Um ein Wrestling-Star zu werden, gibt es einige Voraussetzungen und Schritte, die man beachten sollte. Viele angehende Wrestler fragen sich, wie sie in die WWE (World Wrestling Entertainment) gelangen können. Hier sind einige wichtige Aspekte, die Ihnen helfen können, Ihren Traum zu verwirklichen.
Die ersten Schritte: Wrestlingschule und Grundlagen
Der beste Weg, um anzufangen, ist das Training in einer Wrestlingschule. In Deutschland ist die von Alex Wright eine gute Anlaufstelle.
Eine bestimmte Sportart, mit der du anfangen musst, gibt es nicht. Edge hat z.B. durch einen Aufsatzwettbewerb (bei dem er eine Probestunde gewonnen hat) seine Karriere gestartet.
Es ist wichtig, eine seriöse Wrestlingschule zu finden, in der die Grundlagen des Wrestlings, aber eben auch das Verhalten im Lockerroom und die richtige Einstellung zum Business beigebracht werden.
Der Weg nach oben: Niedere Ligen und Talent
Wenn du in eine hohe Liga willst, kannst du jahrelanges Auftreten in niederen Ligen nicht umgehen. Dort musst du natürlich Top-Leistungen bringen.
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Dann musst du entdeckt werden, kommst dann mit sehr viel Glück in eine kleinere Liga, wie z.B. die FCW. Dort bringst du wieder jahrelang gute Leistungen und bekommst dann vielleicht mal einen Auftritt in der Hauptliga.
Aber das heißt noch wenig, dann kann man immer noch enden wie Kizarny in der WWE... als Deutscher ist das nochmal extra-schwer, es gab sehr wenige Deutsche, die es weit gebracht haben.
Körperliche und mentale Voraussetzungen
Neben dem technischen Können sind auch körperliche Fitness und mentale Stärke entscheidend. Irgendeine Sportart, die den Körper kräftigt, ist von Vorteil. Dazu: Showtalent und Optimismus.
Der Aufstieg von Gunther: Ein Vorbild
Ein aktuelles Beispiel für einen deutschsprachigen Star in der WWE ist Gunther. Kurz vor seinem ersten WWE-Auftritt in Deutschland enthüllte Österreich-Star Gunther im SPORT1-Interview die Umstände seiner WWE-Beförderung - und seines großen Gewichtsverlusts. Er ist der neueste deutschsprachige Star auf der ganz großen WWE-Bühne - und hat definitiv das Potenzial, eine größere Karriere hinzulegen, als alle anderen vor ihm.
Schon lange bevor Walter Hahn alias Gunther vor drei Wochen sein Debüt bei der Hauptshow Friday Night SmackDown hingelegt hat - begleitet vom deutschen Weggefährten Ludwig Kaiser (Marcel Barthel) -, hat er sich in der Szene einen Ruf wie ein Donnerhall erarbeitet. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu WWE)
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Mit seiner einzigartigen Mischung aus Kraft, Athletik, körperlicher Härte und Aura prägte der frühere WALTER zahlreiche Independent-Ligen in Amerika und Europa, sowie auch den WWE-Europakader NXT UK, den er 870 Tage als Champion regierte.
Praktisch alle wichtigen Experten trauen dem 34-Jährigen zu, auch im Main Roster an die Spitze schießen zu können und der erste österreichische World Champion nach dem legendären „Big“ Otto Wanz zu werden. Am Sonntag tritt der „Ringgeneral“ erstmals unter dem WWE-Banner in Deutschland an, für das Live-Event in Leipzig - das erste seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 - ist ein Match gegen den kanadischen Ligaveteran Sami Zayn angesetzt.
Gunthers Weg zur WWE
Im SPORT1-Interview enthüllte der Wiener nun erstmals ausführlich die Umstände seiner WWE-Beförderung, warum er seine vorherige Haltung, nicht in die USA ziehen zu wollen, aufgegeben hat - und reagiert auf die Fan-Kritik an den umstrittenen Veränderungen, die zuletzt an seinem Charakter vorgenommen worden sind.
Gunther: Viele. Ich habe ja auch lange in Deutschland gelebt und war oft in Leipzig angetreten, in Sachsen generell. Jetzt mit WWE zurückzukommen, da schließt sich der Kreis - und ich freue mich drauf.
Gunther: Wir haben die Info relativ zeitnah nach WrestleMania bekommen - und dann ging‘s auch schon los.
