Julia Starke und ihre Bedeutung im Judo

Die Frauen der VfL-Judoabteilung starten in der neu formierten Judo-Bundesliga Süd-West in die neue Saison. Sie kämpfen in diesem Jahr in der neu formierten Judo-Bundesliga Süd-West - zusammen mit Wiesbaden, Speyer und Karlsruhe.

Prominentester Name in der Sindelfinger Bundesliga-Kampfliste der Frauen ist Pauline Starke (Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm). Die aus Niedersachsen stammende Bundeskader-Kämpferin sammelt derzeit auf internationalen Turnieren Punkte für die Olympiateilnahme im Sommer in Paris. Ins Sindelfinger Team kam sie auf Vermittlung ihrer Schwester Julia Starke, die VfL-Mitglied ist und in der Sindelfinger Bundesligamannschaft als 70-Kilogramm-Kämpferin geführt wird.

Wieder mit dabei ist auch die Rumänin Oana Nicolaescu (bis 52 Kilogramm), die in der vergangenen Saison bereits eine sichere Punktelieferantin für das VfL-Frauen-Team war. Und schließlich zählt man im Sindelfinger Lager auch auf Alina Lengweiler (bis 70 Kilogramm). Die 27 Jahre alte Schweizerin gehört schon seit Jahren zum Sindelfinger Team und hat zuletzt beim Weltcup in Warschau am 9. März die Silbermedaille erkämpft. Und nicht zu vergessen die amtierende deutsche Vizemeisterin im Schwergewicht, die Sindelfingerin Aylin Mill. Ansonsten baut das Frauenteam aufNachwuchskräfte und hofft auf ein gutes Abschneiden.

Nathalie-Sara Appel von der TG Biberach hat sich bei den Baden-Württembergischen Einzelmeisterschaften der Frauen die Bronze-Medaille erkämpft. Die Biberacherin startete am 21.11.15 in der Klasse -57 Kg. Wegen der hohen Teilnehmerzahl wurde im Doppel-KO-System gekämpft. Die Meisterschaften wurden in diesem Jahr von den Badischen und Württembergischen Judo-Verbänden gemeinsam in Hockenheim durchgeführt. Nathalie-Sara Appel verlor den ersten Kampf gegen Julia Starke vom VFL Sindelfingen.

Nach einer Unachtsamkeit der Biberacherin konnte die spätere Baden-Württembergische Meisterin Starke den Kampf mit einem Tomoe-nage (Kopfwurf) und anschließendem Haltegriff mit Ippon (ganzer Punkt) für sich entscheiden.

Lesen Sie auch: JJP 3 Dosierpumpe von JUDO JULIA

Julia Starke im Mannschaftskampf

Mit den Judo-Damen aus Sindelfingen stand dem SV Neuhaus eine langjährige Bundesligamannschaft gegenüber. Zwei Mal sieben Kämpfe in der Gewichtsreihenfolge -63 kg, -78 kg, -48 kg, +78 kg, -70 kg, -57 kg und -52 kg standen für die größtenteils unter 20-jährigen Damen an.

Leocardia Zheng ging Julia Starke mit flinken Bewegungen rasch an. Dennoch lag der Vorteil lange bei Starke. Ihr halfen die Tipps von Schauer vom Mattenrand - „eng dran bleiben und Fuß rein“ - gegen Julia Starke aber nicht.

Julia Starke (bis 63 Kilogramm) unterlag im kleinen Finale um Platz drei der Leipzigerin Carina Starke und wurde Fünfte.

Trainingsbesuch in Haltingen

Den zurückliegenden Sonntag werden die Mattensportler der Judoschule Haltingen und des befreundeten Judo-Clubs Efringen-Kirchen so schnell nicht vergessen: Denn sie durften mit den drei Topp-Athletinnen Anna-Maria Wagner (Ravensburg), Pauline Starke (Hannover) und Katharina Menz (Backnang) trainieren. Vermittelt hat diesen Besuch Julia Starke, die beruflich und der Liebe wegen nach Haltingen gezogen ist. Auch sie ist eine erfolgreiche Judoka und suchte natürlich vor Ort den Kontakt zu Mattensportlern. „Ich war überrascht, wie viele begeisterte Judoka es in der Grenzecke gibt“, erzählt sie. Sie trainierte bei den Haltingern und schaute immer wieder auch in Efringen-Kirchen vorbei.

Julia Starke bat ihre Schwester, Nationalkämpferin Pauline Starke, Zwölfte der Weltrangliste in der Klasse bis 57 Kilo, bei ihrem nächsten Familienbesuch in Haltingen vor Ort ein Training zu geben. Und Pauline rief ihre Freundinnen Anna-Maria Wagner und Katharina Menz an, die spontan zusagten.

Lesen Sie auch: Trinkwasserschutz mit JUDO JULIA

Thomas Lützel, Vorsitzende der Judoschule Haltingen, dankte Julia Starke sowie den drei Olympionikinnen Anna-Maria Wagner, Katharina Menz und Pauline Starke für einen unvergesslichen Trainingssonntag. Thomas Lützel, der Vorsitzende der Judoschule Haltingen, der wie sein Efringen-Kirchener Kollege Simon Meier natürlich auch selbst auf der Matte stand, dankte den drei Spitzenjudoka sowie Julia Starke für ihren Einsatz und überreichte jeweils einen Korb mit Haltinger Spezialitäten.

Julia und Pauline Starke waren bereits am Samstag, als die Haltinger ein Kinderturnier ausrichteten, in der Festhalle. Am Sonntag schaute auch René Tscharntke, Gründer der Haltinger Judoschule, vorbei.

Am Ende waren sich alle einig: Das Training mit dem sympathischen Olympia-Trio brachte allen Teilnehmenden einen gewaltigen Motivationsschub. Vor allem aber war es eines: Erstklassige Werbung für den Judosport.

Erfolge in Frankenthal

Hoch motiviert aber gesundheitlich nicht zu ganz fit belegte Julia Starke in Frankenthal einen dritten Platz. Etwas Enttäuschung war dennoch erkennbar. Aufgrund der starken Kämpfe in der Landesliga für den PSV Herford hatte sie sich mehr erhofft.

Bundesliga-Rückkehr des 1. SC Gröbenzell

In der 2. Bundesliga treffen an einem Kampftag immer drei Mannschaften aufeinander. Als erstes trafen die beiden Gastmannschaften aufeinander. Der VfL Sindelfingen konnte die Begegnung mit 5:2 für sich entscheiden.

Lesen Sie auch: JJP 4 Dosierpumpe im Detail

Sarah Kappler traf auf Julia Starke. Nach der regulären Kampfzeit von vier Minuten stand es unentschieden. Nach einer Regeländerung muss nun auch in Mannschaftskämpfen jede einzelne Begegnung ausgekämpft werden. Im Golden Score konnte sich Kappler mit einer Fegetechnik durchsetzen und zum 2:2 ausgleichen.

Dass die Niedersächsin Julia Starke auf der Bundesliga-Mannschaftsliste des schwäbischen VfL-Sindelfingen steht, hat die VfL-Judoabteilung der Schwester von Pauline, Julia Starke, zu verdanken. Julia lebt im Landkreis Böblingen, ist Mitglied der VfL-Judoabteilung und ihrer Bundesligamannschaft. Auf ihre Vermittlung hin startete Pauline schon in der vergangenen Saison für die Sindelfingerinnen. Dieses Jahr kam sie noch nicht zum Einsatz.