Die Ultimate Fighting Championship (UFC) hat im Laufe der Jahre viele bemerkenswerte Athleten hervorgebracht. Einer, der den sogenannten Trash-Talk so gut beherrschte wie kaum ein anderer: Conor McGregor.
Der irische Kämpfer im Mixed Martial Arts (MMA) stieg in der größten Liga seines Sports, der Ultimate Fighting Championship (UFC), zum fraglos bekanntesten und beliebtesten Athleten in der Geschichte der Sportart auf - und schaffte es schließlich auch darüber hinaus zum international gefeierten Superstar. In seinem Heimatland wurde McGregor gar zum Volkshelden.
Eigentlich war die Geschichte McGregors filmreif. Vom armen Sozialhilfeempfänger, der seine Klempner-Ausbildung schmiss, um sich den Traum von der Sportkarriere zu erfüllen, kämpfte er sich zu Ruhm und Reichtum. Als McGregor nur etwas mehr als zwei Jahre nach seinem UFC-Debüt im Jahr 2015 um den Federgewichtstitel kämpfte, war er längst ein Superstar.
Immer wieder hatte er mit seinen teils arroganten, teils humorvollen verbalen Angriffen auf seine Gegner nicht nur das Publikum bei den Pressekonferenzen zum Lachen gebracht, sondern war mit den Videoausschnitten auch im Internet durch die Decke gegangen.
Noch dazu glänzte McGregor mit erstaunlich genauen Prognosen zu seinen eigenen Kämpfen. In den Pressekonferenzen sagte er voraus, wann er seine Gegner K. o. schlagen werde - und setzte das dann auch erstaunlich häufig in die Tat um. So wurde er zum Mythos.
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Seine hellseherischen Fähigkeiten stellte er auch beim bis dahin größten Kampf seiner Karriere unter Beweis. Als McGregor 2015 auf den amtierenden Federgewichtschampion Jose Aldo treffen sollte, scheute die UFC weder Kosten noch Mühen, um den Titelkampf ihres neuen Superstars gegen den zu diesem Zeitpunkt seit zehn Jahren ungeschlagenen Champion in Szene zu setzen.
Conor McGregor hat UFC-Geschichte geschrieben: Gegen Eddie Alvarez eroberte der Ire auch den Titel im Leichtgewicht und ist damit der erste Doppelweltmeister der MMA.
Auch andere Kämpfer haben sich einen Namen gemacht. Im Hauptkampf des Abends trafen der Nigerianer Kamaru Usman und Jorge Masvidal aus den USA im Weltergewicht aufeinander. Für Titelträger Usman war es der fünfte Kampf um den Gürtel, den er bereits in der zweiten Runde per K.O.-Schlag für sich entscheiden konnte. Masvidal musste damit zum ersten Mal in 50 Profi-Kämpfen im Mixed Martial Arts eine Niederlage per K.O. hinnehmen. Usman wiederum ist nun seit 14 Kämpfen ungeschlagen - die zweitlängste Serie in der UFC-Geschichte.
Weltmeisterin Shevchenko dominiert das Fliegengewicht der UFC seit gut zwei Jahren und hatte auch in ihrem siebten Titelkampf gegen Andrade kaum Probleme. In der zweiten Runde beendete sie den Kampf per T.K.O. (2. Runde)
MMA-Legende Georges St-Pierre hat über vier Jahre nach seinem letzten Kampf ein glorreiches Comeback gefeiert und sich zum neuen UFC-Champion im Mittelgewicht gekrönt.
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Der 36-jährige Kanadier entthronte im Hauptkampf von UFC 2017 in New York den bisherigen Titelträger Michael Bisping und stieg damit in einen elitären Kreis auf. St-Pierre ist erst der vierte Kämpfer in der Geschichte von UFC, der in zwei verschiedenen Gewichtsklassen Titel erringen konnte.
Khabib Nurmagomedov wird bei UFC 254 am Samstag (ab 22 Uhr live auf DAZN) im Flash Forum auf Yas Island in Abu Dhabi gegen Interims-Champion Justin Gaethje zum womöglich letzten Mal seinen Titel verteidigen.
Nurmagomedov: Natürlich will ich meine Gegner immer dominieren. Wenn ich das Octagon betrete, will ich nicht eine Sekunde des Kampfes verlieren. Was nach UFC 254 kommen wird, weiß ich wirklich nicht. Ich wäre dann seit 13 UFC-Kämpfen ungeschlagen, hätte meinen Titel zum dritten Mal verteidigt und würde in meiner professionellen MMA-Laufbahn bei 29-0 stehen.
Die UFC muss kämpfen, um das Niveau zu halten. Zuletzt sanken die Quoten, immer weniger Fans kauften sich via "Pay per view" in die Events ein. Zudem verlor man 2018 Szene-Star Ronda Rousey endgültig an die Wrestling-Konkurrenz der WWE. Die UFC braucht großmäulige und schillernde Stars wie McGregor, der wahlweise vor seinem Lamborghini oder seinem Millionen teuren Landhaus "Ladycastle" angibt.
In Chicago fand das MMA-Turnier UFC 319: du Plessis vs. Chimaev statt, das zu den wichtigsten Sportereignissen des Sommers zählte. Der Sieg brachte Chimaev nicht nur den Meisterschaftsgürtel, sondern ging auch in die Geschichte der Organisation ein. Der Kämpfer stellte einen neuen UFC-Rekord für die meisten Treffer in einem Kampf auf - 529 präzise Schläge.
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Das Turnier wurde auch durch spektakuläre vorzeitige Siege geprägt. Der britische Kämpfer Lerone Murphy knockte Aaron Pico bereits in der ersten Runde aus. Der Brasilianer Carlos Prates beeindruckte das Publikum, indem er Jeff Neal mit einem Drehellbogen in der letzten Sekunde der ersten Runde k.o. Der Triumph in Chicago festigte Chimaevs Status als eine der größten Stars der UFC.
UFC 261 Ergebnisse
| Gewichtsklasse | Sieger | Verlierer | Methode | Runde |
|---|---|---|---|---|
| Papiergewicht | Rose Namajunas | Zhang Weili | K.O. | 1 |
| Fliegengewicht | Valentina Shevchenko | Jessica Andrade | T.K.O. | 2 |
| Mittelgewicht | Uriah Hall | Chris Weidman | T.K.O. | 1 |
| Leichtgewicht | Anthony Smith | Jimmy Crute | T.K.O. | 1 |
