Karate Hamm Heessen Geschichte

Die Geschichte des Sports in Hamm-Heessen ist reichhaltig und vielfältig, geprägt von der Entwicklung verschiedener Vereine und der Leidenschaft ihrer Mitglieder. Im Folgenden wird die Historie beleuchtet, von den Anfängen der Sportvereine bis hin zu den Herausforderungen und Erfolgen, die sie im Laufe der Zeit erlebt haben.

Die Anfänge der Sportvereine in Lohauserholz-Daberg

Der TuS Germania Lohauserholz-Daberg e.V. ist ein traditionsreicher Sportverein, der am 01.07.2013 aus der Verschmelzung der Sportvereine TuS 1910 Lohauserholz-Daberg e.V. und der TuS Germania Hamm 04 hervorgegangen ist. Beide Vereine wurden vor über 100 Jahren gegründet und gehen nun einen gemeinsamen Weg. Idealismus, Einigkeit und Treue ziehen sich wie ein roter Faden durch die Jahrzehnte des Bestehens unseres Sportvereins.

Die Geschichte unseres Vereins ist eng verknüpft mit der Entwicklung des Sports im Allgemeinen. Am südlichen Abhange des Gallberges, einem Höhenzug, der dem Lippetal vorgelagert ist, entstand vor ungefähr 110 Jahren innerhalb der Gemeinde Wiescherhöfen ein Ortsteil, der mit dem Namen „Lohauserholz“ benannt ist. Schon damals gab es, wie in vielen anderen Orten, auch hier sportlich interessierte junge Menschen, die sich am sogenannten „kleinen Büschken“ mit Ballspielen, Laufen und Springen vergnügten.

Inzwischen hatte man von einer neuen Sportart, dem Fußballspiel gehört und dieses Spiel auch schon im benachbarten Hamm gesehen. Es wurde nunmehr die Möglichkeit erwogen, all diese körperlichen Übungen systematisch innerhalb eines Vereins zu pflegen. Am 10. April 1910 fanden sich 16 junge Leute in der Kaffeewirtschaft August Berkemann in Lohauserholz zusammen, die den Spiel- und Sportklub Lohauserholz gründeten.

Als Vereinslokal wählte man zunächst die Kaffeewirtschaft August Berkemann und später die Schenkwirtschaft Böckmann. Eine für das Fußballspiel weniger geeignete, aber den Anfängen entsprechende Wiese wurde von dem Landwirt Knäpper gepachtet. Heute erscheint es fast unglaublich, dass auf der mit Maulwurfshaufen bespickten und unebenen Wiese Fußball gespielt werden konnte und dass zu Beginn jeden Spieles zunächst die Tore aus Ästen und jungen Bäumen des nahe gelegenen Busches errichtet werden mussten.

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Beiträge und freiwillige Spenden wurden gesammelt, um Sportgeräte anzuschaffen, so dass ein geregelter Sportbetrieb betrieben werden konnte. Nur langsam konnte sich der junge Verein entwickeln. Ungeahnte Schwierigkeiten lösten einander ab und die Bevölkerung war alles andere als freundlich unserer modernen Sportbewegung gegenüber eingestellt.

Trotz aller Kritik und Drohungen wie „man müsste so etwas polizeilich verbieten“ und „das verstößt ja gegen Sitte und Moral“ ließen sich die Sportler in Lohauserholz ihre Freude am Spiel nicht verleiden. Der Krieg 1914 bis 1918 schlug unserem Verein große Wunden. Acht brave Vereinskameraden sind gefallen. Ihnen zum Gedächtnis stiftete der Verein eine Ehrentafel, die am 2. August 1925 enthüllt wurde.

Im Jahre 1919 kam die Vereinigung mit dem Turnerbund Lohauserholz zustande und seitdem führte der Verein den Namen „Turn- und Spielverein Lohauserholz 07/10“. Die Vereinigung war jedoch nicht von langer Dauer und die Sportler fanden sich wieder unter Beibehaltung dieses Vereinsnamens zusammen. Später wurde der Name noch durch den Zusatz „Daberg“ ergänzt und als „Turn- und Spielverein 1910 Lohauserholz/Daberg“ in das Vereinsregister eingetragen.

Die Vereinsfarben wurden auf Vorschlag des Vereinskameraden „Albert Tenkhoff“ durch Versammlungsbeschluss in Grünweiß geändert.

Die Erfolge in den frühen Jahren:

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  • 1920/21 Meister der C-Klasse
  • 1921/22 Meister der B-Klasse
  • 1922/23 Meister der A-Klasse (ohne Aufstieg)
  • 1923/24 Meister der A-Klasse (mit Aufstieg)

Ein Wechsel von ungeeigneten Plätzen hatte mehrfach stattgefunden. Ein im Jahre 1929 von der Ziegelei Kaupe - Mellmann in Lohauserholz erworbenes 9 Morgen großes Gelände sollte als Stadion ausgebaut werden. Unsere finanziellen Verhältnisse erlaubten einen Ausbau jedoch nicht und so erwarb die Gemeinde Wiescherhöfen nach einigen Jahren das Grundstück und schaffte eine Sportplatzanlage in Lohauserholz, die allen Anforderungen gerecht wurde. 1937 übergab man sie ihrer Bestimmung.

