MMA Kämpfe außerhalb der UFC

In dieser Serie meiner Kolumne „MMA Inside“ möchte ich euch zum Beginn eines jeden Monats einen Ausblick auf die besten MMA-Kämpfe außerhalb der UFC geben, denn wer nicht über den Tellerrand der UFC hinausschaut verpasst auf jeden Fall einige gute MMA-Kämpfe.

Top MMA-Kämpfe außerhalb der UFC

Hier ist eine Übersicht von spannenden Kämpfen und Ereignissen in der Welt des MMA, abseits der UFC:

Battlefield FC

Am 27. Juli 2019 feiert Battlefield FC seine Rückkehr und bietet den Fans dabei gleich das Duell zweier UFC-Veteranen.

  1. Will Brooks vs. Gleison Tibau: Der ehemalige Bellator-Champion Will Brooks (20-4-1) trifft auf Gleison Tibau (34-14). Ein Duell auf solch hohem Level sieht man außerhalb der UFC sehr selten. Und der Sieger kann sich vielleicht auch noch Mal für eine der großen Ligen empfehlen.
  2. Bryan Caraway vs. Raja Shippen: Mit Bryan Caraway (21-9) ist ein weiterer Top-Kämpfer aus der UFC zu Battlefield FC gewechselt. Er wird auf den relativ unbekannten Raja Shippen (18-11-1) treffen.

Bellator

Bei Bellators einzigem Event im Juli kommt es zu einem wichtigen Mittelgewichts-Kampf.

  1. Rafael Carvalho vs. Chidi Njokuani: Rafael Carvalho (15-3) musste zuletzt zwei Niederlagen einstecken und will nun wieder auf die Siegesstraße. Auch Chidi Njokuani (18-6) hatte zuletzt weniger Erfolg. Beide sind vor allem für ihren Kampf im Stand bekannt.
  2. Ed Ruth vs. Kiichi Kunimoto: Bei Bellator wird das Mega-Ringer-Talent Ed Ruth (6-1) seine Rückkehr feiern, nachdem ihm von Neiman Gracie die erste Niederlage zugefügt wurde. Mit Kiichi Kunimoto (20-7-2) hat er aber einen großen Test vor sich.

Professional Fighters League (PFL)

In der Weltergewichts-Vorrunde treffen die beiden Top-Platzierten aufeinander.

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  1. Magomed Magomedkerimov vs. Chris Curtis: Magomed Magomedkerimov (24-5), aktuell Platz 3, und Chris Curtis (21-5), aktuell Platz 5. Der Russe konnte letztes Jahr die $1 Millionen gewinnen und will dies nun erneut tun. Mit Curtis trifft er jedoch auf einen sehr erfahrenen und gefährlichen Veteranen.
  2. Lance Palmer vs. Luis Rafael Laurentino: Im Federgewicht der PFL steht ein sehr interessanter Kampf an. Der Sieger der ersten Saison, Lance Palmer (18-3) trifft auf das Super-Talent Luis Rafael Laurentino (34-1). Es ist ein typisches Duell zwischen Ringer und Striker sowie zwischen Veteranen und Prospect.
  3. Ray Cooper III vs. John Howard: Ebenfalls in der Vorrunde der Weltergewichts Saison kommt es zum Kampf zwischen Ray Cooper III (18-6) und John Howard (27-15-1). Cooper III ist das vielleicht beste männliche Eigengewächs der PFL und immer für einen heftigen KO gut.
  4. Jeremy Kennedy vs. Steven Siler: Jeremy Kennedy (13-2) ist einer der weniger Kämpfer, der die UFC freiwillig verlies, da er zu wenig Kämpfe bekam. Aber auch sein Gegner Steven Siler (32-19-1) steht mit dem Rücken zur Wand. Nach einer Finalteilnahme in der 2018 Saison währe ein Vorrunden-Aus nun schon eine Enttäuschung für den UFC-Veteranen.
  5. Bojan Velickovic vs. Joao Zeferino: Der Serbe Bojan Velickovic (16-9-2) und der Brasilianer Joao Zeferino (23-9) sind zwar nicht die bekanntesten Kämpfer, aber zwei sehr unterhaltsame. Eigentlich sollten Sie schon in den Playoffs der letzten Saison aufeinandertreffen.

