Asiatische Kampfsportarten: Eine Reise durch Tradition, Philosophie und moderne Anwendung

Die Wiege der Kampfkunst liegt vermutlich in China. Die ältesten Hinweise auf standardisierte Kampftechniken für den Krieg stammen aus dem Jahr 2698 vor Christus. Die Truppen sollten die Verteidigungs- und Angriffstechniken beherrschen, um dem Gegner überlegen zu sein. Heute, mehr als 4700 Jahre später, geht es in den Kampfkünsten aus Asien nicht mehr ums nackte Überleben.

Statt dessen betreiben viele eine Kampfkunst wegen der Philosophie, die dahinter steckt, und deren Konzept sich häufig an den Konfuzianismus oder den Buddhismus anlehnt. Ein Kampfkünstler soll nach Frieden streben und das eigene Ich finden. Dass er auch Techniken erlernt, mit denen er Menschen töten kann, scheint ein Widerspruch zu dieser Sinnsuche zu sein.

Die Entwicklung der Kampfkünste in China

Die Entwicklung der Kampfkünste in China ist eng mit der des Militärs verknüpft. 702 gab es hier die ersten Kampfkunstprüfungen, nach denen die Soldaten ihren Rang erhielten. Bis zum Ende der republikanischen Periode im Jahre 1949 blieb die Kampfkunst mehr oder weniger ein Privileg der Soldaten. Erst dann ging Chinas Regierung dazu über, die Kampftechniken als Nationalkunst zu bezeichnen, und machte diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Die Kampfkunst erlebte jedoch nur eine kurze Blüte: Nach der Gründung der Volksrepublik China am 1. Die Regierung in China erkannte lange nur das moderne Wushu an, das sie in den 1950ern entwickeln ließ.

Diese Kampfkunst kombiniert verschiedene Stile miteinander. Viele Kampfkünstler lehnen Wushu daher ab.

Kampfkünste in Korea

Auch in Nord- und Südkorea ist Kampfkunst sehr populär. Die verschiedenen Varianten sind vor allem durch den Buddhismus beeinflusst. Ein traditioneller Stil ist das Taekgyeon, eine Kampfkunst mit tänzerischer Anmutung, deren Bewegungen sich in keinem anderen asiatischen Stil wiederfinden. Taekgyeon war bis zur Besatzung durch die Japaner im Jahre 1910 sehr verbreitet. Während der Besatzungszeit (1910 bis 1945) entwickelte sich aus dem japanischen Karate das Taekwondo. Tae heißt Fuß, Kwon steht für Faust und Do für Weg. Der Begriff für den neuen Stil wurde allerdings erst 1955, zehn Jahre nach Ende der japanischen Kolonialherrschaft, durch den südkoreanischen General Choi Hong-hi geprägt. Seit 2000 ist Taekwondo eine olympische Disziplin. In den Kämpfen geht es darum, den Gegner mit kraftvollen Tritten und Fauststößen zu treffen - vor allem Tritte gegen den Kopf bringen viele Punkte.

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Japanische Kampfkünste: Judo, Karate und Aikido

Die weltweit bekanntesten Kampfstile aus Japan sind Judo, Karate und Aikido. Diese Disziplinen sind noch relativ jung. Das Judo (japanisch für "sanfter Weg") stammt etwa aus dem 19. Jahrhundert. Sein Begründer Jigoro Kano führte die farbigen Gürtel ein, die den Entwicklungsstand eines Schülers symbolisieren. Kano systematisierte das Judo, indem er Würfe aus dem Ju-Jutsu mit anderen Techniken kombinierte.

Die Samurai und ihre Kampfkunst

Lange vor dem Judo prägten vor allem die Krieger aus der Oberschicht - die Samurai (Diener) - die Kampfkunst in Japan. Der Kodex, den sie befolgen, heißt auf Japanisch Buschido, der Weg des Krieges. Ab dem 8. Jahrhundert waren die Samurai zunächst Soldaten im Dienste des Kaisers. Dieser verlor jedoch wegen kriegerischer Auseinandersetzungen innerhalb des Hochadels immer mehr an Macht. Ab dem 12. Die Samurai entwickelten ihre Kampfkunst stetig fort. Sie waren vor allem für ihre Fähigkeiten mit dem Schwert berüchtigt. Die in ihrer Ära hergestellten Klingen zählen bis heute zu den besten, die jemals gefertigt wurden. Sie waren leicht, extrem hart und scharf.