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Gunther: Generell läuft sowas von Fall zu Fall unterschiedlich, in meinem und Marcels Fall war es nur ein kurzer Anruf aus dem Office. Wir hatten ja mehr oder weniger drauf gewartet und waren darauf vorbereitet, mit meinem Umzug in die USA habe ich ja drauf hingearbeitet.
Gunther: Der Gedanke, dass ich den Schritt vielleicht doch irgendwann machen muss, war in meinem Hinterkopf. Ich habe sehr, sehr gern in Deutschland gelebt, aber es ist dann doch der Gedanke gereift, dass es Zeit war, den Sprung zu machen. Es ist die Voraussetzung, um hier an der Spitze stehen zu können. Man muss für WWE jedes Wochenende unterwegs sein können - und das kann man nur, wenn man hier seine Basis hat. Von daher stand ich vor der Frage: Will ich stillstehen oder alles auf eine Karte setzen und das Wagnis eingehen? Das habe ich nun gemacht.
Veränderungen und Anpassungen
Gunther: Ja, Fabian Aichner ist erstmal nicht mit dabei und das ist natürlich schade. Fabian hat sehr gute Qualitäten als Wrestler, ist ein fantastischer Athlet. Aber was nicht ist, kann noch werden und Marcel und ich glauben beide stark daran.
Gunther: Ganz klar: Es gibt Unterschiede. Das Auftreten ist etwas anders, hat etwas mehr Farbe, im übertragenden wie im wörtlichen Sinne mit dem roten statt schwarzen Mantel bei mir. Ich kann für mich sagen, dass ich zufrieden mit meiner Darstellung bin und dass es gar nicht verkehrt ist, dass Dinge verändert werden und ich ein bisschen meine Komfortzone verlassen muss. Es ist so ein Reflex, Veränderung immer erstmal eher negativ aufzufassen, aber am Ende gehört Weiterentwicklung zum Leben einfach dazu. Es gibt dieses geflügelte Wort „Wer glaubt, dass er schon was ist, der wird nichts mehr.“ Das trifft es.
Gunther: Ja, aber nicht Franz Beckenbauer (lacht). Marcel hat da Gustl Kaiser im Hinterkopf, einen legendären und sehr einflussreichen deutschen Promoter aus der Zeit, als sein Vater Axel Dieter noch als Profiringer aktiv gewesen war. Marcel hatte ein paar Namen zur Auswahl bekommen und er hat sich dann für den entschieden, weil er gut klingt und Geschichte hat. Das passt zu uns.
Gewichtsverlust und körperliche Transformation
Gunther: Nein, das ist komplett falsch. Bei WWE hat mir da niemand was in die Richtung gesagt, es war komplette Eigeninitiative. Für mich war schlicht klar: Wenn ich den nächsten großen Schritt machen will, muss ich mehr für das breite Publikum darstellen. Ich persönlich war immer ein großer Fan von japanischen Oldschool-Wrestlern, die noch einen richtigen Bauch hatten und aussahen, wie man sich einen Metzger vorstellt …
Gunther: Zirka 20 bis 25 Kilo. Das Entscheidende war eine Umstellung meiner Ernährung. Trainiert habe ich vorher und nachher viel, es ging darum, ein Kaloriendefizit herzustellen, also vor allem weniger Kohlehydrate zu mir zu nehmen.
Aktuelle Erfolge von Gunther und Ludwig Kaiser
Der Österreicher Gunther (37) gehört zu den aktuell erfolgreichsten Wrestlern der WWE (World Wrestling Entertainment). Er hält mit 666 Tagen den Rekord für die längste Regentschaft als Intercontinental Champion. Einige Woche zuvor gewann er die World Heavyweight Championship beim SummerSlam.
Der deutsche Wrestler Ludwig Kaiser (34) startet nach einer Verletzungspause wieder durch und ist einer der Shooting-Stars bei der WWE.
Ludwig Kaiser (LK): Ganz krass. Es ist immer schwierig, das aktiv wahrzunehmen, weil alles so schnell geht. Wir sind nur am Reisen. Dann hast du noch einen gewissen Anspruch an dich selbst, dich vorzubereiten und alles so gut es geht umzusetzen, damit sich die Arbeit lohnt. In diesem ganzen Wirbel vergisst man oft, einen Schritt zurückzugehen und zu sagen: Boah, hättest du mir das vor zehn Jahren gesagt, dass ich mit Randy Orton im Ring stehen würde, hätte ich das niemals geglaubt. Im Main Event von RAW zu stehen und gegen jemanden zu kämpfen, zu dem ich immer aufgesehen habe, das ist absolut unreal. Das ist auf jeden Fall ein Punkt in meiner Karriere, auf den ich noch oft zurückschauen werde.