Rizin

Bei Rizin 17 werden Teilnehmer für den Leichtgewichts Grand Prix, welcher im Herbst startet, gesucht. Hier steht also viel auf dem Spiel.

  1. Johnny Case vs. Satoru Kitaoka: Sowohl Johnny Case (25-6-1), als auch Satoru Kitaoka (42-19-9) sind sehr erfahren.
  2. Yuske Yachi vs. Mikuru Asakura: Bei Rizin 17 steht mit Yuske Yachi (20-8) gegen Mikuru Asakura (10-1) ein weiterer Kampf im Leichtgewicht auf der Kampfkarte. Auch hier ist ein Platz im Leichtgewichts Grand Prix der Preis für den Sieger.
  3. Yuki Motoya vs. Hiromasa Ogikubo: Bei Rizin 17 steht auch ein sehr interessanter Bantamgewichtskampf auf der Karte. Yuki Motoya (23-6) und Hiromasa Ogikubo (18-4-2) sind zwei sehr erfahrene Kämpfer und waren zuletzt im Fliegengewicht und Bantamgewicht relativ erfolgreich. Motoya ist ein ehemaliger DEEP Champion, Ogikubo ist ein ehemaliger Shooto Champion. Der Sieger könnte ein zukünftiger Gegner für Kyoji Horiguchi sein.
  4. Yuta Sasaki vs. Shintaro Ishiwatari: Mit dem Duell zwischen Yuta Sasaki (22-6-2) und Shintaro Ishiwatari (25-7-1) steht ein weiterer Bantamgewichtskampf auf der Karte. Sasaki ist ein ehemaliger UFC-Kämpfer, Ishiwatari ein ehemaliger King of Pancrase. Auch der Sieger in diesem Kampf könnte in Zukunft auf Kyoji Horiguchi treffen.

Brave CF

Ende Juli steht der Federgewichtstitel von Brave CF beim England-Debüt der Liga auf dem Spiel.

  • Bubba Jenkins: Champion Bubba Jenkins (13-4) ist ein guter Ringer und ehemaliger Bellator-Kämpfer.

Weitere Kämpfer und Ereignisse

  • Chris Wade vs. Akhmet Aliev: Im Hauptkampf trifft der frühere UFC-Star Chris Wade (15-5) auf den Russen Akhmet Aliev (18-4). Wade hat gute vielseitige Fähigkeiten. Sein Gegner Aliev ist jedoch seit acht Kämpfen unbesiegt und vor allem im Stand sehr gefährlich.

PFL Saison

Nun, da sich das Jahr dem Ende entgegen neigt, gehen die Planungen für das neue Wettkampfjahr los. Auch bei der Professional Fighters League, die im Frühjahr aufgrund der Coronapandemie ihre komplette Saison absagen musste.

Die Liga gab die ersten Neuzugänge für das kommende Jahr bekannt, darunter befinden sich mit Hatef Moeil und Joilton Lutterbach auch zwei Kämpfer aus dem Düsseldorfer UFD-Gym. Beide UFD-Kämpfer wurden bereits im Frühjahr von der PFL unter Vertrag genommen, konnten aufgrund der Saisonabsage seit der Vertragsunterschrift jedoch keine Kämpfe absolvieren.

Joilton Lutterbach

Vor allem für den Brasilianer Joilton Lutterbach (34-8 (1 NC)) eine ungewohnte Situation. „Peregrino“ begann schließlich das Jahr mit zwei Siegen innerhalb von zwei Wochen in Brasilien. Lutterbach gehört zu den aktivsten Kämpfern seiner Gewichtsklasse und stand seit 2016 jährlich mindestens fünf Mal im Käfig.

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Lutterbach gewann 21 seiner letzten 23 Kämpfe und besiegte dabei unter anderem Marcel Grabinski und Selim Agaev bei GMC und Craig White und Alex Lohoroe bei Cage Warriors. Seine letzte Niederlage musste er bei KSW gegen Ex-Champion Dricus Du Plessis, der mittlerweile von der UFC unter Vertrag genommen wurde, einstecken.

