Judo Kindertraining Wien: Altersgruppen und mehr

Dieser Artikel beleuchtet das Thema Judo Kindertraining in Wien und geht dabei auf verschiedene Aspekte ein, darunter Altersgruppen, verwandte Kampfsportarten und Selbstverteidigung.

Kampfsportarten im Vergleich: Karate, Taekwondo und mehr

Bei der Wahl der richtigen Kampfsportart spielen viele Faktoren eine Rolle. Hier werden einige beliebte Optionen verglichen:

Karate und Taekwondo: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Im Karate wie im Taekwon-Do gilt bei nahezu allen Angriffstechniken das Prinzip der "kleinen Flächen". Beide Kampfkünste generieren ihre Kraft aus der Hüftregion, genauer gesagt aus dem gesamten Unterbauch. Technisch gesehen bewegt sich im Karate sowie im Taekwondo erst die Hüfte, dann die Glieder. Der Oberkörper ist dabei grundsätzlich immer aufgerichtet. Das stellt beispielsweise den Hauptunterschied zum chinesischen Kung-Fu oder dem brasilianischen Capoeira dar: Dort übt man, seinen Körperschwerpunkt in jeder erdenklichen Position an der richtigen Stelle zu haben, damit man nicht umkippt.

Karate und Taekwon-Do nutzen "Kime" bzw. Fokus am Endpunkt aller Schläge. Diese END-Spannung sorgt für die nötige Kraft und Stabilität beim Auftreffen auf ein Ziel. Demgegenüber ist der erste, längere Teil einer jeden Bewegung entspannt auszuführen, um eine möglichst hohe Geschwindigkeit auf dem Weg zum Ziel zu erreichen. Das "harte" Ende einer jeden Bewegung gibt den Techniken im Taekwondo und auch im Karate ihren festen Rahmen. Ziel jeder Angriffstechnik ist es, "Bewegungsenergie in Deformationsenergie umzuwandeln", einfacher, so draufzuschlagen, daß es bricht oder auseinanderfliegt.

Karatepionier Albrecht Pflüger: "Diese Umwandlung geschieht umso vollständiger, je mehr es uns gelingt, ohne Zögerung urplötzlich abzustoppen." Das Innehalten im Schlag oder Tritt, das millimetergenaue Arretieren, erfüllt danach einen doppelten Zweck: einerseits den Partner beim Üben nicht zu treffen, andererseits die Energie zu verstärken, die so "viel größer ist als etwa bei einem schiebenden Stoß" (Pflüger).

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Der Vorläufer der heutigen Kampfkunst Karate wurde auf der Japan vorgelagerten Insel Okinawa unter dem Namen Tôde entwickelt. Dieser Name weist auf die chinesischen Wurzeln dieser Kampfart hin. Okinawa lag auf einer wichtigen Handelsroute in Südostasien, so dass dort viele reiche chinesische Händler mit ihren Leibwächtern Station machten.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das japanische Militär im Zuge von Musterungen auf die besonders wehrfähigen jungen Männer Okinawas aufmerksam. Durch eine Umdeutung der Schreibweise gelang es Gichin Funakoshi, das Schriftzeichen "Tô" (das für China steht) in die Silbe „Kara“ zu verändern, die „leer“ bedeutet. In der Übersetzung mit dieser neuen Schreibweise bedeutete Karate so viel wie „leere Hand“.

Ab 1909 hielt Japan schließlich Korea besetzt. Allen Koreanern wurde das Ausüben volkstümlicher Traditionen und das Üben koreanischer Künsten verboten. Viele Koreaner wurden jedoch dazu gezwungen, in das japanische Militär einzutreten oder sie reisten aus anderen Gründen nach Japan.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und der damit verbundenen Befreiung Koreas aus der japanischen Besatzung im Jahre 1945, gaben die aus Japan zurückgekehrten Karatemeister das Erlernte in Korea weiter. Dies geschah nun jedoch unter dem Namen Tang Soo Do, der koreanischen Übersetzung für "Weg der China Hand". Man kmüpfte damit an die alte Bezeich­nung "Tôde" aus Okinwawa an und umging so wenigstens begrifflich den Bezugs zu Japan.

In der Folgezeit ergänzten die koreanischen Kampfkünstler die Karate Techniken um Bewegungselemente, die als typisch koreanisch gelten. Man war bemüht, der kampfkunst eine eigene nationale Identität zu verschaffen und sich von dem japanischen Erbe mehr und mehr zu lösen. Man könnte auch von dem Versuch sprechen, ein verbessertes Karate zu schaffen. Die Mittel der Wahl waren insbesondere die heute für das Taekwon-Do stehenden hohen Bein-, Sprung- und Drehtechniken.

