Judo, wörtlich übersetzt „der sanfte Weg“, gibt es in Nieder-Olm seit 1968. In all den Jahren hat sich die Abteilung zu einem festen Standbein im Verein entwickelt.
Trainingsgruppen und Trainer
Die Judoabteilung trainiert in drei verschiedenen Gruppen, in denen nur nach Alter, nicht nach Geschlecht unterteilt wird. Die zehn Trainer (Mainrad Linnebacher, Heinz Lausenmeyer mit A-Lizenz, Nikolai Anstatt mit B-Lizenz und Michael Balz, Gerda und Marvin Linnebacher, Tobias Mahling, Nils Itjeshorst Lukas Hollweg, Joscha Regelin und Felix Lukas mit der C-Lizenz) sind allesamt Eigengewächse des TV.
Ab dem 1.1.2025 gelten neue Trainingszeiten und -orte.
Mit neuen Farben starteten die Judoka der Breitensportgruppe (Training freitags in der Peter-Jordan Schule) ins Trainingsjahr 2025: denn im Dezember 2024 stellten sich vier Breitensport-Judoka der nächsten Graduierung. Alle meisterten souverän die jeweils nächste Stufe und überzeugten mit guten Würfen und Bodentechniken.
Zum Abschluss des ersten Halbjahres standen in der Trainingsgruppe "ab 12 Jahren" noch diverse Graduierungen an. Unter den den Augen der Trainer Ulf und Andreas zeigten die Judoka, was sie erlernt haben. Mit den gezeigten Darbietungen waren die Trainer äußerst zufrieden und konnten daher folgende neue Graduierungen vornehmen: Umid 4. Kyu (orange-grün), Cornel und Johannes 5. Kyu (orange), Jonathan 6. Kyu (orange-gelb) sowie zum 7. Kyu (gelb) Jimmy und Jakob.
Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?
Im September fanden in der Erwachsenen-Trainingsgruppe Kyu-Prüfungen statt. Die prüfenden Trainer waren mit den gezeigten Leistungen überaus zufrieden. Über die neuen Gürtelfarben dürfen sich freuen: Organener Gürtel (5. Kyu): Umidjon Alimatov Gelb-orangener Gürtel (6. Kyu): Cornel Ahlers Gelber Gürtel (5.
Uns Trainer freut es daher sehr folgenden Judoka gratulieren zu dürfen: 7. Kyu: Matthias Ritzheim, Karsten Schumacher, Antonios Vittorias 6. Kyu: Alex Seidel
Schon in der Woche zuvor stellte sich Trainer und Spartenleiter Andreas ebenfalls einer Prüfung. Im Rahmen der zentralen Dan-Prüfungen des Bezirks Rheinhessen/Nahe legte er die Prüfung zum 3. Dan ab.
Auch Trainerin Ulrike Polle ging gemeinsam mit ihrer Trainingspartnerin Sonja Waleska von der TGM Gonsenheim die nächsten Herausforderung an. Nach fast einem Jahr Vorbereitung stand am 14. Dezember die zentrale Dan Prüfung in Mombach an. Nach Kata, Würfen, Komplexaufgabe im Stand und Boden sowie in der judospezifischen Selbstverteidigung lobte die Prüfungskommission die durchweg starken Leistungen aller Prüflinge. Sonja hat damit den 2. DAN und Ulrike den 3. DAN erreicht.
Am 15. November fand im Dojo des JC Wörrstadt eine zentrale Prüfung zum 1. Kyu statt, an der drei PSV-er und weitere sieben Judoka aus vier Vereinen des Bezirks Rheinhessen-Nahe teilnahmen. Alle drei PSVler bestanden die Prüfung mit guten bis sehr guten Leistungen, etwas hervorheben möchte ich Aicke Streubel, der ja erst spät mit Judo-angefangen hat. Bezirksprüfungsreferent Horst Lechthaler und die PSV-Trainer Andreas Engelbrecht und Rainer Hussong waren ausgesprochen zufrieden.
Lesen Sie auch: Exploring Precht's Philosophy
Was ist Judo?
