K.o. zu beim Kickboxen oder Boxen verhindern. Für den Anfang brauchen Sie ein gutes Paar Handschuhe, um Ihre Hände vor Schlägen zu schützen. Ausserdem sollten Sie in einen hochwertigen Mundschutz investieren, um Ihre Zähne zu schützen. Und schliesslich sollten Sie einen Leistenschutz nicht vergessen! Das ist vielleicht nicht die bequemste Ausrüstung, aber sie wird Sie vor einigen sehr schmerzhaften Schlägen schützen.

Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche

Macht das Kickboxen Kinder zu Schlägern? Ganz im Gegenteil! Kampfsport fördert Disziplin, Respekt vor dem Gegner und Selbstbewusstsein. Ein Kampfsportler ist meist ruhiger und besonnener und setzt seine Fähigkeiten ausschliesslich im Training, an Wettkämpfen oder zum Selbstschutz ein.

Anfangs werden zum Aufwärmen meist Spiele mit direktem Bezug zum nachfolgenden Programm durchgeführt. So dient z.B. eine Partie Sitzball dazu, das Ausweichen, Werfen (=Schlagen) und die Agilität zu fördern. Fangspiele dienen zur Steigerung von Schnelligkeit, Wendigkeit und Ausdauer.

Nach dem Aufwärmen folgen einige Minuten Stretching zur Vorbereitung der Muskeln und Sehnen auf die Techniken und zur generellen Förderung der Flexibilität.

Lesen Sie auch: Kickboxen lernen in Limburg

Den Hauptteil des Trainings bildet das Erlernen und Verfeinern der Techniken. Meist erfolgt die Ausübung der Techniken auf Schlagpolster, Pratzen, Boxsäcke oder am Partner.

Zum Abschluss werden oft spielerische Kampfübungen durchgeführt bei denen die erlernten Techniken in Bewegung eingesetzt werden können. Kein Kind wird zu den Kampfübungen gezwungen!

Gemäss unseren Erfahrungen reicht es für Kinder - neben dem Schulsport und anderen Tätigkeiten - regelmässig 1 x pro Woche zu trainieren. Für ambitionierte und motivierte Nachwuchskickboxerinnen und -Kickboxer bieten wir das Abo-Upgrade auf Training 2 x pro Woche an. Dieses Upgrade wird nur nach vorheriger Absprache mit den Kindern und den Eltern abgeschlossen.

Unsere Trainings sind auf Kinder ab 6 Jahren ausgelegt.

Lesen Sie auch: Anwendung von Vergeltungstechniken