Fechten ist in erster Linie eine Kampfsportart. Vor ihrer Etablierung als Sportart war die Austragungsform als Duell weit verbreitet. Heute wird mit Fechten überwiegend das Sportfechten bezeichnet; gefochten wird mit Florett, Degen und (leichtem) Säbel. Offizielle Wettkampfsprache beim Fechten (französisch Escrime) ist Französisch.
Anders als beim modernen Sportfechten bezeichnet historisches Fechten frühere Stile, wie die der Renaissance und des Mittelalters. Der Fechtsport von heute hat mit dem Fechten im Mittelalter nur wenig zu tun.
Die Waffen im Fechtsport
Das Florett, der Degen und der Säbel, die drei Waffen im Fechtsport, unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich Aussehen und Gewicht. Auch das Reglement und die gültige Trefffläche sind unterschiedlich. Für jede Waffe ist daher eine charakteristische Fechtweise zu beobachten.
- Säbel: Maximal 500 g schwer und 105 cm lang.
Die drei Waffen unterscheiden sich in Trefferfläche und Regelwerk. Am athletischsten wird sicher mit dem Florett und am schnellsten mit dem Säbel gefochten. Wer zuerst die maximale Trefferanzahl erreicht oder nach Ablauf der Kampfzeit die meisten Treffer gesetzt hat, gewinnt. Gekämpft wird auf der Fechtbahn (Planche). Die Treffer werden elektrisch registriert und automatisch angezeigt.
Fechten als anstrengender Sport
Eines ist jedoch allen drei Fechtdisziplinen gemein: Dieser Sport ist sehr anstrengend, da man ständig in Bewegung und unter Körperspannung bleiben muss, um jederzeit in Sekundenbruchteilen auf Aktionen des Gegners reagieren oder dessen Fehler ausnutzen zu können. Fechten - ein respektvoller Kampfsport auf höchstem Niveau. Ob Einzel oder in der Mannschaft, ob Leistungssport, Breitensport oder Freizeitsport.
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Fechten ist nicht gefährlich
Fechten ist ein Kampfsport - aber nicht gefährlich. Mehrere sportmedizinische Untersuchungen haben zum Beispiel gezeigt, daß Fechten eine Sportart mit geringem Verletzungsrisiko ist. Das Verletzungsrisiko im Fechtsport ist z.B. geringer als im alpinen Skisport, Fußball, Handball, Judo oder Ringen. Der Laie befürchtet natürlich Verletzungen durch die Waffen selbst. Das ist aber bei Benutzung der vorgeschriebenen Ausrüstung nahezu ausgeschlossen. Natürlich sind die Sportwaffen stumpf.
Allerdings darf nur mit Maske und Fechtanzug trainiert werden!
Verletzungsrisiko im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt das relative Verletzungsrisiko im Fechtsport im Vergleich zu anderen Sportarten:
| Sportart | Verletzungsrisiko |
|---|---|
| Fechten | Gering |
| Alpiner Skisport | Höher |
| Fußball | Höher |
| Handball | Höher |
| Judo | Höher |
| Ringen | Höher |
Fechten in Düren
Der Fechtsport ist ein faszinierender Kampfsport, die auch in Düren viele begeisterte Anhänger hat. In einem Fechtverein können Interessierte die Kunst des Fechtens erlernen und sich im Umgang mit den drei Sportwaffen Florett, Degen und Säbel trainieren. Obwohl die Sportgeräte im Wesentlichen noch so verwendet werden wie vor 500 Jahren, hat sich die Taktik und Dynamik des Kampfsports weiterentwickelt.
Welche Waffe wird in Düren gelehrt?
In Düren fechten wir Florett.
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Altersgruppen
Es ist nie zu früh oder zu spät, um mit dem Fechten zu beginnen. Wir trainieren in drei Altersgruppen von etwa 6-11, 11-14 und 15-99 Jahren.
Fechten für Mädchen
Ja! Weil der Fechtsport weniger körperbetont ist eignet er sich sogar besonders für Frauen und Mädchen. Bei uns ist also jeder und jede willkommen.
