Das Lied "Blumen aus Eis" von Karat thematisiert die Traurigkeit und Zerbrechlichkeit einer unerfüllten Liebe.
Die Protagonistin und ihre innere Welt
Die Protagonistin ist eine Frau, die oft nach oben zu den Wolken schaut, was symbolisch für eine Suche nach unerreichbaren Träumen steht. Sie ist eine stille Person, deren innere Gefühlswelt von Tränen und einem tiefen Verlangen geprägt ist. Der Vergleich mit Blumen aus Eis verdeutlicht, wie schön und gleichzeitig zerbrechlich ihre Seele ist; trotz ihrer Schönheit wirkt sie kalt und unerreichbar.
Der Sänger beobachtet diese Frau und erkennt, dass sie anders ist als andere - sie bringt ihm Frieden und eine kühlende Berührung, während sie gleichzeitig mit ihrer eigenen Traurigkeit kämpft. Die ständige Wiederholung der Bedürfnisse nach Liebe zeigt, dass der tiefere Wunsch der Frau nicht nur nach Zuneigung, sondern auch nach einer tiefen emotionale Verbindung strebt.
Die vielen Bilder und Vergleiche in den Texten schaffen eine Atmosphären, die den Zuhörer in die innere Welt der Protagonistin eintauchen lassen.
Die musikalische Bedeutung von Karat
Karat - ein klangvoller, einprägsamer Name - und: der Name ist Programm. Hochkarätige Musik, mal rockig, mal sanft. Mit dem Song "Über sieben Brücken" identifiziert man die Gruppe bis heute am meisten. Was die Band mit den beiden letzten Songs kreierte, war beispiellos genial. Was ab Herbst kam, ist ja bekannt. Herberts Krebserkrankung, der er am 12.12.2004 erlag. 2005 ist Claudius der Sänger von KARAT - mit großem Erfolg!
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Der Werdegang der Band
Karat war eine der erfolgreichsten Gruppen in der damaligen DDR. Die Band wurde 1975 gegründet. Herbert Dreilich brachte Conny Burkhard und Christian Steyer dazu, eine neue Band (Panta Rhei) zu gründen. Beide kannten sich von "Panta Rhei". Später ersetzte man die letztgenannten durch Bernd Römer und Michael Schwandt. Sänger blieb Herbert Dreilich.
Bereits 1980 erschien ihre dritte LP "Schwanenkönig". Auf der LP waren u.a. "Die Gefährten des Sturmwinds" und das muntere "Narrenschiff".
Die Akustik-Tour und die Interpretation von "Blumen aus Eis"
Karat ist auf Akustik-Tour und steht damit auch auf einer Dresdner Bühne. In der Akustikvariante ist man näher dran an den Leuten, ich erzähle ein paar Geschichten mehr, als das sonst auf der Bühne der Fall ist, und die Auftritte leben auch mehr von Spontaneität. Ich glaube, das mögen die Leute.
Tatsächlich gibt es Songs bei Karat, die wir nicht ändern möchten, wo es von unserer Seite keine Akustikvariante gibt. Aber das sind die wenigsten. Bei den meisten klappt das wunderbar. „Gewitterregen“ ist toll geworden, „Blumen aus Eis“ haben wir in der Akustikversion sogar in unser normales Programm aufgenommen, weil es so ein starker Song geworden ist. Insofern können die Leute schon etwas Besonderes erwarten. Sie werden auch nicht jeden Song sofort am Anfang erkennen, und das ist ja auch etwas Schönes, so eine kleine Überraschung.
Karat lebt ja viel vom orchestralen Sound, von Streichern, Celli, auch Synthiesounds. Das haben wir erstmal alles raus gestrichen und es damit sehr minimiert auf das Fundament eines Songs. Dann haben wir uns Gedanken gemacht, wie man das mit akustischen Instrumenten neu arrangieren könnte.
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Die Bedeutung politischer Lieder
Politisch engagiert sind wir nicht. Wir sehen als Künstler eher die Aufgabe, die Finger in Wunden zu legen und auf Dinge hinzuweisen. Wir hätten nie damit gerechnet, dass ein Lied wie „Der blaue Planet“, das es nun schon über 30 Jahre gibt, auch im Jahr 2017 derartig aktuell ist.
