Klaus Martin Judo: Ein umfassender Überblick

Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Judo-Veranstaltungen und Erfolge, von nationalen Meisterschaften bis hin zu internationalen Wettbewerben. Ein besonderer Fokus liegt auf den Leistungen deutscher Athleten und Teams.

IDEM und Offene Deutsche Meisterschaft im ID-Judo

Dank der hervorragenden Organisation durch den Eimsbütteler Turnverein um Vanessa Harloff verschmolzen die eigentlich getrennten Veranstaltungen, IDEM und Offene Deutsche Meisterschaft im ID-Judo, regelrecht zu einer einzigen großen. Dies kam bei allen Beteiligten sehr gut an. In spannenden Kämpfen zeigten die insgesamt 114 Kämpfer*innen ihr Können auf der Matte. Die Wettkampfklassen teilen die Teilnehmenden hier nach ihrem Grad der Beeinträchtigungen ein.

Erfolge aus Niedersachsen

Auch aus Niedersachsen gingen 18 Athlet*innen an den Start und zeigten allesamt, dass sich die gute und intensive Kaderarbeit von Landestrainerin Svenja Liermann und Landestrainer Daniel Wissel gelohnt hat. Denn in diesem Jahr gingen gleich drei Deutsche Meistertitel nach Niedersachsen sowie zahlreiche weitere Medaillen.

  • Oscar Scharnhorst (PSV Hannover) setzte sich in der WK II in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm gegen alle seine Gegner mit Ippon durch und gewann am Ende das Finale gegen Oliver Bahr vom JC Grenzach-Whylen.
  • Ebenfalls den Meistertitel sicherte sich Angelina Salli (PSV Hannover) in der WK 2 in der Gewichtsklasse über 78 Kilogramm.
  • Auch Leonie Witsack (Braunschweiger JC) trat in der Gruppe an, musste sich jedoch der Europameisterin von 2019 geschlagen geben.

Mit Kämpferinnenherz und Siegeswillen schaffte Angelina Salli es, beide Kontrahentinnen in top Kampfzeiten zu schlagen und sich den Titel zu sichern. Sehenswert kämpften auch Anna Goldenstein (SG Moordorf), Ann-Christin Waldmann (Braunschweiger JC), Florian Zuromski (Sport-Team Lüneburg) sowie Noah Rupprecht (Pfeil Broistedt) in ihren unterschiedlichen Gewichtsklassen. Am Ende war jedoch immer ein Gegner oder eine Gegnerin besser. Ihnen bleibt trotz alledem ein großartiger zweiter Platz und damit der Vize-Meistertitel!

Ergebnisse aus NJV Sicht im Überblick:

Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus niedersächsischer Sicht:

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Wettkampfklasse Gewichtsklasse Platz Name (Verein)
WK I M -60 kg 2. Platz Noah Rupprecht (Pfeil Broistedt)
WK I M -66 kg 3. Platz Dandy Lotholz (JC Godshorn)
WK I M -100 kg 3. Platz Florian Knake (SJS Bremervörde)
WK I W -63 kg 3. Platz Sonja Cramer (SG Moordorf)
WK I W +78 kg 2. Platz Ann Goldenstein (SG Moordorf)
WK II M -60 kg 3. Platz Marcello Weinreich (Sport-Team Lüneburg)
WK II M -60kg 5. Platz Jan Mauch (Braunschweiger JC)
WK II M -73 kg 1. Platz Oscar Scharnhorst (PSV Hannover)
WK II M -81 kg 5. Platz Klaus Niebuhr (Sport-Team Lüneburg)
WK II M -90 kg 3. Platz Hanke Diekmann (SG Moordorf)
WK II M +100 kg 2. Platz Florian Zuromski (Sport-Team Lüneburg)
WK II M +100 kg 3. Platz Florian Hartema (Süderneulander SV)
WK II W -63 kg 2. Platz Ann-Christin Waldmann (Braunschweiger JC)
WK II W -78 kg 1. Platz Angelina Salli (PSV Hannover)

1. Judo-Bundesliga der Männer

In der 1. Judo-Bundesliga der Männer konnte die Mannschaft des Hamburger Judo-Teams am letzten Kampftag der Saison einen sensationellen 2:12-Sieg zu Gast beim 1. Dabei machten es die Hamburger zu keinem Zeitpunkt der Begegnung spannend. Die ersten fünf Punkte im ersten Durchgang gingen allesamt an die Gäste. Zuvor empfing das Hamburger Judo-Team am Samstag, den 28. Juni, den Tabellenführer UJKC Potsdam. Hamburg startete sehr stark in den ersten Durchgang. Nachdem Ivaylo Ivanov (-90kg) für die Gäste aus Potsdam den ersten Punkt der Begegnung erzielte, gewann das HJT die nächsten vier Kämpfe in Folge. Rashid Mammadaliyev (-73kg), Daniel Udsilauri (+100kg), Moritz Plafky (-60kg) und Strahinja Buncic (-66kg) brachten Hamburg mit 4:1 in Führung.

WM Bronze-Medaille im Mixed-Team

Das deutsche Team gewinnt diesen Kampf und damit die WM-Bronze-Medaille im Mixed-Team. Das Team ist überglücklich, sie haben alle ihre Freude und auch Dankbarkeit gegenüber dem Publikum noch auf der Matte gefeiert. Die Siegerehrung war ein Highlight mit all dem Glitter, jubelnden Teams und der großen Freude aller.

Miriam Butkereit hat wieder das typische „Miri-Selfi“ geschossen und anschließend wurde das Team in der Budapester Nacht bei leckerem ungarischen Essen und Trinken auf dem Food court gesichtet.

„Ich bin so froh, wie es gelaufen ist. Schade, im Halbfinale hätten wir mehr rausholen können. Aber jetzt wissen wir, dass wir als Team auch das Finale schaffen können und es wird sicher nicht die letzte Medaille sein. Jeder hat heute sein Herz auf der Matte gelassen und es ist so schön, das im Team zu erleben“, sagt Miriam Butkereit nach der Siegerehrung. Sie war die Match-Winnerin im Viertelfinale, als sie den wichtigen dritten Punkt holte und dann auch den ausgelosten Kampf gewann. Im Kleinen Finale war es Eduard Trippel, der den vierten Punkt gewann. Er hat an diesem Wettkampftag gezeigt, was er wirklich kann. „Ich hatte heute echt Spaß am Kämpfen und die Medaille ist so super. Bei mir war der Druck weg und ich habs als Chance gesehen, wieder gut zu machen, was ich im Einzel nicht zeigen konnte. Super die Medaille, jetzt kann ich fröhlich nach Hause fahren.“

Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa ist begeistert von dem Tag. „Ich bin superstolz auf dieses geile Team aus Frauen und Männern. Wir haben alle im DJB und in den Vereinen glücklich gemacht. So wie das Team auf die Matte gegangen ist, war es Spannung ohne Ende. Alle haben wie die Löwen gekämpft und nun fahren wir mit einer Belohnung für die harte Arbeit nach Hause.“

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Auch Männer-Bundestrainer Marko Spittka ist froh, dass die Männer einen enormen Beitrag zur Bronzemedaille geleistet haben und auch zu sehen ist, dass es vorwärts geht.

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