Die besten Stürmer im MMA: Eine neue Generation aus Frankreich

Mit der Legalisierung der Mixed Martial Arts in Frankreich im Jahr 2020 begann eine neue Welle von Talenten, auf internationalen Bühnen zu glänzen. Der Aufstieg von Ciryl Gane ist kein Einzelfall, sondern die Speerspitze einer tieferen Transformation. Nach Jahren der Einschränkungen erlebt Frankreich einen Boom im MMA, das Technik, Disziplin und strategische Vision vereint.

Ciryl Gane: Das Gesicht der französischen MMA-Revolution

Unter ihnen allen hat sich Ciryl Gane als das Gesicht dieser Revolution etabliert. Ciryl Gane , geboren 1990 in La Roche-sur-Yon, ist eine für das Schwergewicht untypische Athletin. Seine Karriere begann in der Welt des Muay Thai , wo er durch seine ausgefeilte Technik, sein Beinspiel und seine taktische Intelligenz auffiel.

Die Hintergründe der MMA-Legalisierung in Frankreich

Viele Jahre lang war MMA in Frankreich verboten. Diese Situation veranlasste viele Sportler dazu, in einzelnen Disziplinen (Judo, Boxen, Ringen, Savate) zu trainieren und im Ausland an Wettkämpfen teilzunehmen. Mit der Legalisierung konnten französische Fitnessstudios MMA-spezifische Trainingsmethoden integrieren und neue Teams und Talente entstanden.

Ciryl Gane hat die Tür geöffnet, aber hinter ihm kommt eine Generation, die bereit ist, sich mit den Besten der Welt zu messen. Benoît Saint-Denis (UFC) ist ein Beispiel dafür: Ehemaliges Mitglied der französischen Spezialeinheiten, bekannt für seine Aggressivität, sein Cardio-Training und seine Ausdauer.

Vom Fußball zum MMA-Käfig: Martin Fenin wagt den Neustart

Ganz abgeschlossen hat er mit dem Profisport aber nicht, nur mit dem Fußball. Wie Bild berichtet, will Martin Fenin Käfig-Kämpfer werden. In nur zwölf Monaten soll der 35-Jährige sein MMA-Debüt bei „Oktagon MMA“ geben. „Ich habe keine Angst, aber ich bin nervös. Das ist eine Riesenchance noch einmal Profi-Sportler zu sein. Wenn man sieht, wie die Jungs kämpfen, dann war Profi-Fußball Kindergarten“, so Fenin zur Bild.

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Sein Start als MMA-Kämpfer soll nach Informationen der Bild unter dem Titel „Last Goal of Martin Fenin“ dokumentiert werden. Einen Gegner für seinen ersten Kampf gibt es noch nicht, Martin Fenin äußerte aber bereits einen Wunsch: „Es wäre super, wenn es ein Ex-Fußballer wird. Am besten einer von Schalke oder Dortmund.“

Ab jetzt im MMA-Käfig zu Hause: Ex-Bundesliga-Stürmer Martin Fenin. Fünf Jahre nach seinem Karriereende startet Ex-Bundesliga-Kicker Martin Fenin (35) einen sportlichen Neustart - als Käfig-Kämpfer. Der ehemalige Eintracht-Stürmer wird bei „Oktagon MMA“ (größte Organisation in Europa) sein MMA-Debüt geben.

Der Grund für den MMA-Versuch? Unter anderem seine Frau Beata Fenin. „Ich denke, er schafft es nicht“ spornte seine Frau ihren 95-kg-Mann an. Der Hintergrund für ihre Einschätzung? „Weil er einen Freund hat - Alkohol“. In der Tat ist Alkohol kein Unbekannter für den Tschechen. Fenin hatte einst eine große Karriere vor sich, knipste 2008 in seinem Frankfurt-Debüt direkt einen Dreierpack. Doch dann ging es bergab.

Die Liste seiner Fehltritte ist lang: Hotelfenster-Sturz nach Alkohol- und Medikamenteneinfluss, angezündete Wohnung, Schlägereien. In Deutschland wurde Fenin als „Skandal-Profi“ abgestempelt. Pikant: Der Weg in den Käfig wird unter dem Titel „Das letzte Tor von Martin Fenin“ dokumentiert.