Judo ist eine moderne Zweikampfsportart, die in Japan von Jigoro Kano (1860 bis 1938) Anfang des 20. Jahrhunderts begründet wurde. Dieser schuf eine waffenlose Sportart aus verschiedenen alten Jiu-Jitsu-Stilen.
Ein Judokämpfer wird auch Judoka genannt. Außerdem benötigt man dazu eine spezielle Kleidung, den Judo-Gi. Das Ziel ist es, den Partner zu werfen und/oder festzuhalten. Bei den Fortgeschrittenen darf außerdem noch gehebelt und gewürgt werden.
Die Gürtel (Schülergrade - Kyu genannt) sind weiß, weiß-gelb, gelb, gelb-orange, orange-grün, grün, blau und braun. Die Meistergrade sind schwarz - vom 1. bis zum 5. Dan. Danach folgen noch rot-weiß für 6, 7 und 8. Der 9. und der 10. Dan sind rot. Durch Ablegen einer Prüfung kann man im Deutschen Judobund nur die Gürtel bis zum 5. Dan erreichen.
Warum Judo?
Judo ist ein Vielseitigkeitssport - neben Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit sowie dem Erlernen von vielen unterschiedlichen Techniken steht vor allem der positive Umgang mit dem Partner im Mittelpunkt. Das ist wichtig, denn man kann Judo nur mit einem Partner (Uke) lernen. Der Uke ist immer Partner und nicht Gegner - das wird er erst im Wettkampf oder auf Turnieren.
Hinweis:In den Schulferien kann das Training ausfallen - Bitte nachfragen!
Lesen Sie auch: Was sind die Judo Regeln?
Erfolge der Judoka
Die Judoka des TV Nieder-Olm nehmen regelmäßig an Turnieren und Meisterschaften teil und erzielen dabei beachtliche Erfolge.
Bezirksmeisterschaften und Turniere
Am 1. Dezember kämpften die jüngsten Judoka beim VfL Bad Kreuznach um die Titel als Bezirksmeister. Für den PSV traten vier Jungs und ein Mädchen an; Mary Ebner holte in ihrem ersten Wettkampf überhaupt Platz eins in der Klasse bis 33 kg der U10. Zwar war sie ohne offiziellen Gegnerin, siegte aber gegen Ana-Luise Castillo-Sieh (bis 36 kg, JC Ingelheim) mit einem schönen O-soto-otoshi; toller Einstand!
Marouan Baghousse (U10, bis 44 kg) unterlag gegen Alexander Appel (VfL Bad Kreuznach) durch Kampfrichterentscheid und gegen Henrik Orend (ASV Bingen) mit Waza-ari. Emil Kaute-Isfort (U12, bis 37 kg) musste diesmal drei vorzeitige Niederlagen hinnehmen, ihm fehlte die Aggressivität. Jason Forster (U12, bis 43 kg) glich einen Waza-ari von Sean Noe (JC Wörrstadt) aus, kassierte dann aber noch einen weiteren Waza-ari. Gegen Wahead Imam (JC Ingelheim) war er bereits nach 20 Sekunden mit O-soto gari erfolgreich und holte sich so die Vizemeisterschaft. Hamza Sevis (U12, über 46 kg) war der zweite Neuling im PSV-Team, auch er schlug sich wacker. Gegen Cedric Maurer (VfL Bad Kreuznach) siegte er mit zwei Waza-ari, unterlag dann gegen den späteren Meister Arne Zangmeister (1.
Max Friedrich Gawrisch hat beim Bezirkturnier U13 am 23.06. in Wörrstadt in der Gewichtsklasse bis 46 kg den 3. Platz belegt. Als einziger Starter der PSV-Judokinder an diesem Tag hatte er zwei Gegner in seiner Gewichtsklasse.
Am 4.12.22 fand nach über zwei Jahren erstmals wieder ein Bezirksturnier U11 (Jahrgänge 2012, 2013 und 2014) statt. In Hackenheim starteten vier PSVler, die sich achtbar schlugen. Die Teilnehmer wurden in Dreier- und Viererpools mit ähnlichem Gewicht eingeteilt.
