Die heißesten UFC-Amazonen: Eine Hommage an die stärksten Kämpferinnen

Fäuste, Tritte, Würger... Beim Mixed Martial Arts (kurz MMA) gibt es beinahe nichts, was nicht erlaubt wäre. Deshalb gilt diese Kampfsportart auch als eine der härtesten der Welt. Doch wer dachte, der Kampf im Käfig sei nur was für echte Kerle, irrt! Immer mehr Frauen betreten das umzäunte Oktagon.

Die Pionierinnen und aktuellen Stars der UFC

Ronda Rousey

Ronda Jean Rousey (31) ist nicht nur die erste Frau, die von der UFC unter Vertrag genommen wurde, sondern seit Juli 2018 auch die erste Kämpferin, die in die Hall of Fame der Ultimate Fighting Championship aufgenommen wurde. Ronda Rousey gilt als die bislang erfolgreichste Kämpferin der UFC.

Rousey gelang es, den Gürtel im Bantamgewicht über drei Jahre zu halten und sechsmal zu verteidigen. Ihre ersten zwölf Profi-Käfigkämpfe, sechs davon bei der UFC, konnte sie für sich entscheiden, neun davon gewann sie sogar in unter einer Minute. Außerdem gehen vier von insgesamt fünf Rekorden für die schnellsten Siege im Bantamgewicht auf ihr Konto.

In der US-Talkshow „Showtime“ verriet Rousey einmal ihr ungewöhnliches Erfolgsgeheimnis: „Habe so viel Sex wie möglich vor einem Kampf.“

Amanda Nunes

Vor zwei Jahren schickte Amanda Nunes (30) Ronda Rousey in die MMA-Rente und konnte ihren Titel im Bantamgewicht in nur 48 Sekunden eindrucksvoll verteidigen. Der Thron gehörte von da an endgültig ihr.

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Zwei Jahre (und zwei Titelverteidigungen) später kam es Ende Dezember 2018 zum vielleicht wichtigsten Frauenkampf in der Geschichte der UFC. Titel gegen Titel - Amanda Nunes gegen Federgewichts-Champion Cris Cyborg. Die Schlacht der Titanen. Hier sollte entschieden werden, welcher Champion tatsächlich einsam auf dem Olymp thront.

Es wurde eine Demonstration! Nunes zerstörte Cyborg in 51 Sekunden. Ronda Rousey war gestern. Heute reagiert Amada Nunes.

Die Brasilianerin ist die erste Frau, die UFC-Champion in zwei Divisionen (Bantam- und Federgewicht) wurde. Nunes ist auch die erste und einzige Kämpferin in der UFC-Geschichte, die zwei Titel verteidigt hat und sie gleichzeitig aktiv hält. Amanda Nunes gilt somit für viele als die beste MMA-Fighterin aller Zeiten.

Auch privat dreht sich bei der Brasilo-Fighterin alles um die UFC - sie ist nämlich mit Nina Nunes verheiratet, die ebenfalls in der UFC - und zwar in der Strohgewicht-Klasse - antritt.

Paige VanZant

Schon beim Anblick von MMA-Fighterin Paige VanZant (24) bekommen einige Männer weiche Knie. Legendär: Ihr Kampf gegen MMA-Maschine Rose Namajunas (26) - eine von insgesamt vier Niederlagen in der Käfig-Karriere der Amerikanerin.

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VanZant führt heute ein schillerndes Leben, strotzt vor Stärke. Sportlich geht es für sie jetzt beim „Bare Knuckle Fighting“ weiter - dem Boxen ohne Handschuhe. Ihre innere Stärke half ihr dabei, die Hölle zu verarbeiten, die sie als Teenagerin erlebte.

Als Schülerin an der Highschool sei sie Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden. Nachdem sie anschließend in der Schule gemobbt worden war, versuchte sie sich Halloween 2008 mit Tabletten das Leben zu nehmen. 2018 schrieb sie in ihrer Autobiografie „Rise“ darüber.

Nehmerqualitäten musste die nur 1,62 m große VanZant bereits während ihrer High-School-Zeit beweisen. Von Mitschülerinnen wurde sie wegen ihrer Körpergröße gemobbt. Im Rückblick bezeichnet sie diese Hänseleien als einen der Gründe, warum sie sich dem Kampfsport zuwandte.

VanZant kämpft in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm, dem so genannten Strohgewicht. Mittlerweile kann sie auf eine stolze Bilanz von sechs Siegen in sieben Kämpfen zurückblicken.

Aggressive Grifftechniken zählen zu ihren Spezialitäten und machen ihren Gegnerinnen das Leben schwer. Außerdem verfügt sie über eine große Bandbreite an Schlägen und verlagert das Kampfgeschehen auch gerne mal in Richtung Zaun, wo sie ihre Kontrahentinnen gerne mit ihren Knien, Ellenbogen oder Unterarmen traktiert.

