Alexander Graf von der Groeben: Judo-Karriere

Der Ehemann der Moderatorin Ulrike von der Groeben ist ebenfalls eine bekannte TV-Größe, die regelmäßig vor der Kamera steht.

Alexander Graf von der Groeben wurde am 5. Oktober 1955 geboren.

Heute arbeitet er als gefragter Sportjournalist, früher betätigte er sich erfolgreich als Judoka.

Aus dieser Zeit stammt auch sein Spitzname, der „Judo-Graf“.

Der ehemalige Profi-Sportler moderierte im Laufe seiner langen Karriere unter anderem die Sportsendung „Anpfiff“ und das Reiseformat „Ein Tag, wie kein anderer“.

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Eine kleine Delegation von zwei Sportlern, Trainer Karl-Heinz Werner und Kampfrichter Kurt Rödel reiste zu den erstmals auf dem europäischen Kontinent stattfindenden WM der Männer U21 in die italienische Hauptstadt.

178 Sportler aus 38 Ländern beteiligten sich an diesem Wettkampf vom 11. Bis 13.April.

Unsere beiden Sportler kämpften am Sonnabend im Sportpalast PALA-EUR, der mit 3000 - 5000 Zuschauern besetzt war.

Jens Geisler vom SC Leipzig im Halbschwergewicht ging im ersten Kampf gegen den Kubaner Salgado auf die Matte.

Beide konnten keine Wertung erzielen, und bei annähernd ausgeglichenem Kampfverlauf gab wohl der Rio-Ashi-Dori-Angriff des Kubaners in der letzten Minute, bei dem sich Jens zwar noch abdrehen konnte, den Ausschlag für das Hantei-Urteil zugunsten des Kubanischen Sportsfreundes.

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Da nach dem bei WM traditionell gültigen K O.-System mit einfacher Hoffnungsrunde gekämpft wurde, hieß es nun zu warten, ob der Kubaner das Finale errei-chen würde.

Und er schaffte das mit einer beeindruckenden Leistung.

Damit kam Jens Geisler in die Hoffnungs-runde und besiegte in seinem ersten Kampf Morishita (Kanada), den er in die Defensive drängte und der wegen Passivität mit Shido bestraft wurde, dann Chiu Heng mit Kampfrichter- entscheid.

Im Kampf um die Bronzeme-daille konnte er sich weiter steigern und Kodama (Japan) ebenfalls durch eindeutigen Kampfrichterentscheid bezwingen.

Thomas Müller vom ASK Vorwärts Frankfurt/O. im Schwergewicht hatte es von der Papierform her sogar noch schwerer getroffen.

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Nachdem er im ersten Kampf den physisch sehr starken Ahlfeld (BRD) mit Yuko für Harai-Goshi bezwungen hatte, erwartete ihn der UdSSR-Vertreter Darznieks.

Obwohl keine Wertung fiel, war Thomas ständig der aktivere Kämpfer, so daß der Kampfrichterentscheid zu seinen Gunsten in Ordnung ging.

Im Kampf um den Einzug in das Finale kämpfte er gegen Konno Yun (Japan).

In diesem verbissen geführten Kampf hatte Thomas „zwei schwache Minuten“ zu überwinden, in denen er auch einen Koka am Mattenrand abgab.

In der letzten Kampfminute mobilisierte er noch einmal alle Kräfte, kam zu zwei Koka-würdigen Angriffen, die leider vom Kampfgericht nicht honoriert wurden.

Somit ging dieser Kampf unglücklich verloren.

Im Kampf um die Bronzemedaille konnte der Jugoslawe Vuicevic nur zwei Minuten Widerstand leisten, bevor ihn Thomas Müller mit Ko-Soto-Gake warf und durch Osae-komi-waza endgültig besiegte.

Hier die Einzelsieger:

60 kg 1. Nogushi (Japan), 65 kg 1. Carabetta (Frankreich), 71 kg 1. Mikoya (Japan), 78 kg 1. Laats (Belgien), 86 kg 1. Kyu Kim (Südkorea), 95 kg 1. Pechurow (UdSSR) 3. Geisler (DDR), +95 kg 1. Kubacki (Polen) 3.

Erstmals wurden die Wettkämpfe um den Pionierpokal der männlichen Schüler als Mannschaftsturnier mit Sportlern der AK 12 ausgetragen.

Von 14 Bezirken (außer Gera) standen Bezirksauswahlmannschaften auf der Parchimer Tatamis.

Insgesamt trafen sich 154 Aktive, um ihren technisch-taktischen Ausbildungsstand im Turnier zu testen.

Den äußeren Rahmen für diese Pokalkämpfe wurden von der Sektion Judo der BSG Hydraulik Nord Parchim unter Sektionsleiter Peter Schmoldt in hervorragender Weise geschaffen.