Frido Seelig (bis 49,7 kg) und Meryem Altmisdört (bis 37,5 kg) verloren ihre beiden Kämpfe, dabei war Meryem einmal nur knapp mit Kampfrichterentscheid (KE) unterlegen, Frido erzielte in seinen Kämpfen selbst jeweils einen Waza-ari, unterlag dann aber einmal mit KE und einmal vorzeitig. Musab Buschmeyer (bis 36,3 kg) steigerte sich deutlich, unterlag im ersten Kampf mit Waza-ari, im zweiten nur mit KE und gewann den dritten mit KE. Bis 31,6 kg belegte Karl Kaute-Isfort mit zwei Siegen aus drei Kämpfen den zweiten Platz; der entscheidende Kampf um den Gruppensieg war zunächst ausgeglichen, letztlich gab ein Schrittfehler den Ausschlag zugunsten von Jan Liebers (JC Ingelheim).
Bei der Judo-Bezirksmeisterschaft der Kinder U10 und U12 des Bezirks Rheinhessen-Nahe platzierten sich alle sechs Starter des JC Ingelheim vor heimischem Publikum auf dem Podium. Mit zwei Bezirksmeistern, drei Vizemeistern und einem dritten Platz konnte das beste Vereinsergebnis der letzten Jahre erzielt werden.
Die beiden Meister in der U12, Filip Gurgui in der 37 kg Gewichtsklasse und Jan Lasse Zander bis 34 kg, konnten ihre Kämpfe alle souverän und vorzeitig gewinnen und ließen ihren Gegnern aus Wörrstadt, Mainz, Eppelsheim und Nackenheim keine Chance. Dabei zeigten beide sowohl tolle Techniken im Stand, die mit Ippon (vorzeitiger Sieg) belohnt wurden, als auch ihr Können im Bodenkampf, in dem sie ihre Gegner mit Haltetechniken besiegen konnten.
In der Gewichtsklasse bis 40 kg musste sich Daniel Yakushev in einem spannenden Kampf gegen Nikita Krassmann vom TV Nieder-Olm geschlagen geben. Nach einem mehrfachen Wechsel der Oberlage in einer Haltetechnik im Bodenkampf konnte sich Daniel aus einem Griff nicht mehr befreien und musste sich mit dem Vizemeistertitel zufriedengeben.
In der am stärksten besetzten Gewichtsklasse plus 46 kg stellte sich Tim Vester, nach einem halben Jahr Judo Training und letzte Woche bestandener ersten Gürtelprüfung, der starken Konkurrenz aus Wörrstadt, Mainz und Worms. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen war der dritte Platz mehr als verdient. Dabei konnte Tim sogar den späteren Zweitplatzierten Kai Mangelsdorf vom JC Wörrstadt mit einer Kontertechnik werfen und ihn anschließend gleich im Boden festhalten. Auch in den zwei verlorenen Kämpfen hatte Tim Möglichkeiten, die Kämpfe für sich zu entscheiden, musste sich aber der Erfahrung der Anderen dieses Mal beugen.
Filip, Jan Lasse und Daniel haben sich durch ihre Platzierungen für die Bezirksmannschaft qualifiziert, die in zwei Wochen beim Rheinlandpokal der Bezirke antreten wird. In der Altersklasse U10 kämpften Mattias Castillo Sieh und Christopher Hennig in den Gewichtsklassen bis 27,5 kg und bis 33,5 kg und erreichten jeweils die Vizemeisterschaft. Mattias siegte mit einem schönen Fußwurf im ersten Kampf schon nach wenigen Sekunden, musste sich aber im zweiten Kampf der Erfahrung von Nicolaj Heppes vom VfL Eppelsheim geschlagen geben und hat sich insgesamt mit der Silbermedaille belohnt. Christopher konnte die ersten beiden Gegner vom JC Worms und TV Nieder-Olm mit starken Standtechniken und guten Übergängen in den Bodenkampf vorzeitig besiegen und so war der letzte Kampf gegen Emil Kaute-Isfort vom PSV Mainz gleichzeitig das Finale.
