Das Karate Kid-Universum hat seit den 80er Jahren stetig an Popularität gewonnen. Mit Karate Kid: Legends kommt im Mai 2025 der sechste Teil der Kult-Filmreihe in die Kinos. Diesmal treffen mehrere Welten aufeinander: Ralph Macchio kehrt als Daniel LaRusso zurück - und trifft auf Jackie Chan als Mr. Han aus dem 2010er-Reboot. Es sollen aber auch neue Charaktere eingeführt werden, die die Fackel weitertragen sollen.
Karate Kid ist längst absoluter Kult - und wenn ihr nur EINEN Film der Reihe sehen wollt, dann diesen.
Die Filme und Serien im Überblick
Hier ist eine Übersicht der Filme und Serien im Karate Kid Universum, geordnet nach Erscheinungsdatum:
- Karate Kid (1984)
- Karate Kid II: Entscheidung in Okinawa (1986)
- Karate Kid III: Die letzte Entscheidung (1989)
- Karate Kid-Zeichentrickserie (1989)
- Karate Kid IV: Die nächste Generation (1994)
- Karate Kid (2010)
- Cobra Kai (2018-2025)
- Karate Kid: Legends (2025)
Karate Kid (1984)
1984 nahm alles seinen Ursprung: Es passt einfach alles: Daniel LaRusso (gespielt vom ewig jungen Ralph Macchio), der mit seiner Mutter nach Kalifornien zieht und dort als Außenseiter sich mit dem alten Mr. Miyagi (grandios gespielt von Pat Morita) anfreundet - der Rest ist Geschichte.
Karate Kid ist Coming-of-Age- und Kampffilm, Ausgangspunkt des Karate Kid-Universums und eine Geschichte über Disziplin, Außenseitertum, innere Stärke und den Triumph des Underdogs.
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Weiterlesen Karate ist mehr als nur Kampf. Diese Lektion wird Daniel, ein Teenager aus dem San Fernando Valley, von einem äußerst unkonventionellen Lehrer, Mr. Miyagi, einem älteren Handwerker und Karate-Meister, lernen.
Als er Daniel vor Angriffen der Cobra Kai, einer brutalen Gang aus Karateschulschlägern, rettet, bringt Miyagi seinem jungen Freund die Bedeutung von Ehre und Selbstvertrauen bei und schult ihn in der Kunst der Selbstverteidigung.
Diese Lektionen werden überlebenswichtig, als der hoffnungslose Außenseiter Daniel bei den jährlichen Karatemeisterschaften im Valley auf den sadistischen Anführer der Cobra Kai, Johnny, trifft.
Karate Kid II - Entscheidung in Okinawa (1986)
Zwei Jahre nach dem ersten Teil ging es weiter: Daniel reist gemeinsam mit Mr. Miyagi nach Okinawa, wo Miyagi sich seiner eigenen Vergangenheit stellen muss.
Diesmal geht es um alte Familienfehden und Feindschaften, fremde Kulturen und einen brandgefährlichen Gegner, dem es sich zu stellen gilt.
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Während in Teil eins das Turnierleben im Mittelpunkt stand, beleuchtet Karate Kid II - Entscheidung in Okinawa Emotionen und Ressentiments, aber auch Freundschaft und Traditionen.
An seiner Seite sein Schüler und Freund Daniel. Nach über 40 Jahren kehrt Meister Miyagi nach Japan zurück. Der Grund für die Reise nach Okinawa: Miyagis alter Vater liegt im Sterben und möchte seinen Sohn noch einmal sehen.
Außer von seinem Vater wird Miyagi von zwei anderen Menschen erwartet: von Yukie, der Jugendliebe, die ihm über all die Jahre hinweg die Treue gehalten hat und von Sato, dem ehemals besten Freund und jetzigen Erzfeind, der noch eine alte Rechnung mit Miyagi offen hat und ihn zum Zweikampf fordert.
