Karate ist mehr als nur eine Sportart, es ist auch eine Lebensphilosophie. Die Kampfkunst fördert Disziplin, Respekt, Verantwortung und Selbstverteidigung. Durch regelmäßiges Training werden Kinder und Jugendliche nicht nur körperlich gestärkt, sondern auch ihr Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und ihre innere Stärke werden gestärkt.
Die integrative Rolle des Karatesports
Da die Sportart Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und Kulturen zusammenbringt, kommt dem Karatesport per se eine integrative Rolle zu. Anhand von Konzepten und diversen Angeboten werden beispielsweise die handelnden Personen in den Dojos, die Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie die Trainerinnen und Trainer, in ihrer täglichen Arbeit unterstützt, so dass ein freud- und respektvolles Miteinander den Trainings-Alltag kennzeichnet.
"Kleiner Samurai" als Sportabzeichen
Auch für die Kleinsten ist gesorgt: Einige Vereine bieten bereits für Dreijährige Karate-Training an. Das Alter von sechs bis 14 Jahren wird unter anderem mit dem "Kleinen Samurai" gefördert. Hierbei erfahren die Teilnehmenden bereits in jungen Jahren eine vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit im Zusammenhang mit allgemeinen sportlichen und karatespezifischen Fähigkeiten. Ein eigenes Sportabzeichen für diese Altersklasse trägt den erworbenen Fertigkeiten schließlich Rechnung.
Förderung des Nachwuchses
Die Förderung des Nachwuchses ist eines der Hauptanliegen des Verbandes. In Zusammenarbeit mit den Landesfachverbänden und insbesondere den Dojos vor Ort, die als "Motor" für die Gewinnung junger Sportler und Sportlerinnen verantwortlich sind, hat sich der DKV zum Ziel gesetzt, den Ausbau der Basis voranzutreiben. Denn: Je breiter und stabiler das Fundament ist, umso größer sind die Chancen auf eine leistungsfähige Spitze.
Safe Sport: Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche
Sexualisierte Gewalt ist leider überall anzutreffen - auch im Sport. Konkrete Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche im Wettkampf- und Leistungssport sind daher notwendig. Der DKV misst dieser Thematik höchste Priorität bei und hat durch Vico Köhler, der als Kriminalist auch hauptberuflich mit der Thematik vertraut ist, eine Erklärung zur "Prävention von Gewalt im Karatesport" entworfen. In dieser ist hinterlegt, dass das Recht der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auf einen sicheren Karatesport, in dem sie physisch und psychisch gesund bleiben, für jeden Priorität haben müsse.
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Ergebnisse des Forschungsprojektes "Safe Sport"
54 Prozent von rund 1.800 befragten Kader-Athletinnen und -Athleten gaben in der Studie an, sexualisierte Gewalt in ihrem bisherigen Leben erfahren zu haben - wobei sich dies auf alle Lebensbereiche (sowohl innerhalb als auch außerhalb des Sports) bezieht.
Wurden ausschließlich Gewalterfahrungen im Kontext des Sports betrachtet, so zeigte sich, dass 37 Prozent der befragten Athletinnen und Athleten eine Form von sexualisierter Gewalt im Sport erfahren haben, 11 Prozent schwere und / oder länger andauernde sexualisierte Gewalt - wobei die Mehrheit der Athletinnen und Athleten bei der ersten Gewalterfahrung unter 18 Jahre alt war.
Auch von anderen Formen der Gewalt wurde häufig berichtet: So gaben 86 Prozent der Befragten an, emotionale Gewalt im Sport erfahren zu haben (zum Beispiel Beschimpfungen, Demütigungen, Mobbing), 30 Prozent waren körperlicher Gewalt im Sport ausgesetzt (sie wurden beispielsweise geschlagen, mit Dingen beworfen oder geschüttelt).
Gleichzeitig zeigte sich eine hohe Überschneidung der verschiedenen Gewaltformen.
Umso aufmerksamer ist der Umsetzungsstand von Schutzmaßnahmen in Organisationen des Leistungssports zu betrachten: Die Befragungen von Verantwortlichen in diesem Bereich zeigen, dass zwar 85 Prozent der Spitzenverbände, 82 Prozent der Sportinternate und 46 Prozent der Olympia-Stützpunkte der Auffassung sind, die Prävention von sexualisierter Gewalt sei ein relevantes Thema für den organisierten Sport.
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Jedoch nur je 39 Prozent der Spitzenverbände und Sportinternate sowie 23 Prozent der Olympia-Stützpunkte gaben an, über fundierte Kenntnisse zu diesem Thema zu verfügen. Die Hälfte der Internate und knapp ein Viertel der Olympia-Stützpunkte hatten Ansprechpartnerinnen / Ansprechpartner für die Prävention sexualisierter Gewalt benannt. An rund einem Viertel der Internate ist bisher ein schriftliches Präventions-Konzept vorhanden.
An der Basis des Sports, in den Sportvereinen, bergen insbesondere die ehrenamtlichen Strukturen Herausforderungen für die Einführung von umfassenden Präventions-Maßnahmen.
Kursangebot
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Hallensperrungen
- Sporthalle Hasenweg, Hasenweg 40: Montag, 20. Oktober, bis einschl. Freitag, 24. Oktober 2025
- Sporthalle Gymnasium Grootmoor, Am Damm 47: Dienstag, 21. Oktober bis einschl. Freitag, 24. Oktober 2025
- Sporthalle am Gut, Thomas-Mann-Str. 2: Mittwoch, 26. November 2025, bis 18:30 Uhr. Donnerstag, 27. November 2025, und Freitag, 28. November 2025, jeweils ganztags.
Stundenausfälle
Stundenausfälle sind bei den einzelnen Sportstunden vermerkt.
Kein Geld für den Sport?
Vielen Kindern und Jugendlichen bleibt die Teilnahme am Vereinssport aus finanziellen Gründen verwehrt.
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