"Karate Kid III - Die letzte Entscheidung" ist der dritte Teil der beliebten Reihe um Daniel LaRusso (Ralph Macchio) und seinen Mentor Mr. Miyagi (Pat Morita). Regie führte erneut John G. Avildsen.
Nach seiner Reise nach Okinawa kehren Daniel und Mr. Miyagi nach Kalifornien zurück. Doch die Vergangenheit holt sie schnell ein, als der ... John Kreese (Martin Kove) hat alles verloren. Nachdem sein bester Schüler (William Zabka) im Finale des All-Valley-Turniers Daniel LaRusso (Ralph Macchio), dem Schützling von Mister Miyagi (Pat Morita), unterlegen war, und er sein wahres Gesicht zeigte, wird sein Dōjō von weiteren Teilnahmen ausgeschlossen. Außerdem möchte sowieso niemand mehr Karate von ihm lernen. Er sucht Zuflucht bei seinem alten Kameraden Terry Silver (Thomas Ian Griffith), dem er im Vietnamkrieg mehrmals das Leben gerettet hat.
Dieser ist mittlerweile ein reicher Geschäftsmann, der seinem Freund mithilfe eines diabolischen Planes die Genugtuung der Rache verschaffen möchte. Er engagiert den brachialen Mike Barnes (Sean Kanan), damit dieser im nächsten Turnier gegen LaRusso antritt.
Handlung und Hintergrund
Daniel LaRusso und Mr. Miyagi planen nach ihrer Rückkehr aus Okinawa die Eröffnung eines Bonsaigeschäftes. Die Freunde ahnen nicht, daß ihr alter Gegner Kreese inzwischen mächtige Unterstützung durch den Karatemeister und Geschäftsmann Terry Silver erhalten hat. Silver läßt Daniel durch „Bad Boy“ Barnes herausfordern, seinen Titel als Karatechamp zu verteidigen. Miyagi lehnt es ab, Daniel zu trainieren. Das übernimmt Silver, der sich inzwischen geschickt als vermeintlicher Freund ins Spiel gebracht hat. Daniel und Miyagi durchschauen jedoch gerade noch rechtzeitig das Komplott.
Die Charaktere
- Daniel LaRusso: Trotz seiner jungen Jahre ein Karate-Ass.
- Mr. Miyagi: Daniels weiser Meister.
- Terry Silver: Ein skrupelloser Karatekämpfer und reicher Psychopath.
- Mike Barnes: Daniels Gegner, brachial und austauschbar.
- Jessica Andrews: Daniels Freundin, ebenfalls austauschbar.
- John Kreese: Der Karatelehrer, der auf Rache sinnt.
Die Herausforderungen und Entscheidungen
Als er vom skrupellosen Karatekämpfer Silver herausgefordert wird, muss er sich zwischen den Lehren seines weisen Meisters und seinen Rachegelüsten entscheiden. Am Ende besinnt sich Daniel auf seine Wurzeln und zeigt Silver mutig und cool, was eine Harke ist.
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Gegen die Wünsche seines Mentors Mr. Kesuke Miyagi (Pat Morita) willigt Daniel ein, seinen Titel im All-Valley Championship gegen Kreese zu verteidigen. Bei den Vorbereitungen gerät Daniel aber unter den Einfluss des Karate-Kämpfers Terry Silver (Thomas Ian Griffith), der mit Kreese zusammenarbeitet. Seine Vorstellung von der japanischen Kampfkunst hat nichts mit der meditativen Interpretation Miyagis zu tun.
Kritik und Rezeption
Nachdem Karate Kid II - Entscheidung in Okinawa 115 Millionen Dollar einspielte, musste anscheinend unbedingt ein Sequel her. Dieses ließ allerdings drei Jahre auf sich warten und wurde generell eher verhalten aufgenommen. Die damalige Enttäuschung ist auch zu verstehen: Im Grunde gibt der Film der Geschichte von Karate Kid einfach nur ein neues Gewand und erzählt sie noch einmal, während er den zweiten Teil in einigen Kernpunkten praktisch negiert.
