Gold ist seit Jahrtausenden eines der begehrtesten Materialien der Menschheit und spielt eine zentrale Rolle in Schmuck, Münzen und Kunstwerken. Bei der Auswahl von Goldschmuck stößt man oft auf Abkürzungen wie 8K, 14K oder 750. Aber was bedeuten diese Zahlen?
Was bedeutet Karat?
Die Bezeichnung „Karat“ (KT) ist eine Maßeinheit, die verwendet wird, um die Feinheit von Gold anzugeben. Sie beschreibt den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Karat (abgekürzt kt oder C) ist ein traditioneller Begriff, der im Schmuckbereich verwendet wird, um den Goldanteil in einer Legierung anzugeben. Dieser Anteil wird in 24tel Gewichtsanteilen ausgedrückt.
24 Karat entspricht reinem Gold. Ein Schmuckstück mit 8 Karat enthält etwa ein Drittel reines Gold, während 1 Karat einem Goldanteil von 1/24 des Gesamtgewichts entspricht, was ungefähr 4,167 Prozent reinen Goldanteil bedeutet. Heute wird die Angabe in Karat jedoch als veraltet betrachtet und häufig durch den Feingehalt in Promille ersetzt.
Der Feingehalt oder auch Feinheit bezeichnet den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen (Promille) des Gesamtgewichts. Diese Angabe ist heute der Standard, auch im Schmuckbereich.
Zum Beispiel bedeutet 585er Gold, dass der Goldanteil 585 Promille des Gesamtgewichts beträgt. Der theoretische Maximalwert ist 1000, praktisch gilt 999er Gold als reines Gold.
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Praktisch gesehen gibt es keinen Unterschied. Sowohl Karat als auch Feingehalt beschreiben den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Während der Feingehalt in Tausendteilen (Promille) angegeben wird, erfolgt die Karat-Angabe in 24er Teilen. Beide Werte sind relative Angaben, die grundsätzlich ineinander umgerechnet werden können.
Verschiedene Goldlegierungen und ihre Reinheit
- 8K (333er Gold): Enthält 33,3 % reines Gold.
- 9K (375er Gold): Hat einen Feingoldanteil von 37,5 %.
- 14K (585er Gold): Besteht aus 58,5 % reinem Gold.
- 18K (750er Gold): Enthält 75 % reines Gold.
- 22K (916er Gold): Besitzt einen Goldanteil von 91,6 %.
- 24K (999er Gold): Ist reines Gold, das in der Regel in Form von Barren oder Münzen angeboten wird.
Die Reinheit des Goldes und seine Bedeutung
Goldschmuck hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. In alten Zivilisationen wie Ägypten und Mesopotamien wurde Gold als Symbol für Reichtum und Macht angesehen. Die Reinheit des Goldes war entscheidend, und es wurden verschiedene Methoden entwickelt, um die Qualität des Goldes zu gewährleisten.
Der Hauptunterschied zwischen den verschiedenen Goldlegierungen ist die Reinheit des Goldes. 333er Gold hat einen Feingoldanteil von 33,3 % und wird oft mit einem hohen Anteil an Kupfer gemischt, was ihm einen rötlichen Farbton verleiht. 585er Gold enthält 58,5 % Feingold und ist eine beliebte Wahl für hochwertigen Schmuck, der dennoch robust genug für den Alltag ist.
Gold ist ein sehr nachhaltiges Material, da es immer wieder eingeschmolzen und weiterverarbeitet werden kann.
Feingehalt in Tausendstel vs. Karatmaß
Der Feingehalt in Tausendstel ist ein System zur Angabe der Reinheit von Platin-, Gold- und Silberlegierungen in Teilen pro Tausend der Masse des reinen Metalls in der Legierung. Der Feingehalt von Gold wird nach der Raffination bestimmt. Aufgrund der unterschiedlichen Technologien und Standards auf der ganzen Welt geht nicht jeder auf die gleiche Weise vor. So beträgt der weltweit akzeptierte Mindestfeingehalt von Gold 99,5 %. Obwohl die meisten europäischen und nordamerikanischen Kunden einen Reinheitsgrad von 99,99 % und mehr erwarten, ist dies vor allem eine Folge der im Laufe der Zeit sinkenden Scheidekosten.
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Tabelle zur Umrechnung von Karat in Feingehalt:
| Karat (kt) | Feingehalt in Tausendsteln | Goldanteil in Prozent |
|---|---|---|
| 8 kt | 333 | 33,3 % |
| 9 kt | 375 | 37,5 % |
| 10 kt | 417 | 41,7 % |
| 14 kt | 585 | 58,5 % |
| 18 kt | 750 | 75 % |
| 20 kt | 833 | 83,3 % |
| 21 kt | 875 | 87,5 % |
| 22 kt | 916,66 | 91,666 % |
| 24 kt | 999 | 99,9 % |
Prozentangaben nur zur Veranschaulichung. Prozentwerte sind in der Edelmetallbranche unüblich.
Goldlegierungen
Die Legierungsbildung dient dem Zweck, die physikalischen und chemischen Eigenschaften eines Metalls in einem bestimmten Bereich zu verbessern. Es gibt ebenfalls natürlich vorkommende Legierungen, die gemeinsam mit den Formgedächtnis-Legierungen, Gusslegierungen und Knetlegierungen eine eigene Kategorie innerhalb dieser Metallgemische stellen. Welche Goldlegierungen werden voneinander unterschieden Abseits der Schmuckherstellung gibt es für das Edelmetall Gold aufgrund seiner hervorragenden physikalischen und elektrochemischen Eigenschaften eine große technologische Bandbreite, um es zu nutzen. Gold wird dabei in der Regel umlegiert, um seine Eigenschaften nochmals zu verbessern.
Insbesondere ist die weiche Duktilität des Reinmetalls eine verbesserungswürdige Eigenschaft. Neben diesen stoffinternen Verbesserungen wird ebenfalls die Farbe des Goldes insbesondere bei der Schmuckherstellung geändert. Während einige goldhaltige Legierungen, wie z.B. das Normmetall, aus Kostengründen entwickelt wurden, sind andere gerade aufgrund ihres Aussehens für die Schmuckindustrie interessant.
Landestypische Karat-Werte
Weltweit gibt es unterschiedliche Vorlieben bei den Reinheitsgraden von Gold. Auf dem nordamerikanischen Kontinent ist das eher blasse, aber kratzfeste 585er Gold (14 Karat) besonders populär. Im arabischen Raum bevorzugt man 21 Karat Gold für die Schmuckherstellung, während in Indien oft 22 Karat verwendet werden. In China findet man sogar 24 Karat Goldschmuck, der als „Chuk Kam“ (volles Gold) bezeichnet wird.
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In Deutschland ist Goldschmuck zwischen 8 und 18 Karat typisch, was einem Feingehalt von 333 bis 750 in Tausendsteln entspricht. Außerdem gibt es hierzulande gesetzliche Regelungen, die einen Mindest-Goldgehalt vorschreiben, damit Schmuck als Gold verkauft werden darf.
Wo finde ich diese Hinweise zum Goldgehalt?
Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Die Angaben auf Schmuckstücken sind jedoch nicht immer einheitlich: Der Goldgehalt kann entweder in Karat oder als Feingehalt in Promille angegeben werden.