Am 19. März 2023 startete für die Judo-Kids die Wettkampfsaison 2023 mit dem Bezirksturnier in Eppelsheim. Mit einem Teilnehmerfeld von fast 100 Judoka war dies eines der am stärksten besetzen Bezirkturniere der letzten Jahre. In diesem gut besetzten Turnier konnten dennoch viele gute Platzierungen erzielt werden:
- U11
- Annika Junghanns -29,8 kg: 3. Platz
- Zoe Schefner -34,2 kg: 3.Platz
- Karl-Leonard Lux-28,1 kg: 3. Platz
- Karl Kaute-Isfort -32 kg: 3. Platz
- Philip Oschmann -32,7 kg: 1. Platz
- Musab Buschmeyer -36,2 kg: 2. Platz
- Tilio Sudermann -37,8 kg: 2. Platz
- Friedrich Wido Seelig +44,5 kg: 2. Platz
- U13
- Meryem Altmisdört -40 kg: 3. Platz
- Carlo Junghanns -37 kg: 3. Platz
Nibelungen-Turnier in Worms
Beim Nibelungen-Turnier in Worms am ersten Maiwochenende 6.5./7.5. mit über 450 Teilnehmern über das gesamte Wochenende nahmen auch wieder Judoka des PSV teil. Am Samstag konnten die Kids dabei wieder einige Platzierungen belegen.
- U 11
- Annika Junghanns -30 kg: 2. Platz
- Musab Buschmeyer -36 kg: 1. Platz
- Joshua Schek -25,7 kg: 3. Platz
- Tilio Sudermann -42,5 kg: 2. Platz
- U13
- Meryem Altmisdört -40 kg: 7. Platz
- Emma Schwabe -57 kg: 2. Platz
- Carlo Junghanns -35,2 kg: 7. Platz
Am Sonntag gingen bei den Männern dann noch Johannes Kessel und Umid Alimatov in der -81kg Klasse an den Start. Nach jeweils zwei engen Kämpfen mussten sie sich jedoch geschlagen geben und schieden in der Vorrunde aus.
Internationaler Porta Nigra Cup
Auf dem ersten Ü30 Turnier im Rheinland gaben gleich zwei Mainzer „Nachwuchs-Veteranen“ ihr Kampf-Debüt: Johannes Kessel und Cornel Ahlers trauten sich der durchweg mit Braun- oder Schwarzgurt graduierten Konkurrenz entgegen zu treten.
Während Cornel in seiner Gewichts- und Altersklasse (-90 kg, Ü30) keinen Gegner hatte, musste es Johannes (-81 kg, Ü30) gleich mit 4 erfahrenen Recken aufnehmen. Die erste Begegnung gegen Carl Eschenauer (Bad Ems) endete nach einem Wazaariwurf des Gegners im Haltegriff, aus dem sich Johannes nicht mehr befreien konnte. Im zweiten Kampf gegen Jörg Könen (Düsseldorf) konnte Johannes den ersten Angriff geschickt abwehren und zunächst in den Bodenkampf übergehen, bevor die Begegnung nach einem weiteren Seoi-Nage verloren ging. Im dritten Kampf gegen Thilo Hoff (Trier) und auch im vierten Kampf gegen Lothar Lagemann (Bitburg) hatte Johannes nur wenig Chancen seinen Griff zu setzen und musste sich den Dan-Trägern geschlagen geben. Am Ende errang er den 5. Platz.
Cornel hatte die Goldmedaille mangels Gegnern sicher, trat aber zu zwei Freundschaftskämpfen gegen etwas ältere, aber umso erfahrenere Gegner an. Die erste Begegnung gegen den gleichschweren Klaus-Peter Loch aus Schmalkalden endet nach kurzem Griffkampf rasant durch einen Okuri-Ashi-Barai. Dabei prallten die beiden Kämpfer mit den Köpfen zusammen, glücklicherweise verletzte sich Cornel jedoch nicht ernsthaft. Nach einer Pause trat er dann, trotz Beule und Kopfschmerz, noch gegen Heiko Köcher aus Werdau an. Auch hier musste er sich der Erfahrung eines alten Kämpfers vorzeitig geschlagen geben.