Das Turnier wurde im KO-System mit präzisierter Hoffnungsrunde ausgetragen.

Das Leistungsniveau in dieser Altersklasse wurde erwartungsgemäß von den TZ-Sportlern bestimmt.

Dabei war eine Leistungsdifferenz in den Bezirksauswahl-mannschaften auffällig.

Platzierungen 1. Potsdam, 2. Karl Marx Stadt, 3. Neubrandenburg und Berlin, 5.

Wie im Vorjahr traten aus 14 Bezirken Schülerinnen der AK 10-13 zu den Endkämpfen um den Wanderpokal der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ an.

Leider fehlte erneut Neubrandenburg mit seinen Besten.

Während sich in der Mannschaftsentscheidung die Berlinerinnen durchsetzten, gab es noch weitere interessante Fakten.

Bereits ihre vierten Pionierpokal-Wettkämpfe erlebten Sabine von Heiden (sie sprach die Anja-Eröffnung) und Winnie Leupold, die beide auch gewannen.

Mit den meisten registrierten Kämpfen (282) ging Anja Lach- mann, die den zweiten Platz belegte, in die Pokalvergleiche.

Mannschaftsergebnis: 1. Bezirksauswahl Berlin, 2. Bezirksauswahl Potsdam, 3. Bezirksauswahl Erfurt und Dresden, 5. Bezirksauswahl Rostock und Schwerin.

Hier nun die Einzelsiegerinnen:

30 kg 1. Haberney (Dynamo Brandenburg), 32,5 kg 1. Wall (Dynamo Ribnitz), 35 kg 1. Buczior (Medizin Erfurt), 37,5 kg 1. Steeck (Dynamo Brandenburg), 40 kg 1. Leupold (Lok Werdau), 42,5 kg 1. Gräf (HSG Jena), 45 kg 1. Von Heiden (Rotation Berlin), 50 kg 1. Exner (Rotation Berlin), 55 kg 1. Krüger (Dynamo Brandenburg) und +55 kg 1.

In der Hauptstadt der Ukrainischen SSR, in Kiew, trafen sich vom 16. bis 21. April im Rahmen einer Ver- anstaltung des Sportkomitees der befreundeten Armeen Judoka von vier Kontinenten bei einem stark besetzten internationalen Turnier.

Teilnehmer waren Auswahlmannschaften der befreundeten Armeen aus Bulgarien, der CSSR, Ungarn, Kuba, der MVR, Polen, Rumänien, Syrien, Angola, der KVDR, der DDR und der UdSSR.

Schirmherr und aufmerksamer Beobachter dieser Wettkämpfe war der sowjetische Flieger-Kosmonaut Generalleutnant Viktor W. Gorbatkow.

Die Auswahl der UdSSR, die in jeder Gewichtsklasse vier Teilnehmer stellen konnte, behielt auch fünf Turniersiege im eigenen Land.

Die ernsthafteste Konkurrenz hatten sie in den Vertretern aus der KVDR und aus Kuba.

Die fünf Vertreter des ASK Vorwärts Frankfurt/O. blieben mit zwei Bronzemedaillen etwas unter den Erwartungen, schlugen sich aber noch achtbar im großen Feld der Teilnehmer.

Einzelsieger wurden: 60 kg 1. Kim En Kem (KVDR), 65 kg 1. Zin Zen Tschel (KVDR), 71 kg 1. Mesablitschwili (UdSSR), 78 kg 1. Budjukin (UdSSR), 86 kg 1. Seljakow (UdSSR), 95 kg 1. Worobjew (UdSSR), +95 kg 1. Fis (Kuba) 3. Scherping (DDR) und Alle Kategorien 1. Sintschenko (UdSSR) 3.

Mitte April war es wieder einmal soweit, die besten Nachwuchsjudokas aus sieben sozialistischen Ländern be-warben sich beim traditionellen internationalen Jugendturnier um die begehrten Pokale mit den Blauen Schwertern in Meißen.

Um es gleich vorweg zu nehmen, die DDR-Athleten erreichten mit vier Siegen und jeweils fünf zweiten und dritten Rängen und insgesamt 70,5 Punkten die erfolgreichste Bilanz seit 1977.

Die Reihenfolge: 1. DDR 4/5/5 - 70,5; 2. UdSSR 3/0/2 - 28,0, 3. Bulgarien 0/0/3 - 10,5, 4. Rumänien 0/1/1 -8,5, 5. Ungarn 0/1/1 - 8,5, 6. CSSR 0/0/1 - 3,5, 7.

Zum ersten Mal fanden die EM in Jugoslawiens Hauptstadt Belgrad statt, und man kann es vorwegnehmen, daß es Meisterschaften von rundherum gutem Niveau waren.