Das Katana etwa ist ein langes, leicht gebogenes Schwert, das die Seele eines Samurai verkörpern soll. Dieser hatte zumindest theoretisch das Recht, jeden zu töten, der ihm nicht den gebotenen Respekt zollte. Ab dem 17. Jahrhundert bröckelte die Herrschaft der Samurai. 1868 setzten die kaisertreuen Fürstentümer Japans dem Samurai-Regiment ein Ende. Fortan war es verboten, in der Öffentlichkeit ein Schwert zu tragen. Das Verbot beeinflusste die Fortentwicklung der Kampfkunst in Japan.

Überblick über populäre Kampfsportarten

Wer heute Kampfsport ausübt, möchte oft außerdem die körperliche Fitness und das Selbstbewusstsein stärken. Mit Kampfkunst (engl.: martial art; martial heißt „kriegerisch“ und art „Kunst“) sind in der Regel Selbstverteidigungstechniken aus östlichen Kulturen gemeint, etwa chinesische Kampfkünste wie Kung-Fu, japanische wie Aikido oder das koreanische Taekwondo.[1] Kampfsportarten mit einer langen Tradition in Europa sind Ringen, Boxen und Fechten. Zum Fechten gehört eine Waffe, weshalb diese Kampfsportart eine Sonderrolle einnimmt. Es gibt auch asiatische Kampfsportarten, die mit Waffen betrieben werden, etwa das japanische Kendo, eine Art Schwertkampf. Olympische Kampfsportarten sind Boxen, Fechten, Judo, Karate, Ringen und Taekwondo.

Technische Unterschiede bei Kampfsportarten

Jeder Kampfsport hat eigene Techniken und Schwerpunkte. Beim Ringen besteht ein enger Körperkontakt und beim Boxen werden Schläge primär aus der Distanz abgegeben. Bei einigen Kampfsportarten sind Tritte verboten, bei anderen geben sie gerade den Ausschlag. Manche Kampfsportarten lassen sich den Stilen „weich“ und „hart“ zuordnen. Weich bedeutet, die Energie von gegnerischen Angriffen aufzufangen und umzuleiten. Eigene Attacken werden nicht in voller Härte ausgeführt (zum Beispiel beim Aikido). Harte Kampfsportarten zielen ursprünglich darauf ab, das Gegenüber zu verletzen. Zu dieser Art Kampfsport gehört zum Beispiel Taekwondo.

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Kampfsportarten im Kurzportrait

Um Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben, welcher Kampfsport für Sie in Frage kommt, folgen hier elf populäre Kampfsportarten im Kurzportrait. Diese Kampfsportarten-Liste lässt Sportarten wie Fechten oder Kendo aus, für die eine (kostspielige) Spezialausrüstung erforderlich ist.

  • Aikido: Eine japanische Kampfkunst aus dem frühen 20. Jahrhundert, die defensiv ausgerichtet ist und darauf abzielt, die Energie des Angriffs abzuleiten.
  • Boxen: Eine der ältesten Kampfsportarten, bei der Schläge auf den Kopf oder Oberkörper des Gegners erzielt werden müssen.
  • Capoeira: Eine afro-brasilianische Kampfkunst, die Kampf, Musik und Tanz vereint.
  • Jiu Jitsu: Eine Kampfkunst, die auf den japanischen Samurai zurückgeht und auf dem Prinzip "Siegen durch Nachgeben" basiert.
  • Judo: Entwickelt aus Jiu Jitsu, legt Judo den Schwerpunkt auf Griffe, Hebel und Würfe.
  • Karate: Eine waffenlose Kampfkunst, die Stoß-, Schlag- und Tritttechniken erlernt.
  • Kickboxen: Verbindet Schlagtechniken des Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo.
  • Krav Maga: Ein Selbstverteidigungssystem, das für israelische Sicherheitskräfte entwickelt wurde und auf intuitiven menschlichen Reaktionsmustern basiert.
  • Ringen: Eine olympische Disziplin, bei der es darum geht, den Gegner mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen.
  • Taekwondo: Eine koreanische Kampfsportart, die sich durch ausgeprägte Fußtechniken, Tritte, Drehungen und Sprünge auszeichnet.
  • Wing Chun: Ein Kung-Fu-Stil, der darauf abzielt, die Kraft des gegnerischen Angriffs abzuleiten.

