Karate lernen in Japan: Kurse und Trainingsmöglichkeiten

Japan ist das Ursprungsland des Karate und bietet eine einzigartige Möglichkeit, diese Kampfkunstform authentisch zu erlernen und zu vertiefen. Zahlreiche Dojos und Organisationen bieten Trainingskurse für verschiedene Stilrichtungen und Niveaus an. Dieser Artikel gibt einen Überblick über einige interessante Trainingsmöglichkeiten in Japan.

Trainingsangebote in Japan

Die folgende Übersicht zeigt verschiedene Trainings-Angebote:

Karate Training in Tokyo (JKA HeadQuarter in Tokio - Idabashi)

Das JKA Honbu Dojo ist eine großartige Gelegenheit, viele bekannte Karate-Gesichter zu treffen und an interessanten Trainingseinheiten teilzunehmen. Für JKA-Mitglieder ist das Training kostenlos (JKA-Ausweis nicht vergessen!). Im JKA Honbu ist das Training sehr gut. Donnerstags ist hier zum Beispiel Naka Sensei ein Trainer, glaube so um etwa 18:00 Uhr, vorher Kurihara. Falls du bei Kagawa Sensei ein Training mitmachst, solltest du fit sein. Der macht manchmal ein extrem hartes Training, mit sehr kurzen Erholungsphasen.

In beiden Headquarters Dojo ist Bodenwischen angesagt. Eine Bahn das ganze Dojo auf allen Vieren mit einem Lappen. Das ist wie ein Rennen. Jeder will schneller sein. Ich mach das gar nicht. Ach und Dojo-Kun auf japanische vielleicht vorher mal lernen, kann nicht schlecht sein. Das ist meist kostenlos und ein Erlebniss.

In die Unis-Dojo kommst du nur auf Empfehlung oder du bist Student an der Uni. oder JKS die Teikyo Universität (Kagawa Sensei). In den Unis geht es aber sehr sehr hart zur Sache. Kagawa Sensei sieht hier extrem streng aus. Ist aber sehr freundlicher und ruhiger Trainer. Schlatt ist wirklich gut.

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JKA-Taishi mit Naka Tatsuya Sensei

Wenn wir in Tokyo sind, ist das JKA Taishi eine tolle Adresse. Mit etwas Glück ist der großartige Naka Sensei auch da.

Karate und Kobudo Training auf Okinawa

Am Ende der Reise gibt es optional die Möglichkeit, weitere 3 bis 5 Tage auf der südlichsten Inselkette Japans, auf Okinawa zu verbringen. Neben dem Sightseeing Programm (Naha, Shuri, Bus Rundreise und dem Strandbesuch) bleibt noch Zeit um das Karate Kaikan (Eine große Karate Halle mit Museum, Shop und Restaurant) zu besuchen um dort dann auch ins Training einzusteigen.

Goju-Ryu Karate Training auf Okinawa

Auf Okinawa sind die folgenden Karate-Stilrichtungen relativ weit verbreitet: Goju-Ryu, Uechi-Ryu, Shorin-Ryu. Shotokan wiederum nicht so sehr :-(. Ich denke aber, für einen Karateka sind alle Stilrichtungen interessant und mit Hokama Kenshikai (10th. Dan) haben wir eine tolle Möglichkeit um ein wenig über den Tellerrand oder das Goju-Ryu Karate zu vertiefen. Er hat neben seinem Dojo noch ein kleines Museum, das auch voll von Karate Erfahrungen ist.

Kobudo Training mit Ishiki-Sensei

Ein besonderes Highlight ist das Training bei Ishiki-Sensei, der sämtliche Waffen des Kobudo lehrt.

Karate Training bei André Bertel in Oita

Eine ganz besondere Ehre ist es, euch ebenfalls ein Training bei Sensei André Bertel (7. Dan) anbieten zu dürfen. Dieses Training ist ganz speziell und zielt auf das traditionelle Shotokan „Budo Karate“ ab. Voraussetzung für das Training sind erweiterte Kenntnisse im Shotokan Karate sowie die körperliche Konstitution. Da sich Oita im Süden von Japan befindet (Kyūshū), ist es von Tokyo auch eine weitere Anreise, die wir aber mit dem Flugzeug oder selbst mit dem Shinkansen gut bewältigen können. Wir planen hier 3 Tage ein, die wir nach der Hokkaido Reise antreten (1. Tag -> Fahrt nach Oita / 2. Tag -> Training 1 / 3. Tag -> Training 2 und Heimreise). Somit sind wir dann zum Abschiedsessen mit der Gruppe wieder in Tokyo.