Der Weg über NXT und NXT UK
Die WWE hat ein erfolgreiches Ausbildungssystem mit NXT und NXT UK. Viele NXT-Wrestler entwickelten sich zu WWE Stars, unter anderem Charlotte Flair und Kevin Owens. Ihr wart bei NXT UK tätig. Wie war Eure Zeit dort?
G: Wir haben unterschiedliche Erfahrungen gehabt. Ludwig hat früher bei NXT unterschrieben als ich.
LK: Ja, ich habe 2017 unterschrieben.
G: Und ich bin zwei Jahre später dazugestoßen. Damals war das eine andere Zeit. Die WWE hat langsam angefangen, sich der Welt zu öffnen. Die haben talentierte Leute, die sie irgendwo gesehen haben, rekrutiert und ihnen das Handwerk beigebracht. Gerade Triple H war einer, der Druck gemacht hat, Talente aus der ganzen Welt an Bord zu bekommen. Das geschah zu einem Zeitpunkt, wo unsere Karrieren in Deutschland angefangen haben, seriös zu werden. Ich war vorher länger im Independent-Markt unterwegs, weil man dort die Leute kannte. Als Ludwig bei der WWE unterschrieben hat, habe ich noch gar nicht mit denen geredet. Ich war da auf eigene Faust unterwegs. Es gibt also diese zwei Wege zur WWE: Entweder wird man früh entdeckt, kommt ins System und wird von denen ausgebildet. Oder man ist wie im Wilden Westen alleine unterwegs und versucht auf diese Art und Weise, deren Aufmerksamkeit zu erlangen. Das war mein Weg.
LK: Unsere Karrieren verliefen immer parallel zueinander. Wir haben damals viel bei wXw gemacht, und er war vor mir schon dort tätig. Gunther hat mich damals zur wXw hineingebracht und von dem Zeitpunkt an haben wir in Deutschland alles zusammen gemacht. Ich konnte viel von ihm lernen. Dann kam der Scheideweg, als ich das Angebot von der WWE bekommen habe. Ich habe mich dann gefragt, ob ich es annehmen und meine Karriere neu starten soll, weil ich zu dem Zeitpunkt schon zehn Jahre im Ring stand. Oder gehe ich in den Wilden Westen und steigere meinen Marktwert? Das war dann der Punkt, wo wir uns getrennt haben. Ich habe nie mit so einem Angebot gerechnet, weil das nicht der Grund war, warum ich meine Karriere als Wrestler begonnen habe. Ich bin nach links gegangen, er ist nach rechts gegangen, und dann sind wir bei NXT UK und dann im Main Roster der WWE wieder zusammengekommen. Das ist eine richtig schöne Geschichte.
Wie die WWE aufmerksam wurde
LK: Bei mir waren sie direkt und haben gesagt, dass sie mich wollen. Sie hatten eigentlich eine Deutschland-Tour durch alle Wrestling-Schulen geplant. Dann hat William Regal gesehen, dass ich auf der Liste bin, und die Tour abgesagt, weil er mich haben wollte. Zwei Wochen vor dem Tryout erlitt ich eine Knieverletzung, das war ein großer Tiefpunkt in meiner Karriere. Ich wollte nie Wrestler werden, um bei der WWE tätig zu werden. Aber wenn es in Reichweite ist, denkst du dir, jetzt will ich sehen, wie weit ich kommen kann. Das hat sich so angefühlt, als ob mir das jemand vor der Nase weggeschnappt hätte. Als ich aber fit wurde, haben sie mich angerufen und gesagt, dass ich kein Tryout machen muss. Ich wurde sofort genommen.
G: Bei mir war's andersrum. Die WWE kam auf mich zu und ich habe ihnen erstmal gesagt, dass ich nicht in die USA möchte. Ich habe mich dort nie gesehen. Ich war aber länger mit ihnen im Kontakt, wie auch mit anderen Promotions. Am Ende hatte ich aber ein längeres Telefonat mit William Regal, und mit Triple H bin ich auch immer sehr gut zurechtgekommen. Er hat mir deutlich geschildert, was ich bei der WWE alles erreichen kann und NXT UK war für mich der perfekte Zeitpunkt einzusteigen, weil sie in Europa etwas starten wollten und ich zunächst nicht in die USA wollte. Das war für mich der erste perfekte Schritt.