Lohauserholz war einer der Orte, in dem die Spuren des Krieges besonders stark sichtbar wurden. Die Sportplatzanlage wurde restlos zerstört und war nicht mehr bespielbar. Zwangsläufig musste der Spielbetrieb eingestellt werden. 33 Sportler fielen im Krieg bzw. wurden vermisst.

Nachdem die Beseitigung aller Schäden geraume Zeit in Anspruch genommen hatte, konnte der Spielbetrieb erst im Jahre 1948 wieder aufgenommen werden. Auf Grund eines Verbandsbeschlusses mussten wir mit dem Spielbetrieb in der 2. Kreisklasse beginnen. Der alte Sportsgeist hatte wieder Fuß gefasst in unseren Reihen.

1948/49 gelang der ersten Mannschaft bereits der Sprung in die I. Kreisklasse, in der sie 1949/50 neben VfL Mark und SV Königsborn um die Spitze kämpfte. Zu diesem Zeitpunkt verfügten wir bereits wieder über zwei Senioren- und eine Alte-Herren-Mannschaft, über zwei Jugend- und drei Schülermannschaften sowie über eine Handballabteilung und eine Tischtennisabteilung.

1952 gelang unserer ersten Fußballmannschaft der Aufstieg zur Bezirksklasse, in der sie sich leider nur vorübergehend behaupten konnte. Endlich 1957 wurde der Aufstieg zur Bezirksklasse wieder erreicht, in der wir uns bis zum heutigen Tage befinden (heutige Bezirksliga).

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Am 30. November 1957 übergab Ortsbürgermeister Nabe den neuen Sportplatz an der Bergstraße in einer schlichten Feierstunde seiner Bestimmung.

Die Geschichte der TuS Germania Hamm 04

Am 15. Mai 1904 wurde der Sportklub Germania‘ gegründet, am 8. Im August 1913 entstand dann der Verein für Körperpflege durch Zusammenschluss von Preußen und VfB. Vorstandsmitglieder des VfB und des SC Preußen nahmen Fühlung zwecks Zusammenschlusses der beiden Vereine auf. Bereits nach einigen Wochen wurde in einer harmonischen Gründungsversammlung bei Suppe/Kiese (Wilhelmstraße) der Verein für Körperpflege aus der Taufe gehoben.

Vor Ausbruch des ersten Weltkrieges zählte der gerade gegründete VfK 270 „Vollmitglieder“ und 55 Jugendliche. Bereits Ende 1919 waren diese Zahlen nicht nur wieder erreicht, sondern beträchtlich überschritten.

Bereits 1919 wurde die erste Fußball-Mannschaft der „Liga“ zugeteilt, in der sie sehr beachtliche Erfolge errang. Auf dem Sportplatz bei „Lippmann am Boll“ findet der Verein für Körperpflege 1922 eine neue Heimstätte, nachdem in den Jahren zuvor mit Wiesen und Behelfsplätze auskommen musste.

Unter der zielbewussten Führung der Union Direktors Josef Busch, der 1913 - nach der Fusion - zum ersten Vorsitzenden gewählt worden war, begann das Vereinsleben wieder Fuß zu fassen. Der Krieg raubte dem VfK 41 seiner Besten.

Am 6. den Vereinsnamen TuS Germania 04 e. V. 1947/48: Die erste Fußballmannschaft steigt aus der Bezirksklasse in die 1.

1954: Germanias Goldjubiläum. Der Verein blüht.

Nach längeren Vorarbeiten wurde am 8. das Sportfeld an der Beukenbergstraße zu schaffen: das Unionstadion. (BSG Union) zusammen auf diesem Gelände gespielt.

Die erste Fußballmannschaft der „Liga“ zugeteilt. In dieser Klasse errang sie beachtliche Erfolge.

Die Fusion und die Gegenwart

Im Jahr 2002 fusionierte der 1. SG FC Pelkum - Germania Hamm 02.

Der TuS Germania Lohauserholz-Daberg e.V. ist ein lebendiger Verein mit vielfältigen Angeboten. Das Jugendzentrum Bockelweg ist Kooperationspartner des Projekts im Rahmen des lokalen Aktionsplans Heessen.

Das Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" wurde mit dem lokalen Aktionsplan äußerst erfolgreich umgesetzt. Als einen bleibenden positiven Effekt sieht er die noch dichter gewordene Vernetzung vieler Akteure in Heessen.

Die Geschichte des Karate in Hamm-Heessen ist eng mit der Entwicklung dieser Vereine verbunden. Durch die Fusion und die kontinuierliche Arbeit der Mitglieder konnte eine starke Basis für den Karatesport in der Region geschaffen werden. Auch heute noch engagieren sich viele Menschen, um die Traditionen zu pflegen und neue Wege zu gehen.