Die Judoabteilung des TV 1860 Bad Windsheim blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück. Abteilungsleiter Thomas Gröbel konnte den rund 100 Gästen von einer sehr wechselvollen Geschichte berichten, die 1973 mit der Gründung unter dem ersten Abteilungsleiter Heinz Müller begann.
Die Anfänge und der Bau der Judohalle
Ein Jahr vorher wurde der Judosport erstmals durch das Volksbildungswerk in der Sporthalle der alten Wirtschaftsschule angeboten. Die Matten bestanden aus Reisstroh mit Überzug. Da das Interesse an dieser Budosportart sehr groß war, wurde am 1. April 1973 im Bürgerbräusaal die Abteilung gegründet. Der Saal diente auch bis 1987 als Trainings- und Wettkampfort. Heinz Müller war nach den Worten Thomas Gröbel ein Sportler, der sich mit übergroßem Engagement für den Judosport in Bad Windsheim einsetzte.
Im Februar 1987 begann die Erfolgsgeschichte des Hallenbaus. Der damalige Abteilungsleiter Willi Kerschbaum und Gröbel hatten bei Bürgermeister Otmar Schaller ein Gespräch über die Fortführung des Judosports in Bad Windsheim, da der Saal der Bürgerbräu in der „Goldenen Gans" nicht mehr zur Verfügung stand. Mit den errechneten Umbaukosten war laut Willi Kerschbaum auch der Neubau einer Halle möglich. So geschah es dann auch.
Zahlreiche Judoka, unterstützt von Mitarbeitern der Firma Kerschbaum und von weiteren örtlichen Firmen, bauten in Eigenregie eine neue Halle binnen eines halben Jahres seit dem „Bürgermeistergespräch auf“. Einige Helfer wie Herbert Herrmann brachten es dabei auf über 600 Arbeitsstunden. Die Abteilung selbst hatte damals 148 Mitglieder, davon 84 aktive Sportler - heute sind es rund 80 Mitglieder. Die Halle wird heute nicht nur von den Judokas genutzt, sondern auch von der Turn- und Tanzabteilung.
Sportliche Erfolge und Ehrungen
Auf Bezirksebene und bei Süddeutschen Meisterschaften, die zum Teil auch in Bad Windsheim ausgerichtet wurden, konnten zahlreiche gute Platzierungen und sogar Titel errungen werden. Den größten Vereinserfolg schaffte 1983 Barbara Lehmann mit der deutschen Meisterschaft in der Klasse bis 48 Kilogramm. 1997 wurde Daniel Landgraf Deutscher Vizemeister in der Jugendklasse.
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Dank zollte Thomas Gröbel den Abteilungsleitern (in den vier Jahrzehnten waren es 14) sowie Trainern und sonstigen Helfern, an die er auch Geschenke verteilte. Großes Lob zollte er Frank Hackeneis, der seit 1982 die Kasse führt. Für diese großartige Leistung wurde ihm vom BLSV das Goldene Ehrenabzeichen mit Kranz verliehen. Aus den Händen des Vizepräsidenten des Bayerischen Judoverbandes Herbert Eberlein und des Bezirksvorsitzenden Markus Kraft konnte Gröbel für die Judoabteilung zudem die Ehrenurkunde in Silber in Empfang nehmen. Beide würdigten vor allem die gute Jugendarbeit in der Kurstadt.
Geselligkeit und Freundschaften
Neben den sportlichen Berichten gab Gröbel auch einen Rückblick auf die zahlreichen Aktivitäten der Abteilung im geselligen Bereich. Es wurden Kappenabende, Faschingsbälle, Grillfeste organisiert und am Altstadtfest teilgenommen. Die Fahrten führten ins Elsass, nach Luxemburg, Österreich, Paris und ins Erzgebirge. Dabei entstand mit den Judoka von Antonsthal-Schwarzenberg eine sportliche Freundschaft. Deren Vorsitzender Jochen Schlick, der 280 Kilometer Anreise hatte, würdigte beim Jubiläumsabend die gute Beziehung und überreichte einen „Erzgebirgischen Drachen“ aus Holz. Die gute Zusammenarbeit würdigte auch Michael Pechan von den Judoka aus Neustadt/Aisch, anwesend waren zudem Vertreter aus Wilhermsdorf und Rothenburg ob der Tauber.
Dank und Anerkennung
Hans-Jürgen Braun dankte in seiner Rede der „knorrigen Eiche“ Thomas Gröbel, der im Vorjahr nochmals bereit war, die Leitung zu übernehmen. Bürgermeister Bernhard Kisch zollte den aktiven Sportlern, den Trainern und Funktionären Dank und Anerkennung für das Geleistete in Bad Windsheim. „Judo erzieht den Körper und Geist und vermittelt an die Jugendlichen wichtige Schlüsselqualifikationen“, betonte der Rathauschef. Er überreichte einen Scheck zum Neukauf von dringend benötigten Matten. Auch Thomas Hartlehnert von den Stadtwerken übergab eine Spende. Für die musikalischen Akzente sorgten sieben Spielleute mit Trommeln und Fanfaren des Spielmanns- und Fanfarenzuges.
Dank an die Spender
Die Judoabteilung des TV 1860 Bad Windsheim e.V. bedankt sich namentlich bei:
- Stadt Bad Windsheim - Bürgermeister Bernhard Kisch
- Stadtwerke Bad Windsheim - Werkleiter Thomas Hartlehnert
- Sparkasse Bad Windsheim
- Raiffeisenbank Bad Windsheim
- VR-Bank Rothenburg o. d. Tbr.
- Kerschbaum-Haus GmbH - Christian Kerschbaum
- DoMasFit - Dorn Massage Fitness - Inh. Thomas Siegmayer
- Metzgerei Strebel
- Brauhaus Döbler
- SPD Ortsverein Bad Windsheim
- JSV Neustadt/Aisch
- TSV Wilhermsdorf
- TSV 2000 Rothenburg o. d.
So langsam komme die Abteilung wieder in die Höhe, erklärte Braun.
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| Ereignis | Jahr |
|---|---|
| Gründung der Judoabteilung | 1973 |
| Beginn des Hallenbaus | 1987 |
| Deutsche Meisterschaft von Barbara Lehmann | 1983 |
| Deutscher Vizemeister Daniel Landgraf | 1997 |
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