Ausrüstung
Fechtmaterial ist leider nicht ganz günstig, da es qualitativ hochwertiges Kevlargewebe braucht, um wirklich gegen jeden Stoß geschützt zu sein. Wer anfängt bekommt allerdings erstmal die erfoderliche Ausrüstung durch den Verein im Training gestellt. Erst nach und nach und nach Aufforderung durch die Trainer wird eine eigene Fechtausrüstung angeschafft.
- Generell kann man zum Fechten normale Hallenturnschuhe tragen.
- Fechtsocken sind weiße, dickere, knielange Strümpfe, die den Unterschenkel bis zum Bund der Fechthose schützen.
- An der Fechthose erkennt man vermutlich am besten die jahrelange Tradition des Fechtsports.
- Der Tiefenschutz bei den Männern und der Brustschutz bei den Frauen stellen nochmal einen besonderen Schutz aus Hartplastik für die spezifischen besonders schmerzempfindlichen Zonen dar.
- Die Unterziehweste wird gegebenenfalls über den Brustschutz aber unter die Fechtjacke gezogen.
- Auch die Fechtjacke ist aus Kevlargewebe, also dem gleichen Material, aus dem auch schusssichere Westen gefertigt werden.
- Das Körperkabel wird zum elektrischen Fechten benötigt.
- Die Waffe ist das Herzstück aller Fechterinnen und Fechter.
- Der Handschuh dient zum einen dem Schutz der Hand und zu anderen ermöglicht er einen besseren Waffenhalt.
- Die Elektroweste wird nur im Florett und im Säbel benötigt.
- Die Fechtmaske (und bitte, bitte nicht Helm, denn sie deckt das ganze Gesicht ab) besteht aus Stahlgitter und schützt den Kopf vor Stößen und Hieben.
- Wie auch in anderen Sportarten kann man im Fechten vielerlei Dinge kaufen, die nicht vorgeschrieben sind aber sehr nützlich sind.
Als Neuinvestition, zur regelmäßigen Trainingsteilnahme, empfehlen wir die Anschaffung einer neuen Maske (1.600 N beachten!), eines Handschuhs und von Fechtstrümpfen. Bei allen Käufen immer die aktuellen Ausrüstungsvorschriften beachten.
Training
Fechten ist ein anstrengender Sport. Die Gefechte sind zwar im Vergleich recht kurz (3-9 Minuten reine Kampfzeit), dafür aber sehr intensiv. Daher ist eine allgemeine Fitness besonders wichtig und wird durch entsprechendes Athletiktraining gefördert. Die Koordination des Waffenarms in Verbindung mit der speziellen Beinarbeit des Fechtsport stellt eine Herausforderung dar, die aber jeder mit etwas Übung hinbekommt. Diese Koordination trainieren wir kontinuierlich in jedem Training mit Beinarbeit, Partnerübungen und den Einzellektionen.
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Fechten ist im Grunde immer Leistungssport, denn es kann nur mit einem Partner oder Gegner gefochten und geübt werden. Daher ist es besonders wichtig, mit Respekt und Anstand zu gewinnen und zu verlieren. Das lernt man bei uns von Anfang an. Zudem gilt: vor und nach jedem Gefecht erfolgt der Fechtergruß und ein Handschlag.
DFC-Vereinsziel
Mit viel Spaß so gut wie möglich werden. Im Gegensatz zu klassischen Athletik-Disziplinen, wie Schwimmen oder Laufen, tritt ein Fechter allein gegen einen Gegner an, der sich auf dessen Aktionen einstellt und seine Taktik im Laufe eines Gefechts adaptiert. Nicht umsonst, wird Fechten als oft „phyisical chess“ (etwa „körperliches Schach“) bezeichnet. Wer ficht, entwickelt nicht nur hervorragende Koordinations- und Wahrnehmungsfähigkeiten, sondern erwirbt auch die Fähigkeit unter Druck Probleme kreativ zu lösen. Diese Fähigkeit nehmen junge Fechter mit bis ins Berufsleben.