Am Ende des Tags konnten Johannes und Cornel jedoch stolz auf ihre Leistungen sein, denn es gehört eine große Portion Mut dazu, als relativ niedrig graduierter Judoka über 30 bzw. über 40 zum ersten Turnier zu fahren und gegen deutlich erfahrenere Kämpfer anzutreten.
Vom PSV waren in Trier auch noch Andreas Engelbrecht als Kampfrichter und Ulrike Poller in der Damenklasse Ü55 dabei. Bei den Damen traten leider nur fünf weitere Frauen (30-36 Jahre) in anderen Gewichtsklassen an, so dass sich für Ulrike keine passende Gegnerin fand. Umso mehr Zeit blieb ihr zur Betreuung der beiden „Jung-Veteranen“ Johannes und Cornel, die nun mit mehr Erfahrungen auf den nächsten Wettkampf hinarbeiten können.
Rheinland-Meisterschaft
Zum Jahresabschluss wartete auf einige unserer Judo Kids mit der Rheinland-Meisterschaft ihr erstes Turnier. Trotz Aufregung haben sie es super gemeistert.
- U11 Teilnehmer
- Leonie Mautschka -29,4 kg: 3.Platz
- Philip Oschmann -30,9 kg: 1.
Rheinland-Einzelmeisterschaft
Bei der Rheinland-Einzelmeisterschaft der Männer am 10. November vertrat David Paatzsch den PSV erfolgreich. Nach durchweg sehr guten Kämpfen wurde er Vizemeister in der Klasse bis 66 kg.
Zum Auftakt warf er Adam Etteaus (JC Mendig) nach 14 Sekunden mit seiner Spezialtechnik Harai-maki-komi; mit Muslim Hamidov (TV Nassau), dem er bei der U21-Meisterschaft im Februar noch klar unterlegen war, lieferte er einen ausgeglichenen Kampf und siegte schließlich mit Waza-ari. Robin Coßmann (JC Mendig) war diesmal noch zu stark für ihn, nach 2:24 setzte sich Coßmann mit Koshi-jime durch. Schließlich ging es um den zweiten Platz, den er sich mit einer Linkstechnik nach 21 Sekunden gegen Konrad Moritz (PST Trier) sicherte. Nächste Bewährungsprobe sind die südwestdeutschen Meisterschaften am 24.11.
Mannschaftswettkämpfe
Nach mehreren Jahren Pause fand in Remagen wieder die Landesmeisterschaft der Männer-Mannschaften statt. Mit dabei war ein Team aus Rheinhessen, zusammengestellt vom Nieder-Olmer Joscha Regelin, welches aus Kämpfern vom JC Worms, VfL Eppelsheim, TV Nieder-Olm, JC Wörrstadt und den beiden Rotweinstädtern vom JCI Tim Schnell und André Hennig bestand.
Das Team startete mit einem deutlichen Siegen gegen den Gastgeber in den Wettbewerb (5:0) und konnte auch gegen die starke zweite Urmitzer Mannschaft mit 4:2 besiegen. Im dritten Mannschaftskampf gegen Urmitz I mussten sich die Rheinhessen allerdings mit 1:5 geschlagen geben, auch wenn Einzelkämpfe durchaus auch anders ausgehen konnten. Somit ging es in der letzten Begegnung gegen Mendig noch um den 2. Platz. Trotz starker Einzelleistung und offener Kämpfe hatten die Rheinhessen nicht das Glück auf ihrer Seite und konnten sich nicht durchsetzen, erkämpfte sich aber den aber den 3. Platz.