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Shuri Karate Kobudō Hozonkai Shūbukan im Teruya Dōjō

Ebenfalls ein sehr abwechslungsreiches und Shotokan nahes Training bietet Teruya-Sensei in seinem Dojo. Nicht weit von der Innenstadt ist das Dojo im zweiten Stock eines Geschäfts-Hochhauses. Das Training ist sehr abwechslungsreich, macht richtig Spass und Teruya-Sensei ist ein toller Lehrer und ein sehr netter Kontakt.

Im Kihon werden die einzelnen Techniken gelehrt, die das Fundament des Karate bilden sollen. Dabei wird die Grundlage geschaffen, um später im Kumite erfolgreich sein zu können. Durch das ständige Wiederholen werden die Techniken weiter perfektioniert, um diese in der Kata-Disziplin zu einer komplexeren Form zusammensetzen zu können. Daneben wird mit dem Kumite jener Bereich abgedeckt, der es dem trainierenden Karateschüler nach ausreichender Übung ermöglicht, sich in ernsten und teilweise aussichtslosen Situationen angemessen verteidigen zu können. Im Kata folgen die Karateschüler schließlich einem festgelegten Muster im Raum, d.h. die Reihenfolge der Techniken sind in einem Formenlauf genau festgelegt.

Online Dojo

Es besteht auch die Möglichkeit, an einem Online-Dojo teilzunehmen:

  • Jeweils an den ersten vier Montagen des Monats.
  • Von 18:00 - 19:00 Uhr.
  • (Ausnahme Monat August: Live Sessions morgens von 06:30 - 07:30 Uhr).

Nach dem Live-Training ist ebenfalls Zeit für Fragen aller Art sowie ganz allgemeine Themen wie Karate-Philosophie, Terminologie, Training in Japan, kulturelle Unterschiede, etc.

Die Live-Trainings werden per Zoom direkt in Dein "Home-Dojo" gestreamt. Falls Du einmal nicht daran teilnehmen kannst, kein Problem: Ein Mitschnitt der jeweiligen Zoom-Einheit wird allen Mitgliedern auf YouTube bereitgestellt und kann dort jederzeit abgerufen werden. Dasselbe gilt für die Video-Einheiten.

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Der Beitrag für den kompletten Monat beträgt 35,- EUR (pro Person). Bitte beachte, dass sich die Gebühr von 35,- EUR auf eine Person bezieht. Sollten mehrere Karateka aus einem Haushalt teilnehmen wollen, wären alle Personen individuell anzumelden.

Die Japan Karate Association (JKA)

Um 1949 gründeten seine Anhänger eine Organisation, die sich die Verbreitung des Karate zum Ziel gesetzt hatte. Diese Organisation wurde Nihon Karate Kyokai (Japan Karate Association) benannt. Sensei Gichin Funakoshi wurde zum erste Cheftrainer (Shuseki Shihan) der Japan Karate Association ernannt.

Das administrative Dojo der JKA wurde am 20. März 1955 in Yotsuya (Shinjuku, Tokyo) erbaut. Im April des darauf folgenden Jahres begann in den Räumlichkeiten des Haupt-Dojos das Training. Das japanische Bildungsministerium begann am 10. Nakayama Masatoshi Sensei wurde Top-Shihan der JKA und übernahm damit den Posten Funakoshis.

Die 5. Nationalen Championchips 1961 wurden durch seine Kaiserliche Hoheit Akihito eröffnet. In zweiter Instanz gewann schließlich die Gruppe um Shihan Sugiura. Bekannte Meister wie Shoji, Tsuyama, Enoeda,Tanaka, Ueki, Osaka, Iida, Oichi, Aoki usw.

Im Jahre 2000 zog das JKA Headquarter mit ihrem Sohonbu Dojo von Ebisu Shibuya nach Bunkyo in die nähe von Korakuen 3 112-0004 Bunkyo Ward, Präfektur Tokio 2-23-15. Ein beachtliches Gebäude mit 3 Etagen, einem kleinen und einem großen Dojo mit großartiger Parkett-Ausstattung.