Er findet heraus, dass der Sato-Clan die Bauern mit falschen Gewichten betrügt und muss gegen eine ganze Gang von durchtrainierten Karate-Kämpfern antreten … Auch für Daniel wird es kein friedlicher Urlaub.
Man versuchte hier nicht, Teil eins zu kopieren - und das tat dem Nachfolger auch gut.
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Karate Kid III - Die letzte Entscheidung (1989)
In Karate Kid III - Die letzte Entscheidung kehrt Oberschurke John Kreese zurück - und der hat wenig überraschend nichts Gutes im Sinn. Sondern Rache.
Es geht wild zu im dritten Teil, so sehr, dass Daniel LaRusso fast mit seinem Mentor Mr. Miyagi bricht. Auch die Guten verlieren mal ihren Weg - und wir sehen Daniel dabei zu, wie er wieder auf den rechten Pfad zurückkehrt.
Keine Frage: Der dritte Teil ist der düsterste Film der Reihe, da er sich auf den inneren Zwiespalt des Protagonisten fokussiert.
Der Karatelehrer Kreese kann die schmähliche Niederlage nicht vergessen, die ihm Karate Kid Daniel und sein japanischer Mentor Miyagi beim letzten Turnier zugefügt haben.
Mit Hilfe seines reichen Freundes Terry Silver sinnt er auf Rache. Durch miese Tricks wird Daniel gezwungen, gegen den „Bad Boy“ des Karate anzutreten.
Karate Kid hat keine Chance, und doch weigert sich Miyagi ihm in der Stunde der Not beizustehen: „Karate bedeutet nur etwas, um Ehre und Leben zu verteidigen. Nicht, um Trophäen und Plastik zu erringen.“
Aber Daniel missachtet die Worte seines Lehrers und schreibt sich in einer Kampfschule ein, die für ihren unbarmherzigen Kampfstil berüchtigt ist.
Karate Kid IV - Die nächste Generation (1994)
Karate Kid IV - Die nächste Generation ist zwar offiziell der vierte Teil, für viele Puristen hat er aber wenig mit dem Original zu tun, da hier erstmals eine neue Protagonistin auftaucht.
Die spätere Oscar-Gewinnerin Hilary Swank (mittlerweile längst ein Hollywood-Superstar) spielt Julie Pierce, ein Mädchen, das den Tod ihrer Eltern verarbeiten muss und etwas verloren ist. Mr. Miyagi nimmt sie unter seine Fittiche - und Karate wird zum neuen Lebensmittelpunkt.
Mister Miyagi, der japanische Karatemeister, soll Julie Pierce helfen, von ihrem jugendlichen Zorn loszukommen. Die junge Rebellin ist die Tochter einer befreundeten Familie und ist gerade an eine neue Schule gekommen.
Dort wird sie von ihren Mitschülern traktiert, weswegen sie sich von Miyagi einige Tricks aneignet und zu seiner Meisterschülerin wird.
Aber Julie muss nicht nur lernen, wie sie sich richtig und effektiv verteidigen kann. Viel wichtiger ist, dass ihr beigebracht wird, wie sie ihre Aggressionen in positive Energie umleiten kann, um so nicht von Wut zerfressen zu werden.
Mister Miyagi muss einen Draht zu dem aufmüpfigen Mädchen finden, um ihr klar zu machen, dass sich Probleme nicht mit Wut und Gewalt lösen lassen, sondern die richtige mentale Einstellung erfordern.
Man kann den Geist der Originalfilme durchaus spüren und tut jedoch gut daran, dem Film einen eigenen Platz im Kanon einzuräumen.
Karate Kid (2010)
2010 kam es zum Reboot von Karate Kid. Diesmal spielte Jaden Smith den jungen Dre Parker, der mit seiner Mutter nach China zieht und in Mr. Han (gespielt von Jackie Chan) einen Lehrer findet, der ihn die Kampfsportkunst lehrt.
Das für viele etwas Absurde: Auch wenn der Film Karate Kid heißt, steht doch Kung Fu im Zentrum des Films.