Herausforderungen und kulturelle Unterschiede
LK: Ja, immer wenn wir in der Umkleidekabine Deutsch reden, kommt so etwas wie: "Was erzählt er denn da?" Kulturell könnten Deutschland und die USA nicht weiter voneinander entfernt sein. In vielen Sachen sind sie das extreme Gegenteil von uns. Gerade wir als Deutschsprachige sind sehr offen und direkt. Für die Kollegen ist es auch ein Unterschied, mit uns zu arbeiten.
LK: Der europäische Stil ist ganz anders als der amerikanische. Mit einem Europäer zu arbeiten ist für die Amerikaner sicherlich eine Herausforderung. Für die ist es anspruchsvoller, weil der europäische Stil schon immer für besseres Handwerk, ausgefeilte Technik, mehr Härte und Intensität steht.
G: WWE ist aktuell so interessant, weil es internationaler geworden ist. Es gab immer einige Engländer, Mexikaner und Japaner, aber das war's dann auch. Mittlerweile haben wir sechs japanische Wrestler im Roster, dann haben wir vier deutschsprachige Europäer und viele Engländer und Schotten. Das ist viel diverser geworden.
LK: Vor Gunthers Run als World Heavyweight Champion kann ich mich an keinen World Champion erinnern, der nicht englischer Muttersprachler war, außer The Great Khali damals. Das zeigt, dass die WWE weltoffener geworden ist. Aber am Ende des Tages zählt das Talent, denn ohne wäre das nicht möglich gewesen.
Kreativer Einfluss und Storylines
LK: Es gibt keine einheitliche Regel für alle. Das ist wie bei jedem Job: Wenn man Eigeninitiative zeigt und gute Arbeit leistet, bekommt man dadurch auch mehr Vertrauen geschenkt. Dann sind die Drehbuchautoren offener mit dir und fragen dich nach Ideen. Wenn ich jetzt einen Text bekomme, mache ich das auf meine Art. Deswegen war damals unsere Gruppe Imperium auch so populär, weil es authentisch war.
G: Wir haben damals auf YouTube Sat.1-Berichte über alte Wrestling-Turniere angeschaut, um zu sehen, was wir übernehmen können. Aufgrund der positiven Reaktionen haben wir einige Dinge beibehalten.
LK: Ich weiß nicht, ob wir das jemals in einem Interview erzählt haben. Aber die Ringkampf-Pose ist aufgrund einer Storyline bei der wXw entstanden.
G: Da kommt das Thema Vertrauen wieder auf. Wenn man ein gewisses Standing im Unternehmen hat, dann kriegt man natürlich mehr Gehör. Aber am Ende des Tages kannst du immer sagen, wenn dir etwas nicht gefällt. Da muss jeder für sich persönlich eine Grenze ziehen, was man machen will und was nicht. Da gibt's Kollegen, die gucken schon, dass sie gewisse Dinge nicht machen. Andere wiederum machen alles mit. Ich sage öfter Nein als Ja. Bei der WWE ist man Teil eines großen Konstrukts mit einem Kreativteam. Da läuft alles ab wie eine Maschine, und da muss man sich manchmal selbst zur Wehr setzen, weil man jede Woche einen anderen Autoren haben kann, der für deine Storyline zuständig. Da muss man manchmal den Leuten auf die Füße treten, aber das ist normal.
Hobbys und Ausgleich
LK: In meinem Fall ist das meine Freundin. Es ist wichtig, dass man ein stabiles Umfeld hat. Daheim geht es aber auch weiter: Ich achte auf meine Ernährung und gehe trainieren, meine Freundin ist bei Smackdown. Das bedeutet, wenn sie daheim ist, bin ich nicht da. Aber den einen gemeinsamen Tag, den wir haben, versuchen wir zu genießen. Ich mag aber auch Computerspiele, zum Beispiel Fifa oder Strategiespiele, da kann ich einige Stunden abschalten.
G: Oft schaltet man aber auch gar nicht ab. Zum Beispiel bin ich seit zweieinhalb Wochen ständig unterwegs. Vorher waren wir in Japan, dazwischen war SummerSlam. Wir sind auch noch umgezogen. Es gibt also auch Phasen, da kann man nicht abschalten. Das ist ein Luxus, den man oft nicht hat. Nur weil ich zwei Tage frei habe, heißt das nichts. Ich muss trotzdem aufstehen und meinen Ernährungs- und Trainingsplan verfolgen. Wenn man einmal die Woche nicht trainiert, häuft sich das in einem Jahr. Das geht nicht, aber es ist auch okay so. Das ist die wichtigste Zeit in unserer Karriere und jetzt müssen wir Gas geben. Wir haben jetzt die Möglichkeit, finanziell vorzusorgen und uns für die Zukunft abzusichern.
