Im Judo gibt es eine Besonderheit bei der Vergabe der Bronzemedaillen: Es werden zwei dritte Plätze vergeben. Aber woher kommt diese Regelung?
Der ursprüngliche Grund für die zwei Bronzemedaillen war die fehlende Trostrunde bei japanischen und Weltmeisterschaften. Wenn es zwei dritte Plätze gibt, kann es keinen vierten geben, das ist immer so, deswegen gibt es zwei fünfte.
Ansonsten ist es natürlich sehr schön hergeleitet mit den fünften und siebten Plätzen.
Auswirkungen auf den Wettkampf
Die Abschaffung der Wertung Koka wird als Debakel angesehen. Das schöne Judo, die japanischen Begriffe werden einem entfernt, jede erdenkliche noch so kleinste Mühe wird nicht zu Wertung gezählt, das ist eine Schande für den Respekt gegenüber dem Werfenden.
Der Golden Score sollte 5 Minuten weiterhin betragen, entweder kann ich Judo und werfe schnell oder ich bin zu schlecht schlicht und einfach in meinen Möglichkeiten und muss entkräftet in die nächste Runde. Man konnte sich im Krieg seinen Gegner nicht aussuchen. Ein Sieger hat nicht nur Glück, sondern auch Durchhaltungsvermögen und einen langem Atem.
Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?
Diese Regeln haben viele negative Aspekte. Die Regeln werden gewiss das Judo verbessern, „ja“ aber um einiges an Schönheit verlieren. Schön ist es, wenn Farbe in einem Spiel kommt, monotones Judo ist interessant, doch bietet nicht die Faszination, die es in den letzten Jahren brachte.
Kleine Vereine werden schließen müssen, Judo-Interessen werden davon schwinden und große Ehren-Namen werden von heute auf morgen nicht wissen, ob sie Judo je gemacht haben und ob sie es wert sind. Dazu kommt, dass Kaderleute einen noch größeren Vorteil besitzen werden im Judo. Und der Privat-Judoka wird es sehr schwer haben und mögliche Olympiasieger werden nie erkannt/entdeckt.
Das schöne im Judo ist nicht nur der sanfte Weg, sondern das so vielseitige, den dieser Weg mit sich bringt. Dass sich so viele Sportarten mit einbauen ließen und den Wert die Komplexität und den Stellenwert des Judos immer mehr nach oben brachte.
Das Judo war nicht immer Judo und wird nicht immer Judo sein, man versucht Probleme zu lösen, die sich im Laufe der Zeit sanft selber zu Ruhe setzten. Nun bricht man diese Ruhe, um aktiv mitzuwirken. Und macht zusätzliche Kosten, Ärger und es geht so viel Wissen verloren, viel Flexibilität eines Kämpfers. Er ist nur noch ein Fachidiot seines Sports.
Dies wird in der lang Zeit keinen Erfolg versprechen. So verändert man nicht den Judo-Sport, so verändert man die Basis des denkenden Judokas auf ein neues, anstatt die Natur fruchten zu lassen!
Lesen Sie auch: Exploring Precht's Philosophy
Konkurrenz muss sein und nicht verharmlost oder gelöscht werden.
Lesen Sie auch: Was sind die Judo Regeln?
