Kaum ein Kampfsport ist derzeit so beliebt wie MMA, besonders die UFC erfreut sich aktuell besonders großer Aufmerksamkeit. Monat für Monat finden neue Events statt.
Was ist MMA? Ursprung und Definition
MMA steht für Mixed Martial Arts und ist eine Vollkontaktsportart, die ihre Ursprünge in altgriechischen Olympia-Wettbewerben hat. Dabei stand die Frage im Vordergrund, ob Boxer oder Ringer die insgesamt besseren Kämpfer seien. Diese Frage beschäftigt die MMA bis heute: Ein Vergleich zwischen verschiedenen Kampfstilen und die Kombination derer.
Schläge, Tritte, Würfe und Ringen sind erlaubt, was der Kampfsportart später den Namen Free Fight einbrachte. Unter diesem Namen verbreiteten sich die MMA vor allem in den USA und Brasilien, ehe der Sport über den Atlantik nach Europa schwappte und dort zuerst in den Niederlanden Fuß fasste.
Beim MMA (Mixed Martial Arts) kommen verschiedene Kampfkünste zusammen. Unter anderem Boxen, Muy-Thai und Karate. Die Mixed Martial Arts Spezialisten treten in mehreren MMA Gewichtsklassen gegeneinander an.
Die Ursprünge des Mixed Martial Arts reichen weit zurück und können bis zu den Olympischen Spielen im Jahr 648 v. Chr. zurückverfolgt werden. Damals wurde Pankration, das Kampftraining der griechischen Armeen, als Kampfsport des antiken Griechenlands angesehen. Dieser brutale Wettkampf vereinte Elemente des Ringens, Boxens und Straßenkampfes. Es waren Tritte und Schläge gegen einen am Boden liegenden Gegner erlaubt, während Beißen und Augenausstechen verboten waren. Ein Kampf endete entweder, wenn einer der Kämpfer aufgab oder bewusstlos wurde.
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Die gemischten Kampfkünste haben sich seit der Antike in der Praxis weiterentwickelt und an Popularität gewonnen. Es nahm verschiedene Formen und Stile an, von Europa bis nach Amerika. Die vielleicht früheste Version von MMA, die wir in der modernen Ära sehen, war French Savate. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen professionelle französische Savate-Kämpfer, ihre Fähigkeiten gegen englische Profiboxer jener Zeit zu testen. Etwa zur gleichen Zeit wurde auch in den USA von Wettkämpfen zwischen Profiboxern und Profi-Ringern berichtet.
Was ist die UFC? Gründung und Regeln
Die UFC (Ultimate Fighting Championship) wurde 1993 gegründet und ist inzwischen der größte Veranstalter von MMA-Kämpfen. Das Unternehmen setzt auf eine klare Regulierung der freien MMA-Kämpfe, um für verbesserte Sicherheit der Sportler und eine damit gesellschaftlich breitere Akzeptanz zu sorgen.
Die UFC wurde im Jahr 1993 in den USA gegründet und gilt als Dachorganisation der MMA (Mixed Martial Arts). Die Ursprungsidee der UFC war es, Kämpfer aus verschiedene Kampfsportarten gegeneinander antreten zu lassen.
Gekämpft wird im sogenannten Octagon, einem Käfig mit acht Ecken. Die Kontrahenten stehen sich, je nach Ansetzung, in drei oder fünf Runden à fünf Minuten gegenüber und kämpfen bis zu einem K.o, einem technischen K.o, einer Aufgabe oder dem Zeitlimit. Nach voller Dauer entscheiden drei Ringrichter per Wertung über den Sieger.
Dabei sind im Grunde alle Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten erlaubt. Die UFC hat allerdings einige Manöver unter Strafe gestellt. Typische Fouls sind Würgen, Einhaken von Fingern, Schläge auf den Hinterkopf, Tritte auf liegende Gegner oder das Festhalten an der Kleidung des Gegners.
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UFC Regeln - Das ist die Ultimate Fighting Championship
Ein UFC-Kampf geht über 3 Runden je 5 Minuten. Kämpfe um große Titel gehen hingegen über 5 Runden zu je 5 Minuten. Showkämpfe können in der Theorie auch über mehr Runden gehen.
Zwischen den Runden gilt eine „rest period“ von einer Minute.
Gekämpft wird in einem Oktagon, einem Feld mit acht Ecken. Je nach UFC-Regel hat er einen Durchmesser von knapp 10 Metern. Das Oktagon wird in der Umgangssprache auch „Cage“ oder „Käfig“ genannt.
Mixed Martial Arts Kämpfer können entweder nach Punkten, durch Knock-Out (K.O.) oder Technischen K.O. gewinnen.