125 Jahre Turnverein Nieder-Olm
Der Turnverein Nieder-Olm feiert sein 125-jähriges Bestehen. Das spricht für eine lange Tradition und eine große Vergangenheit. Gleichzeitig ist es aber auch ein Versprechen an die Zukunft: Die Menschen zu bewegen, dem Sport einen wichtigen Platz in der Freizeitgesellschaft zu geben - das war und ist die zentrale Aufgabe des Vereins, der in seinem Leitbild zudem darauf Wert legt, dass Offenheit, Respekt, Toleranz, Diversität in der langen TV-Geschichte immer gelebt worden sind.
„Und diese Werte werden auch in Zukunft die Richtschnur unserer Vereinsarbeit sein“, sagt der 1.
Vielfältiges Sportangebot
Mittlerweile sind unter dem Dach des TV Nieder-Olm 17 verschiedene Sportarten vereint, „und da wir gegenüber Neuem immer aufgeschlossen sind, könnten es gerne noch mehr werden“, sagt der Vorsitzende.
So gibt es beispielsweise seit drei Jahren eine Indiaca-Abteilung (Mannschaftsspiel mit südamerikanischen Wurzeln), die innerhalb kürzester Zeit ein beachtliches Niveau erreicht hat. Vom Kinderturnen bis zur Wirbelsäulengymnastik in den Abteilungen Turnen und Gymnastik, über Ju-Jutsu und Judo, die Ballsportarten Volleyball und Handball, gehören auch Schwimmen, Badminton, Leichtathletik und die Skiabteilung mit ihren vielen Aktivitäten zum aktuellen Angebot.
Daneben gibt es noch Koronar- und Freizeitsport sowie eine Wandergruppe, ein Lauf- und ein Fahrradtreff, bei denen auch Nichtmitglieder mitmachen können. Leistungsbezogen trainiert wird zum Teil in der Handball-, Volleyball- und Judoabteilung. Mit unterschiedlichem Erfolg.
Während viele Jahre lang die Handballer die sportliche Spitze des Vereins bildeten - mit der ersten Mannschaft, die zeitweise in der 2. Liga, zeitweise in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands spielte, haben derzeit die Volleyballer die Spitze erklommen. In einer Spielgemeinschaft mit den Vereinen aus Undenheim und Schornsheim, der SG UNS, spielt die 1. Herrenmannschaft im Jubiläumsjahr in der 3. Liga.
Die Handballer beginnen das Jubiläumsjahr nach dem Abstieg aus der Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar in der Rheinhessenliga - aber mit dem Ziel, in ein paar Jahren wieder die alte Stellung als rheinhessischer Spitzenverein zurückzuerobern. Mit einem zielgerichteten Jugendkonzept werden die Talente aus den eigenen Reihen seit einigen Jahren schon an höchstes Niveau herangeführt.
Wachstumsmarkt Kurse
Ein Wachstumsmarkt für den Turnverein ist das vor einigen Jahren gestartete Kurssystem, in dem eine engagierte und kreative Truppe immer wieder neue Angebote auf den Markt wirft. So gibt es neben den Platzhirschen Zumba, Power-Fitness oder Yoga zum Beispiel auch eine Gelenkschule.
Zielvorgabe 2.500 Mitglieder bis 2020
Die Zielvorgabe in der vor einigen Jahren gestarteten Agenda 2020 sind 2500 Mitglieder. Ob das ehrgeizige Ziel bis dahin erreicht sein wird? Für den Vorstand des Turnvereins Nieder-Olm ist es vor allem wichtig, dass die jetzt einzuleitenden Schritte in die richtige Richtung führen. Denn mit seiner Neuorientierung ist der Verein noch lange nicht am Ende. Auch die Organisation der Vorstandsarbeit bei immer weniger Bereitschaft zum Ehrenamt steht hierbei auf der Liste.
Klar ist den Vorständen auf jeden Fall: Der Verein muss attraktiv und interessant nach außen wirken, ein gutes und zeitgerechtes Sportangebot haben und nach innen ein neues Wir-Gefühl entwickeln.
Die Rheinhessen Sparkasse, die im Jahr 2017 ihr 190-jähriges Bestehen feiert, freut sich gemeinsam mit dem Turnverein 1893 Nieder-Olm e.V.