Hatef Moeil

Hatef Moeil (10-4) kann dann endlich an sein starkes Jahr anknüpfen. Der 34-Jährige konnte im vergangenen Jahr mit Ricco Rodriguez und Kickboxer James McSweeney zwei UFC-Veteranen in die Schranken weisen, bevor er sich mit einem weiteren schnellen Sieg im November gegen den Brasilianer Wesley Martins zum Schwergewichts-Champion von King Of Kings krönte und seinen Spitzenplatz in der German Top Ten untermauerte.

Moeil und Lutterbach leisten damit Loik Radzhabov Gesellschaft. Der Tadschike erreichte das Finale im Leichtgewichtsturnier gegen Natan Schulte und wird auch im kommenden Jahr wieder um die Millionen-Prämie antreten.

Neben den beiden Düsseldorfern wurden zudem die Verpflichtungen der UFC-Veteranen Cezar Ferreira (13-8), Sheymon Moraes (11-4), Sung Bin Jo (9-1), sowie der Schwergewichte Renan Ferreira (6-2) und Brandon Sayles (5-1) und dem norwegischen Halbschwergewicht Marthin Hamlet (6-1) bekanntgegeben.

Marie Mouroum als Backstage-Reporterin bei „Oktagon 73“

Unter Hollywood-Profis ist sie schon eine feste Größe: Die RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ hat die erfolgreiche Stuntfrau Marie Mouroum in ihrer Heimat Deutschland Millionen Menschen erst bekannt gemacht. Doch die wahre Leidenschaft der Berlinerin gilt dem Kampfsport.

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„Durch das Kämpfen lernst Du auch wirklich, Dich manchmal durchzuboxen, obwohl Du gar nicht mehr kannst. Die 32-Jährige ist in Hollywood sehr erfolgreich als Stuntfrau und Martial-Arts-Darstellerin. Sie übernahm die gefährlichen Szenen für Halle Berry („Cloud Atlas“), Queen Latifah („The Equalizer“) und Bond-Girl Lashana Lynch („James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“). Bei ihrer Arbeit zeigt sie oft auch Kampftechniken vor der Kamera.

An diesem Samstag wird Marie Mouroum in Hamburg beim Mixed-Martial-Arts-Event „Oktagon 73“ für den Streaminganbieter RTL+ im Einsatz sein, allerdings als Backstage-Reporterin. Sie wirft für das Publikum einen Blick hinter die Kulissen des Spektakels. Sie spricht mit Auftretenden, mit Ringrichtern und dem Ringarzt.

„Mixed Martial Arts sind in Deutschland, glaube ich, noch so ein bisschen vorurteilsbelastet“, sagte Mouroum. „Die Hallen sind aber immer ausverkauft. Es hat schon auf jeden Fall einen riesigen Hype.“ Ein Event im Frankfurter Waldstadion habe im vergangenen Jahr 60.000 Menschen angezogen.

Die Stunt-Expertin findet an MMA besonders die Vielfalt interessant: „Der Kämpfer, der da kämpft, der kann nicht nur boxen, der kann jegliche Kampfsportarten.“ Das reiche von Boxen, Kickboxen bis zu Taekwondo und Judo. „Und dann ist man auf dem Boden und dann musst Du Bodenkampf beherrschen: Ju-Jutsu, Wrestling, Ringen.“ Es gebe aber auch klare Regeln.

Das Publikum in den Vereinigten Staaten sei in der Wertschätzung von MMA viel weiter. „Es hat einen ganz anderen Stellenwert. Die Ultimate Fighting Championship gucken Familien, das gucken Frauen, das gucken Kinder.“ Das sei Tagesgespräch. „Jeder kennt da die Kämpfer, die gerade so am erfolgreichsten sind.

Beginn von „Oktagon 73“ ist am Samstag um 17.30 Uhr auf RTL+. Mit „Oktagon 73“ wird Hamburg erstmals Schauplatz eines großen MMA-Events. Im Hauptkampf feiert Christian Eckerlin - Deutschlands bekanntester MMA-Star -sein Comeback nach acht Monaten Pause.