Die Männer kämpfen barfuß, mit nacktem Oberkörper sowie einem Zahnschutz, einem Tiefschutz und einem 110 Gramm schweren Faustschutz.
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Hält sich ein MMA Kämpfer nicht an die Kampftechnik, droht die Disqualifikation durch die Kampfrichter
Nicht alles ist zugelassen. Die Kämpfe erfolgen im Vollkontakt und werden streng von den Ringrichtern überwacht, und das gilt auch für Amateure.
MMa Regel Verbote
- Keine Angriffe auf Wirbelsäule, Hinterkopf oder Nieren. Auch Angriffe auf Geschlechtsteile sind tabu.
- Ebenso sind beim UFC heute Kopfstöße, Schläge und Griffe an die Kehle bzw. Schlüsselbein verboten.
- Als Foul gelten unter anderem Beleidigung, Spucken, Kratzen, Kneifen, Hose festhalten und Angriffe in der Pause.
Rolle der Kampfrichter - MMA Punktesystem
Für professionelle MMA-Duelle stehen drei Kampfrichter zur Verfügung, vergleichbar mit Schiedsrichtern im Fußball. Als Regelwerk dient die "Unified Rules of Mixed Martial Arts".
Eine gewonnene Runde bringt dem Sieger zehn Punkte ein, während der Verlierer neun Punkte erhält. Bei Verstößen oder schwachen Leistungen können es weniger Punkte sein.
Bei einem Unentschieden in der Runde bekommen beide Kämpfer zehn Punkte.
MMA Kampftechniken beim UFC
In der MMA geht’s mächtig zur Sache. UFC Kämpfer aus verschiedenen Kampfsportarten treten gegeneinander an, so kommt der Großteil aus dem Thai-Boxen, Karate oder dem Brazilian- Jio-Jitsu zum Mixed Martial Arts. Was ist im MMA verboten? Ganz einfach: Gekämpft wird im „Stand Up“, jeder Kampf beginnt dementsprechend im Stehen. Im Verlauf der UFC Kämpfe kommt es meistens zum Clinch, das bedeutet, dass sich beide Kämpfer mit Faustschlägen oder Tritten duellieren. Des Weiteren wird ebenfalls am Ground / Boden gekämpft. Eine Position, in der die meisten UFC Kämpfe durch K.O. beendet werden. Die Kombination verschiedener Sportarten macht die UFC besonders attraktiv.
Generell können Sie die MMA in drei Hauptbereiche unterteilen. Einmal in Schlagen und Treten im Stand und die anderen Male in Ringen plus würgen und hebeln am Boden sowie werfen und hebeln im Stand.
MMA Begriffe
UFC steht für „Ultimate Fighting Championship” und hat seinen Hauptsitz in Nevada / USA. Ziel der Organisation ist die Durchführung von kommerziellen MMA-Kämpfen. Um Ihnen die UFC etwas näherzubringen, haben wir einige wichtige Begriffserklärungen bereit:
- Submission: In der Submission nutzt ein Kämpfer bestimmte Griffe, um den Gegner kampfunfähig zu machen. Unter anderem werden bestimmte Hebelgriffe im Bereich der Arme, der Beine oder der Schultern angewendet. Nicht selten beendet der Schiedsrichter den Wettkampf nach einer erfolgreichen Submission.
- Knockout: Bei einem Knockout stoppt der Schiedsrichter den Kampf aufgrund Kampfunfähigkeit von einem der Kämpfer. Beispielsweise dann, wenn ein Kämpfer nach einem Schlag oder einem Kick zu Boden gestreckt wird. Als technischer Knockout (K.O.) wird die Situation beschreiben, wenn der Schiedsrichter den Kampf aufgrund eines zu großen Schadens bzw. einer zu großen Verletzung bei einem der Kämpfer abbrechen muss.
- Takedown: Als Takedown wird eine Kampftechnik bezeichnet, die den gegnerischen Kämpfer zu Boden bringt. Beim MMA setzen die Kämpfer in der Regel dann zum Takedown an, wenn sie den Gegner überraschen können.
- Ground and Pound: Als Ground and Pound werden Schläge von oben herab bezeichnet, wenn der Gegner bereits auf dem Rücken liegt. Nicht selten werden Wettkämpfe mit einem Ground and Pound beendet.
- Judges: Als Judges werden die drei Punktrichter genannt, die neben dem Oktagon sitzen. Die Judges bewerten die Kämpfer und ihre Runden. Sollte ein Wettkampf nicht nach K.O. entschieden werden, entscheiden die Judges.