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Anastasia Yankova

Die russische Kampf-Künstlerin Anastasia Yankova (27) arbeitete viele Jahre hauptberuflich als Model, trainierte nebenbei Karate, Kickboxen und Muay Thai, bis sie ihre Faszination für MMA entdeckte. Bislang stand die schöne Blondine sechsmal im Oktagon, musste in diesem Jahr jedoch ihre erste Niederlage einstecken. Ihre Gegnerin: eine der Top-Kämpferinnen im Fliegengewicht, Kate Jackson (32).

Der Kampfsport hindert sie jedoch nicht daran, sich weiter mit Hochglanzfotos, nicht selten im Bikini, auf Instagram zu präsentieren.

Rose Namajunas

Vor Rose Namajunas (26) haben wohl die meisten Kämpferinnen Schiss. Sollten sie auch! Denn sie ist die derzeitige Weltmeisterin im Strohgewicht der UFC und die neue Hoffnung am MMA-Himmel.

Im November 2017 gelang Namajunas das, womit niemand rechnete. Sie kämpfte gegen die bislang unangefochtene Nummer eins: Joanna Jedrzejczyk (31). Und Namajunas gewann! Gleich zu Beginn des Jahres musste sie jedoch erneut unter Beweis stellen, dass sie die bessere Kämpferin von beiden ist. Und konnte den Titel gegen Jedrzejczyk erfolgreich verteidigen. Ihr größtes Talent: Bodenkampf.

Rose Gertrude Namajunas wurde am 29. Sie wurde Rose (litauisch: Rožė) zu Ehren ihrer Urgroßmutter Rožė Gotšalkaitė Namajūnienė genannt, deren Ehemann Juozas ein unabhängiger litauischer Militäroffizier war. Ihr Mutter war Pianistin, Rose selbst startete als 5-Jährige mit Kickboxen. Seit 2015 ist die MMA-Kämpferin in der UFC und mischt das Strohgewicht auf. 2017 knockte sie überraschend Joanna Jędrzejczyk aus und kürte sich erstmals zur UFC-Meisterin im Strohgewicht.

Michelle Waterson

Vom Ringgirl zur MMA-Kämpferin! Die schöne Michelle (33) stieg tatsächlich einst im Bikini in den Ring und leckte offenbar Blut. Schnell begann ihre Erfolgsgeschichte, sie ergatterte sich einen Titel bei Invicta und wurde schließlich von der UFC (Ultimate Fighting Championship) aufgenommen. Auf Youtube und Instagram verteilt sie übrigens an alle Interessierten ein paar Schlag-Lektionen.

Pearl Gonzalez

Auch eine echte MMA-„Perle“: Pearl Gonzalez (32). 2017 verließ sie die Profi-Riege der UFC und kämpft jetzt als Amateurin im Strohgewicht der IFC (Invicta Fighting Championships). Seitdem hat die 32-Jährige ihre bislang drei Straight-Kämpfe alle für sich entschieden.

Veronica Macedo

Veronica Macedo stammt aus Venezuela, verdankt ihre Leidenschaft fürs MMA dem Schauspieler und Kampf-Ikone Bruce Lee: „Ich sah mir seine alten Filme an und versuchte immer, sie zu kopieren. Manchmal schlug ich auf die Couch oder was auch immer gerade in der Nähe war. Ich tat das, bis mein Vater mich zu meinem ersten Karatekurs brachte. Und dann fing alles an.“

Heute trifft die schöne 22-Jährige auf echte Gegner, ist fünffache US-Meisterin im Taekwondo, trägt einen braunen Gürtel in Karate und Jiu-Jitsu und kämpft mittlerweile in der UFC.

Valentina Shevchenko

Das Fliegengewicht der UFC Frauen wurde lange Zeit beherrscht von Valentina Shevchenko. Seit 2015 kämpft die am 7. Die aus Kirgistan stammende Russin holte sich im Dezember 2018 den Goldgürtel im Fliegengewicht und hat diesen danach 7 Mal verteidigt. Ursprünglich kommt Shevchenko aus dem Kickboxen, wo sie 57 ihrer 59 Profi-Kämpfe gewonnen hat.

Holly Holm

2015 sorgte die am 17. Oktober 1981 geborene US-Amerikanerin für eine der größten Überraschungen in der UFC-Geschichte. Holm zählt zu den besten Boxerinnen aller Zeiten. Insgesamt verteidigte „The Preacher’s Daughter“ (so ihr Kampfname) ihre Titel in drei Gewichtsklassen insgesamt 18 Mal und war zudem zweifache Ringmagazin-Kämpferin des Jahres (2005, 2006).

