Kickboxen Lohn in der Schweiz: Eine detaillierte Analyse

Das Thema der Bezahlung von Kampfsportlern, insbesondere im Kickboxen, ist oft ein schwieriges Feld. Es ist bedauerlich, dass MMA-Kämpfern oft so wenig Geld bezahlt wird. Andererseits geht es ja in eine andere Richtung und die Nebenwirkungen sind fatal: MMA ist auf höchster Ebene ein Geschäft geworden!

Verdienstmöglichkeiten im Kampfsport

Grundsätzlich hängen die Verdienstmöglichkeiten im Kampfsport von verschiedenen Faktoren ab.

  • Verband: Es kommt darauf an, wo man kämpft. Bei Verbänden wie der UFC kann man im ersten Kampf zwischen 10.000 und 20.000 Dollar verdienen.
  • Kämpferisches Können: Das kämpferische Können spielt eine wesentliche Rolle.
  • Selbstvermarktung: Die Fähigkeit, sich selbst gut zu vermarkten, ist entscheidend.

Man verdient als Sportler sein Geld nicht direkt mit dem Sport (Fußballer mal ausgenommen), sondern darüber, dass man bekannt ist und Geld dafür verlangen kann, z.B. über Werbeverträge usw.

Beispiele aus dem Leben: Mohammad Ewaz Mazlumiar

Ein bemerkenswertes Beispiel ist Mohammad Ewaz Mazlumiar, Weltmeister im Kickboxen, K-1 und Strassenbauer bei der Anliker AG. Er ist mehrfacher Weltmeister und Schweizer Meister. Mohammad Mazlumiar, der 2015 aus Afghanistan in die Schweiz flüchtete, schloss 2019 seine Lehre EBA als Strassenbauer ab. Am Beruf des Strassenbauers schätzt er die Arbeit im Team und die Abwechslung.

Mazlumiar trainiert, weil er nicht nur Strassenbauer, sondern auch ein erfolgreicher Sportler ist. Er kämpft in der Kategorie bis 72,5 Kilogramm und möchte mit seinem Sport Geld verdienen und für wohltätige Zwecke spenden. Er ist glücklich, dass er von seiner Arbeit als Strassenbauer gut leben kann.

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Die Rolle des Schiedsrichters und dessen Verdienst

Beim Boxen gibt es neben den beiden Kämpfern noch einen weiteren Protagonisten im Ring - den Schiedsrichter. Der Box-Schiedsrichter, auch Ringrichter genannt, achtet darauf, dass im Ring zwar mit harten Bandagen geboxt, aber letztendlich nur mit fairen Mitteln gekämpft wird.

Die Gehaltsspanne pro Kampf liegt bei Box-Schiedsrichtern grundsätzlich zwischen 150 und 25.000 Dollar, also umgerechnet ca. 125 bis 20.000 Euro. Ein im Profibereich tätiger Box-Schiedsrichter wird ohne weiteres von seiner hauptberuflichen Ringrichter-Tätigkeit leben können, sodass diese Schiedsrichter pro Kampf beziehungsweise pro Kampfabend ab 2.500 bis 5.000 Euro aufwärts verdienen. Hinsichtlich der Bezahlung gibt es jedoch auch länderspezifische Unterschiede, da der Boxsport weltweit eine ungleiche Popularität besitzt und daher beispielsweise auch medial unterschiedlich im Fokus steht.

Bedeutung einer fairen Bezahlung für Schiedsrichter

Es ist enorm wichtig, dass die Ringrichter stets neutral und fair bleiben, sodass der Sport im Mittelpunkt stehen kann. Box-Schiedsrichter könnten beispielsweise mit Geld bestochen werden, um im Rahmen eines Kampfes einen bestimmten Boxer zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Um die Bestechungsgefahr zu reduzieren ist es wichtig, dass die Box-Schiedsrichter finanziell nahezu "unabhängig" sind und von ihrer Bezahlung gut leben können.

Savate: Eine spezielle Form des Kampfsports

Savate, auch als Boxe Française bekannt, ist eine französische Kampfsportart, die sich durch ihre elegante Kombination aus Faust- und Fußtechniken auszeichnet. Heute ist Savate ein moderner Wettkampfsport, der mit seiner Mischung aus Präzision, Taktik und Beweglichkeit immer mehr Anhänger findet - auch in Deutschland. Savate wird im Ring ausgetragen, ähnlich wie Boxkämpfe. Die Kämpferinnen und Kämpfer tragen spezielle dünne Schuhe (Savate-Schuhe), um Fußtritte präzise einzusetzen. Gleichzeitig kommen klassische Boxhandschuhe zum Einsatz.

Gehaltsvergleich: Sportassistent/in in Deutschland

Ein verwandter Beruf im Sportbereich ist der des Sportassistenten/der Sportassistentin. Das Gehalt im Beruf Sportassistent/in variiert je nach Region, Berufserfahrung und Branche. Im Durchschnitt verdienen Fachkräfte in diesem Beruf jährlich rund 29.292 Euro. Dabei bewegt sich das Gehalt häufig zwischen 24.516 Euro für Berufseinsteiger und 38.220 Euro für erfahrene Fachkräfte.

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Das Median-Gehalt von Sportassistent/in beträgt etwa 2441 Euro brutto im Monat. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht dies einem Stundenlohn von rund 14.08 Euro/Brutto.

Gehaltsübersicht für Sportassistenten/Sportassistentinnen

Gehalt Gehalt / Monat Gehalt / Jahr
Einstiegsgehalt 2043 €
Mit Berufserfahrung (5-10 Jahre) 2441 €
Mit Berufserfahrung (> 10 Jahre) 3185 €

Regionale Gehaltsunterschiede

Die Einkommenshöhe in diesem Beruf unterscheidet sich stark zwischen den einzelnen Bundesländern. Nordrhein-Westfalen liegt hierbei an der Spitze, mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von etwa 30.840 Euro.

Wenn man einen genaueren Blick auf die Städte wirft, zeigt sich, dass Dortmund derzeit die höchste Vergütung für Sportassistent/in bietet. Dort liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei etwa 30.828 Euro.

Gehalt bei Teilzeitstellen

Das Einkommen als Sportassistent/in variiert abhängig von Faktoren wie Standort, Berufserfahrung und Branche. Für eine Teilzeitstelle mit 30 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit ergibt sich eine reduzierte Vergütung, da die Berechnungsgrundlage meist von einer Vollzeitbeschäftigung mit 40 Wochenstunden ausgeht.

Die Rolle der UFC und anderer Organisationen

Auf internationaler Ebene ist die Fédération Internationale de Savate (FISav) zuständig. Dieser Dachverband vertritt die Interessen der Savate-Gemeinschaft weltweit, organisiert Europa- und Weltmeisterschaften und sorgt für einheitliche Regeln. Die FISav legt zudem großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung von Trainern, Schiedsrichtern und Kampfrichtern, um die Qualität der Wettkämpfe sowie die Sicherheit der Athletinnen und Athleten zu gewährleisten.

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