Kampfsport und Gesundheit

Menschen verfolgen mit Kampfsport in der Regel zwei Ziele: Sie möchten ihre Fähigkeit zur Selbstverteidigung steigern und ihre körperliche Fitness verbessern. Tatsächlich trainieren die meisten Kampfsportarten körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen. Außerdem scheinen die Bewegungsabläufe bei asiatischen Kampfkünsten die Knochengesundheit besonders gut zu fördern . Studien haben zum Beispiel eine verbesserte Knochendichte bei jungen Menschen nachgewiesen, die Judo, Karate und Taekwondo ausüben. Als Gesundheitssport für Menschen über 60 Jahre sind vor allem „weiche“ Kampfsportarten gut geeignet.

Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischer Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Eine neuere Studie liefert Hinweise darauf, dass Menschen, die japanische Kampfkünste über einen längeren Zeitraum regelmäßig ausüben, zufriedener und weniger anfällig für psychische Erkrankungen sind als der Durchschnitt der Bevölkerung. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein. Das macht Kampfsport für Frauen, die sich im öffentlichen Raum unsicher fühlen, besonders reizvoll.

Weitere Aspekte asiatischer Kampfkünste

Von asiatischen Kampfsportarten geht eine große Faszination aus. Sie versprechen häufig nicht nur eine kämpferische Überlegenheit gegenüber (nicht selten körperlich stärkeren) Gegnern, sondern fast immer auch philosophische Ansätze, die zur Entspannung, Meditation und sogar zur geistigen Erleuchtung dienen.

Budo: Der Weg der Kampfkünste

Japanische Kampfkünste werden unter dem Oberbegriff Budo zusammengefasst. Im Gegensatz zu reinen Kriegskünsten ist der Budo Kampf auch stets durch eine innere Do-Lehre geprägt.

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Kung Fu: Vielfalt chinesischer Stile

In China, wo auch der eigentliche Ursprung für das japanische Karate liegt, gilt Kung Fu nur als Oberbegriff vieler verschiedener Stile. Im Westen sind vor allem Shaolin und Wing Chun bzw. Wing Tsun sehr bekannt.

Entwicklung neuer Kampfsportarten

Überhaupt entwickeln sich immer wieder neue Kampfsportarten aus bestehenden Stilen. Zunächst waren im Westen nur Karate und Judo bekannt. Mittlerweile steigt das Interesse an weiteren asiatischen Kampfsportarten wie Jiu Jitsu, Aikido oder Kendo. Vor allem die Karate- und Kung Fu-Filmwelle der 1970er (hier allen voran Bruce Lee, Chuck Norris und David Carradine) hat zur Verbreitung von asiatischem Kampfsport im Westen beigetragen. Später kamen dann eher unbekannte Stile wie Aikido oder Kendo hinzu, die aber mittlerweile gleichrangig zu den anderen Kampfsportarten stehen. Heute gelten Stile wie Tai Chi (das als „Schattenboxen“ gegen imaginäre Gegner im Prinzip oft mehr als Gymnastik denn als Kampfkunst betrachtet wird) als ebenso populär wie das reine Wettkampf-Judo der 70er Jahre.

Defensive und offensive Ausrichtungen

Judo oder Aikido kommen erst dann zur Anwendung, wenn der Angreifer den Gegner bereits berührt, weil die Techniken direkten Körperkontakt erfordern. Daran sieht man, dass eine defensive Ausrichtung ohne Schläge und Tritte nicht unbedingt mit Schwäche gleichzusetzen ist. Kommt es jedoch zum Kampf, soll er auch gewonnen werden. Beim Karate oder Tae Kwon Do sind die Grundpositionen bereits ein Warnsignal an den Gegner und dienen der Abschreckung. Beide Elemente vereinen viele Kung Fu-Stile. Im Wing Chun folgt man zum Beispiel eher der „sanften“ Federtechnik und leitet die Energie des Angreifers wirkungsvoll ab. Wing Chun wurde konsequent von einer Frau entwickelt, um sich gegen die aggressiven Shaolin-Techniken wehren zu können, die in vergangenen Jahrhunderten das Kung Fu prägten. Komplett offensiv ausgerichtet ist hingegen Kendo, das auf den Schwertkampftechniken der Samurai basiert. Doch auch beim Kendo gilt inzwischen das meditative Element als wichtig. Ganz ähnlich ist es beim Sumo, das zwar ohne Waffen auskommt, aber eher aggressiv in der Anwendung ist. Im starken Gegensatz dazu steht Kyudo, das japanische Bogenschießen, dessen viele rituell festgelegte Abläufe einen stark meditativen Charakter besitzen.