Weitere bemerkenswerte UFC-Kämpferinnen

  • Jordan McDonald: Was für ein süßes Lächeln!
  • Felice Herrig: Die Kickboxerin hat uns genau im Auge.
  • Bec Rawlings: Die Australierin ist zweifache Mutter.
  • Kyra Gracie: Bezauberndes Lächeln! Die Jiu-Jitsu-Kämpferin führt die MMA-Dynastie ihrer brasilianischen Familie fort.
  • Cat Zingano: Traumhaft, dieses Selfie im Profil des Fans der Denver Broncos!
  • Maegan Goodwin: Wenn die Blondine ihr schnuckeliges Lächeln aufsetzt, scheint sie keiner Fliege wehtun zu könne.
  • Lena Ovchynnikova: Challenge accepted - die Ukrainerin wagt den Mucki-Test.
  • Angelica Chavez: Na, wer ist hier wohl die Kämpferin? Hier hat Angie ihre Freundinnen zum Gruppenbild versammelt.

Vergütung der UFC-Fighterinnen

Die UFC-Fighterinnen werden deutlich schlechter bezahlt als die Männer. Das liegt aber auch daran, dass die Männerkämpfe deutlich mehr PPV-Einnahmen und höhere Einschaltquoten generieren als die Kämpfe der Frauen. Dennoch dürfen sich Nunes, Holm & Co. So hat Amanda Nunes einen Vertrag mit der UFC, der ihr pro Kampf satte 450.000 US Dollar einbringt - plus 100.000 Bonus für den Falle es eines Sieges. Valentina Shevchenko, Herrscherin über das Fliegengewicht, kommt als Zweite auf etwa 250.000 Dollar pro Kampf. Dahinter verlaufen die Fix-Gagen recht ausgeglichen. Es hängt auch davon ab, ob es sich um einen Titelkampf handelt oder nicht.

Gina Carano: Vom MMA-Star zur Schauspielerin

Gina Joy Carano (* 16. April 1982, Dallas) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, ausgebildete Psychologin sowie ehemalige Mixed-Martial-Arts-Kämpferin und verkörperte Carasynthia Dune in der Star-Wars-Realfilmserie The Mandalorian. Zuvor hatte sie unter dem Bühnennamen Conviction durch viele Siege und nur eine einzige Niederlage als eine der wenigen MMA-Kämpferinnen Berühmtheit erlangt.

Carano war in diesem Zusammenhang die erste Amerikanerin, die einen Muay-Thai-Titel in Thailand gewann, und 2005 mit ihrem Trainer Gegenstand des dokumentarischen Porträtfilms Ring Girls. Als Carano von Jamie Levine entdeckt wurde, dem Gründer von World Extreme Fighting, dem weltweit größten Kampfsportveranstalter, war dies ihr Einstieg in die MMA.

Tatsächlich gelang es Carano, ihre Gegnerin in nur 39 Sekunden KO zu schlagen und damit den ersten MMA-Sieg ihrer Karriere einzufahren.

Gegen Elaina Maxwell sollte sie den ersten MMA-Kampf zwischen zwei Frauen in der Geschichte des MMA- und Kickbox-Kampfveranstalters Strikeforce austragen. Die beiden kannten sich bereits aus einer früheren Begegnung, denn auch für Maxwell hatte die MMA-Karriere über Muay Thai begonnen.

Letztlich gelang es Carano nicht, den Kampf für sich zu entscheiden, und erlitt nach 4:59 Minuten in der ersten Runde einen technischen KO. Seitdem ruht die MMA-Karriere von Carano inoffiziell.

Ihre erste Rolle in einem ausgestrahlten Fernsehfilm übernahm Carano 2009 als Veretta Vendetta in der DVD-Produktion Blood and Bone, womit sie ihr eigentliches Schauspieldebüt gab. In diesem Actionfilm spielen neben Carano noch eine ganze Reihe weiterer Kampfsportler mit.

Carano spielte in sieben Episoden von der 2019 und 2020 ausgestrahlten Serie The Mandalorian die Söldnerin Carasynthia „Cara“ Dune. Ihre Kollegen schätzen an Carano vor allem ihre Natürlichkeit. Durch ihre langjährige Profikarriere als Kampfsportlerin gelang es ihr, die Kampfszenen nicht nur selbst zu drehen, sondern auch realisitsch und glaubwürdig zu transportieren.

Die UFC-Fighterinnen haben sich ihren Platz in der Welt des Kampfsports hart erkämpft und begeistern mit ihrer Stärke, ihrem Können und ihrer Persönlichkeit ein immer größeres Publikum.