Nicht nur wegen der Corona-Pandemie hat der Judo-Club Wörrstadt, der bereits seit über 50 Jahren im Herzen von Rheinhessen präsent ist, einige kräftezehrende Jahre hinter sich.
So muss seit mittlerweile sechs Jahren das Training wegen Sanierungsarbeiten in einer viel kleineren Halle stattfinden, ohne Möglichkeiten Turniere oder sonstige Veranstaltungen auszurichten. Das hatte bereits vor der Pandemie zu einem Rückgang der Mitglieder geführt.
Für den nun erhofften Wiederbeginn in der sanierten Wörrstadter Sporthalle steht als nächstes die Anschaffung von über 100 neuen Judomatten und weiteren Trainingsutensilien für insgesamt etwa 7000 € an.
Innovative Trainingsangebote trotz Einschränkungen
Diese mehrere „Stationen“ umfassende Trainingsoption wurde von allen Mitgliedern so gut angenommen, dass fast 50 Judoka, trotz der Schließung, nicht nur weiter ihren Sport betreiben konnten, sondern auch ihre beliebten Abzeichen erwerben konnten.
Aber nicht nur die Mitglieder wurden vom Verein angesprochen. Zusätzlich bietet der Judo-Club Wörrstadt nämlich auch ein Online-Training für jedermann an, damit nicht nur die Kinder bzw. die Mitglieder, sondern die ganze Familie miteinander trainieren kann.
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Ippon Girls-Lehrgang in Wörrstadt
Am 10. März war Wörrstadt Schauplatz eines Ippon Girls-Lehrgangs mit 50 jungen Judoka. Startrainerin und Ü30-Weltmeisterin Jessica Eschenauer begeisterte die jungen Teilnehmerinnen mit ihrer Spezialtechnik und vielen weiteren Tipps und Tricks für den Wettkampf.
In entspannter Atmosphäre konnten die jungen Judoka von Jessicas Können profitieren und ihre Lieblingstechniken in Stand und Boden üben. Aber auch einige Trainerinnen ließen es sich nicht nehmen dabei zu sein und mitzumachen.
Ü30-Weltmeisterin Eschenauer zeigte ihre derzeitige Lieblingstechnik Ko-uchi-gari und wies auf die Besonderheiten dieser Technik hin. Nach dem abschließenden Randoriteil wartete noch eine Überraschung: DJB-Maskottchen Yoko besuchte den Lehrgang und stand für Selfies und Autogramme zur Verfügung.
In der Mittagspause gab es dann wieder staunende Gesichter als Jessica ihre Medaillen zeigte. WM-Gold und EM-Silbermedaillen sieht man schließlich nicht alle Tage.
Während der anschließenden Fragerunde herrschte reges Interesse. Vom Wettkampftag über den Trainingsalltag bis hin zu weiteren sportlichen Zielen wurden viele Fragen gestellt und ausführlich von Jessica Eschenauer beantwortet.
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Die zweite Einheit stellte die Bodentechnik Sankaku in den Mittelpunkt. Mit Jessicas Tipps schafften es am Ende auch diejenigen, die diese Technik noch nie geübt hatten, ihre Partnerinnen erfolgreich mit Sankaku umzudrehen. Für viele Ippon Girls war es eine seltene Gelegenheit nur mit Partnerinnen zu trainieren. Die Freude sah man deutlich in den Gesichtern aller Teilnehmerinnen.
Ihr wollt einen Ippon Girls- oder Power Boys-Lehrgang in eurem Verein durchführen?
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