Ralph Macchios Charakter hat ein ziemliches Downgrade erfahren. Das kann auch mit dem Schauspieler zusammenhängen, der im Vergleich zu den vorherigen Teilen etwas an Gewicht zugelegt hat und generell nicht mehr so agil wirkt. Die Karateszenen sind auf ein Minimum reduziert und Daniel wirkt zu keiner Zeit wie ein ernstzunehmender Gegner. Darüber hinaus stand der Junge im Vorgänger wortwörtlich in einem Kampf um Leben und Tod, aus dem er gestärkt hervorging, scheint nun aber Angst vor seinem eigenen Schatten zu haben.
Allerdings gibt es auch eine Erklärung für die Veränderung, die der Film jedoch nicht deutlich genug macht. In Karate Kid III verführt Terry Silver einem Teufel gleich Daniel, um ihn von dem Pfad abzubringen, den Mister Miyagi für ihn vorgesehen hat. Heute ist es besser denn je zu beobachten, wie die mentale Unreife von Kindern ausgenutzt werden kann, um einen Keil zwischen sie und ihre Familien zu treiben, auch weil die heutigen Methoden deutlich effizienter sind. Der Film geht jedoch nicht genau genug auf Daniels innere Schwäche ein und das konstruierte Drumherum macht es auch nicht einfacher, diesen Aspekt zu verteidigen.
Auch Mister Miyagis Charakter wurde ein wenig verändert. Während sein Widerstand gegen Daniels Turnierteilnahme anfangs noch verständlich ist, scheint er später nur deshalb weiterhin störrisch dagegen zu sein, weil das Drehbuch es verlangt. Seine kurze Auseinandersetzung mit Silver zementiert ihn zwar erneut als unantasbaren Gott der Kampfkunst, aber vielleicht hätte er ihn nicht ganz so sehr vorführen sollen, damit das Gefühl der Bedrohung aufrechterhalten bleibt.
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Der größte Pluspunkt von Karate Kid III - Die letzte Entscheidung jedoch ist Thomas Ian Griffith (xXx - Triple X) als Bösewicht. Er interpretiert die Rolle ziemlich over the top, was dabei hilft, sie zu akzeptieren. Ein Multimilliardär, der nichts Besseres mit sich anzufangen weiß, als Zeit und Ressourcen dafür aufzubringen, Rache an einem Teenager zu üben, den er noch nie gesehen hat? Das lässt sich ja nicht ernstnehmen. Genau deshalb spielt Griffith die Rolle auch völlig überzogen: Silver ist ein Psychopath. So kann auch hingenommen werden, dass der ganze Plan von Silver und Kreese völliger Schwachsinn ist, der zudem bis kurz vor Schluss nur dank der Plotconveniences funktioniert.
So ist es gerade jenes unernste, cheesy Schurkenelement, was am meisten Spaß an „Karate Kid III“ macht. Der Ansatz, dass Daniel den Verlockungen des Brutalo-Karate erliegt, ist ebenfalls gelungen, wird aber nicht konsequent durchgezogen. Dagegen stehen allerdings vollkommen uninteressante Subplots, ein Miyagi auf Sparflamme und ein reichlich bekloppter Schurkenplan.
Fazit
Karate Kid III - Die letzte Entscheidung ist der dritte Teil der beliebten Reihe um Daniel LaRusso (Ralph Macchio) und seinen Mentor Mr. Miyagi (Pat Morita). Regie führte erneut John G. Avildsen.
Allerdings muss man deutlich sagen das die beiden charmanten Vorgänger besser waren. Hier ist die ganze Story doch ziemlich an den Haaren herbei gezogen worden.
Abschließend lässt sich sagen, dass "Karate Kid III" zwar seine Schwächen hat, aber dennoch unterhaltsam sein kann, besonders durch die überzeichnete Darstellung der Schurken.
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