Judo Gürtel und japanische Bezeichnungen

Judo wurde ursprünglich in Japan entwickelt und fand seinen Weg erst später nach Europa, daher werden die Judo Begriffe bis heute japanisch gesprochen. Auch die Judo Zeichen auf den Gürteln der Judoka oder am Eingang des Dojos sind japanisch und wurden im Lauf der Zeit zwar übersetzt, werden aber aus Tradition weiterhin in ihrer originalen Sprache geschrieben.

In dieser Kategorie sind die wichtigsten allgemeinen Begriffe zusammengefasst, die Euch im Judo Trainingsalltag begegnen werden.

Ihr müsst weder für das Judotraining, noch für die Ausübung von Judo die japanische Sprache oder Schrift beherrschen.

Falls Ihr dennoch mehr über die Sprache und das Schriftsystem erfahren möchtet, findet ihr hier eine Reihe von weiterführenden Informationen.

Warum gibt es manchmal mehrere Übersetzungen?

Da eine wortwörtliche Übersetzung japanischer Redewendungen und Schriftzeichen ins Deutsche sehr schwierig ist, können für manche davon verschiedene Übersetzungen existieren.

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Welche Begriffe müsst Ihr nun lernen?

Das ist nun die alles Entscheidende Frage und die Antwort lautet: mit fortschreitender Ausbildung wird sich Euer Wortschatz an japanischen Begriffen automatisch verbessern.

Es hilft Euch, wenn Ihr die Judo Begriffe aus der Allgemeinen Kategorie schon ein wenig beherrscht, bevor Ihr die Halle das erste Mal betretet, aber kein Trainer wird Euch aus dem Dojo werfen, wenn Ihr einen davon nicht wisst.

Generell gilt: Der Wortschatz des Judoka wächst mit seinen körperlichen Fähigkeiten. Lernt also die Grundlagen und der Rest kommt mit der Zeit.

Wenn Ihr beispielsweise für einen Wettkampf bereit seid, dann wird Euch Euer Trainer nicht nur körperlich, sondern auch kognitiv auf diesen vorbereiten.

Wichtige Judo Begriffe

Hier eine Übersicht wichtiger Begriffe im Judo:

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Japanisches WortDeutsche Übersetzung
HajimeBeginnen
MateAufhören/lösen! (Kampfrichterbefehl)
Sono-mamaNicht bewegen! (Kampfrichterbefehl)
YoshiWeiterkämpfen!

Das Dan-System im Judo

Dr. Jigoro Kano setzte 1883 als erster ein 2-Rangsystem in seiner Schule, dem Kodokan, ein. Er verwendete weiße und schwarze Gürtel und teilte zwei Trainingsgruppen ein, Nichtgraduierte (Mudansha) und Graduierte (Yudansha). Nach 1887 konnte der Schwarzgurt nur noch durch Prüfung erreicht werden. Dr. Kano nahm damals alle Prüfungen selber ab.

Gürtel oberhalb des 5. DAN können nicht durch eine Prüfung erreicht werden. Sie werden ausschließlich verliehen. Heute können auch der 2.- 5. DAN verliehen werden. Zum 1. DAN führt nur eine Prüfung.

Rot und weiß sind seit Frühzeiten symbolträchtige Farben in der Geschichte Japans. Weiß bedeutet Tod, Trauer, Stille und Frieden - Rot steht für Leben, Energie, Kraft und Liebe.

Die Clanfarben der bekanntesten Adelsgeschlechter waren weiß für die Miniamoto und rot für die Taira. In den Genpei-Kriegen im 12. Jahrhundert rieben sich diese Clans fast völlig auf und gaben wohl den Anstoß für den ewigen Zwist zwischen Rot und Weiß in der japanischen Kultur.

Der Träger des rot-weißen Gürtels sollte aber über solche simplen Streitigkeiten erhaben sein und beide Pole in sich vereinen.

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Eine höhere Graduierung wie der 10. DAN wird weltweit nicht vorkommen. (zur Zeit einziger lebender Träger des 10. DAN ist Anton Gesink aus Holland). Jigoro Kano hat keinen DAN im Judo. Aus japanischer Sicht hat niemand die Autorität ihm einen DAN-Grad zu verleihen, da niemand über ihm steht.

Der 12. DAN-Grad ist für Menschen nicht zu erreichen - der Geist des Judo soll den 12.