Die Rolle der inneren Einstellung und Ausrüstung

Für Kung-Fu und Tai Chi ist nicht nur die innere Einstellung wichtig. Auch das richtige Schuhwerk kann eine entscheidende Rolle spielen. Asiatischer Kampfsport wird manchmal in Tabi-Socken, häufiger aber mit blanken Füßen auf gepolsterten Matten ausgetragen, etwa beim Judo oder Karate. Doch in den letzten Jahren hat sich dies zum Teil geändert. Zum einen spielen hygienische Gründe sicherlich eine Rolle. Natürlich sind Turnschuhe gerade bei Tritten im Training ungeeignet, da sie ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringen. Aus dem Kung Fu übernehmen daher viele Kampfsportschulen mittlerweile die Tradition der Kung Fu Schuhe. Sie schützen die Füße, ohne die Verletzungsgefahr des Trainingspartners zu erhöhen und geben außerdem festen Halt auf glatten Böden. Da gerade im Kung Fu oft ohne Matten trainiert wird, ist der feste Stand besonders wichtig.

Bekannte asiatische Kampfsportarten im Detail

Es gibt die unterschiedlichsten, asiatischen Kampfsportarten. Einige zielen auf schnelle praktische Anwendbarkeit, während andere erst nach Jahren der Perfektionierung einsetzbar sind, dann aber sehr effektiv. Einen Überblick finden Sie hier.

Judo und Karate: Effektivität und Selbstbeherrschung

Die bekanntesten asiatischen Kampfsportarten sind ohne Zweifel Judo und Karate. Beide stammen aus Japan und zielen auf eine effektive Entwaffnung des Gegners ab. Für beide benötigen Sie viel Selbstbeherrschung. Insbesondere im Judo liegt der Fokus darauf, wenig bis keine Verletzungen zu erzeugen und sich dennoch effektiv zu verteidigen. Judo heißt übersetzt: Der sanfte Weg. Es wurde im 19. Karate ist deutlich älter als Judo. Erfunden wurde die Kampftechnik im Wesentlichen auf der japanischen Insel Okinawa im 16. Jahrhundert. Im Gegensatz zum Judo verfolgt das Karate einen deutlich massiveren Ansatz. Allerdings ist es ausschließlich als Selbstverteidigungstechnik gedacht.

Körperliche und geistige Fokussierung

Körperliche wie geistige Fokussierung und Konzentration stehen bei vielen Kampfsportarten im Vordergrund. Kämpfende sollen nicht blindlings oder im Zorn auf einander losgehen. Die Bewegungsabläufe werden ähnlich wie Tänze einstudiert. Daher - und um ihrer Effektivität im Akutfall Willen - werden die Kampftechniken bis zur Perfektion studiert.

Wenig Kraft, viel Technik

Bei vielen asiatischen Kampfsportarten spielt Körperkraft nur eine untergeordnete Rolle. Mit Hilfe von Hebelwirkungen, Schwung und dem Einsatz von Körpergewicht befähigen sie Frauen wie Männer dazu, auch körperlich überlegene Gegner besiegen zu können. Beispielhaft hierfür sind unter anderem:

  • Ju-Jutsu: Der Name bedeutet so viel wie "ausweichen" oder "nachgeben". Bei dieser Kampfsportart wird die Kraft des Gegeners anstelle der eigenen Kraft genutzt, indem sie umgelenkt wird. Beispielsweise kann so der Schwung eines Schlags den Schläger selbst zu Fall bringen. Jiu-Jitsu ist die älteste, japanische Kampfsportart. Ihr Ursprung liegt bei den Samurai. Heute ist sie Teil der polizeilichen Ausbildung.
  • Aikido: Auch Aikido legt keinen Wert auf Muskelmasse.

Selbstbeherrschung auf allen Ebenen

Asiatische Kampfsporten verfolgen immer eine Mentalität. Diese wird in der Regel gemeinsam mit den praktischen Techniken unterrichtet. Besonders spürbar wird das beim Wing Tsun. Der Name dieses chinesischen Kung-Fu-Stils bedeutet "Schöner Frühling".

