Wann gibt es einen Kranz beim Schwingen?

Schwingen ist eine Sportart, die mit dem Ringen verwandt ist. Es ist ein Kampf Mann gegen Mann, und wer zuerst auf dem Rücken liegt, hat verloren. Soweit die elementarsten Erklärungen! Aber Schwingen ist der urschweizerischste Sport überhaupt, und das "Eidgenössische Schwing- und Aelperfest", das nur alle drei Jahre stattfindet, ist der grösste Anlass in unserem Land.

Die Schwinger, die am Eidgenössischen teilnehmen möchten, müssen sich an regionalen Schwingfesten bewährt haben und Siege und Kränze eingeholt haben. Die "Bösen" (so nennt man auch die Schwinger) sind alles kräftige Mannsbilder mit bis zu 150 kg Lebendgewicht - aber durchtrainiert und sehr gelenkig.

Beim Schwingen gibt es noch einige Eigenheiten: Man nennt alle Schwinger zuerst beim Nachnamen und dann beim Vornamen. Also beim diesjährigen Schwingerkönig: Glarner Matthias. Alle Schwinger sind trotz des intensiven Trainings noch berufstätig, und ich bin immer wieder erstaunt, wie redegewandt, höflich und intelligent diese doch so imposanten Männer sind.

Es gibt da einen Verhaltenskodex für Schwingfestbesucher:

  • Was ich an einem Schwingfest tun darf:
    • Alkohol trinken (Bier und Kafi Schnaps)
    • Znüni (Zwischenverpflegung) selber mitbringen - diese aber mit den Sitznachbarn teilen
    • Schwingerhemd (Edelweiss) tragen
    • Pünktlich zum ersten Gang Platz nehmen
    • Mich sportlich, fair und respektvoll verhalten
    • Nicht vor dem Schlussgang abreisen
  • Was ich an einem Schwingfest nicht tun sollte:
    • Champagner trinken
    • Im Anzug oder eleganter Kleidung erscheinen
    • Englische Ausdrücke verwenden
    • Kampfrichter oder Schwinger auspfeifen
    • Reklamieren bei strittigen Entscheidungen
    • Regen- oder Sonnenschirm mitbringen

Die Kameradschaft wird gross geschrieben, so putzt der Sieger dem Verlierer das Sägemehl vom Rücken und reicht ihm die Hand zum Aufstehen. Es werden auch Dopingtests durchgeführt. Damit ein solcher Grossanlass problemlos durchgeführt werden kann, braucht es auch viele Helfer. Das Militär, der Zivilschutz und über 4000 freiwillige Helfer sind dabei.

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Jetzt noch zum Edelweiss-Heimd. Dieses ist in der Schweiz weit verbreitet und es hat sich zum absoluten "Swissness-Kleidungsstück" entwickelt.

Schwingen ist eine der fairsten Kampfsportarten, die es gibt. Schwingen stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird auch “Hoselupf“ genannt. Schwingen stammt aus der Schweiz. Man schwingt auf einem Ring mit 7 bis 13 Meter Durchmesser, der aus 23 Kubikmetern Sägemehl besteht. Es sind Sennen und Turnerschwinger im Einsatz. Turnerschwinger tragen ein weisses Leibchen, Sennenschwinger tragen ein Hemd, wie ein Edelweisshemd und schwarze Hosen.

Beim Schwingen muss man eine Schwinghose aus Zwilch (besteht aus Baumwolle, Leinen, Halbleinen oder Chemiefaser) tragen, damit der Gegner besser Griff fassen kann. Schwingfeste werden jeweils im Sommer durchgeführt. Bei Schwingfesten gibt es sechs Gänge, das heisst ein Kampf pro Gang. Der letzte und entscheidende Gang ist der Schlussgang (Finale).

Das erste ESAF war 1895, Alfred Niklaus gewann. Es findet alle drei Jahre statt und es sind 270 Teilnehmer zugelassen, darum dauert es zwei Tage. Alle sechs Jahre findet die Kilchberg schwinget statt. Es wird als Schwingfest mit Eidgenössischem Charakter bezeichnet. Es sind aber nur 60 Teilnehmer zugelassen.

Der Frauenschwingverband wurde 1992 gegründet. Der einzige Kanton, der einen eigenen Schwinger Verband hat, ist Bern, nämlich den BKSV. Die Berner haben auch die besten Schwinger. Es gibt auch noch den ISV (Innerschweiz), NOSV (Nordostschweiz), NWSV (Nordwestschweiz) und den SWSV (Südwestschweiz). Der Obmann (Präsident) des Schwingens ist Mario John.

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Berühmt sind vor allem die Schwinger, die das ESAF drei-mal gewannen, das sind Hans Stucki 1900, 1902, 1905, Rudolf Hungsprunger 1966, 1969, 1974 und Jörg Abderhalden 1998, 2004, 2007. Der jüngste Schwinger, der das ESAF gewann, war Adrian Käser mit 18 Jahren, im Jahre 1998. Der Schwinger mit den Meisten Eidgenössischen Siegen ist Karl Meili, er gewann das ESAF zweimal und die Kilchbergschwinget zweimal im Jahre 1967 und 1973. Er war übrigens auch der einzige Schwinger, der die Kilchbergschwinget zweimal gewann.

Zeit verzögern beim Grifffassen, Einschaltungen von Kunstpausen, dauernd Kopfeinstellen, Anwendung roher und gefährlicher Griffe, offensichtlicher Passivität oder Verharren über längere Zeit in einer aussichtslosen Position, wiederholtes nicht fest anziehen der Schwinghose (seit 2013; zuerst wird eine Ermahnung gesprochen).

Google-Analyse zum "ESAF" Dienstag, 23. August 2022 Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest findet vom 26. bis zum 28. August in Pratteln statt. Passend dazu hat Google die Suchtrends zum "ESAF" ausgewertet. Die Informationen beinhalten die meistgesuchten Schwinger, eine interaktive Karte mit regionalen Suchtrends und eine Liste mit den wichtigsten Fragen der Nutzerinnen und Nutzer zum Schwingen. Suchbegriffe, die aktuell durch die Decke gehen: Die Suche nach dem Begriff "Erstes eidgenössische Schwingfest" stiegt vergangene Woche um meh

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