LK: Tiffany kommt aus dem olympischen Turnen und ist eine tolle Athletin. Sie wusste aber nicht, wie das Wrestling-Geschäft funktioniert, da konnte ich ihr einiges mitgeben. Das hat sie aber auch gebraucht, weil sie schnell durchgestartet ist. Bei der WWE kommt es oft vor, dass du ins Becken geschubst wirst und entweder du schwimmst - oder du sinkst. Das hat sie gut gemeistert. Was die Zuschauer nicht sehen, ist der mentale Aspekt, der dahintersteckt: das ganze Training abzurufen, wenn es so weit ist. Alles in allem hat sie sich richtig gut entwickelt und hart dafür gearbeitet. Wir unterstützen uns da ganz gut.
Die Rolle deutscher Wrestler
LK: Wir haben definitiv einen Anteil daran. Wir haben schon bei wXw gesagt, dass wir etwas hinterlassen wollen. Uns war wichtig, dass Leute, die unsere Leidenschaft teilen, bessere Gegebenheiten vorfinden, wenn sie mit Wrestling beginnen, als wir das damals hatten. Bei uns war das echt hart. Es gab nur wenige Events und die waren unprofessionell organisiert. Ich habe für 50 Euro gekämpft. Wir wollten für Leute, die später in unsere Fußstapfen treten wollen, etwas kreieren. Gute, saubere Schulen, die professionell geleitet werden. Sie sollten ein Geschäft vorfinden, in dem man mehr verdienen kann als nur eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro. Und da haben wir auch unseren Teil geleistet, Wrestling für Deutschsprachige attraktiver zu machen.
G: Mit der Expansion wäre das sowieso passiert, aber nicht so rasch, wenn da nicht deutschsprachige Leute wie wir bei der WWE wären. Jetzt liegt es an allen, die am Start sind, den Abend für die Fans unvergesslich zu machen, damit das zeitnah wieder passiert, dass ein PLE im deutschsprachigen Raum stattfindet."
LK: Es liegt jetzt an uns. Wir sind ein Top-Gastgeberland und haben das mit der Europameisterschaft wieder gezeigt. Deutschland kann das. Die Voraussetzungen sind perfekt, in der Uber Arena am 31. August die Decke von der Halle zu knallen. Und ich glaube, das kriegen wir auch hin.
Zusammenfassung der wichtigsten Schritte
- Trainiere in einer Wrestlingschule: Suche dir eine seriöse Schule, die dir die Grundlagen vermittelt.
- Sammle Erfahrung in niederen Ligen: Zeige dort Top-Leistungen, um entdeckt zu werden.
- Entwickle dein Showtalent und deine körperliche Fitness: Sei bereit, dich anzupassen und zu verändern.
- Nutze Netzwerke und Kontakte: Baue Beziehungen zu wichtigen Personen in der Branche auf.
- Sei geduldig und bleibe optimistisch: Der Weg zur WWE ist lang und erfordert Durchhaltevermögen.
Beispielhafte Karrierewege
Die Karrieren von Gunther und Ludwig Kaiser zeigen, dass es verschiedene Wege in die WWE gibt. Beide haben in Deutschland angefangen, sich in Independent-Ligen einen Namen gemacht und schließlich den Sprung in die WWE geschafft. Ihre Erfolge sind ein Beweis dafür, dass es auch für deutschsprachige Wrestler möglich ist, in der WWE erfolgreich zu sein.
Das WWE Tryout von Maxi Schneider
Ein weiteres Beispiel ist das WWE Tryout von Maxi Schneider. Das Interview mit ihm gibt Einblicke in die Anforderungen und Erlebnisse bei einem solchen Tryout.
Vorbereitung und Einladung
Maxi Schneider wurde durch die EWP zu Robbie Brooksides Wrestling Schule in Leicester, England, vermittelt. Dort trainierte er seit September und wurde von Robbie als Talentscout der WWE für ein Tryout empfohlen.
Ablauf des Tryouts
Das Tryout fand an zwei Tagen in der o2-Arena in London statt. Geleitet wurde es von William Regal und Robbie Brookside. Am ersten Tag wurden Kondition, Beinarbeit, Positionierung im Ring und Athletik getestet. Am zweiten Tag gab es Matches, einen Fototermin und Promo-Aufnahmen.
Erfahrungen und Feedback
Maxi konnte mit vielen WWE-Stars reden, darunter Triple H, John Cena und der Undertaker. Das Feedback war positiv und er erhielt wertvolle Tipps für seine weitere Karriere.