Beim Wing Tsun werden nicht nur Verteidigungs-, sondern auch Kommunikationsstrategien gelehrt. Insofern setzt das die Technik, die im frühen 19. Jahrhundert entstand, noch vor dem Kampf an. Denn hier geht es nicht nur darum, Kämpfe im Zweifelsfall zu gewinnen.

Muay Thai und mehr

Doch nicht nur Japan und China sind Herkunftsländer großer Kampfsportarten. Aus Thailand beispielsweise wurde das Muay Thai Boran sowie das ebenfalls waffenlose Thai-Boxen bekannt. Es hat seinen Ursprung in der ebenfalls thailändischen, allerdings bewaffneten Kampfkunst des Krabi Krabong.

Filipino Martial Arts und koreanische Techniken

Ähnlich dem Mixed Martial Arts (gemischte Kampfsportarten) entstand auf den Phillippinen Filipino Martial Arts. Eine gemischte Kampfkunst der unterschiedlichen regionalen Stile, wie Panantukan, Suntukan, Arnis, Eskrima und Kali. Auch die koreanischen Techniken des Hapkido und des Taekwondo arbeiten effektiv und stilübergreifend, etwa mit unterschiedlichen Schlag- und Trettechniken.

Spezifische Kampfkunstarten im Fokus

Iaido: Die Kunst des Schwertziehens

Iaido ist die traditionelle japanische Schwertkampfkunst. Das Ziel des Iaido ist, sich auf die exakte und sichere Ausführung der Form zu konzentrieren. Dies ist eine sehr gute Methode zur Konzentrations- und Ausdauerschulung. Anfänger üben mit einem Holzschwert.

Combat-Arnis: Stockkampfkunst von den Philippinen

Combat-Arnis ist eine Kampfkunst von den Philippinen. Trainiert wird mit ungefähr 60 cm langen Stöcken und verschiedenen Alltagsgegen- ständen. Die Kampfkunst verbindet weiche, fließende Bewegungen mit schnellen und effektiven Techniken. Combat-Arnis ist nicht nur Stockkampf, sondern eines der effektivsten Selbstverteidigungssysteme.

Jiu-Jitsu: Selbstverteidigung im Fokus

Ziel des Jiu-Jitsu ist es, einen Angreifer - ganz gleich, ob dieser bewaffnet oder unbewaffnet ist - möglichst schnell und wirksam abzuwehren. Es werden verschiedene realistische Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungssituationen im täglichen Alltag aufgezeigt und erarbeitet. Es wird gezeigt, mit welchen einfachen Mitteln wirkungsvolle Techniken durchgeführt werden können.

Asiatische Entspannungsmethoden

Yoga: Einheit und Harmonie

Yoga kann Menschen mit Rücken- und Nackenproblemen sehr gut helfen. Yoga heißt Einheit und Harmonie und ist ein praktisches System zur Entwicklung der gesamten Persönlichkeit. Dies beinhaltet das Erlangen von Gesundheit und Lebensfreude mittels Körperstellungen, Atem- übungen und Entspannungstechniken. Yoga ist ein ausgezeichnetes Ausgleichstraining für alle Sportarten und das Üben an allen Fitnessgeräten.

Tai Chi: Traditionelle chinesische Sportart

Tai Chi ist eine traditionelle chinesische Sportart mit langsamen, fliessenden und trotzdem anspruchsvollen Bewegungen. Tai Chi ist auch für Menschen geeignet, welche sich nicht besonders sportlich fühlen. Tai Chi verbessert die Konzentration, das Körpergefühl, die Koordination und Beweglichkeit. Die Atmung, der Blutdruck und der Lymphfluss werden reguliert.

Kampfsport als Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele

Wer kennt nicht die spektakulären Filmszenen aus Bruce-Lee-Filmen oder "Karate Kid", wo gefährliche Stunts und Nahkämpfe keine Seltenheit sind. Aber Kampfsport heißt nicht einfach nur drauflos zu kämpfen oder Bretter durchzuschlagen. Beim Erlernen und Ausführen einer asiatischen Kampfkunst geht es vor allem um die Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele. Dabei ist das Ziel unter anderem, sich der Kraft des eigenen Körpers bewusst zu werden. Allerdings zählen nicht nur Kraft und Stärke, sondern auch saubere Techniken und Schnelligkeit. Schüler werden außerdem nicht nur in kämpferischer, sondern auch in charakterlicher Hinsicht gestärkt.