Es werden viele Themen der Originalfilmreihe übernommen - das Außenseitertum, die Disziplin, die Freundschaft, das Coming-of-Age-Element - und mit modernen Bildern versehen.
Als Dre Parker mit seiner Mutter von Detroit nach Peking umziehen muss, ist für den 12-Jährigen plötzlich nichts mehr so, wie es mal war.
Allein ohne Freunde in einem fremden Land, muss sich Dre in der Schule gegen den Klassenrüpel Cheng zur Wehr setzen, der ein geübter Kung-Fu-Kämpfer ist.
Da Dre selbst aber nur über ein paar wenige Karate-Kenntnisse verfügt, kann er sich kaum verteidigen und wird von allen als "Karate Kid" verspottet.
Dre hat niemanden, an den er sich wenden kann, außer dem Hausmeister Mr. Han, der insgeheim ein berühmter Kung-Fu-Meister ist und bald zu Dres Mentor wird.
Han weiht Dre in die Kunst des Kung Fu ein und bereitet ihn auf ein Turnier vor, bei dem er auf seinen Rivalen Cheng treffen wird…
Cobra Kai (2018-2025)
2018 holte man das Karate-Kid-Originaluniversum mit einer Netflix-Serie zurück, die bis heute sehr erfolgreich ist. Cobra Kai setzt 34 Jahre nach dem ersten Karate Kid-Film an.
Diesmal ist es aber etwas anders: Denn LaRussos Gegner Johnny Lawrence steht im Mittelpunkt. Der ist zunächst verloren und versoffen und beschließt, sein eigenes Dojo aufzumachen.
Es kommt, wie es kommen muss - und doch entwickelt sich alles später ganz anders.
Bittere Feinde, gegnerische Dojos, neues Blut: Daniel und Johnny lassen in dieser Fortsetzung der „Karate Kid“-Filme alte Rivalitäten aus dem West Valley wieder aufleben.
Die Serie ist eine Fortsetzung des Films „Karate Kid“ aus dem Jahr 1984 und konzentriert sich auf die Wiedereröffnung des Cobra Kai Karate Dojos durch Johnny Lawrence, 34 Jahre nach dem ersten Film.
Dies führt zu einer Wiederaufnahme seiner Rivalität mit Daniel LaRusso, der versucht, das Gleichgewicht in seinem Leben ohne die Anleitung seines verstorbenen Mentors, Mr. Miyagi, aufrechtzuerhalten.
Karate Kid: Legends (2025)
Mit Karate Kid Legends beginnt eine neue Ära für das Franchise. Zwei Universen treffen aufeinander: der originale Handlungsstrang mit Ralph Macchio und das Reboot von 2010.
Damit hätte wohl niemand gerechnet: Daniel LaRusso trifft auf Mr. Han, Ralph Macchio auf Jackie Chan. Im Zentrum steht eine neue Generation von Kämpferinnen und Kämpfern.
Wir bekommen neue Charaktere zu sein, auch einen neuen Hauptcharakter. Kein Ende, sondern ein neuer Anfang.
„Karate Kid: Legends“ hat eine schwere Aufgabe: Der Film soll die Originalfilm-Reihe (ab 1984), die Netflix-Serie „Cobra Kai“ (bis 2025) und das Reboot (2010) zusammenführen.
Wie der Film das macht und ob er das Franchise zu altem Glanz aufpolieren kann, erfährst Du in unserer „Karate Kid: Legends“-Kritik.
Mit „Karate Kid: Legends“ startet nach 15 Jahren endlich wieder ein Karate Kid-Film im Kino. Wir haben den Streifen für Dich vor dem Kinostart am 29. Mai 2025 gesehen.
Nach einer Tragödie in der Familie verbietet Lis Mutter ihm mit Kampfsport jedweder Art weiterzumachen.
An diesem Punkt tritt auch Lis Kung Fu-Meister Mr. Die Prämisse der „Karate Kid“-Reihe war schon immer so simpel, dass sie bis heute gut funktioniert: Ein Jugendlicher wird gemobbt und lernt im Kampfsport innere Balance und richtig coole Moves.