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Am 11. April 1955 setzte sich der koreanische General Choi, Hong-Hi mit dem Namen Taekwon-Do für diese neu entwickelte, hybride Kampfkunst durch.

Wo liegt der Unterschied zwischen Karate und Taekwondo?

Wie im vorherigen Abschnitt erläutert, war das Taekwon-Do in seiner Anfangszeit praktisch "nur" ein koreanischer Stil des japanischen Karate. Taekwondo zeichnet sich durch dynamische Beintechniken aus, wie sie in kaum einer anderen Kampfkunst vorkommen. Hier wurden originär koreanische Bewegungsarten in das japanische Karate eingearbeitet, wodurch das Taekwondo oft sehr spektakulär und geradezu akrobatisch wirkt. Taekwondo forciert den dynamischen Einsatz der Hüfte und nutzt optimal die hohe Flexibilität, die durch die spezielle Dehngmnastik erreicht wird.

Im Gegensatz dazu wirkt das japanische Karate oft etwas starr. Im Vergleich zum Taekwondo mutet das moderne, japanische Karate oft etwas statischer an. Karate erzeugt durch seine strenge und geradlinige Ausführung wiederum eine besondere Ästhetik, die sich inbesondere in Vorführungen der KATA (Übgunsformen) bewundern lässt. Beintechniken werden demgegenüber deutlich sparsamer eingesetzt, als es im Taekwondo der Fall ist.

Sowohl Karate als auch Taekwondo bilden gleichermaßen einen athletischen und gesunden Sportler mit scharfem Verstand und schneller Auffassungsgabe aus. Beiden Kampfkünste liegen aufgrund Ihrer gemeinsamen Herkunfsgeschichte die identischen Prinzipien zugrunde.

Krav Maga: Selbstverteidigung für alle

Krav Maga ist ein israelisches Selbstverteidigungssystem, das auf einfachen, aber effektiven Techniken und Prinzipien zum Selbstschutz basiert. Über eine gute Defensive und über direkte Kontertechniken wird ein Angriff abgewehrt, um sich dann der konfrontativen Situation zu entziehen.

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Nach dem Leitsatz: „Täter suchen Opfer, keine Gegner!“ - trainieren wir unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um sie in Gefahrensituationen nicht in eine Opferrolle drängen zu lassen. Der Selbstwert und das hierfür benötigte Selbstvertrauen kann unserer Meinung nach nicht vermittelt werden, sondern es sollten die Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer ihre/seine Stärken selbst erleben. In unseren Trainings erfahren die Teilnehmenden ihre eigenen Stärken und auch ihre Schwächen.

Grappling/Luta Livre: Der Kampf am Boden

Luta Livre oder Grappling ist eine Form des Bodenkampfs, bei der Techniken wie Bodenwürfe, Hebel und Würgegriffe genutzt werden, um die Gegner*in zu kontrollieren und zur Aufgabe zu bringen - ganz ohne Schlagen oder Treten. Durch Technik und Hebelwirkung kann auch stärkere Kraft überwunden werden. Unser Training findet ohne Gi in normaler Sportkleidung statt.

Grappling ist ein Sammelbegriff für den Bodenkampf, der in verschiedenen Kampfsystemen geübt wird, wie z.B. Beim Grappling wird versucht, seine Gegnerin in der Bodenlage ringerisch durch Techniken wie Bodenwürfe, Hebel, Würgegriffe und Kontrollhaltegriffe am Boden zu dominieren, ohne Schläge oder Tritte zu verwenden (einige Systeme nutzen dies auch, bei dem System das wir trainieren werden sie nicht genutzt). Ziel ist es, die Gegnerin in eine positionelle Unterlegenheit zu bringen oder zur Aufgabe zu bringen. Dabei werden Technik und Hebelwirkung genutzt, um Stärke zu überwinden.

Wer kann mitmachen?

Jede und jeder ist willkommen - egal, ob mit oder ohne Vorerfahrung. Du musst weder besonders stark noch beweglich sein, sondern einfach Freude an Bewegung und Neugier mitbringen. Der Fitnessstand ist unterschiedlich, und wir holen dich da ab, wo du stehst. Das Training bleibt durch die Vielfalt der Techniken und individuellen Kämpfstile immer spannend und herausfordernd - körperlich wie geistig.

Weitere Angebote und Veranstaltungen

  • Selbstverteidigung für Jugendliche - Mädchen und Jungen im Alter von 13-16 Jahre!
  • Krav Maga-Training am Morgen