Alle ihre Ausbilder waren Full-Time Trainer, die speziell geschult wurden um Karate zu unterrichten. Jeder JKA-Instructor muss ein spezielles Instructor Trainingsprogramm (Kenshusei) abschließen. Die Teilnehmer für dieses Programm unterlag strengen Auswahlcriterien. Das war ein Garant für die hohe Qualität ihres Zertifikats. Das JKA Instructor Trainingsprogramm besteht seit Jahrzehnten.

Die Karate Trainer des Shotokan Kyokai Berlin haben es sich zur Aufgabe gemacht, eng mit den Absolventen dieses Programms zusammenzuarbeiten und unter den Ausbildern der JKA zu lernen.

Die Japan Karate Association (JKA) wurde ursprünglich 1948 als gemeinnützige Organisation gegründet. Aufgrund ihres bedeutenden Beitrags für die japanische Gesellschaft durch eine Reihe von Aktivitäten wurde sie durch das japanische Bildungsministerium JKA 1957 als SHADAN HOJIN (eingetragene Vereinigung) anerkannt.

Durch ihren kontinuierlichen Beitrag und ihe Engagement für die Gesellschaft wurde die JKA von der japanischen Regierung außerdem am 21. März 2012 als KOEKI SHADAN HOJIN (eingetragener Verein von öffentlichem Interesse) anerkannt. Die JKA ist bis heute der einzige japanische Kampfkunstverband, dem eine solche Anerkennung von seiner Regierung zuteil wurde.

Unsere Mitglieder können sich im JKA Headquarters als Einzelmitglieder mit individuellen Membernumber eintragen lassen und bekommen einen internationalen JKA-Pass und JKA-Mitgliedskarte.

Wir sind Mitglied im JKA Shokukai - Bundesstilrichtung für JKA Karate im Deutschen Karate Verband e.V. JKA Shokukai ist die offizielle 2nd branch der JKA in Deutschland, vom JKA Headquarters (JKA HQ) anerkannt.

Eindrücke aus Japanischen Dojos

Während der Reise nach Tokyo zur International Karate Friendship 2025 und der World Weight Category Championships 2025 - zwei der drei Weltmeisterschaften in der IKO - nutzte Sensei Peter die Gelegenheit, sich selbst weiterzubilden und die einmalige Atmosphäre der japanischen Dojos aufzusaugen. Japan ist bekannt für seine disziplinierte und fokussierte Trainingskultur, die sich in den Dojos widerspiegelt.

„Es ist eine ganz andere Atmosphäre. Die Präzision, die Konzentration - das ist etwas, das man so in Europa selten erlebt“, beschreibt Sensei Peter die Erfahrung. Die japanischen Dojos sind nicht nur Orte des Trainings, sondern auch der Tradition und Disziplin. Jeder Schüler, egal ob Anfänger oder erfahrener Kämpfer, folgt einem strengen Protokoll, das auf jahrzehntealten Prinzipien basiert. Die Atmosphäre ist geprägt von Respekt, Konzentration und der ständigen Bereitschaft, sich zu verbessern.

Neben dem täglichen Training hatte Sensei Peter auch die Möglichkeit, die Brüder Ryouji und Reiji Ohata wiederzutreffen, zwei befreundete Ausnahmetalente, die unter Shihan Kawabata in Kyoto großgeworden sind. Die Reise nach Japan war für Sensei Peter nicht nur sportlich ein Highlight, sondern auch kulturell.

Der Austausch mit Karatekas aus aller Welt stärkte die internationalen Verbindungen. Vor allem die erneute Begegnung mit den Ohata-Brüdern hinterließen einen bleibenden Eindruck. Auch außerhalb der Wettkämpfe nutzte Sensei Peter die Zeit, um Kontakte zu anderen internationalen Trainern und Dojo-Leitern zu pflegen. Diese Begegnungen trugen nicht nur zum sportlichen Austausch bei, sondern halfen auch, kulturelle Unterschiede besser zu verstehen und Freundschaften zu vertiefen.

„Der Geist des Karate verbindet uns - egal, aus welchem Land wir kommen“, betont er. Durch diese internationalen Freundschaften wird nicht nur der sportliche Austausch gefördert, sondern auch der kulturelle. „Karate verbindet uns über Ländergrenzen hinweg.