- Decision (Unanimous & Split): Die Decision wird in Unanimous decision und in Split decision unterteilt. Bei der Unanimous decision haben alle drei Judges für den gleichen ...
UFC in Deutschland: Verbot und Expansion
Die größeren Events der UFC, die nach Nummern sortiert werden, finden mit wenigen Ausnahmen in den USA statt. Die UFC trägt allerdings kleinere Fight Nights aus, die auch schon ihren Weg nach Europa und Deutschland (zuletzt Hamburg) fanden. Dabei wurde die UFC in Deutschland lange kritisch beäugt und war sogar eine Zeit lang verboten.
Im März 2010 wurde die Übertragung von UFC-Events in Deutschland verboten. Die UFC ging gegen das Verbot vor und führte einige Events in Deutschland durch. Das Verbot wurde inzwischen aufgehoben, seit 2015 werden wieder Events der Organisation in Deutschland ausgestrahlt.
Ab Oktober 2018 hält der Streaming-Anbieter DAZN die Rechte für Deutschland und Österreich.
Unterschiede zwischen UFC und MMA
Der größte Unterschied im Bereich MMA Regeln UFC wurde bereits genannt. MMA ist eine Kampfsportart (Mixed Martial Arts) und UFC ist die Organisation (Ultimate Fighting Championship). Dementsprechend ist MMA wesentlich älter als die UFC, da die UFC aufgrund der Kampfsporttechnik entstand.
Die UFC hat es sich zur Aufgabe gemacht, einheitliche Regeln beim UFC zu schaffen und Kämpfe zu promoten sowie die Sportart über die Grenzen der USA bekannt zu machen.
Im März 2010 trat übrigens ein Übertragungsverbot für UFC in Deutschland in Kraft. Damals hieß es, dass die Sportart zu brutal sei. Das Verbot wurde in Bezug der Regeln MMA UFC im Jahr 2015 wieder aufgehoben. Aufgrund der deutlich höheren Intensität im Vergleich zum Boxen sind die Einschaltquoten regelmäßig im oberen Bereich und müssen sich vor vergleichbaren Events nicht verstecken.
UFC und MMA Gewichtsklassen
In der UFC, wie in anderen Kampfsportarten, werden die Kämpfe in verschiedenen MMA Gewichtsklassen ausgetragen. Diese Klassen und die damit einhergehenden UFC Regeln Verbote tragen zur Wahrung der Chancengleichheit bei und sind sowohl für Männer als auch für Frauen definiert.
Unsere Übersicht enthält die 15 anerkannten Gewichtsklassen. Derzeit gibt es neun offizielle MMA Gewichtsklassen, die vom Fliegengewicht bis zum Superschwergewicht reichen, wobei die Kategorien Super Leicht-, Super Welter- und Cruisergewicht nicht genutzt werden.
Die UFC nutzt ebenso neun Gewichtsklassen, allerdings beginnen diese beim Strohgewicht und enden beim Schwergewicht.
Die UFC Frauenmeisterschaften und die damit geltenden MMA UFC Regeln finden ausschließlich in den Gewichtsklassen Stroh-, Fliegen-, Bantam- und MMA Federgewicht sowie MMA Weltergewicht statt. Hierbei ist das Strohgewicht ausschließlich den Damen vorbehalten.
Alle MMA / UFC Gewichtsklassen
| Gewichtsklasse | KG | |
|---|---|---|
| 👊 | Atomweight / Atomgewicht | 47,6 Kg |
| 👊 | Strawweight / Strohgewicht | 52,2 Kg |
| 👊 | Flyweight / Fliegengewicht | 56,7 Kg |
| 👊 | Bantamweight / Bantamgewicht | 61,2 Kg |
| 👊 | Featherweight / Federgewicht | 65,8 Kg |
| 👊 | Lightweight / Leichtgewicht | 70,3 Kg |
| Super Lightweight / Super Leichtgewicht | 74,8 Kg | |
| Welterweight / Weltergewicht | 77,1 Kg | |
| Super Welterweight / Super Weltergewicht | 79,4 Kg | |
| Middleweight / Mittelgewicht | 83,9 Kg | |
| Super Middleweight / Super Mittelgewicht | 88,5 Kg | |
| Light heavyweight / Halbschwergewicht | 93,0 Kg | |
| Cruiserweight / Cruisergewicht | 102,1 Kg | |
| Heavyweight / Schwergewicht | 120,2 Kg | |
| Super Heavyweight / Super Schwergewicht | kein Limit |
Info: Die MMA Gewichtsklassen beziehen sich jeweils auf das maximale Gewichts-Limit, um an der angegebenen UFC Gewichtsklasse teilnehmen zu dürfen.