Fenin: „Das erste Training war einfach nur peinlich und lächerlich. Also jetzt kann ich darüber lachen, aber das erste Training war wirklich schrecklich“, gibt der 35-Jährige zu. Knapp 14 Jahre lang war Fenin Profifußballer, nun fängt er in einer neuen Sportart ganz von vorn an. Wie schlägt man einen Punch? Wie bewegt man sich richtig? Und wie gewinnt man einen Käfig-Fight?

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Fenin: „Direkt beim Aufwärmen habe ich gemerkt, das ist eine ganz andere Welt.“ Nichts mit Passübungen oder Torschusstraining - beim MMA geht's im Vollkontakt direkt zur Sache. Klar ist: Da muss sich der tschechische Ex-Nationalspieler erst mal zurechtfinden. Auch an die Gym-Matte muss sich Fenin noch gewöhnen. „Das brennt, wenn das trocken ist“, schmerzt er.

Über die Jahre hat sich der Ex-Kicker einen kleinen Wohlstandsbauch angeeignet, gibt zu, dass er „nicht mehr fit“ ist. „Martin hat aktuell circa 95 kg, also wir werden auf jeden Fall versuchen, aus dem Fett Muskeln zu machen und ich möchte, dass er etwa 84 kg wiegt.“, so sein Coach.

Vier Oktagon-Events sind für dieses Jahr in Deutschland geplant (München, Oberhausen, Köln, Frankfurt), das Käfig-Debüt von Fenin soll in seiner deutschen Heimat Frankfurt stattfinden. „Jeder der mich kennt weiß, dass ich Frankfurt liebe ohne Ende“ so Fenin. Sein Oktagon-Gegner ist noch nicht bekannt, der Tscheche hat allerdings einen Wunsch: „Es wäre super, wenn es ein Ex-Fußballer wird. Am besten einer von Schalke oder Dortmund.“

Kevin Pannewitz fordert Martin Fenin heraus

Vom Rasen in den Käfig - unter diesem Motto sollen sich zwei frühere Profi-Fußballer im Herbst einen MMA (Mixed Martial Arts)-Kampf liefern. Beim Duell der Serie Oktagon MMA fordert der frühere Problem-Profi Kevin Pannewitz (31) den einstigen Bundesliga-Torjäger Martin Fenin (35) heraus.

Wie die „Schweriner Volkszeitung“ am Dienstag (28. März 2023) berichtet, befinde sich der 31-Jährige seit drei Wochen im Training für den Showdown der europäischen Kampfsport-Serie.

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„Ich will mir und allen da draußen beweisen, dass man alles schaffen kann, wenn man es wirklich will! Der Sportler in mir wird jetzt die härteste Sportart der Welt, MMA, bezwingen“, sagte Pannewitz der „Bild“.

Für den Kampf im Gewichtslimit bis 83 kg wird das einstige Supertalent stark abnehmen müssen. Vor Trainingsbeginn wog er 139 Kilogramm. Eine Differenz von 56 Kilo!

Auch der einstige Frankfurt-Stürmer Fenin (96 Pflichtspiele, 14 Tore) hat nicht mehr die Bestform einstiger Bundesliga-Tage, ist dem erforderlichen Kampfgewicht aber deutlich näher. Er wird von der MMA-Organisation seit Jahresbeginn auf seinem Weg zum Kampfsportler begleitet, konnte bislang aber nicht alle in seinem Umfeld überzeugen. „Ich glaube nicht, dass er es schafft“, wird von Oktagon MMA etwa Fenins Frau zitiert.

Pannewitz hatte 2009 in jungen Jahren bei Hansa Rostock den Durchbruch in der 2. Liga geschafft, ehe er 2013 zum VfL Wolfsburg wechselte. Immer wieder hatte der hoch veranlagte Mittelfeldspieler mit Disziplin- und Gewichts-Problemen zu kämpfen, kommt so auf nur 37 Spiele im Fußball-Unterhaus.

Unter Schleifer Felix Magath (69) und dessen Nachfolger Dieter Hecking (58) schaffte er es bei den Wölfen nicht zu Bundesliga-Einsätzen. Stattdessen schlug sich Pannewitz in den Folgejahren noch einmal deutlich häufiger mit Gewichtsproblemen herum und leistete sich andere Eskapaden.

In den vergangenen Jahren hatte er unter anderem als Straßenfeger in Berlin gearbeitet, 2020 gewann er die erste Staffel der RTLZWEI-Show „Kampf der Realitystars“. Seine Fußball-Laufbahn setzte er bei verschiedenen Vereinen im Amateurfußball fort. Aktuell spielt er in der Kreisliga bei Delay Sports Berlin.