Frühe Jahre und familiärer Hintergrund
Die Anfänge von Johannes Frey liegen in einer judobegeisterten Familie. Sein Vater, Karl-Heinz Frey, war ein großer Anhänger des Judosports und vermittelte diese Begeisterung auch an seine drei Söhne Karl-Richard, Gerrit Manuel und Johannes Valentin. Während der mittlere Sohn sich früh vom Sport verabschiedete, intensivierten Johannes und Karl-Richard das Training und erreichten schon im Nachwuchsbereich ein beachtliches Niveau.Erste Erfolge und Aufstieg
Seinen ersten größeren Erfolg als Judoka feierte Johannes Frey 2016, als er in der Klasse bis 100 kg Zweiter bei der U21-EM wurde. Zwei Jahre später stieg er dann in die nächsthöhere Klasse um und musste lange warten, bis ihm in Kämpfen gegen deutlich schwerere Gegner Erfolge gelangen.Erfolge im Überblick
- Olympia-Dritter 2021 (Mixed-Team)
- WM-Neunter 2019
- EM-Neunter 2017, 2020
Der Weg zu den Olympischen Spielen
2021 war es aber endlich so weit, und der Rheinländer wurde zunächst Dritter beim Grand-Slam-Turnier in Kazan.
Bei den Olympischen Spielen in Tokio schied er in der Einzelkonkurrenz der Klasse über 100 kg bereits in der ersten Runde aus, aber mit dem deutschen Mixed-Team gewann der 24-Jährige überraschend die Bronzemedaille.
Johannes Frey muss ein weiteres Jahr auf Olympia warten.
Eigentlich sollte jetzt die heiße Phase der Vorbereitung auf Olympia beginnen.
Das ist auch für Johannes Frey vom Stockheim Team Düsseldorf vorbei.
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Die Kontaktsperre und das Training
Wie geht es nach der Verschiebung weiter beim Judoka des JC 71?
Johannes Frey: Ich bin derzeit in St. Augustin.
Das ist mein Heimatstandort.
Außerdem wohnt dort mein Vater.
Frey: Das Training ist im Moment nur ein Behelfstraining, das ich zusammen mit meinem Bruder nach den Vorgaben des Bundestrainers gestalte.
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Wie erleben Sie die Kontaktsperre, hat es große Veränderungen gebracht?
Frey: Die Kontaktsperre trifft uns Judoka besonders hart.
Wir sind darauf angewiesen, mit einer Vielzahl von Trainingspartnern unsere Techniken anzuwenden und zu verbessern.
Das ist in den letzten Wochen viel zu kurz gekommen.
Frey: Meine Lebensplanung bedarf dazu keiner Änderung.
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Als Bundespolizist in der Ausbildung stehe ich mit meiner Dienststelle im Dialog, was die Gestaltung des nächsten Jahres, bis hin zu den Spielen, angeht.
Ich werde mit meinem Bruder Karl-Richard bei Olympia antreten, wann und wo sie auch immer stattfinden.
Frey: Ich wünsche mit zuerst, dass diese Pandemie ihre tödliche Wirkung verliert und die Weltgemeinschaft diese schreckliche Krise bald übersteht.
Ich bedauere die Verluste, die sie bereits gekostet hat und wünsche uns allen die erforderliche Geduld und das Durchhaltevermögen.
Für mich persönlich habe ich, aller Widrigkeiten zum Trotz, entschieden, nächstes Jahr noch stärker zu sein als zum Zeitpunkt der Nominierung für Olympia 2020.