Das neue Album "Symphony"
Mit dem Philharmonischen Orchester Kiel stand bei dem aufgezeichneten Konzert auch noch ein Orchester auf der Bühne. Der klassische Anteil im Arrangement auf der neuen Live-CD ist weit höher. Das Orchester übernimmt deutliche Anteile bei den Songs, während die Rockband als gleichwertiger Partner auftritt und sich manchmal sogar den neuen Einflüssen unterordnet.
Der straffe Beat von Schlagzeug und Bass, dazu die bombastisch arrangierten Orchesterparts mit Streichern und Bläsern (!) sorgen für ordentlich Druck und harmonieren hervorragend. Fast sämtliche Synthie-Sounds des Originals werden vom Orchester übernommen. Bernd Römers rotzig klingende Gitarre steht im krassen Gegensatz zu den edlen Tönen des Orchesters und gerade dieser Kontrast macht diesen Hammersong von '82 zu etwas Besonderem.
Die vom Orchester gespielten Parts sind angenehme Zutaten bei einer Nummer, die in den letzten Jahren bei Live-Auftritten eher durch Lautstärke und "ungehemmten" Spieltrieb der Kapelle, als durch den Charme des '82er Originals auffiel.
Das Orchester hält sich bei dieser recht ruhigen Nummer dezent im Hintergrund und bildet den klassischen Teppich, auf dem die Band ihren Song aufbauen kann. Hier brillieren alle Beteiligten und es ist hörbar, dass das Lied auf Claudius zugeschnitten ist. Hier passt alles.
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Schon die ersten Töne verursachen sofort Gänsehaut. Hier überzeugt er mit seiner Interpretation auf ganzer Länge. Dann bricht das Gewitter aus Band und Orchester los. Was für eine fulminante Bearbeitung.
Für das Zusammenspiel mit dem Orchester haben sich die KARAT-Musiker etwas zurückgenommen und der Druck, den speziell dieses Stück bei Konzerten erzeugt, geht etwas verloren. Darüber sieht man aber locker hinweg, wenn man den Part des Orchesters hört. Diese Ed Swillms-Komposition ist zeitlos schön und das Orchester hat den Song mit vielen eingestreuten Feinheiten regelrecht veredelt!
Hier geht es mir, wie beim "Schwanenkönig". Diese Fassung ist nicht wirklich viel anders, als bei der Ostrock in Klassik-Aufzeichnung oder der Jubiläums CD von 2001 geworden. Der Einsatz von Harfen und Glockenspiel wäre hier vielleicht zu erwähnen, aber ansonsten hätte es eine weitere Version nicht bedurft.
Es folgt der Klassiker "Blumen aus Eis", der anfangs durch eine andere Gitarrennote überrascht, den guten Eindruck dann aber durch den erneuten Einsatz der Sängerin Carla Nelsen wieder neutralisiert. Geht gar nicht! Dafür macht Marc Breitenfelder auf seiner Harp 'ne Menge Spaß. Das rockt!
Und auch auf dieser CD verfehlt es seine Wirkung nicht. Die typisch für dieses Lied klingende Orgel sorgt für den ersten Schub Gänsehaut. Dann setzt die grazil gespielte Gitarre von Bernd ein. Dezent und leise. Es folgt Micha Schwandt mit seinen ebenso sacht gespielten Fellen und Becken. Und dieser ruhigen Eröffnung mit seiner zierlichen Melodie-Figur folgt ein Donnerschlag. Orchester und Band verleihen der anfangs ruhigen Nummer einen dermaßen großen Druck, dass es einem fast die Füße weghaut. Was für ein Arrangement, was für eine Flut an Eindrücken, was für eine Wucht ... Zum Schluss schläft das Stück leise ein. Wie auch beim Original.
Es ist von all den Veröffentlichungen, die KARAT mit einem Orchester eingespielt hat, die beste Scheibe. Das liegt einen großen Teil am Orchester selbst, das bei jedem Titel mit anderen kleinen wie großen Ideen überrascht, aber auch an der Klasse der KARAT-Musiker.
Die Live-Konzerte von Karat sind heute etwas ganz Besonderes.
